Sonntag, 23. Januar, 2022

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„In den Bergen gibt es nur das Hier und Jetzt“ – Tiroler Bergsteigerin Barbara Saxl im Interview

Majestätische Berge, faszinierende Gipfel und einzigartige Bergsteigerrouten: Keine Frage, die Tiroler Bergwelt strahlt einen besonderen Zauber aus! Hineingeboren in diese fantastische Natur entwickelte die Tiroler Bergsteigerin Barbara Saxl (im Bild) erst im Jahr 2017 ihre Leidenschaft für die beeindruckende Gebirgslandschaft. Seitdem hat sie bemerkenswerte Bergtouren absolviert und den einen oder anderen bekannten Gipfel erklommen.

Hündin Mila ist oft an der Seite der Tiroler Bergsteigerin

Sehr oft an ihrer Seite: Hündin Mila, die schon erwartungsvoll vor ihrem Frauchen steht, wenn diese den Rucksack für das nächste Abenteuer in luftiger Höhe packt. Im Interview spricht Barbara Saxl über ihre Faszination für die Berge, gibt einen Einblick in ihre bisherigen Touren und zeigt auf, wie wichtig und auch positiv mentale Stärke zwischen Tal und Gipfel ist.

FB: Frau Saxl, obgleich Sie die Berge vor der Haustür haben, haben Sie erst vor ein paar Jahren damit begonnen, diese intensiv zu erkunden. Was war hier der ausschlaggebende Punkt, dass es dazu kam? 

Für mich ist es wichtig, meine Erlebnisse mit jemandem teilen zu können. Natürlich kann man im Nachhinein alles erzählen, doch gibt es in meinen Augen kaum etwas Besseres als einen Erfolg, ein Erlebnis bzw. die diversen Gefühle in Echtzeit und gemeinsam zu erleben. Was in meinen Augen auch zu einer größeren Verbundenheit mit den begleitenden Personen führt.

Nach und nach wurde die Fitness gesteigert

Ein guter Freund von mir setzte sich dann 2017 zum Ziel, den Karwendelmarsch zu absolvieren und meine Hündin Mila stoß etwa zur selben Zeit zu mir. So konnten wir drei „Newbies“ mit leichten Wanderungen unsere Fitness langsam steigern.

Im Dezember 2017 kreuzten sich auch die Wege von Christian und mir. Mit Christian gewann ich nicht nur einen Lebenspartner, sondern auch einen Seilpartner, der mir die Welt oberhalb von 3000m eröffnete.

FB: Was begeistert Sie an der Natur in luftiger Höhe? 

Kurz gesagt: Die Klarheit. 

FB: Welche herausfordernden Touren haben Sie bereits gemeistert? 

Inzwischen kann ich schon auf einige Touren zurückblicken, auf die ich stolz bin.

Im Sommer 2018 konnte ich den Mont Blanc überschreiten. Im Frühjahr 2019 erklomm ich bei -27°C Windchill auf Skiern den höchsten Berg Europas, den Elbrus mit 5642m. Im August 2019 führte mich meine Bergverliebtheit nach Ecuador, um meinen ersten 6000er zu erklimmen.

Berge wie der Cotopaxi und der Langkofel wurden bestiegen

Zwar mussten wir die Begehung des Chimborazo wegen des Wetters aufgeben, jedoch schafften wir es auf den Cotopaxi, der mit seinen 5897m mein bisher höchster Berg ist und einer der höchsten aktiven Vulkane. 

Im Sommer 2020 erfüllte ich mir dann meinen Wunsch, auf den Langkofel (im Bild) zu klettern. Dieser ist einer der schwierigsten Dolomiten 3000er.

FB: Sie sagen, dass Sie im Gebirge loslassen und ein echtes Freiheitsgefühl genießen können – was empfinden Sie hier genau? Lässt sich das beschreiben? 

Wenn ich in den Bergen unterwegs bin gibt es nur das Hier und Jetzt. Die Alltagsprobleme und Sorgen bleiben im Tal, denn der Fokus muss auf der Tour sein. Unkonzentriertheit kann man sich hier nicht erlauben. Stehe ich dann nach einer anstrengenden Tour am Gipfel, erfühlt mich dies mit einem absoluten Gefühl der Freiheit.

Von oben sieht man viele Dinge aus einem anderen Blickwinkel

Dies ermöglicht mir oft, Dinge besser zu akzeptieren die ich nicht ändern kann, lässt mich von Gedanken loslassen, die mich schon viel zu lange beschäftigen und schenkt mir die Möglichkeit, einen neuen Blickwinkel auf die Dinge zu bekommen.

FB: Gibt es bezüglich Ihrer Empfindungen in der Natur einen Zusammenhang mit Ihrer Ausbildung zur Mentaltrainerin, die Sie erst kürzlich absolviert haben?  

Ich denke ja. Auch beim Mentaltraining versucht man einen anderen Blickwinkel auf eine bestimmte Situation zu bekommen. Weiters schärft es auch das Bewusstsein für die eigenen Emotionen und des eigenen Handlungsspielraumes. 

Eine gute mentale Stärke hilft bei schwierigen Situationen

Abseits des „Alltages“ mit einer wundervollen Kulisse fällt es einem auch leichter, in sich zu kehren und zu erkunden wo es gerade „zwickt“. Eine gute mentale Stärke kann außerdem bei schwierigen Situationen helfen, handlungsfähig zu bleiben und nicht in Panik zu geraten.

FB: In die Berge nehmen Sie oft Ihre Hündin Mila mit. Erzählen Sie doch mal, wie sich die Wanderungen mit der vierbeinigen Begleiterin gestalten

Da Mila von Beginn an mit mir die Kondition und Erfahrung aufgebaut hat, kann sie mich auf sehr vielen Touren begleiten. Jedes Mal, wenn ich den Rucksack vorbereite, steht sie schon in freudiger Erwartung vor mir. Sie weiß, dass es dann in die Berge geht. Bei den Touren selbst plane ich vorab immer sehr sorgfältig, ob das für sie und mich als Team machbar ist. 

Hündin Mila meistert sogar Routen mit leichten Kletterpassagen

Hierzu berücksichtige ich Faktoren wie die Länge der Tour, Schwierigkeit der Tour oder auch im Winter die Schneehöhe. Zum Beispiel kann ich sie ohne Probleme bei Routen mitnehmen die leichte Klettersteigpassagen aufweisen, aber auf Schitouren mit 30cm+ Neuschnee ist es besser, wenn sie zu Hause bleibt.

Mila ist nämlich ~10kg schwer und 30cm groß. Das alles sind aber Erfahrungswerte, die ich mit ihr gesammelt habe und das lässt sich nicht auf jedes Mensch-Hund-Gespann umlegen. 

FB: Da Sie mittlerweile ein Profi sind, was hohe Berge betrifft, die Frage, was Sie Leuten empfehlen würden, die erstmalig in die Berge gehen – zum Beispiel im Urlaub

Ich selbst würde mich nicht unbedingt als Profi sehen, denn auch bei mir gibt es noch viel Luft nach oben. Das wichtigste jedoch für Anfänger ist immer eine gute Vorbereitung und eine sehr selbstkritische Einschätzung des eigenen Könnens.

Bloß nicht die eigene Leistung in den Bergen überschätzen!

Im Idealfall gibt es vielleicht einen Freund, der schon Erfahrung hat, man wird Mitglied in einem Verein, absolviert Kurse, oder man holt sich Unterstützung durch einen Bergführer. Viele Bergunfälle passieren, weil die eigene Leistung überschätzt wird oder man auch mit unpassender Ausrüstung unterwegs ist.

FB: Die Tiroler Bergwelt zu erkunden und zu genießen, ist mittlerweile eine Freizeitbeschäftigung, der Sie intensiv nachgehen. Gibt es weitere Hobbys, denen Sie sich widmen, wenn es Sie einmal nicht in luftige Höhen zieht?   

Auch meine anderen Hobbys sind eng mit der Bergwelt verbunden. Auf unseren diversen Abenteuern habe ich immer eine Kamera dabei. So kann ich viele der schönen Momente für die Ewigkeit festhalten. Da mir aber oft Bilder allein nicht ausreichen, schreibe ich gerne über meine Abenteuer. Zusammen ergibt das ein großartiges Erinnerungs-Paket. 

Was ich jedoch auch für mich entdeckt habe, ist Yoga. Da ich doch eine sehr quirlige Person bin, ist dies das ideale Mittel, mich selbst runter zu holen und zu entspannen.

Bilder / Copyright: Barbara Saxl
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