Samstag, 5. Dezember, 2020

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Gentests im Internet – Vorsicht bitte!

Hier eine Web-Analyse für den Eisprung, dort eine für den Kalorienverbrauch – im Zeitalter des Digitalen wird vieles im Internet gemanaged, meistens über Apps.

Parallel laufen die gesellschaftlichen Diskussionen heiß, inwieweit man zukünftig – vor allem im ländlichen Raum – Ärzte einsetzen sollte, die virtuell auf dem Bildschirm oder Smartphone statt im eigenen Wohnzimmer erscheinen.

Das kann alles gut und innovativ sein, muss es aber nicht.

So wird kontinuierlich durch Tests festgestellt, dass Internet-Anbieter für – zum Beispiel – das Managen des Eisprungs der Frau mit Vorsicht zu genießen sind. Sich bei der Verhütung gänzlich aufs Digitale zu verlassen, kann verheerend sein!

Falsche Diagnose bei Gentests kann verheerend sein!

Ebenso schlimme Auswirkungen kann es haben, wenn man einen Hinweis auf ein Krebsrisiko bekommt, das man gar nicht hat! Darauf verweist der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe Nummer 14 / 2018.

In einer Meldung dort heißt es:

„40 Prozent der Gentests, die Privatfirmen wie 23andMe direkt an Kunden verkaufen, enthalten falsche positive Befunde – etwa Hinweise auf ein Krebsrisiko, das in Wahrheit gar nicht besteht. Das ergab die Nachkontrolle einer Stichprobe von 49 Genanalysen, die das Fachjournal „Genetics in Medicine“ veröffentlichte. Ohne ärztliche Beratung, warnen die Forscher, könnten Laien solche Resultate kaum richtig einschätzen“

Klingt sehr, sehr übel und das ist es auch! Man stelle sich nur vor, dass man eine solche Analyse sofort für bare Münze nimmt und sie nicht durch einen realen Mediziner gegenchecken lässt!

Davon ist dringend abzuraten, so wie viele angeblich tolle Leistungen aus dem World Wide Web mit absoluter Vorsicht zu genießen sind!

Reale Ärzte werden immer gefragt sein

Natürlich entwickelt sich auch das medizinische Know-How rasant, aber zum derzeitigen Zeitpunkt – und das beweist diese Meldung aus dem Nachrichtenmagazin einmal mehr – sollte man in solchen heiklen Angelegenheiten, wie ein Gentest oder die Kontrolle der Verhütung via Internet, kein bedingungsloses Vertrauen in die schöne neue Welt des Digitalen haben.

Nicht umsonst wird menschliche Arbeit und Leistung wohl niemals durch virtuelle Welten ersetzbar sein, da kann noch so viel vom Wegfallen unzähliger Arbeitsplätze und virtueller Intelligenz erzählt werden.

Realer ist: die Menschen werden sich auch zukünftig – wenn unsere Welt noch durchdigitalisierter ist – bei heiklen medizinischen Angelegenheiten eher in ein Wartezimmer als an die Tastatur setzen wollen.

Schon allein, weil Falschdiagnosen, wie die in dem Zitat beschriebenen bei einem Gentest, vor allem psychisch eine ungeheure Belastung sind.

Ärzte in der realen Welt dürften sich also keine Sorgen um  ihren Arbeitsplatz machen müssen. Sie werden gebraucht. Heute und in vielen Jahren garantiert auch noch!

Weiterführende Informationen zu Gentests im Internet bietet auch dieser Artikel hier.

Bildnachweis: pexels.com

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