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Gala Christoph Metzelder Stiftung

Seit nunmehr 12 Jahren unterstützt die Christoph Metzelder Stiftung bundesweit Projekte der offenen Kinder- und Jugendarbeit in prekären Stadtteilen, um für junge Menschen vor Ort da zu sein. Wer bis dato glaubte, dass in Deutschland dafür kein wirklich großer Bedarf besteht, irrt sich gewaltig. Denn auch in Deutschland ist die Zahl derer zu hoch, die wirtschaftlich, sozial und gesellschaftlich benachteiligt sind. Kurz gesagt: Die Christoph Metzelder Stiftung widmet sich der Förderung in den Bereichen Bildung, Ausbildung und Integration sowie der Bekämpfung von Kinderarmut.

Christoph Metzelder Stiftung engagiert sich für Kinder und Jugendliche

Ich persönlich bin schon seit vielen Jahren ein Fan der Arbeit und des Engagements des Fußballers. Aus diesem Grund bin ichauch immer gern dabei, wenn es darum geht, diese Stiftung zu unterstützen. Sei es bei Aktionen mitzuwirken, um Geld einzunehmen oder wie kürzlich in Potsdam bei dem Christoph Metzelder Stiftung Galabend dabei zu sein.Wer jetzt überlegt „Wie kann ein Galaabend helfen?“ oder „Ihr macht doch nur Party?“, der irrt. Diese Abende sind dazu da, um zu sehen was bisher schon geleistet wurde. Prominente Persönlichkeiten sind ebenfalls stets geladen und ziehen so gut wie immer die Presse an und sorgen so für mehr Öffentlichkeitsarbeit und einen noch höheren Bekanntheitsgrad der Stiftung.

Gleichzeitig wurden an diesem Abend viele tolle Dinge versteigert. Fotografien von Carsten Sander oder eine Bronze Skulptur von Tina Heuter sind nur einige der hochwertigen Stücke, die auf großzügige Bieter warteten. Zusätzlich gab es eine grossartige Tombola mit hochwertigen Losen, die natürlich auch ihren Preis hatte. Vielen Gästen aber fiel es leicht, für eine so schöne Sache zu spenden. Die Preise hatten insgesamt einen Gesamtwert von über 30.000 €! Darunter auch ein Aufenthalt im The Grand Ahrenshoop.

Tombola mit hochwertigen Preisen

Jean Bork mit Christoph Metzelder

Christoph Metzelder – starker Mann, starkes Engagement!

Der Erlös aus Versteigerung und verkauften Tombola-Losen ging zu 100% in die Stiftung und erreichte allein an diesem Abend einen Wert von über € 92.000. Und spätestens jetzt versteht man, warum diese Abende wichtig sind, auch wenn sie auf den ersten Blick anders wirken. Ich habe diesen Abend sehr genossen und finde Christoph Metzelder als Gastgeber immer wieder sehr sympathisch. Zudem wundert es mich auch nicht, dass dieser Mann ein so großes Herz hat und seine ganze Liebe in seine Projekte steckt.

Der Abend in der Schinkelhalle in Potsdam war wundervoll. Das Highlight war unter anderem die Sängerin Ingrid Arthur von den Weather Girls mit einem grandiosen Auftritt, der damit endete, dass wir Frauen am Ende alle auf die Bühne gezogen wurden. So tanzte ich mit Blümchen und Fernanda Brandao zum Erfolgssong It’s Raining Men um die Wette. Ich muss sagen, beide Frauen sehen wirklich unglaublich sportlich aus. Kompliment an dieser Stelle von mir!

Alles in allem ein wirklich schöner Abend mit Herz und großer Zukunft für Jugendliche in Deutschland. Danke Christoph Metzelder für dein Engangement!

Bildnachweis: Jean Bork

Es ist die ewige Gretchenfrage in Sachen Date: wer zahlt? Vor allem bei einem ersten Date ist die Unsicherheit zumeist groß. Bei Mann UND Frau. In den allermeisten Fällen dürfte es so sein, dass ER zahlt.

Doch nicht immer. Und welche Folgen das haben kann, zeigt aktuell ein Fall, der im Internet für Furore sorgt. Ausgelöst hat die Diskussion ein Mann, der sich mit einer Frau zu einem ersten Date getroffen hat und sie schlichtweg ihr Essen selbst zahlen ließ. Als er sodann nach einem zweiten Date fragte, bekam er die Antwort, dass ein Gentleman beim ersten Treffen eine Frau einzuladen hat. Und natürlich gab sie auf seine Frage nach einem weiteren Date eine abschlägige Antwort.

Wie läuft es denn nun mit der Bezahlerei beim 1. Date?

Hat sie richtig gehandelt? Oder er? Und überhaupt: wie sollte man(n) es denn nun machen mit der Bezahlerei bei einem ersten Treffen?

Wie bereits erwähnt, ist dieses Thema Gegenstand unendlich vieler Diskussionen, vor allem im Netz. Die einen sehen das feministisch und würden sich als Frau niemals einladen lassen, wieder andere sehen es als guten Stil an, wenn er die Rechnung beim ersten Mal übernimmt.

Und ganz ehrlich: die meisten Männer machen das auch! Wenn ich mich an meine eigene Dating-Zeit erinnere, fällt mir kein Fall ein, bei dem ein Mann ganz selbstverständlich auf getrennte Rechnungen bestanden hätte.

Ich für meinen Teil habe es als Frau immer so gehalten, dass ich angeboten habe, die Rechnung zu teilen. Das wurde dann auch mal gemacht, obgleich sehr, sehr selten.

Für die meisten Männer ist es wohl auch eine Frage von Tradition und Männlichkeit, dass sie die Rechnung beim ersten Date übernehmen.

„Halbe/Halbe“ schadet als Vorschlag nie!

Frauen, die unsicher sind, wie man das denn nun mit der Bezahlerei nach dem Rendezvous machen sollte, sei angeraten, den Vorschlag zur gemeinsamen Bezahlung zu unterbreiten. Erfahrungsgemäß wird das vom Großteil der Männer abgelehnt.

Inwiefern dann eine Frau mit der Einladung leben kann, muss sie mit sich selbst ausmachen. Aber – ganz ehrlich: ein Verhalten á la Gentleman war noch nie verkehrt! Oder?

Bildnachweis: pixabay.com

Altersvorsorge – gerade für Frauen ein Riesenthema! Allerdings eines, dass gar nicht einfach zu händeln ist, denn die entsprechenden Angebote präsentieren sich als ein undurchdringlicher Dschungel. Da ist es nicht verwunderlich, wenn viele schwarze Schafe mitmischen.

Über einen speziellen Fall in diesem Zusammenhang berichtete vor wenigen Wochen der SPIEGEL, in seiner 52. Ausgabe. Interessant dabei: in der Reportage wurde eine Frau vorgestellt, die übel durch Anlagebetrüger um ihr Geld gebracht wurde.

Nach Anlagebetrug bangen mehr als 50 000 Sparer um ihr Geld

Worum gings? Nun –  in erster Linie stand das Unternehmen P & R im Focus, nach deren Pleite mehr als 50 000 Sparer um ihr Geld bangen müssen. Das Modell der Finanzfirma war über Jahrzehnte der Verkauf von Frachtcontainern an Kleinanleger, seit 2007 sollen die besagten Container nur noch auf dem Papier bestanden haben.

Mit dramatischen Folgen!

Porträtiert wird unter anderem Deike Wilhelm, eine 40jährige Künstlerin aus München, die bei besagter Firma investiert hat und glaubte, ihr Geld in guten Händen zu wissen. Dem war nicht so, das Geld der Anlegerin ist futsch! Doppelt bitter: die Frau hatte sich im Vorfeld an eine Finanzberatung gewandt, die auf Frauen spezialisiert ist und damit warb, unabhängig von Banken und Versicherungen zu arbeiten. Schon als die Geschäfte des Containeranbieters nicht mehr liefen – so ist dem SPIEGEL zu entnehmen –  wurde Fau Wilhelm seitens einer Finanzberaterin erklärt, dass diese Firma absolut verlässlich sei.

Heute weiß sie es anders, musste sie doch der Tatsache ins Auge sehen, dass sie bei dieser Anlage einen totalen Verlust erlitten hat.

Laut dem SPIEGEL war die Firma P & R offenbar schon 2010 insolvent, machte aber bis 2018 weiter. Ein gigantisches Schneeballsystem soll dahinter stehen, in denen Altanleger mit dem Geld von Neukunden bezahlt wurden.

Altersvorsorge dürfte weg sein

Die ersten P & R-Gesellschaften gingen im Frühjahr 2018 pleite – circa 54.000 Anleger sollen betroffen und ihr Geld wohl weg sein. Menschen, die mit diesem Anlagemodell ihre Altersvorsorge sichern wollten. So wie auch Deike Wilhelm.

Laut dem Nachrichtenmagazin glaubt sie in dieser Sache überhaupt niemandem mehr. Trotz dem sich nun Insolvenzverwalter mit der Pleite beschäftigen und mancher Anleger hofft, zumindest einen Teil seines Gelds wiederzukommen.

Es dürfte nicht sehr aussichtsreich sein!

Gegenüber dem SPIEGEL sagt Frau Wilhelm:

„Die beste Investition ist die in einen selbst, in die eigene Gesundheit, in Bildung, Reisen und gutes Essen“

Nun – da ist was dran, nur: was für Möglichkeiten hat FRAU denn nun noch, um seriös für das Alter vorsorgen zu können?

Diese Frage ist eigentlich überhaupt nicht zu beantworten. Weil man heutzutage keinesfalls eine bestimmte Anlageform empfehlen kann. Und schon gar nicht bestimmte Banken oder Versicherungen.

Spezialisiert auf Altersvorsorge für Frauen – kein Garant für Seriosität!

Ebenso scheint Misstrauen durchaus angebracht zu sein, bei den vielen weiblichen Finanzberaterinnen, die sich auf die Beratung zur Altersvorsorge von Frauen spezialisiert haben. Wie der Fall aus dem SPIEGEL zeigt, schützt auch das nicht davor, sein Geld bei irgendeiner dubiosen Anlage zu verlieren. Man ist ja fast wieder geneigt, den guten alten Sparstrumpf unters Kopfkissen zu legen….!

Vor diesem Hintergrund sollte man vielleicht zwei althergebrachte Möglichkeiten in Sachen Altersvorsorge nicht außer Acht lassen.

Zum Einen:

die Investition in eine Immobilie (gerade im ländlichen Bereich gibt es noch Regionen, wo Häuser bezahlbar sind). Am besten mit der Möglichkeit, einen Teil davon – oder eine separate Wohneinheit – (später) zu vermieten. Stichwort: airbnb & Co.

Und zum Anderen:

Man tut gut daran, sich eine stabile Partnerschaft zu erhalten (oder aufzubauen) und nicht gleich bei Kleinigkeiten zum Scheidungsanwalt zu laufen.

Als Paar gemeinsam um Altersvorsorge kümmern und im Alter den Alltag stemmen

Wer mit seinem Partner dem Lebensabschnitt des Alters entgegen geht, muss schon mal nicht alleine – nur von seinem Geld – die ganzen Lebenshaltungskosten stemmen. Zu zweit geht vieles besser, so auch die Wahrung eines adäquaten Lebensstandards im Alter. Idealerweise haben beide gemeinsam eine solide Altersvorsorge betrieben und können den Lebensabend sorgenfrei genießen.

Natürlich ist ein Ehemann keine Lebensversicherung, aber ganz so links liegen lassen sollte man diese Variante eben auch nicht. Es dürfte sich im Nachgang schon so mancher geärgert haben, eine Scheidung wegen (im Rückblick gesehen) Lappalien eingereicht zu haben. Zumal mit einem neuen Partner – männlich wie weiblich – auch rasch der Alltagstrott eintritt und die Welt nicht rosarot ist.

Aber das nur am Rande.

Es gibt nicht DEN ultimativen Tipp für die Altersvorsorge

Zurück zum Thema Altersvorsorge für Frauen: es gibt (leider) nicht DEN ultimativen Tipp. Wer in Anlagemodelle investieren will, sollte schauen, welche seriösen Experten hierzu Beratungen anbieten und vor allem auch gute Freunde oder Familienmitglieder ins Vertrauen ziehen. Nicht selten erhält man hier noch den einen oder anderen guten Ratschlag oder heißen Tipp.

Wichtig ist auch, sich vor dem Anlegen des eigenen Gelds im Internet über die jeweilige Anlageform bzw. den Anbieter schlau zu machen. Sind Firmen unseriös, gibt es dazu meist schon Einträge im Web, insofern diese Möglichkeit unbedingt nutzen!

Und ansonsten: die beiden „B`s“ in Betracht ziehen – Bauchgefühl und Betongold.

Letzteres sollte allerdings nicht gerade in einer No Go Area stehen – ist klar! Für mich persönlich steht fest: die Zukunft (von Familien) liegt auf dem Land.

Bildnachweis (Symbolbild): pexels.com

Wer je mit einem demenzkranken Menschen zu tun hatte, der weiß: diese Menschen blühen oft auf, wenn sie von der Vergangenheit erzählen, erzählt bekommen oder mittels Fotoalbum & Co. eine gedankliche Reise dorthin unternehmen. Zumindest ist das der Fall, wenn Demenzkranke noch nicht im Endstadium der Krankheit angekommen sind.

Am Anfang und zumeist bis hin zum Stadium der mittelschweren Demenz sind Angehörige, Ärzte und Betreuer deshalb auch bemüht, das Wohlbefinden der Erkrankten durch Erlebnisse und Situationen, auf die diese Menschen positiv reagieren, zu erhöhen.

Neben klassischen Maßnahmen, wie Spaziergänge, Musik aus alten Zeiten vorspielen und den Demenzkranken an familiären Situationen teilhaben zu lassen, machen auch immer wieder etwas aufseherregendere Aktionen im Zusammenhang mit Demenzkranken von sich reden.

Falsche Bushaltestellen erinnern Demenzkranke an früheren Alltag

So gab es vor einiger Zeit Berichte über falsche Bushaltestellen, die in manchen Pflegeeinrichtungen für Senioren installiert worden sind.

Dem Vernehmen nach sollen zwar manche schon wieder abgebaut sein, aber viele der Haltestellen-Attrappen tun sicher noch heute ihren Dienst, der da heißt: Demenzkranke an normale Alltagssituationen erinnern und zu einem ruhigen und entspannten Tun motivieren. Im Falle der unechten Bushaltestellen animieren diese die Patienten dazu, einfach entspannt an Ort und Stelle zu verweilen, zu warten.

Mittlerweile aber gibt es neue Konzepte. Eines davon ist die Idee, demenzkranke Menschen einige Stunden auf Bauernhöfen verbringen zu lassen.

Schleswig-Holstein führend in Sachen Bauernhöfe für Demenzkranke

Dazu macht derzeit das Bundesland Schleswig-Holstein positiv von sich reden. Laut einem SPIEGEL-Bericht vom Dezember 2018 gehören in dem Bundesland schon 12 Höfe zu einem Projekt für Demenzkranke. Laut dem Magazin wurde das Modellprojekt 2015 von der Schleswig-Holsteinischen Landwirtschaftskammer und dem Kompetenzzentrum für Demenz gestartet.

Deutschlandweit ist das Projekt einmalig und hat deshalb, so der SPIEGEL, schon mehrere Pflegepreise gewonnen. Andere Bundesländer überlegen, ein solches Modell einzuführen.

Das Gute an dieser außergewöhnlichen Maßnahme: alle Beteiligten haben etwas davon. Zunächst natürlich die Kranken, die mit Ausflügen dieser Art an ihr früheres Leben und somit höchstwahrscheinlich auch an viele glückliche Momente erinnert werden. Gleichzeitig stellt diese Form der Demenzbetreuung eine Entlastung für Angehörige und Pflegeeinrichtungen / Seniorenheime dar. Und nicht zuletzt haben die jeweiligen Bauern, die ihre Höfe für das Modellprojekt zur Verfügung stellen, eine kleine, zusätzliche Einnahmequelle. Doch wie gestaltet sich so ein Bauernhofbesuch demenzkranker Personen konkret?

Reportage zeigt auf, was Patienten auf Bauernhof geboten wird

Hierzu gibt es eine Reportage des NDR, in der ein auf Demenzkranke spezialisierter Hof porträtiert wird – „Bauernhöfe gegen Demenz“. Obgleich die Überschrift etwas irreführend ist, denn bekanntlich gibt es noch kein wirkliches Heilmittel gegen Demenz, ist der Beitrag sehr aufschlußreich.

„Die bäuerliche Umgebung kann bei Menschen mit Demenz Erinnerungen an früher wecken. Der Einsatz von Tieren in der Altenhilfe ist verbreitet: Das Streicheln und Füttern von Tieren kann das Wohlbefinden von Menschen mit Demenz steigern. Ihre Gefühle und Sinne werden angesprochen, Gespräche angeregt.
(…)
Die Landwirtin Urte Meves lädt seit Anfang 2018 Menschen mit Demenz auf ihren Bauernhof in Eddelak ein. Auf dem Hof von Urte Meves und ihrem Mann im Kreis Dithmarschen leben eine Herde Angus-Rinder, Ziegen, Schafe, Kaninchen, Hühner und Katzen. Der Vater von Urte Meves erkrankte vor einigen Jahren an Parkinson-Demenz, seitdem beschäftigt sie sich intensiv mit der Erkrankung. Die Landwirtin hat außerdem eine spezielle Fortbildung durchlaufen, um Demenzkranke bei sich empfangen zu können. „Die Tiere fragen nicht, ob ein Mensch gesund ist oder ob er Demenz hat, mit den Tieren kann jeder Mensch kommunizieren – auch wenn die Kommunikation vielleicht nicht mehr so gut läuft“, sagt Meves.“
Eine tolle Idee, die Schule machen und sich auch in den restlichen Bundesländern etablieren sollte! Die Chancen darauf dürften gut stehen, denn wie schon erwähnt, strahlt das Beispiel aus Schleswig-Holstein positiv auf andere Regionen aus.

Kassen beteiligen sich an Kosten – wichtig für Angehörige von Demenzkranken

Wer als Angehöriger in Schleswig-Holstein Interesse an dem Projekt hat und sich fragt, welche Kosten da womöglich anfallen, sollte sich bei der zuständigen Krankenkasse erkundigen. Laut der besagten NDR-Reportage wird ein großer Teil der Kosten für den Bauernhofbesuch von den Kassen übernommen.

(Erste) Anlaufstellen für Angehörige mit Demenzkranken sind weiterhin professionelle Zentren, deren Mitarbeiter konsultiert werden sollten. In Schleswig-Holstein beispielsweise das für Demenz zuständige Kompetenzzentrum.

Dieses schöne Beispiel zeigt einmal mehr, dass es unglaublich gute, kreative Ideen gibt, erkrankten Menschen im Verlauf ihrer Krankheit schöne Momente zu schenken. Mögen viele Patienten in den Genuss vorhandener Möglichkeiten kommen.

Und: auch die Hoffnung auf baldige medizinische Durchbrüche in Sachen Heilung von Demenz stirbt natürlich zuletzt!

Bildnachweis (Symbolbild): pixabay.com

 

 

Neues Jahr, neue Vorsätze. Wie immer…! Doch warum sich nur auf Vorhaben fokussieren, die man `eh nie großartig durchhält (mehr Sport, weniger Essen, neues Hobby usw….)? Durch eine Freundin, die alleinerziehend und Mitglied in einer Single-Eltern-Gruppe auf Facebook ist, wurde ich auf ein Posting in einer solchen Gruppe aufmerksam, das sich mit bewussterem Einkaufen und Sparen als Vorsatz für`s neue Jahr befasste.

Eine alleinerziehende Mutter hatte den Post erstellt, meine Freundin zeigte ihn mir.

Er lautete:

  • Ich hab mir für dieses Jahr vorgenommen, bewusster und sparsamer mit meinem Geld zu wirtschaften …
  • Kaffee to Go wurde letztes Jahr schon verbannt ….
  • Einkaufen geh ich jetzt bei Lidl und nicht mehr bei Edeka ….

Habt ihr noch Tipps – es geht nicht um sparen um zu müssen, sondern um bewusster mit Geld umzugehen, um auch Reserven aufbauen zu können. Ich hab mir zB neue „Tupper“dosen gekauft und koche jetzt öfter mehr – und auf Vorrat, gehe mit mehrfach Einkaufstüten einkaufen etc. Also – alle Tipps: gern gesehen“

Die Zeilen fanden Anklang und die angeregten Tipps kamen reichlich. Natürlich eignen sie sich nicht nur für Ein-Eltern-Familien, sondern auch für Familien und Singles ohne Kinder.

Für`s Sparen haben die meisten ihre individuellen Tipps

Mir fiel auf, dass viele User davon sprachen, auf verpackte Lebensmittel verzichten zu wollen und auch die Alternative „Fahrrad statt Auto“ wurde thematisiert.

Interessant war es vor allem, davon zu lesen, mit welchen coolen, individuellen Tricks sich die User der Gruppe einem bewussteren und sparsameren Alltag widmen.

Eine Frau bekannte:

Ich trinke fast nur Leitungswasser. Schont die Umwelt und den Geldbeutel

Auch bei einer anderen Userin war das ein Thema, sie hatte aber noch einige Tipps mehr auf Lager, vor allem im Hinblick auf das liebe Geld – Zitat:

Ich habe einen Budgetplan gemacht. Alles was vom Konto abgeht bleibt drauf. Der Rest wird abgehoben. Dann nach Haushaltsplan aufgeteilt, der Rest geht sofort in einen Sparpot. Wenn das Budget für Ausgehen aufgebraucht ist, dann geht’s eben in dem Monat nicht mehr. Das Selbe mit Friseur oder Kleidung. Was weg ist ist weg. Klappt super. Vor Allem seit ich nicht mehr mit ec Karte zahle.

Dann haben wir einen Wassersprudler gekauft und ich gehe nur einmal oder maximal 2mal in der Woche einkaufen nach Plan, was ich kochen will. Spart ne Menge Geld, weil man so dieses zusätzlich mal hier Süßkram, mal da Chips spart.“

Das Thema Kochen hatten mehrere Mitglieder der Gruppe auf dem Schirm. Kein Wunder: hier ist gute Planung tatsächlich alles, allein es wird oftmals nicht umgesetzt. Das kenne ich auch von mir. Wie oft schon habe ich mir vorgenommen, am Wochenende einen Kochplan für die gesamte Woche aufzustellen, so richtig umgesetzt habe ich es noch nie.

Selber kochen heißt Sparen!

Dabei dürfte das ein Vorhaben sein, das sich total auszahlt, wenn man es denn wirklich konsequent angeht. Auch wenn es Zeitgenossen gibt, die meinen, das alles sei ein Relikt aus Omas Zeiten. Man bedenke dabei: viele Omas hatten aber doch irgendwie immer was im Sparstrumpf….!

Eine Frau schreibt hierzu folgendes:

„Bei mir hat ein Wochen-Essensplan Wunder bewirkt. Wir planen am Samstag für die ganze Woche und ich mache einen großen Einkauf. Dann muss ich nicht so oft einkaufen und gebe nicht jedes Mal Geld für „Beifang“ aus.“

Für das Wort „Beifang“ bekam diese Userin sehr viel Zuspruch und entsprechendes Feedback. Es scheint also tatsächlich vielen, vielen Leuten so zu gehen, dass sie beim normalen Einkauf oftmals spontan überflüssige – oder sagen wir: nicht wirklich benötigte – Dinge einkaufen. Auch das kenne ich von mir…!

Weitere Tipps zum Thema zeigten auf, was man mit Kreativität alles so zaubern kann, so zum Beispiel dieser Kommentar:

Viele Dinge selber machen. Gekocht wird nur frisch, keine Fertigprodukte. Aber auch Dinge wie Waschmittel, Shampoo möchte ich dieses Jahr selbst herstellen, der Umwelt zuliebe, der Gesundheit zuliebe. Weiter bewusster einkaufen. Weniger plastikverpackungen. Nur, was aich verarbeitet und gegessen wird kaufen. Reste besser verwerten, haltbar machen. Habe mir zB einen Dörrautomat gekauft, um zB Äpfel zu dörren, die anstelle von Süßkram gegessen werden können. Was ich ebenfalls ändern möchte, mehr mit dem Fahrrad fahren, sobald es das Wetter zulässt. Spart Benzin, tut der Gesundheit gut.

So manche(r) geht seine Vorhaben richtig profimäßig an, das zumindest geht aus den Zeilen einer Frau vor, die sich wie folgt organisiert:

Ich habe alle Fixkosten des Jahres gezwölftelt und addiert. Dieser Betrag geht jeden Monat auf ein Girounterkonto. Wenn die Abbuchung in dem jeweiligen Monat kommt, nehme ich den Betrag von diesem Konto wieder auf mein normales Girokonto. Da ist eine Pauschale für Tierarzt, Urlaub, Elektrogeräte, Klassenfahrt, Autoreparatur, Versicherungen, alles, was nicht mtl. abgebucht wird. Und dann verzichte ich auch auf jegliches auf der Straße zu kaufendes a la Café to go… Ich gehe recht gern zu Aldi und Lidl und meide Rewe und Edeka.
Ich kaufe kaum noch mehrPackungen von etwas, nur weil der Artikel im Angebot ist. Die Werbeprospekte schaue ich dreimal durch, um wirklich zu hinterfragen, ob ich das wirklich brauche, sollte mir was gefallen haben. Wir essen den Kühlschrank leer, bevor ich neu plane, also bis auf Butter, Marmelade…

Beim Thema Geld erhielt die Möglichkeit, monatlich eine gewisse Summe des Familienbudgets ohne Wenn und Aber vom Konto abzuheben und zu sparen, Zuspruch. Allerdings klappt das nicht bei jedem und da geht es mal wieder den „Menschen so, wie den Leuten“….wie man so sagt.

Aber lesen Sie selbst, was ein Mann diesbezüglich kommentierte:

„Ich versuche das jedes Jahr aber klappt nicht weil sobald ich ein kleine Summe erspart habe geht was genau in der Höhe kaputt! Spare ich nicht bleibt alles heile!“

Auch eine Möglichkeit, ohne viele finanzielle Einbußen durch den Alltag zu kommen…So oder so: diese Tipps und Vorhaben zum Thema Sparen und bewusster leben sind es auf jeden Fall wert, dass man sie sich einmal durch den Kopf gehen lässt. Und sie mit dem eigenen Lebensstil abgleicht.

Warum nicht das eine oder andere davon umsetzen, vor allem jetzt, am Jahresanfang, wo die Motivation, Dinge neu anzugehen, bei vielen ja doch noch hoch ist?

Und wenn die Motivation erst einmal über gegangen ist in ein reguläres Alltagsverhalten, dann hat man es geschafft. Vor allem dann, wenn der Blick auf`s Konto und in den Abfalleimer doch ein wenig mehr (Geld) und auf der anderen Seite weniger (Müll) verheißt.

Insofern: mit diesen coolen Tipps sollte sich doch das neue Jahr gut angehen lassen!

Bildnachweis: pixabay.com

Weibliche Fachkräfte für technische Arbeitsplätze zu gewinnen, ist für viele Unternehmen hierzulande noch immer eine Herausforderung.

Das Unternehmen Nextkraftwerke, das als virtuelles Netzkraftwerk agiert und in Köln sitzt, kennt diese Problematik auch. Und hat sich jetzt für diese Thematik etwas eher Außergewöhnliches einfallen lassen: es sponsert die Frauenbundesligamannschaft des Hamburger Schachclubs! Die Zusammenarbeit kam auf den Vorschlag einer Frau zustande und wie genau sich das alles zugetragen hat, schreibt das Hamburger Abendblatt in seiner Online-Ausgabe abendblatt.de am 14. November 2018 wie folgt:

„Trikotsponsoring ist im Schach eine Seltenheit, weil es meist gar keine Trikots gibt. Die Frauen des Hamburger SK von 1830 (HSK), des ältesten deutschen Schachvereins und eines der Gründungsmitglieder der Damen-Bundesliga, haben jetzt weiße mit schwarz-weißem Aufdruck. Wie es dazu kam, ist eine besondere Geschichte.Großmeisterin Sarah Hoolt (30), Wirtschaftswissenschaftlerin mit den Schwerpunkten Energie und Finanzen, die seit sieben Jahren für den HSK zieht, überzeugte ihren Kölner Arbeitgeber Next Kraftwerke, ins Sponsoring einzusteigen. Das hatte das 2009 gegründete Unternehmen schon immer vor, wusste aber nicht, wo es sich engagieren sollte. Next Kraftwerke, Jahresumsatz 2017: 382,7 Millionen Euro, betreibt, so steht es auf deren Homepage, „eines der größten virtuellen Kraftwerke Europas, in dem Stromproduzenten, -verbraucher und -speicher intelligent vernetzt sind“. Eines der Ziele ist es dabei, erneuerbare Energien möglichst effektiv zu nutzen.(….) Die Firma, 141 Mitarbeiter an sieben Standorten, darunter in Hamburg, hat jedoch ein Problem: Sie sucht Fachkräfte, vor allem weibliche, die sind in den IT-Teams stark unterrepräsentiert. „Bei uns bewerben sich kaum Frauen für technische Arbeitsplätze. Mit den herkömmlichen Stellenausschreibungen hatten wir bisher wenig Erfolg“, klagt Unternehmenssprecher Jan Aengenvoort. Mit dem Trikotsponsoring beim HSK sollen nun bundesweit computer- und technikaffine Frauen angesprochen werden. Die werden, nicht ganz zu Unrecht, beim Schach vermutet. „Schachspielerinnen können komplexe Zusammenhänge schnell erfassen, das ist im Stromhandel von Vorteil“, sagt Aengenvoort. Der Vertrag läuft ein Jahr, dann werde wir die Zusammenarbeit ausgewertet. Verlängerung offen.“

Eine mehr als charmante Idee, wie wir finden! Zumal der Ansatz, dass Frauen, die sich dem Sport Schach widmen, wohl auch ein logisches und strukturiertes Denken haben und zudem hochintelligent sind und deshalb auch gut in technische Berufe passen, absolut sinnvoll ist.

Bleibt zu hoffen, dass der Sponsor im Rahmen seines Engagments mit den Damen fündig wird!

Den ganzen Artikel können Sie hier lesen.

Das Social-Media-Team der Sendung Frau-TV postete dieser Tage auf der gleichnamigen Facebook-Seite einen kurzen Film über eine geschiedene Mutter mit vier Kindern, die nach der Trennung von ihrem Mann als Alleinerziehende kurzerhand ein neues Haus baute. Der Grund ist simpel und wird wohl vielen Frauen, die Trennungen hinter sich haben, einleuchten: alles im Haus erinnerte die Geschiedene an ihren einstigen Partner.

Also macht sie Nägel mit Köpfen und baute – als auch der Kauf neuer Möbel nichts an der Atmosphäre im Haus änderte und die Erinnerungen blieben – für sich und den Nachwuchs ein neues Domizil.

Die Reaktionen der Userinnen auf der Frau-TV-Facebook-Seite fallen teilweise heftig aus, eines der häufigsten Wörter, das man in den Kommentaren dazu liest, lautet: „unrealistisch!“.

Viele Frauen beklagen auf der Facebook-Seite der Frauensendung, dass eine solche Situation doch den wenigsten getrennten Frauen vergönnt ist und verweisen auf die oftmals prekäre Lage, in der sich doch recht viele Frauen, die nach einer Scheidung mit Kind(ern) alleine dastehen, befinden.

Eine Userin kommentiert den Film so:

„Schon toll so eine finanzielle Möglichkeit zu haben und ich gönne es ihr und ihren vier Kindern. Toller Neustart!! Für die Mehrheit jedoch absolut unrealistisch…“

Eine andere findet eine konkretere Bezeichnung für das Beispiel der Bauherrin, sie redet von „Luxusbeispiel“.

Nun, es dürfte wahrlich eine Ausnahme sein, dass sich eine geschiedene Frau mit vier Kindern für den familiären Neustart ein Haus baut oder bauen lässt.

Allerdings gilt auch hier: wer die Möglichkeit hat, der macht es eben. Es sind aber halt nur ganz wenige weibliche Zeitgenossinnen, die sowas umsetzen können. Viele andere Frauen, die sich nach einer Trennung oder Scheidung neu sortieren müssen, sind meist sogar gezwungen, sich für den neuen Lebensabschnitt eher zu verkleinern – zum Beispiel dann, wenn die einst gemeinsam genutzte Immobilie aufgrund der Trennung verkauft wird. Oder wenn das Familien-Budget um Längen knapper ist.

Diese und andere Situationen – meist eigene Lebenserfahrungen – skizzieren einige Frauen in den Kommentaren unter dem Film. Es ist durchaus interessant, sich einmal quer durch diese Meinungen zu lesen.

Wenn Sie das auch tun wollen und sich zugleich die besagte Sequenz anschauen wollen:

sie wurde am 27. September 2018 auf der Facebook-Seite von Frau-TV veröffentlicht und zwar hier.

Bildnachweis (Symbolbild): pexels.com

„Schaffe, schaffe, Häusle baue“ – dieser bekannte Ausspruch betrifft die Menschen in Baden-Württemberg, denen man nicht nur Fleiß, sondern auch einen gewissen Geiz nachsagt.

Wie das aber meist so mit Gerüchten ist, bleibt nicht viel, wenn man mal hinter die Kulissen guckt.

Zumindest was den emotionalen Bereich der Schwaben angeht. Wenn sie den Bund fürs Leben schließen, scheinen sie sich diesen nämlich eine Menge kosten zu lassen!

Das geht zumindest aus einem Artikel der Online-Zeitung schwarzwälder-bote.de hervor, die hierzu schreibt:

„Von wegen „Schwaben sind geizig“: Bis zu 15.000 Euro investieren Baden-Württemberger im Durchschnitt in ihre Hochzeit. Damit liegen sie über dem nationalen Durchschnitt von 5000 bis 10.000 Euro. Dies geht aus einer Studie der Agentur Peak Ace zum Thema „so heiratet Deutschland“ hervor.“

15.000 Euro – das ist eine Stange Geld! Allerdings kann dann der eingangs genannte Spruch nun doch nicht sooo weit hergeholt sein, denn – klar! – so eine Summe kann wirklich nur hinlegen, wer fleißig schafft. Und – etwas skurril: die Überschrift des erwähnten Artikels lautet:

„Schwarzwälder heiraten vor allem aus Liebe“.

Na denn! Bis der Tod sie scheidet!

Bildnachweis: pexels.com

Vor langer Zeit, in der Ära ohne Internet, Google, Amazon oder Netflix, hatte ich einen wirklich guten Freund. Er hieß Eric, war hochintelligent, sehr belesen, hilfsbereit und großzügig, aber etwas träge, meistens arbeitslos und demzufolge ständig pleite, denn er glaubte, dass einem ein Job nur das Leben kaputtmacht.

Eines Tages rief er mich an und erzählte in verschwörerischem Ton, er hätte ein Buch über schwarze Magie geschenkt bekommen. Es enthielte angeblich einen  wirkungsvollen Geldzauber, den er unbedingt ausprobieren wollte.

Leider fehlten ihm aber die Mittel zur Vorbereitung und Durchführung des Rituals, denn er war wie immer pleite.

Ich hatte gerade Urlaub und war in bester Laune, also stimmte ich zu. Immerhin war ein Geldzauber-Ritual mal was anderes als das einfallslose Grillen von Würstchen oder ein Besuch im Freibad.

„Du musst aber mitmachen“ bat er. „Sonst wird das nix und du sitzt nur dabei und lachst dir einen ab.“

„Also gut“ antwortete ich seufzend. „Was brauchen wir dafür?“

„Styrax-Öl“ antwortete er zögernd. „Grüne Kerzen, rotes Seidenband, Geldscheine zum Verbrennen und Gänseblümchen.“

„Geld zum Verbrennen?“ rief ich entsetzt.

„Wir nehmen Dollar“ beruhigte Eric mich. „Oder Lire. Die kosten nicht viel. Kannst du da was besorgen?“ „Also gut“ gab ich nach. „Aber da du in der Stadt wohnst, besorgst du dieses merkwürdige Styrax-Öl. Den Rest kaufe ich.“

Ein paar Tage darauf  kam Eric zu mir geradelt, im Gepäck das geheimnisvolle Öl, und jammerte erst mal, wie schwierig es gewesen sei, das zu besorgen.

Ich erinnere Sie nochmal daran, dass es kein Internet gab. Er hatte von einer Apotheke in die nächste radeln müssen, aber was tut man nicht alles für einen anständigen Geldzauber.

Mit Bedacht deponierten wir unsere Zutaten auf dem Tisch: Styrax-Öl, grüne Kerzen, 2 Dollarnoten, rotes Seidenband und…Tatsächlich. Es fehlten die Gänseblümchen.

„Kein Problem“ sagte ich optimistisch. „Wir gehen einfach in den Garten.“

Es dauerte zwei Stunden, bis wir ein Gänseblümchen fanden. Ich hatte nämlich frisch gemäht. Alle meine Nachbarn auch. Nicht mal auf der Wiese mit den Kühen fanden wir ein Gänseblümchen, sondern nur ein paar Brennnesseln.

Irgendwann hatten wir alles zusammen und führten das Ritual durch, wobei ich mich zusammenreißen musste, um nicht zu kichern. Also zog ich ein todernstes Gesicht und sagte nichts.

Wir banden die Seidenbänder um die Kerzen und entzündeten sie mit den zusammengerollten brennenden Dollarnoten. Was wir mit dem Styrax-Öl eingerieben haben, weiß ich nicht mehr. Dann ließen wir die grünen Kerzen abbrennen und grillten Würstchen. Es wurde noch ein netter Nachmittag.

Irgendwann radelte Eric nach Hause. Ich räumte den heruntergebrannten Kerzenstumpen weg und ging schlafen.

Eine Woche darauf rief ich Eric an und fragte, ob es schon erste Erfolge gäbe.

„Nicht wirklich“ nuschelte er enttäuscht.

„Ja hast du denn wenigstens Lotto gespielt?“ wollte ich wissen, dann man muss dem Glück ja eine Chance geben, und wenn sie auch nur bei 1:13 Millionen liegt. „Kein Geld für so was“ murmelte er.

Und so endet die Geschichte von Eric und seinem Geldzauber. Reich wurde er übrigens nie, er starb als Erwerbsminderungs-Rentner im Haus seiner Mutter mit 53 Jahren.

Ich hatte diese merkwürdige Geschichte beinahe schon wieder vergessen, als ich beim Stöbern auf der Amazon-Website auf ein paar vielversprechende Buchtitel stieß.

„Fühlen Sie sich einsam? Sind Sie auf der Suche nach dem Mann fürs Leben, nach einem guten Auskommen, ein wenig Luxus? Nach Gesundheit, Schönheit, weniger Falten, weniger Fett und vollerem Haar? Möchten Sie, dass sich Ihr gesamtes Leben zum Guten ändert? Möchten Sie morgens aufstehen, sich in Ihrer Traumwohnung umsehen, Ihre Kontoauszüge prüfen und erfreut sehen, dass sich der Kontostand über Nacht verdoppelt hat? Dann denken Sie positiv!“ stand da.

Das klang toll. Mehr Haare, weniger Fett, mehr Geld und deutlich weniger Ärger, wer wollte das nicht?

Ich fühlte mich angesprochen, vor allem, weil man, um wohlhabend, kerngesund und jugendlich zu werden keine Gymnastik machen, auf Berge steigen, spezielle Diäten durchhalten oder sich sonst irgendwie anstrengen musste.

Jeder von uns muss sich ja im Leben mal durch „haarige“ (die Chinesen nennen sie „interessante“) Zeiten quälten.

In so einer Situation befand ich mich auch.

Ich war so was von un-reich, un-geliebt, un-schön und un-jung, das kann ich gar nicht beschreiben. Jeden Tag passierte eine Katastrophe, wenn auch eine kleine, Rechnungen flatterten ins Haus wie Fruchtfliegen, alle Leute in meiner Umgebung schienen mich auf einmal nicht  mehr zu mögen, und ich fühlte mich täglich verdrossener, müder und ärmer.

Außerdem brach ich mir innerhalb von 4 Wochen je einen Zeh an jedem Fuß, prellte mir den Daumen und rannte an einen 300 Grad heißen Grill, was mir eine 10 Zentimeter lange Verbrennung einbrachte, von der ich den ganzen Abend über was hatte.

Es gibt solche Phasen.

Also holte ich mir sämtliche Bestseller und las sie. Alle.

„Unglaublich, bei mir hat sich alles zum Guten gewendet!“ schrieb ein Rezensent. „Ich habe meine große Liebe gefunden und bin befördert worden.“ „Ich bin wieder komplett gesund und verdiene jetzt mehr als je zuvor!“ schrieb der andere.

Ich kaufte mir wie besessen ein Buch nach dem anderen und probierte alles aus.

Die Autoren behaupteten nämlich, es sei nichts einfacher, als reicher, schöner und beliebter zu werden, wenn man es nur richtig anstellte.

Sollte es trotz der vollmundigen Versprechungen nicht klappen, dann machte man etwas grundlegend verkehrt. Auch das stand in allen Büchern.

Man hatte sich dann nicht genügend konzentriert, sich die Aura nicht abstauben lassen, zu viele negative Gedanken im Kopf oder was auch immer. Positives Denken musste her. Das hatte Millionen von Leuten geholfen und würde auch mich retten, davon war ich nach dem Lesen aller Klappentexte überzeugt.

Man soll ja immer klein anfangen, also beschloss ich, erst mal an meiner Ausstrahlung zu arbeiten. „Lächeln Sie, dann bekommen Sie ein Lächeln zurück!“ las ich erstaunt.

Ich durchstöberte mein Gedächtnis nach meinem freundlichsten Lächeln und begab mich, wie jeden Samstag, zu meinem Lieblingsdiscounter.

Und dann lächelte ich, als ich den ersten Einkaufswagen in die Hacken bekam, als mir die Dame am Wühlkorb ihren Ellbogen in die Seite rammte, beim Tritt auf meine Zehen, als sich jemand in der Kassenschlange vor mich stellte, und als ich den Laden vollgepackt verließ. Dann allerdings aus Erleichterung darüber, dass ich mit heiler Haut rausgekommen war.

Die konnten mich alle mal mit ihrem „Lächeln“. Die waren wohl noch nie am Samstagvormittag in dem Laden mit den 4 Buchstaben gewesen.

Der nächste Autor verlangte, dass ich ein Drehbuch schriebe, wie mein neues perfektes Leben auszusehen habe. Ich blieb bescheiden, setzte mich fiktiv in ein kleines schnuckeliges Häuschen, irgendwo am Ortsrand, mit einer einträglichen Kolumne, die mir ermöglichen würde, Geld zu verdienen, und ein paar Falten um den Mund herum weniger.

Das brachte nix.

Wiederum eine andere Dame schlug mir vor, kleine Beträge zu verschenken oder zu verteilen, damit große zurückkämen. Also schlich ich mich im Supermarkt zum Regal für Billig-Hundefutter und deponierte dort ein paar 5-Euro-Scheine zwischen den Dosen.

Dabei wurde ich vom Filialleiter erwischt, der den Vorgang falsch interpretierte und dachte, ich wolle klauen. Es kostete mich mein letztes übriggebliebenes Lächeln, um die Situation zu bereinigen. Aber der Typ schaut mich seitdem so merkwürdig an.

Zurück kam übrigens nichts, kein Geld, kein Gewinn. Nur eine Rechnung meines Steuerberaters über einen größeren Betrag fand ich am nächsten Tag im Briefkasten.

Da hatte mich das Universum wohl komplett falsch verstanden.

Wieder ein anderer Autor behauptete, das eigene Leben würde jeden Morgen wieder quasi „auf Null“ gesetzt und man könne dann immer wieder ganz von vorn anfangen. Leider musste ich feststellen, dass es nicht genügte, mein eigenes Leben auf Null zu setzen,  denn die Angestellten der Stadtwerke, die von der Sparkasse oder die von der Kreditkartenfirma taten das nämlich nicht.

Für die war ich jeden Morgen die Alte. Die schickten weiter Rechnungen.

Der nächste schwor auf Listen. Man schrieb Listen mit Dingen, die man gerne hätte, und man schrieb Listen, wofür man dankbar war. Die erste Liste war richtig lang, bei der zweiten tat ich mich irgendwie schwer. Genau ein einziges Mal konnte ich von der „Ich hätte gern“-Liste etwas streichen. Das war wohl eher Zufall.

An alle Ratschläge hielt ich mich aber eisern und machte verbissen weiter.

Ich visualisierte mein schönes neues Leben bis zum Erbrechen, versuchte, immer gut drauf zu sein, egal, wie mies es lief, und probierte, schlechte Gedanken erst gar nicht in meinen Kopf zu lassen, aber die waren wie hartnäckige Hausierer, die schon einen Fuß in der Tür hatten und ließen sich schlecht abwimmeln.

Und nachts versteckten sie sich in der Sockenschublade, da bin ich sicher. Ich habe sie kichern gehört.

Nach ungefähr 60 Büchern und unzähligen Versuchen konstatierte ich entmutigt: „Das war wohl nix.“

Es musste  definitiv an mir liegen. Zumindest da waren sich alle einig.

Mein vergiftetes Gedankengut, das mir den Tag vermieste, war schuld. Nicht die Heizölrechnungen über 3000 Euro, nicht die Autoreparaturen, die Querelen im Treppenhaus oder gebrochene Zehen, es war mein Kopf, dieses blöde alte Ding, das nicht kapieren wollte, wie einfach alles wäre, wenn ich es nur schaffen könnte, endlich mal richtig zu denken. Positiv.

Keine meiner Bestellungen beim Universum ist jemals ausgeführt worden. Mieser Service. Und überlastete Hotline vermutlich.

Als ich alles meiner Mutter erzählte, meine sie nur: „Schlimmer geht immer. Solltest du doch wissen.“ Dem konnte ich anhand meiner Erfahrungen nur beipflichten.

Immerhin habe ich wenigstens aus der ganzen Geschichte gelernt.

Mein Leben verläuft reibungsloser und angenehmer, wenn ich Dinge nehme, wie sie kommen und mir aus den paar glücklichen Momenten die herauspicke, an die ich mich später gerne erinnere.

Jeder von uns wird nämlich vom Universum gelegentlich gerupft, jeder kommt mal dran. Es liegt an uns selbst, wie wir damit umgehen. Mag sein, dass diese Bücher manchen Menschen geholfen haben, zumindest entnehme ich das den begeisterten Rezensionen.

Aber ich habe scheinbar auch dafür kein Talent, genauso wenig wie für Tomatenzucht, Handarbeiten oder Basteln.

Sagen wir es, wie es ist: Für positives Denken bin ich zu blöd. Da bringt mir auch kein Selbsthilfebuch was, nicht mal eins für Dummies.

Ich habe aufgehört, Geld hinter Tierfutterdosen im Supermarkt zu verstecken, weil ich mit dem zufrieden bin, was ich selbst im Geldbeutel habe. Ich habe aufgehört, gehetzte Menschen beim Discounter anzulächeln, weil die sonst denken, ich hätte einen Sprung in der Schüssel.

Ich habe aufgehört, Listen zu schreiben von Dingen, die ich gern hätte und erfreue mich stattdessen an Dingen, die ich HABE. Und das sind auch nicht wenige.

Und wenn ich im Leben nie wohlhabend werde, na und? Ich glaube, so richtig reich zu sein ist ganz schön langweilig und anstrengend, weil man nie denkt, dass man genug Geld hat. Außerdem wären meine ganzen kleinen Wünsche wie eine echte „Kitchenaid Artisan“ dann Makulatur, und ich könnte nicht mehr von ihnen träumen.

Faltenlos zu sein könnte ich hinkriegen, mit ein wenig Botox oder einem chirurgischen Eingriff, aber warum? Mein Mann mag mich, wie ich bin, ich muss nur lernen, mich selbst auch so zu mögen.

DEN Kampf werde ich ohnehin letztendlich verlieren, denn ich habe den fiesesten Gegner, den es gibt: die Zeit, dieses gemeine Luder.

Und zu guter Letzt: Geliebt werden oder den Menschen fürs Leben finden wollen wir doch alle. Vielleicht haben wir ihn ja schon und es einfach nicht gemerkt? Vielleicht wohnt er nebenan, mit Bart, Bauch und Brille, aber wir haben nicht gründlich genug hingesehen?

Dieses Leben ist ein Wunder, jeden Moment wieder aufs Neue. So habe ich es erleben dürfen.

Ich denke, der Schlüssel zu einem guten Leben ist Zufriedenheit. Auch wenn Rechnungen eintrudeln, wenn es mal mies läuft, man vom Liebeskummer gebeutelt ist oder der Boss sich wieder benimmt wie Stromberg persönlich.

Ich kann Ihnen aufgrund meiner Lebenserfahrung heute sagen: Das Pendel schwingt immer, wirklich immer, auch zur anderen Seite. So wie es bergab geht, geht es wieder bergauf. Da brauchen Sie kein Buch dazu, nur Durchhaltevermögen. Das schaffen Sie.

Oder kaufen Sie sich eines der Bücher und probieren Sie das aus mit dem positiven Denken. Erzählen Sie mir dann, wie es gelaufen ist. Aber warten Sie damit, bis ich mal gerade nicht verletzt oder verbunden bin, dann tue ich mir mit dem Zuhören leichter.

Ich wünsche Ihnen ein herrliches Wochenende. Bleiben Sie dankbar!

Ihre Barbara Edelmann

Diese Rechnung war saftig! Mehrere zehntausend Euro Gebühren sind angefallen, weil der Sohn einer Familie, die sich auf einer Mini-Kreuzfahrt befand, während dieser Ferienzeit einige Videos auf seinem Handy angeschaut hat. Für die Eltern dürfte es besonders bitter sein, denn eine Mini-Kreuzfahrt schlägt preislich lange nicht so stark zu Buche, wie eine Kreuzfahrt über zwei oder mehrere Wochen. Wenn man dann natürlich im Nachgang eine solch` gepfefferte Rechnung für die Handy-Nutzung an Bord bekommt, dürfte jeder Erholungseffekt binnen Sekunden dahin sein.

Die Reederei rechtfertigt die Summe im Gegenwert eines gebrauchten Wagens mit hohen Roaminggebühren.

Das Magazin STERN schreibt dazu auf stern.de: 

„12.000 Euro für ein paar Videos auf dem Handy – eine Mini-Kreuzfahrt ist für eine Berliner Familie zur Mega-Kostenfalle geworden. Wie NDR 1 Welle Nord am Mittwoch berichtet, nutzte der zwölfjährige Sohn der Familie auf der Fähre der Reederei Color Line von Kiel nach Oslo sein Handy, um sich Videos anzuschauen. Kurz nach dem Urlaub sei dann eine deftige Rechnung des Mobilfunkanbieters angekommen: 12.000 Euro für rund 470 Megabyte genutzte Daten. 

Das Handy des Jungen habe sich offenbar in das über Satellit ausgestrahlte Mobilfunknetz „Telenor Maritime“ eingewählt, sagt der Geschäftsführer der Reederei, Dirk Hundertmark der Deutschen Presse-Agentur. Wie auch in Flugzeugen fallen bei der Nutzung solcher Netze hohe Roaming-Gebühren an. Color Line versuche Passagiere vorab auf ihrer Internetseite über mögliche Kosten zu informieren. Es sei sehr selten, dass Passagiere sich unbemerkt in das Satellitennetz einwählten. Kunden würden per SMS von ihrem Anbieter über mögliche Kosten informiert.“     

Dieses Beispiel zeigt: Hände weg vom Handy auf der (Mini)Kreuzfahrt. Im Urlaub wäre es sowieso die bessere Idee, einfach mal handyfrei in den Tag zu leben, als allethalben das Smartphone zu checken.

Natürlich ist das manches Mal dem Nachwuchs schwer zu vermitteln, aber hier sollten Sie hart bleiben (oder aber – wenn machbar – im Vorfeld mit der Reederei sprechen und gegebenenfalls nachfragen, ob es Sondertarife während der Zeit an Bord gibt).

Denn, jeder der sich auf eine Kreuzfahrt begibt – egal, ob Mini- oder Groß-Kreuzfahrt – möchte doch wohl nach dem Motto „Eine Seefahrt, die ist lustig“ urlauben.  Und ganz ehrlich: ein Handy brauchts dazu nicht wirklich!