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Erkältung

Wer einst im Mauerstaat groß wurde, der wird sich erinnern: Ohne Kamillan und Sanopin ging in der Hausapotheke gar nichts. Zu diesen Mittelchen dürften Millionen von DDR-Bürgern in Zeiten des kalten Krieges gegriffen haben. Und sie tun es heute noch. Denn Sanopin und Kamillan haben die Wende unbeschadet überstanden und stehen frei verkäuflich in den Apotheken wie eh und je.

Ehe die Erkältung zuschlägt: Ost-Klassiker im Hause haben!

Wer die beiden Erkältungshelfer noch nicht kennt, tut gut daran, sie sich für die kommende Erkältungssaison in den heimischen Apothekenschrank zu stellen, denn sie sind nützlich, sobald die ersten fiesen Anzeichen einer Erkältung dem Körper zu schaffen machen.

Doch wobei helfen sie konkret und wie sind sie anzuwenden?

Kamillan – bei Erkältung, die im Hals zu spüren ist, unschlagbar!

Kratzt es im Hals und deutet alles darauf hin, dass eine unangenehme Halsentzündung sich Bahn brechen wird, ist Kamillan das Mittel der Stunde. Man kennt das ja: Mal ein, zweimal den Schal vergessen oder das wärmende Tuch aus Bequemlichkeit beim Tanken nicht umgemacht, während ungemütliches Herbstwetter über den Platz pfiff und schon tut es abends beim Schlucken weh!

Hier ist Kamillan der schnelle Ersthelfer. Ein paar Tropfen in ein Glas mit warmem Wasser gespritzt und schon kann es losgehen mit Gurgeln. Dies sollte man konsequent durchführen, möglichst mehrmals am Tag. Oft setzt eine schnelle Linderung ein und es kommt gar nicht erst zur fiesen Halsentzündung. Das Mittel aus DDR-Zeiten, das heute längst aus hochmoderner Produktion kommt, hilft aber auch zuverlässig gegen wunde Stellen im Mundbereich. Diese tauchen bekanntlich oft über Nacht auf und sind megalästig. Auch hier hilft das Mittel in Form einer Gurgellösung, die man sich mit warmem Wasser mischt.

Ost-Renner enthält Heilpflanzenstoffe der Echten Kamille

Das Arzneimittel, das die Heilpflanzenstoffe der Echten Kamille und der Schafgarbe in sich vereint, hat noch so einiges mehr zu bieten. Interessierte informieren sich einfach hier.

Eine triefende Nase, Heiserkeit, Husten und Schnupfen sind ebenso ungeliebte Begleiter der Herbst-/Wintersaison. Jedes Jahr aufs Neue…Bei anfänglichen Symptomen hat sich der Griff zu einem weiteren Ost-Schlager mehr als bewährt – Sanopin ist der Name des Mittelchens, das wohl ebenfalls bei Millionen DDR-Bürgern durch die Zimmer waberte. Und es weiterhin tut. Mittlerweile in Ost und West.

Sanopin – ebenfalls ein Dauerbrenner aus DDR-Zeiten

Sanopin ist ein frei verkäufliches Arzneimittel in Tropfenform, das man bei Erkältungssymptomen in eine Schüssel mit dampfendem, heißen Wasser gibt und sich das Gefäß abends, beim Schlafengehen, neben das Bett stellt. Die Dämpfe wirken sofort auf verschnupfte Nasen und erkältete Atemwege. Alternativ kann man die Dämpfe auch am Waschbecken unter einem großen Handtuch aufsteigen lassen. Einige Minuten sollte man allerdings schon ausharren, damit die pflanzliche Kombination aus Kiefernnadelöl und Eucalyptusöl ihre Wirkung entfalten kann.

Kinder verlieren hier schnell mal die Geduld, sollten aber ein kleines „Dampfbad“ unter dem Handtuch schon mal ein paar Minütchen durchhalten. Es lohnt sich wirklich. Auch für erkältete Erwachsene, die sich die Dämpfe am heimischen Waschbecken um die Nase wehen lassen.

Wer die beiden Ost-Produkte, die sich auch heute noch einer wahnsinnigen Beliebtheit erfreuen, bis dato nicht kannte, dem sei empfohlen, sie einfach mal auszuprobieren. Die nächsten Wochen dürften bei dem einen oder anderen sicher Gelegenheit dazu bieten, denn die Erkältungszeit naht mit großen Schritten.

Bildnachweis: pixabay.com
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Claudia Zimmer, Heilpraktikerin

Dass Frauen unter bestimmten Krankheiten leiden, ist bekannt und wird längst nicht mehr als Lappalie abgetan. Gerade in Sachen Schilddrüse und Galle sind viele Frauen von chronischen Krankheiten betroffen. Nicht immer erhalten sie diesbezüglich eine Therapie, die passt. So wird zum Beispiel oftmals die seelische Komponente bei typischen Frauenkrankheiten unterschätzt und lähmt bzw. verhindert den Heilungsprozess. Die Heilpraktikerin Claudia Zimmer (im Bild links) beschäftigt sich seit langer Zeit mit diesen und anderen Tatsachen im Zusammenhang mit der Gesundheit von Frauen. Daraus resultierend hat sie vor fünf Jahren den Frauengesundheitstag in Leipzig ins Leben gerufen.

Das erfolgreiche Expertenforum gibt es auch in diesem Jahr in der Pleißestadt und wird am 31. August 2019 stattfinden, Schwerpunktthema: „Möglichkeiten bei chronischen Krankheiten kennenlernen“. Dass es so guten Anklang findet, resultiert nach Einschätzung von Claudia Zimmer auch daraus, dass vielen Frauen – gerade bei schwierigen Gesundheitsthemen – der persönliche Austausch und die Beratung zu den jeweiligen Möglichkeiten sehr wichtig sind.

Austausch im persönlichen Rahmen – der Frauengesundheitstag Leipzig bietet die Plattform dafür

Dafür steht dieser Tag und bietet betroffenen Frauen die Gelegenheit, mit namhaften Experten in einem persönlichen Rahmen zusammenzukommen. Ärzte, Professoren, Heilpraktiker und Gesundheitsexperten stehen in Vorträgen, Themen-Runden und Interviews zur Verfügung und zeigen vielfältige Möglichkeiten zur Behandlung von chronischen Erkrankungen auf.

Claudia Zimmer stand uns im Vorfeld der Veranstaltung für ein Interview zur Verfügung und gibt nachfolgend einen Einblick, was die Teilnehmerinnen erwartet. Zudem erzählte Sie uns, wie es dazu kam, dass sie diesen Frauengesundheitstag, der mittlerweile eine feste Größe im Leipziger Veranstaltungskalender ist, auf die Beine gestellt hat.

FB: Frau Zimmer, der 5. Frauengesundheitstag am 31. August 2019 in Leipzig, den Sie auch dieses Jahr wieder organisieren, steht ganz im Zeichen chronischer Erkrankungen. Was erwartet die Besucherinnen?

Die Besucher erwartet ein hochinteressantes Informationsangebot, zum Thema was alles möglich ist! Von Kopf, Haar, Darm, Haut, Hormone bis hin zur Prävention. Ganz großes Augenmerk richten wir dieses Jahr auf die seelische Gesundheit, denn alle Erkrankungen haben eine seelische Komponente, die erkannt und verstanden sein will, damit Heilung geschehen kann. Ein Beispiel: Manche haben vielleicht schon vom „Broken Heart Syndrom“ gehört, was eine schwere Erkrankung ist, die bei einem großen Verlust wie zum Beispiel der Tod eines Kindes oder Partners, entsteht. Wenn hierbei nur medikamentös behandelt wird, ergibt sich keine Genesung! Deshalb ist es so wichtig, die seelische Komponente immer mit zu integrieren. Hierzu gibt es Sprechstunden, Vorträge und Expertenrunden.

Frauengesundheitstag wurde 2015 ins Leben gerufen

FB: Mittlerweile ist der Frauengesundheitstag eine feste Größe im Leipziger Veranstaltungskalender. Was hat sie dazu bewogen, eine solche Veranstaltung ins Leben zu rufen?

Frauengesundheitstag in Leipzig

Der Frauengesundheitstag ist in jedem Jahr gut besucht.

Als Heilpraktikerin in eigener Praxis kamen immer wieder Patienten, die von all den Therapien noch nie was gehört haben. So begann ich 2015 das Projekt Frauengesundheitstag, um aufzuklären und zu informieren. Es war am Anfang mein Praxisthema: Akupuntktur mit Licht. Um die Veranstaltung rund zu machen lud ich 19 weitere Kollegen und Firmen mit ein, sich zu präsentieren. Nach diesem Erfolg vergrößerten wir dann ab 2016 und es kamen Vorträge dazu. Seitdem gibt es dieses Event einmal jährlich, jeweils mit einem Schwerpunktthema.

FB: Sie selbst sind gelernte Krankenschwester und haben diesen Beruf mit Leib und Seele ausgeführt. Dass Sie sich dann der Ausbildung zur Heilpraktikerin gewidmet haben, hatte mit Ihrem Sohn zu tun. Wie kam das?

Bei einem austherapierten Kind probiert man schon mal Alternativen, wenn nichts mehr geht. Als diese einfache und natürliche Therapie half, begann ich mich zu belesen und war dann so überrascht und begeistert  dass ich meine Ausbildung zur Heilpraktikerin begann. 

FB: In Sachen Gesundheit organisieren Sie schon seit langer Zeit Veranstaltungen, nicht nur den Frauengesundheitstag. Welche Themen stehen bei Ihren anderen Formaten im Fokus und an welches Publikum richten sich diese?

Mein Hauptthema ist die Präventionsmedizin. Aufklärung und aktiv werden, bevor Krankheiten entstehen! Dazu biete ich Vorträge und Kennlernmarkt in den Unternehmen an. Von „Selbstregulation des Körpers anregen“ über „Entgiften können“ und „Durchblutung anregen“ bis hin zu „Immunsystem stärken“. Kurzum – dem Körper helfen, sich selbst zu helfen!

Neue Therapien bei chronischen Krankheiten bekannter machen

FB: Mit welchen Problemen wenden sich Ihre Klienten an Sie?

Sie wollen eine Verbesserung, sich wieder wohlfühlen und vor chronischen Erkrankungen schützen. Hormonproblematiken, Schilddrüsenerkrankungen, Autoimmunerkrankungen und Krebs sind hier ein Thema.

FB: Neben Ihrer Heilpraktiker-Tätigkeit sind Sie auch Fachfortbildungsleiterin für den Verband Deutscher Heilpraktiker. Wie schaut hier Ihr Engagement aus?

Gerade in der Komplementärmedizin findet eine verstärkte Entwicklung statt, weil viele Erkrankungen bereits chronisch sind. Hier zeigen und lehren wir neuste Ideen und Möglichkeiten, wie gerade in diesem Monat zum Beispiel das Thema „Mikroimmuntherapie!“ Leider noch nicht so bekannt, was wir mit unserem Frauengesundheitstag ändern wollen. Es ist wichtig, dass nicht nur die Heilpraktiker davon wissen, sondern auch die Frauen!

Alte Heilkräuter – eine Traditionsmedizin ohne Nebenwirkungen

FB: Sie widmen sich auch der Klostermedizin und Heilkräutern. Wie kommt es eigentlich, dass diese alten Heilmethoden fast in Vergessenheit geraten sind?

Ich denke, es ist unsere schnelle Welt, alles digital und viele Themen „to go“, schnell und herbei! Außerdem, weil es alles zu kaufen gibt. Wer die Heilkräuter in der Familie kennenlernt hat, geht anders im Alltag damit um und integriert diese. Nichtwisser kommen oftmals erst dann darauf, wenn sie ein Thema intensiv belastet oder wenn Kinder kommen, die Probleme in Sachen Darmthematik, Nervosität und so weiter machen. Wer die unglaubliche Kraft dieser alten Traditionsmedizin kennenlernt, ist begeistert; und das alles ohne Nebenwirkungen und kostenfrei!

FB: Gendermedizin steht für die Tatsache, dass Frauen andere Krankheiten haben als Männer. Spielt das schon in die meisten Behandlungsmethoden im medizinischen Alltag mit rein?

Wissen, verstehen, handeln und Komplexitäten erkennen

Ja, es ist interessant – es gibt typische Frauenerkrankungen wie Schilddrüse und Galle. Warum? Weil wir ganzheitlich funktionieren und alles mit allem verbunden ist. Hier spielen wieder die Faktoren der Hormone mit rein, unser Zyklus mit dem Thema Eisen – auch Kupfer – und das emotionale Empfinden, das mit dem Körper kommuniziert. Kann man übrigens im Blut sehen und lesen! Diese ganze Komplexität zu verstehen – darum geht es! Und auch darum, die Möglichkeiten besser nutzen!

WISSEN-VERSTEHEN-HANDELN – Willkommen zum 5. Frauengesundheitstag!

Datum:

31. August 2019

Zeit: 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr 

Ort: 04155 Leipzig, Mediencampus Villa Ida, Poetenweg 28

Alles Infos & die Möglichkeit zur Anmeldung zum 5. Frauengesundheitstag finden Sie hier.

Bildnachweis: Claudia Zimmer

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Sanduhr mit rotem Sand

Gestern besuchte ich einen ganz besonderen Ort – eine kleine Lichtung mitten im Wald, wo seit über 30 Jahren ein Einsiedler lebt. Er hat sich dort mit tausenden von der Sonne ausgebleichten Seidenblumen, die in angeschlagenen Plastiktöpfen schmale, mit verwitterten Steinplatten ausgelegte Wege säumen, und unbeholfen gezimmerten, dämmerigen Holzhütten voller vergilbter Heiligenbildchen, ein skurriles Refugium geschaffen. Fernab vom hektischen Treiben, allumfassender Konsumgier und der rasenden, uns immer mehr in ihren Strudel aus Verpflichtungen und Begehrlichkeiten hineinreißenden Geschwindigkeit unserer Welt.

Betritt man einen der verwinkelten Pfade, die durch ein unübersichtliches Labyrinth im dichten Nadelwald im Kreis führen, befindet man sich schlagartig in einer Welt der Stille, einem kleinen buntgemusterten Universum aus gelebter, zu Herzen gehender Frömmigkeit und innerer Einkehr. Alle Hektik fällt von einem ab, und man durchwandert selbstvergessen diese Enklave, den manifestierten Traum eines introvertierten Einzelgängers, der für sich selbst beschlossen hat, dass ihn das Treiben „dort draußen“ nicht mehr interessiert, weil er nicht dazugehören möchte.

Dieser Einsiedler verzichtet auf jede Art von Konsum seit mehr als drei Jahrzehnten, läuft fast immer barfuß und bezeichnet seine Eremitage selbst als einen heiligen Ort. Ab und zu besuche ich ihn und lausche in der flüsternden Kühle dieser aus der Welt gefallenen Insel der Seligen dem gequälten Wispern meiner gehetzten Seele, fernab von Trubel, Alltagssorgen, übervollen Terminkalendern und dem lästigen Vibrieren meines Mobiltelefons. Dieses Stück Wald ist ein wunderbarer Ort zur Einkehr, eine Herausforderung für uns „digitale“ Arbeitssklaven, eine kleine Flucht ins Unwirkliche.

Außerdem beeindrucken mich Konsequenz, Beharrlichkeit und der tiefe Glauben an eine übergeordnete Macht, mit denen dieser Mensch sein eigenes kleines Reich gestaltet hat, in dem er schon so lange ohne Strom oder fließendes Wasser (außer dem kleinen Bach, der an dem Grundstück vorbeifließt) lebt und jetzt bei allerbester Gesundheit bald seinen 80ten Geburtstag feiern darf.
Wobei ich mir nicht sicher bin, was „feiern“ bei ihm bedeutet.

Gestern nun, als ich mit einer Freundin die wispernde Ruhe des Waldes durchschritt, wie jedes Mal beeindruckt von der Frömmigkeit und Bescheidenheit, die dieser von Menschenhand geschaffene Ort ausstrahlt, sah ich den Eremiten stehen, der sich mit jemandem unterhielt. Bei ihm verweilte ein Ehepaar Mitte 50. Der Mann klammerte sich in grotesk verzerrter, gebückter Haltung an einen Rollstuhl und starrte mich mit einer Eindringlichkeit an, die bekommen machte. Er wirkte, als würde er sich an mich erinnern, oder sich zu erinnern versuchen, obwohl ich ihn nicht kannte. Man sah ihm an, dass er sich verzweifelt bemühte, nicht zusammenzusacken, als sei er gerade hingefallen und beim Aufstehen auf halber Höhe daran gehindert worden.

Meine Freundin und ich taten, was uns angemessen schien – wir grüßten höflich und gingen weiter. Aber das Bild des Mannes, der sich an diesen Stuhl klammert und aussieht, als würde er gleich in sich zusammenfallen, lässt mich seitdem nicht mehr los.

Ich bin ganz sicher, für diese beiden Menschen, ein dem Anschein nach altgedientes Ehepaar, hat sich die ganze Welt innerhalb von Sekundenbruchteilen für immer verändert. Vielleicht machten sie früher regelmäßig Radtouren, feierten ausgelassen mit Freunden auf der Terrasse ihres Hauses, zogen Kinder groß, gingen samstags zum Einkaufen und hatten alles durchgeplant bis zur Rente. Vielleicht stritten sie gelegentlich über die Freizeitgestaltung, probierten regelmäßig neue Diäten aus und überlegten, ob sie die Oma ins Pflegeheim bringen sollten. Manchmal hatten sie unter Umständen das Gefühl, das Geld reiche nicht und bekamen sich in die Wolle, weil er unbedingt ein neues Auto kaufen wollte, sie aber meinte, man müsse fürs Alter etwas sparen. Eventuell hatten sie Sorgen, weil eines ihrer Kinder über die Stränge schlug. Die Möglichkeiten sind unendlich.

Und dann… kam dieser Schicksalsschlag, der alles zunichte machte. Vielleicht ein Schlaganfall, vielleicht ein Verkehrsunfall oder eine gemeine Krankheit. Eine Millisekunde, die ihr künftiges Leben unter einer von Kummer eingetrübten Käseglocke für alle Zeiten konservierte, unter welcher sie seitdem zu existieren gezwungen sind. Dieser eine Moment, in dem unsere Wünsche, Hoffnungen und Träume, all unser Ärger um Kleinigkeiten, in sich zusammenfallen wie ein angestochener Helium-Ballon, er hängt über jeden einzelnen Schicksal wie ein Damokles-Schwert. Übrig bleibt dann nur noch die leere Hülle unserer vorherigen Existenz: unter Umständen ein nicht abbezahltes Haus, zu wenig Krankengeld und … Schmerz. Jede Menge Schmerz und die Frage: „Warum ausgerechnet ich?“

Wissen Sie, was ich am häufigsten von meinen Freunden höre, wenn ich vorschlage, mal wieder was zu unternehmen? „Ich habe keine Zeit.“

Durch die Bank sind sie gestresst, reiben sich zwischen Arbeit, Gartenpflege, Kindererziehung oder Hobbies auf, streamen gelegentlich zur Entspannung einen Film oder gönnen sich einen Kino-Besuch und denken, sie hätten alles im Griff, denn nichts ist wichtiger heutzutage, als gut durchorganisiert zu sein. Ihre Urlaube planen sie mindestens ein Jahr im Voraus wegen dem Frühbucher-Rabatt, sie zahlen pünktlich jeden Monat in ihre Altersvorsorge ein und sparen fleißig („Damit ich mir in der Rente was gönnen und auch mal eine Kreuzfahrt machen kann“). Sie verschwenden, außer auf Beerdigungen von alten Freunden, keinen Gedanken dran, dass ihr Lebensplan nicht in Stein gemeißelt sein könnte, wie sie das zu glauben scheinen. Glauben müssen, denn die Wahrheit ist einfach zu grausam.

Aber das Leben nimmt keine Kreditkarten und unterschreibt keine Verträge. Auch nicht, wenn man 17 verschiedene Versicherungen abgeschlossen hat, unter anderem gegen Asteroideneinschlag oder Poltergeister. „Willst du Gott amüsieren, dann mach’ einen Plan“, las ich neulich.

Wer oder was auch immer unsere Geschicke lenken sollte – es/er ist unberechenbar, manchmal boshaft … und sehr, sehr mächtig. „Unter jedem Dach ein Ach“, sagte meine Mutter immer, und heute – mit all meiner Lebenserfahrung – muss ich ihr leider zustimmen.

Bestimmt kennen auch Sie Geschichten von Leuten, die 40 Jahre gearbeitet haben und dann kurz vor Antritt der Rente todkrank wurden und verstarben. „Das mache ich später, jetzt geht es nicht“, versichern mir Freunde, wenn ich einen Ausflug vorschlage. Auf dem Balkon zu sitzen und versonnen den Mond zu betrachten oder die nackten Füße in einem Bach baumeln zu lassen ist unmodern geworden – seit es Netflix und Handys gibt.

Manchmal hat man den Eindruck, die meisten fürchten sich vor der Besinnlichkeit, die sie zwingen könnte, darüber nachzudenken, was morgen sein wird, und wir versuchen deshalb, „was ist“, bis ins Unendliche zu verlängern, denn „was sein wird“, könnte sich für uns als unerträglich herausstellen. Wir Menschen sind nicht allzu gut in Schicksalsschlägen, habe ich das Gefühl. Feiern können wir definitiv besser.

Es gibt ja auch die sogenannten Stoiker, die sich jeden Morgen ungefähr 10 Minuten lang alles Schlimme vorstellen, das ihnen im Laufe des Tages zustoßen könnte – die werden dann wenigstens immer nur angenehm überrascht. („Gottseidank ist mir heute kein Klavier auf den Kopf gefallen.“)

Alle anderen rennen wie kreischende, von Besessenheit getriebene Hamster im sich immer schneller drehenden Rad einem imaginären Ziel hinterher, bis sie aufgrund der Fliehkraft oder vor Erschöpfung herausfallen und liegenbleiben. Manche stehen nie wieder auf. Andere nehmen Anlauf, hechten erneut ins Hamsterrad und fangen von vorn an.
Meine Bewunderung sei ihnen gewiss.

Ein Freund von mir erlitt mit 26 Jahren beim Rasenmähen einen Schlaganfall. Er konnte sich davon restlos erholen und lebt heute beschwerdefrei seit vielen Jahrzehnten, allerdings sehr viel dankbarer als vorher. Der andere verstarb mit 47 an Krebs. Und erst kürzlich musste ich einen alten Bekannten beerdigen, der mit 53 Jahren einfach umgefallen ist, trotzdem er nie rauchte oder trank. Im Gegenteil: Ich kannte niemanden, der gesünder lebte als er. Dann steht man beklommen am offenen Grab und denkt: „Er hatte doch eigentlich gar nichts vom Leben – immer nur gearbeitet und sich um seine alten Eltern gekümmert.“

Unser eigener Kilometerzähler läuft kontinuierlich mit jedem Tag schneller, und dann drehen wir einfach unser Leben „lauter“, um das bedrohliche weiße Hintergrundrauschen der Unendlichkeit auszublenden.

Wäre das alles hier ein Computerspiel, dann säße an den Steuerungselementen ein frustrierter, unberechenbarer Spieler, der willkürlich die „Delete“-Taste drückt und uns scheinbar nach Belieben löscht. Es gibt da die wahre Geschichte einer früheren Nachbarin, die aus dem Supermarkt kam, ihre Einkäufe im Auto verstaute, und in dem Moment, als sie den Motor startete, mit dem Kopf aufs Lenkrad knallte und starb. Einfach so.

Mittlerweile denke ich: „Hätte schlimmer kommen können, wenigstens war sie gut drauf, weil sie vielleicht noch ein Sonderangebot erwischt hat und musste nicht jahrelang leiden.“

Auf einem Friedhof sah ich mal ein steinernes Herz auf dem Grab einer Frau, die mit gerade mal 40 Jahren gestorben war mit der Inschrift: „Wir haben sie von Herzen geliebt.“ Es tut weh, so etwas zu lesen.

Geliebt zu werden schützt einen nicht vor Unabwägbarkeiten. Versicherungen oder Vitaminpillen übrigens auch nicht. Jeden Moment des Lebens darauf gefasst zu sein, dass das Schicksal mit dem Hammer draufhaut, scheint mir sinnvoller. Wären 10minütige Achterbahnfahrten denn schöner, wenn sie Stunden oder Tage dauerten? Ich denke nicht.

Alles ist endlich. Das Glück und auch das Leid. Nur kommt‘s einem bei zweiterem länger vor.

„Ich habe keine Zeit.“ Von wegen. Sie „haben“ gar nichts, das ist das Problem. Die Zeit gehört nicht Ihnen, sie ist nur eine Art Cluster, ein virtuelles Schwimmbecken, innerhalb dessen Sie sich bewegen dürfen, trotzdem Sie sich bemühen, Ihre Existenz in kontrollierbare Strukturen zu packen, unterstützt von tickenden Uhren, vollgepackten Kalendern und eng gesetzten Terminen.

Wir haben nichts. Es bleibt immer nur der Augenblick.

Und genau das sollte uns eindringlich bewusst werden. Eine Sandburg aus Träumen „haben“ wir, eine im Mahlstrom der Ereignisse trudelnde Seifenblase, inmitten derer wir schweben und uns bemühen müssen, nicht deren Rand zu berühren, weil diese sonst platzt und wir unsanft auf dem Boden unserer eigenen Sterblichkeit landen. Unser Sein ist voller unabwägbarer Ereignisse, die einen urplötzlich und ohne jede Vorwarnung treffen und einem den Boden unter den Füßen wegziehen können.
Schrecklicher Gedanke, nicht wahr?

Was oder wer auch immer unsere Geschicke lenkt, er ist unbestechlich und macht uns vielleicht einen Strich durch Hoffnungen oder Vorstellungen, ehe wir „ab in den Urlaub“ sagen, geschweige denn die Koffer packen können. Und genau um das zu verdrängen, lenken wir uns ab auf Teufel komm raus, denn wir wollen nicht mit der hässlichen Tatsache konfrontiert werden, dass wir nichts sind und keinen Einfluss darauf haben, was das Schicksal demnächst mit uns plant.

Neulich machte ich einen Stadtbummel und wollte mir zum Abschluss noch eine Tasse Cappuccino in einem Straßencafé gönnen. Da alle Tische an den Rändern besetzt waren, musste ich in der Mitte des bunten Pulks Platz nehmen und wurde von allen Seiten unfreiwilliger Zeuge sämtlicher Gespräche.

„Nächstes Jahr fliegen wir wieder auf die Malediven. Das hat uns vor vier Jahren so gut gefallen.“

„Letzte Woche hat der … zu mir gesagt, er hält das nicht mehr lange aus. Das macht er jetzt seit Jahren.“

„Ich freue mich so auf nächste Woche, da kriegen wir endlich die neue Küche. Und Ende August lade ich euch alle zum Essen sein.“

Und so weiter und so fort. Keiner von all diesen Menschen war wirklich da. Anwesend. Präsent. „Gestern, heute, morgen, nächstes Jahr, letzten Monat …“. Wir sind wirklich nie zuhause. In unserem Leben, meine ich.

Ich wiederhole: Wir haben nichts. Alles, das uns ausmacht, kann von der einen zur nächsten Sekunde Vergangenheit sein. Und die schöne neue digitalisierte Welt hilft uns vortrefflich dabei, diesen Gedanken zu verdrängen.

Es gibt nichts Zerbrechlicheres als die menschliche Existenz, und nur, um dessen nicht gewahr zu werden, packen wir unser Leben voll mit Pflichten, Verbindlichkeiten und scheinbarer Zeitnot. Außerdem haben wir doch Netflix, Online-Medien, Bungee-Jumping und Yoga-Kurse. Wir werden das wohl hinkriegen, jede Minute des Tages mit „sinnvollen“ Aktivitäten zu füllen, so dass unser Hirn nicht zur Ruhe kommt. Denn wenn es zur Ruhe käme… Um Himmels Willen!

Erst kürzlich sagte mir eine liebe Nachbarin, die vor kurzem ihren 60ten Geburtstag gefeiert hat: „ich werde nichts mehr hinausschieben, aufs nächste Jahr oder nächsten Monat, wie zum Beispiel einen Urlaub oder ein Treffen mit netten Leuten, denn ich lebe jetzt. Und es ist mir neulich erst bewusst geworden, dass es vielleicht irgendwann keine Gelegenheit mehr zum Verschieben geben werden wird.“

Wissen Sie: DAS könnte der Grund sein, warum Rentner so viel und oft verreisen. Worauf sollen sie denn noch warten? Bis zu ihrem 90ten Geburtstag? DANN gönnen sie sich aber wirklich was?

Aber zurück zu gestern. Diese Frau und ihr bedauernswerter Ehemann, auch sie hatten mit Sicherheit ein ganz normales Leben und vielleicht fürs Alter gespart. Sie hatten Pläne für ihre Rentenzeit geschmiedet, sich eventuell auf ein Enkelkind gefreut oder vor kurzem ihr Badezimmer renoviert.

Jetzt schiebt die Frau den Rollstuhl des Mannes, der verzweifelt versucht, wieder auf eigenen Beinen zu stehen, weil in seinem Gehirn vielleicht ein Rest von Autonomiebestreben erhalten blieb, vielleicht auch Scham darüber, dass er jede Minute des Tages auf jemanden angewiesen ist (Wir Menschen sind merkwürdige Wesen…). Vielleicht erinnert er sich daran, wie schön es war, zu laufen, zu schwimmen, Auto zu fahren oder den Rasen zu mähen.

Es hätte auch andersherum laufen können und seine Frau treffen. Es hätte auch gar nichts passieren können, und beide wären zusammen in gepflegter Langeweile alt geworden.

Ich hätte es ihnen so gegönnt.

„Wenn du schon etwas tun musst, dann tu es gern“, ermahnte mich während meiner Schulzeit ein Lehrer. Das habe ich bis heute beherzigt, denn unser ganzes Leben besteht unter anderem aus vielen ungeliebten Tätigkeiten wie bei mir zum Beispiel Putzen oder schwere Gartenarbeit, einem Job, den man nur ausübt, weil man die Kohle braucht oder pflegebedürftigen Eltern hat.

„Tu es gern“, verwandelt verhasste Aufgaben vielleicht in die Erkenntnis, dass auch das Hacken von Unkraut von unserer Lebenszeit abgezogen wird. Und diese Lebenszeit sollten wir nicht mit Groll im Herzen verbringen. Stellen Sie sich doch einfach vor, Sie hätten keine Möglichkeit mehr, all das zu tun, was Sie nicht mögen.

„So eine miese Bude, in der ich wohne, ausgerechnet im dritten Stock, und all diese Treppen.“ Und wenn man nicht mehr dazu imstande ist, ein paar Stufen zu nehmen, dann erinnert man sich wehmütig daran, wie schön es noch war, einen Fuß vor den anderen setzen zu können.

Das gilt übrigens für so gut wie alles, das einem sauer aufstößt. Uns fehlt nur das Bewusstsein und die Dankbarkeit dafür, dass wir überhaupt KÖNNEN. Die Chance steht täglich bei 50:50, dass das morgen schon ganz anders aussehen könnte, denn wie Friedrich Schiller mal so treffend sagte:

„Doch mit des Geschickes Mächten Ist kein ew’ger Bund zu flechten,
Und das Unglück schreitet schnell.“

Wenn ich zum Beispiel putze (ich hasse es…), trage ich riesige geräuschunterdrückende Kopfhörer und singe lauthals alle bekannten Lieder mit. Gelegentlich spiele ich mit sogar dem Schrubber Luftgitarre und tue, als wäre ich Ozzy Osbourne. Weil ich Putzen nicht mag, es aber erledigt werden muss. Und weil auch Putzen von meiner kostbaren Lebenszeit abgeht. Wenn ich versuche, es gern zu tun, habe ich mehr davon. Versuchen Sie es einfach mal.

Denn unser aller Leben ist kurz und beschränkt. Vielleicht kommt eine Gelegenheit, bei der Sie sich mit Bedauern daran erinnern, wie Sie flott den Feudel geschwungen haben zu den Klängen von Jethro Tull. Ich wünsche das niemanden, aber es kann uns alle treffen.

Deshalb: Genießen Sie jede Minute Ihres Lebens, und sei sie noch so beschissen. Schlimmer geht schließlich immer.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche und eine gute Zeit!

Ihre Barbara Edelmann

Bildnachweis: pexels.com

Christine Lehmann bietet die QUANTEC-Methode an

Unkonzentriert, schlapp, ohne Energie und womöglich noch Darm- oder Magenprobleme: viele Menschen kennen Abschnitte in ihrem Leben, in denen die Gesundheit einfach verrückt spielt. Und die Einschränkungen dafür sorgen, dass man seinen Alltag nicht wie gewohnt bewältigen kann. Der erste Gang führt die meisten Leute zunächst einmal zum Hausarzt. Doch rücken alternative Heilmethoden in Sachen Gesundheit immer mehr in den Vordergrund. So auch QUANTEC, eine Methode, bei der man – erstmalig mit ihr konfrontiert – genauer hinschauen bzw. hinhören muss, um sie zu verstehen. Denn hier spielt Quantenphysik eine sehr große Rolle. Ein Umstand, der viele zunächst den Kopf schütteln und dieser gesundheitlichen Maßnahmen skeptisch gegenüber stehen lässt.

Mit QUANTEC zu neuer Vitalität

Christine Lehmann, Gesundheitsberaterin aus Eilenburg (im Bild), in der Nähe von Leipzig, kennt das. Und freut sich immer wieder über Klienten, die – manches Mal trotz persönlicher Skepsis – mit Hilfe der QUANTEC-Methode zu neuer Vitalität gelangen und so manche gesundheitliche Einschränkung ad acta legen können. Seit sich die Fachfrau auf diese Art der Anwendung spezialisiert hat, konnte sie vielen Klienten zu neuer Lebensfreude verhelfen. Sie selbst hat QUANTEC auch für ihre Hunde bereits erfolgreich eingesetzt. Wir haben die engagierte Frau zum Gespräch getroffen.

FBFrau Lehmann, was ist QUANTEC?

Bei QUANTEC handelt es sich um eine instrumentale Biokommunikation zum Scannen und zum Informieren von biologischen Feldern.

FB: Wie sind Sie dazu gekommen?

Dazu gekommen bin ich durch Empfehlung von Bekannten und danach hab ich mich im Internet über die Firma QUANTEC informiert. Als Gesundheitsberaterin haben mich schon immer fortschrittliche Methoden zur Förderung und Unterstützung der Gesundheit des Menschen interessiert. Meine eigenen persönlichen Erfahrungen mit Quantec sind durchweg positiv.

QUANTEC geht an die Ursachen

FB:Was kann QUANTEC für die Gesundheit von Menschen bewirken?

Durch das Aufdecken psychosomatischer Zusammenhänge durch die Dateien/Scan werden nicht nur die Symptome sondern vor allem deren Ursachen behandelt.

FB: Können Sie dieses Verfahren für Laien einmal kurz grob umreißen – wie es funktioniert und wirkt?

Eine kurze Erklärung ist definitiv nicht möglich, es geht um Quantenphysik.

Wer sich die Quantenphysik etwas erklären lassen möchte, kann dies auf der Website von quantec.eu, auf youtube oder hier, sowie bei Dr. Quantum tun.

FB: Bei welchen Problemen / Leiden gesundheitlicher Art ist das Verfahren anwendbar?

QUANTEC ist grundsätzlich bei allen Problemen und Leiden anwendbar. Hierzu gibt es zum Beispiel eine Studie der Uni Freiburg, siehe hier.

Anwendung ist kinderleicht

FB: Wie gestaltet sich so eine QUANTEC-Anwendung?

Die QUANTEC-Methode erfreut sich großer Beliebtheit

QUANTEC – mit Quantenphysik gesundheitlichen Problemen zu Leibe rücken

Benötigt wird die vollständige Adresse und eine Aufnahme vom Gesicht der Person. Das Foto wird über die Datenbanken abgeglichen. In diese Dateien sind zur Zeit weit über 100 000 Einzelheilmittel integriert. Die Person erhält eine Analyse (Healingsheet) als Auswertung. 

FB: Welche Heilungserfolge konnten mit QUANTEC schon erzielt werden?

Das Verfahren von QUANTEC funktioniert ähnlich wie  in der Homöopathie und in der Akupunktur. QUANTEC bekam in Jekaterinburg (Rußland) eine Goldmedaille für das beste komplementäre Heilverfahren. Die Universität in Princeton, eine der weltweit führenden Universitäten, forscht seit Jahren mit Quantec .

Hier gibt es Informationen hinsichtlich der Studien an der Universität in Princeton. Unter anderem waren das diese Studien:

QUANTEC-Erfolge auf vielen Gebieten

Erfolge gab es mit QUANTEC bereits mit diesen Projekten:

  • Nematodenbefall einer Zierpflanzenfarm, Effekt der Quantec-Behandlung: Nematodenbefall geht zurück, verbessertes Wachstum der Pflanzen, Rekordernte – siehe hier,
  • Weinbau: Schädlingsbefall, Effekt: Krankheiten gehen zurück, Wein nimmt an Qualität zu, erhält Goldmedaillen, 
  • Gewässersanierung zweier toter, stinkender, verseuchter Seen in Berlin, Effekt: innerhalb von 3 Wochen erholen sich die Seen, die Geruchsbelästigung geht zurück, kein Fischsterben mehr, 
  • Pferdesport: das Pferd „Elle et moi“ ist Außenseiter mit wenig Durchhaltevermögen, Effekt durch Quantec-Behandlung: es gewinnt 2006 beim Großen Preis von Madrid, 
  • Unternehmensberatung: Umsatzsteigerung, Effekt: Personal weniger krank, arbeitet harmonischer zusammen, 
  • Kieferchirurgie: Implantate werden nicht zurückgewiesen. Sie werden mit dem Bild des Patienten bewellt, tags vor der OP. Zudem werden diese nicht nur nicht abgewiesen, sondern ossifiziert, Zahnfleisch wächst an. 

FB: Funktioniert QUANTEC auch bei Tieren?

Ja bei allen Tieren ist QUANTEC anwendbar. Ich selbst habe es bei meinen Hunden mehrfach erfolgreich angewandt.

FB: In welchen Bereichen ist QUANTEC noch anwendbar?

QUANTEC ist in unheimlich vielen Bereichen anwendbar. So zum Beispiel in der Medizin, bei Behandlungen von körperlichen und psychischen Problemen, bei der medizinischen Behandlung von Tieren. Aber auch in Sachen Coaching und Lebensberatung kommt QUANTEC oft zum Einsatz. Traumata, unbewusste Verstrickungen  oder zwanghafte Störungen können mit Hilfe dieser Methode aufgelöst werden. Zudem verhilft QUANTEC in der Land- und Forstwirtschaft zu Ertragsverbesserungen.

Menschen, Tiere, Umwelt, Blockaden – die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig

In Sachen Umwelt wird die Methode unter anderem zur Sanierung von Gewässern eingesetzt. Aber auch Firmen buchen diese Maßnahme, um Leistungsverbesserungen in ihrer Firma insgesamt zu erreichen.  Nicht zuletzt bedient man sich QUANTEC auch, wenn Häuser, Plätze oder Schlafplätze entstört werden sollen.

Die Veränderung findet auf feinstofflicher, unbewusster Ebene langsam statt. Sensible Menschen können sogar spüren, wenn die Bewellung stattfindet. Sie fühlen sich ausgeglichener oder spüren mehr Energie. Auch wenn man das nicht direkt fühlt, findet diese Veränderung statt. Alte Verhaltensmuster oder negative Gefühle werden wie mit einem Radiergummi langsam ausradiert. Viele kleine Veränderungen können stattfinden, die man erst gar nicht mit der QUANTEC-Bewellung in Verbindung bringt, die aber letztlich eine positive Gesamtentwicklung bewirken.

FB: Wie arbeiten Sie persönlich mit QUANTEC, wenn Sie Klienten betreuen?

Ich nehme die Daten meiner Klienten auf und leite sie weiter. Das Healingsheet, was ich daraufhin erhalte, gebe ich an meine Klienten weiter und erläutere dies, wenn es gewünscht wird.

Mehr Infos zu QUANTEC finden Sie hier.

Kontakt Christine Lehmann: beratung.lehmann@mail.de und Telefon: 03423 / 606 232.

Bildnachweise: Christine Lehmann, Thomas Kreuzer 

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Frau mit Kind auf dem Arm.

Einen Partner finden und eine Familie gründen – diese Pläne haben wohl die allermeisten Frauen im deutschsprachigen Raum. Allerdings gibt es in diesen Regionen gegenwärtig auch eine Menge  weiblicher Singles. Allein in Deutschland lebten 2018 über 16 Millionen Singles. Darunter viele Frauen, die neben dem Partnerwunsch auch einen Kinderwunsch haben.

Längst ist die Suche nach Mr. Right ins Web verlegt worden, die Anzahl der Singlebörsen ist für normale Leute, die nicht mit der Statistikbrille unterwegs sind, kaum mehr zu erfassen. Allerdings strahlt das Online-Dating oftmals ein trügerisches Bild aus, vermittelt vielleicht sogar auch falsche Vorstellungen. Gerade große Dating-Portale sind mit umfangreichen Kampagnen im Netz und auch offline präsent, die die Botschaft transportieren: „Digital finden sich alle“. Dem ist aber nicht so. Im Gegenteil: man sagt dem Online-Dating auch nach, dass durch selbiges die Partnersuche unverbindlicher geworden ist. Und wie oft hört man – auch im eigenen Freundeskreis – den Satz: „Man lernt heutzutage gar keinen mehr kennen“.

Nun ist es freilich ein Unterschied, ob man mal über einen gewissen Zeitraum keinen Mann kennenlernt oder aber dieser Zustand anhält. Und bei betroffenen Singlefrauen die ersehnte Familie samt Kinder in weite Ferne rückt.

Singlefrau mit Kinderwunsch im Porträt

Ein solches Beispiel ist dieser Tage im SPIEGEL, Ausgabe 18, vom 27. April 2019, veröffentlicht worden.

Dort wird die 42jährige Katja porträtiert. Eine Frau, die im Top-Management einer internationalen Unternehmensberatung arbeitet und nach einer gescheiterten Beziehung über die einschlägigen Datingportale im Netz einen neuen Partner sucht. Denn sie hat einen brennenden Wunsch – ein Kind.

Der richtige Kandidat lässt allerdings auf sich warten und so fasst sie den Entschluss, sich in einem Münchener Kinderzentrum behandeln zu lassen. Dem SPIEGEL erzählte sie ihre Geschichte. Sie handelt davon, wie die taffe Frau ihre regelmäßigen Fahrten zur Behandlung in die Kinderwunschklinik vor den Kollegen geheim hält. Wie sie sich unter Narkose Eizellen entnehmen lässt und diese Prozedur im Zusammenhang mit ihrem Wunsch nach einem Kind schon 14 mal hinter sich hat, als das Nachrichtenmagazin sie porträtiert. Kostenpunkt bis dato dafür: 105 000,00 Euro.

Im Gespräch mit dem SPIEGEL äußert sie Unverständnis darüber, dass es in der Gesellschaft so wenig Akzeptanz für Solo-Mütter oder solche, die es werden wollen, gibt. Auch rechtlich ist die Lage hierzu alles andere als geklärt. Alleinstehende Frauen in Kinderwunschzentren mit gespendeten Samen zu behandeln, ist hierzulande weder erlaubt noch verboten.  Laut dem SPIEGEL verzeichnet beispielsweise das Kinderwunschzentrum in München wöchentlich zwei bis drei Anfragen von Singlefrauen. Oftmals müssen sie jedoch Nachweise über ihr Vermögen erbringen, damit Ärzte sie behandeln. Die Mediziner wollen nicht selten im Vorab geklärt wissen, wer im Ernstfall für den Unterhalt der Kinder aufkommt, im Falle der Solo-Mutter stößt etwas zu.

Kinderwunsch per Samenspender

Katja K., die im SPIEGEL porträtierte Frau, hat sich von alledem nicht abhalten lassen und sich bei einer dänischen Samenbank einen Spender ausgewählt: 19 Jahre jung, blauäugig und blond.

2016 startete sie ihren ersten Versuch. Doch die in ihren Uterus eingeführten Samen führten nicht zu einer Schwangerschaft. Vier fehlgeschlagene Versuche folgten. Danach ließen die Ärzte durch eine Hormonbehandlung mehrere Eizellen gleichzeitig heranreifen, entnahmen diese unter Narkose und spritzten die Spermien außerhalb des Körpers von Katja K. in einer Petrischale direkt in die Eizelle. Kommt es bei dieser Methode zu einer Befruchtung, ist die weitere Verfahrensweise so, dass zwei bis fünf Tage später ein oder zwei Embryonen in die Gebärmutter eingesetzt werden.

Zweimal wurde Frau K. auf diese Art schwanger, zweimal waren es Fehlgeburten. In ihrer Hoffnung hatte die Singlefrau schon nach einer Hebamme Ausschau gehalten…Die Enttäuschung dürfte groß gewesen sein, doch sie gab nicht auf. Zumal sie sich im Alter von 39 und 40 Jahren Eizellen hat entnehmen und diese einfrieren lassen.

Im SPIEGEL findet sich auch der Hinweis darauf, wie stark sich Katja K. für den Wunsch, ein eigenes Kind zu haben, finanziell einschränkt. Urlaub, Karriere, die weitere Partnersuche – alles steht hintenan für das Bestreben nach eigenem Nachwuchs. Trost, Rat und Unterstützung wird solchen Frauen vor allem im Internet geboten – in speziellen Kinderwunsch-Foren, in denen zukünftige Solo-Mütter jedweder Couleur unterwegs sind.

Die Zielstrebigkeit nach dem eigenen Kind zahlt sich für die porträtierte Karrierefrau Katja aus: eines Tages ist sie tatsächlich schwanger. Und hofft, dass das Kind diesmal bei ihr bleibt, ihr eine weitere Fehlgeburt erspart wird. Sachen für das Kind bestellt sie in verschiedenen Geschäften, macht aber aus, dass sie all das erst nach der Geburt abholt. Verständlich. Wer möchte in so einer Situation und nach einer womöglich erneuten Fehlgeburt schon von lauter Dingen für`s Baby umgeben sein?

Die Odyssee zahlt sich aus – die Solo-Frau ist schwanger!

Und tatsächlich: Katja K. wird im Frühherbst 2018 Mutter – bekommt eine Tochter. Alles verläuft ohne Komplikationen, das Kind ist gesund. Im SPIEGEL erfährt man dann am Ende des Artikels, dass die frischgebackene Mutter nun neue Pläne hat:  ein weiteres Kind! Dafür hat sie bereits bei der Samenbank und im Kinderwunschzentrum vorgesorgt.

Eine einerseits schöne, andererseits aber auch irritierende Geschichte.

Schön deshalb, weil man der Frau ihr Glück gönnt und irritierend deshalb, weil man sich schon die Frage stellt, wie dieses – ja, man kann es ruhig sagen – „Erzwingen“ eines Kindes zu bewerten ist? Zumal vor dem Hintergrund, dass parallel dazu unzählige alleinerziehende Frauen ihren Familienstatus als nicht wirklich optimal einschätzen. Und es auch kein leeres Gerede ist, wenn es heißt, dass zu einem Kind Mama UND Papa gehören. Andererseits gibt es auch viele, viele Familien, die aus Mutter, Vater und Kind(ern) bestehen und in denen es dem Nachwuchs gar nicht gut geht. Die Medien sind voll von Berichten über Missbrauch und Gewalt.

Fazit: letztlich kann man sich in einem Fall wie diesem kein Urteil erlauben, finde ich. Die Frau ist glücklich, dem Kind geht es gut – warum eigentlich nicht? Zur Wahrheit gehört aber auch, dass diese kinderliebende Frau und Mutter (die für ihren Nachwuchs ganz alleine sorgte) mit solch` einem Job, der ein Top-Einkommen garantiert, auch nicht die Regel ist. Letztlich konnte sich die im SPIEGEL porträtierte Frau ihren Wunsch nach Nachwuchs nur erfülen, weil die finanziellen Voraussetzungen gegeben waren.

So oder so ist es auf jeden Fall eine Geschichte, die nachdenklich macht!

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Laborantin

An Krebs zu erkranken ist eine Horrorvorstellung für jeden Menschen. Vor allem Frauen, die familiär vorbelastet sind, reagieren oft panisch auf den Gedanken, dass sie selbst von dieser tückischen Krankheit heimgesucht werden. Allerdings nehmen die meisten Frauen eine Krebsvorsorge sehr ernst.

Doch das hiesige Gesundheitssystem ist oft leider so gar nicht auf der Seite der Patientinnen. Das beweist ein aktueller Artikel aus dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL, Ausgabe11 / 2019. Dort kommt die Ärztin und Chemikerin Elke Holinski-Feder zu Wort, die in Münschen das Medinzisch-Genetische Zentrum leitet. Sie hat beunruhigende Nachrichten.

Krebsvorsorge – wer die Krankheit in der Familie hat, will Früherkennung

Auf die Frage, welche Menschen denn zu ihr kommen, antwortet sie, dass es unter anderem Menschen sind, in deren Familien viele Krebserkrankungen auftraten und die das eigene Risiko abgeklärt haben wollen.

Wird hier beispielsweise ein genetisch erhöhtes Risiko für Tumoren entdeckt, dann empfiehlt das Team um Dr. Holinski-Feder natürlich eine intensivierte Früherkennung.

Die Ärztin sagt dazu:

„Wenn wir genetisch erhöhtes Risiko für Tumoren entdecken, empfehlen wir natürlich eine intensivierte Früherkennung. Patientinnen mit dem Li-Fraumeni-Syndrom etwa haben ein Risiko von 80 Prozent für Brustkrebs und 20 Prozent für Darmkrebs. Da weiß man, dass man ab dem jungen Erwachsenenalter einmal im Jahr ein Ganzkörper-MRT machen sollte. Die Krankenkassen zahlen das aber nicht, weil bei dieser Krankheit zu geringe Fallzahlen vorliegen, um nachweisen zu können, dass diese Untersuchung sinnvoll ist. Und die genetische Veranlagung selbst wird nicht als Krankheit eingestuft. Die Patienten werden allenfalls an ein Zentrum für seltene Erkrankungen verwiesen“

Überweisung an solche Zentren reicht lange nicht aus!

Klingt gar nicht gut! Vor allem vor dem Hintergrund der Aussage der Expertin Holinski-Feder, dass die Überweisung an solche Zentren nicht ausreicht und die zumeist sowieso auf Kinder spezialisiert sind.

Sie sagt dazu:

„Eine erwachsene Patientin mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko kann ich nicht in eine Kinderklinik schicken. Es ist den Betroffenen wirklich schwer zu vermitteln, warum wir als Gesellschaft beschlossen haben, zum Beispiel die Behandlung von Bluthochdruck zu bezahlen, weil das ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist, die Kosten aber für die Kontrolle bei einem nachgewiesenen genetischen Tumorrisiko nicht übernehmen wollen.“

Die Ärztin weist außerdem darauf hin, dass eine solch wichtige Früherkennung in anderen Ländern durchaus von den Kassen bezahlt wird. So zum Beispiel in Polen oder Frankreich.

Am Ende – so ist von der Expertin im SPIEGEL-Interview zu erfahren – läuft es darauf hinaus, dass der betroffene Patient eine solche Leistung selbst bezahlen muss.

Eine adäquate Gesundheitsvorsorge geht deshalb auch anders…!

Recherche-Nachweis:

DER SPIEGEL, Ausgabe 11 / 2019

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Was waren das für Jubelmeldungen vor einigen Wochen! Medial wurde von verschiedenen Redaktionen überschwenglich über einen Bluttest zur Früherkennung von Brustkrebs berichtet. Er wurde am Universitätsklinikum Heidelberg entwickelt und schon als eine Art „Durchbruch“ beschrieben. Das war und ist er allerdings keinesfalls, wie sich nun herausstellt.

Im Nachrichtenmagazin SPIEGEL, in der Ausgabe 09/2019, kommt eine Wissenschaftlerin zu Wort, die die Dinge ganz anders darlegt. Und zwar Ingrid Mühlhausen. Die 65jährige Hamburger Gesundheitswissenschaftlerin antwortet in dem Magazin auf die Frage, was von dem als „Meilenstein“ bezeichneten Bluttest zu halten ist, wie folgt:

„(…)Es wird so überschwenglich über diesen Test berichtet, als wäre er der Durchbruch; doch in Wahrheit befindet er sich noch in einer sehr frühen Phase der Erprobung. Die Studie, in der der Test untersucht wird, ist noch nicht einmal abgeschlossen. Und ich konnte auch sonst keine wissenschaftliche Veröffentlichung zu diesem Bluttest finden. Das ist sehr ärgerlich, denn so gibt es keinerlei Möglichkeit, den Wahrheitsgehalt der Jubelmeldungen zu überprüfen.“

Bluttest klingt noch nicht mal vielversprechend….!

Gefragt danach, ob denn die Meldungen zu dem Bluttest aber nicht irgendwo auch vielversprechend klingen, sagt Frau Mühlhauser:

„Nein. Grundsätzlich wäre es ja sehr zu begrüßen, wenn ein neues Testverfahren zur Früherkennung von Brustkrebs zur Verfügung stünde. Aber ein solcher Test müsste natürlich besser sein als die bisherigen Methoden, also vor allem besser sein als die herkömmliche Mammografie. Bei Frauen über 50 Jahren, die viel häufiger als jüngere Frauen Brustkrebs bekommen, scheint die Sensivität der neuen Bluttests (…) aber nur bei 60 Prozent zu liegen. Das wäre sehr viel schlechter als bei der Mammografie.“

Mit „Sensivität“ ist übrigens die Zuverlässigkeit, mit der Brustkrebs durch den besagten Test erkannt werden kann, gemeint. Da scheint es mit dem neuen, so hoch gejubelten, Bluttest, leider nicht sehr weit her zu sein…!

Werden einige Frauen mit falschen Ergebnissen unnötig in Angst versetzt?

Das bestätigt auch die Aussage von Ingrid Mühlhausen, im Zusammenhang mit der Zulassung des besagten Bluttests, Zitat:

„(…)ich habe die große Sorge, dass der neue Bluttest nach der Marktzulassung jungen Frauen vom Arzt als sogenannte Igel-Leistung angeboten wird, für die sie selbst bezahlen müssen. Ich befürchte, dass möglicherweise viele Frauen diesen Test machen werden, obwohl eine ganz wichtige Frage den bislang mitgeteilten Ergebnissen zufolge noch völlig offen ist: Wie oft hat dieser Test ein falsch positives Ergebnis – wie oft zeigt er also Krebs an, obwohl gar kein Krebs da ist? Wenn das häufiger vorkäme, müssten viele Frauen überflüssige Untersuchungen über sich ergehen lassen – und hätten unnötig Angst“.

Also – hier scheint doch das Gebot der Stunde, mit einem gesunden Misstrauen auf diese Neuerung zu blicken! Und in diesen Tagen und Wochen zu verfolgen, was es Neues zu diesem Bluttest gibt. Denn immerhin scheint es Nachbesserungsbedarf zu geben – und das dringend. So oder so muss allerdings auch anerkannt werden, dass es gut ist, dass Forscher sich einem solchen Test widmen, denn er ist überfällig!

Fortschritt des Bluttests zu verfolgen macht Sinn

Und dass die Perfektion nicht von heute auf morgen gelingen kann, ist auch klar.

Ebenso, wie Klarheit darüber herrschen dürfte, dass nur ein wirklich ausgereiftes Produkt auf den Markt kommen darf. Deshalb ist interessierten – und vor allem familiär vorbelasteten – Frauen unbedingt angeraten, die Fortschritte bzw. den weiteren Verlauf der Entwicklung dieses Bluttests stetig zu verfolgen!

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Recherche Inhalt: SPIEGEL, Ausgabe 9, 2019

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Diagnose Brustkrebs: der niederschmetternde Krankheits-Befund dürfte bei allen betroffenen Frauen mit voller Wucht in das bisherige Leben prallen und Gefühle wie Schockstarre, Ängste, Ratlosigkeit und auch Bitterkeit auslösen.

Mit diesen Emotionen klar zu kommen UND noch Kräfte für Therapie und Alltagsdinge aufzubieten, grenzt fast schon an eine Unmöglichkeit. Nicht zuletzt, weil jede Betroffene neben der Krankheit ihre persönliche Familiensituation zu meistern hat – oft mit Kindern, bisweilen alleinerziehend, manchmal auch mit pflegebedürftigen Angehörigen oder /und auch Haustieren.

Jede familiäre Situation muss den Prozessen, die einer Krebsdiagnose folgen, angepasst werden – eine riesige und zumeist auch kräftezehrende Herausforderung für die erkrankten Frauen! Und doch sind die allermeisten Brustkrebs-Patientinnen stark und setzen alles daran, wieder gesund zu werden und Heilung zu erfahren.

Dass aber ein solcher Zeitraum auch oft von Niederlagen und Rückschlägen geprägt sein kann, gehört leider auch zur Wahrheit rund um die Krankheit. Ebenso begleiten Hoffnungslosigkeit, Depressionen und tiefe Traurigkeit viele Patientinnen phasenweise durch die Zeit der Therapie.

Und um hier einen Lichtblick rein zu bringen, haben engagierte Frauen das Projekt der Herzkissen ins Leben gerufen – eine Initiative, die sich zwischenzeitlich enorm ausgeweitet und in der Vergangenheit schon für viele emotionale Momente bei den Empfängerinnen gesorgt hat. Die Herzkissen werden eigens für Brustkrebs-Patientinnen von Frauen genäht und haben neben dem Wohlfühl-Effekt sogar noch eine medizinische Bedeutung.

Welche genau, das erzählte uns Alexandra Weber (im Bild), die eine Herzkissen-Nähgruppe in der Region Rhein-Mosel-Lahn ins Leben gerufen hat. Was mit einer Mädchengruppe, die sich für Handarbeiten begeistert, begann, ist längst ein überregionales Projekt für die Initiatorin und ihre Mitstreiterinnen geworden. Und das mit überwältigendem Erfolg! Im Interview gewährt Alexandra Weber umfassende Einblicke in diese wunderbare Initiative und geht auch auf die vielen Gänsehaut-Momente, die sie durch die Herzkissen-Initiative erlebte und immer wieder erlebt, ein.

FB: Frau Weber, angefangen hat alles mit einer Mädchengruppe – erzählen Sie doch mal!

2010 betreute ich in meinem Beruf als Jugendpflegerin einen Mädchentreff. Die 14Jährigen wollten gerne mit ein bisschen Handarbeit etwas Gutes tun, hatten aber keine Idee. Nach einer Recherche entdeckte ich die Aktion „Herzkissen“ in vielen deutschen Städten und hielt es für die Mädchen machbar, diese Aktion zu unterstützen.

Schnell wurden die ersten Herzen genäht, aber als es darum ging, die örtliche Herzkissengruppe ausfindig zu machen, war ich ratlos. Obwohl Koblenz viele Krankenhäuser hat und einige als Brustzentren zertifiziert sind, gab es keine Gruppe. Nach zahlreichen Gesprächen persönlich und telefonisch in verschiedenen Krankenhäusern war ich enttäuscht, unsere Herzen nicht an die Frau zu bringen und die Motivation der Mädchen so hinzuhalten. Doch dann hatte ich eine Krankenschwester am Telefon, die die Herzkissenaktion kannte und sich mehr als freute, mit mir darüber zu sprechen. Schnell war ein Termin gefunden und ich durfte im Kemperhof, im Gespräch mit dem damaligen Chefarzt, die Herzkissen abgeben.

Nach meinen Erklärungen zum Herzkissen und dem Probetragen war schnell Begeisterung zu spüren und so ließ es sich Dr. Gethmann nicht nehmen, 400 Herzkissen in Auftrag zu geben. Etwas überrumpelt, aber erfreut, sagte ich leichtfertig zu. Und damit war der Grundstein für unsere Herzkissengruppe gelegt.

Wir bewarben unser erstes offizielles Treffen und so kamen 20 Helferinnen, darunter auch einige Mädchen des Mädchentreffs, um die erste Serie zu fertigen. Ich ließ unsere Gruppe lizensieren und bei Nancy Friis-Jensen, der Gründerin der Herzkissen in Europa, registrieren, damit wir nach gewissen Standards arbeiten und unsere Herzkissen (im Bild) die geforderten Anforderungen erfüllen.

FB: Was ist – im Zusammenhang mit dem medizinischen Aspekt – das Besondere an den Herzkissen?

Das Herzkissen rührt natürlich zuerst das Herz und streichelt die Seele. Jedoch hat es auch einen medizinischen Wert. Durch den Druck auf die OP-Narbe fließt die Lymphe besser, die Wundheilung wird beschleunigt und durch die schnellere Beweglichkeit der Patientin wird die Genesung vorangetrieben.

FB: Wie viele Kissen werden durch das Engagement „Ihrer“ Frauen aktuell pro Jahr genäht?

Unsere Gruppe benäht aktuell das komplette nördliche Rheinland-Pfalz. Von Bad-Neuenahr, Andernach, Neuwied, Lahnstein, Koblenz, Mayen bis Wittlich erstreckt sich unser Bereich. Wir nähen in der Hauptgruppe in der Verbandsgemeinde Loreley und in fünf Außennähgruppen. Insgesamt ist der Bedarf in diesem Gebiet bei mehr als 1000 Stück pro Jahr. Unsere Gruppen schaffen im Moment 1200 pro Kalenderjahr, um allen Bedarfen gerecht zu werden, denn wir verschicken auch Herzkissen an Patientinnen, die keine Herzkissengruppe in ihrer Nähe haben.

FB: Welche Rückmeldungen bekommen Sie von Brustkrebs-Patientinnen, die ein solches Herzkissen durch Ihre Näherinnen bekommen haben?

Wir bekommen immer wieder sehr rührende und herzliche Briefe, Mails und Anrufe von Patientinnen oder den Angehörigen. Sie alle eint die große Überraschung und Rührung in dem Moment, wenn die Patientin nach der OP ins Zimmer kommt und dort unser buntes Herzkissen auf sie wartet. Viele können nicht glauben, dass ihnen fremde Menschen in ihrer freien Zeit so etwas Schönes für SIE gemacht haben. Und damit haben wir schon einen kleinen Moment des Glücks bewirkt, der so dicht an der schlimmen bedrohlichen Diagnose liegt. Wir hoffen immer, dass sich das Herzkissen an den Beginn eines Wendepunktes setzt, und ein Wegbegleiter für die Patientin durch all die folgenden Behandlungen wird.

Diese Rückmeldungen, jede einzelne Geschichte, die wir erzählt bekommen, motiviert uns, weiter zu machen.

FB: Mittlerweile hat sich der Unterstützerkreis erhöht und es fließen Ihnen Spenden zu. Was sind das für Firmen bzw. Personen, die Sie unterstützen und wie gestalten Sie die Spenden-Akquise?

Viele Spenden bekommen wir von Patientinnen oder deren Familien. Meistens möchten die Herzkissenbesitzer danke sagen und sich für die wunderbare Überraschung erkenntlich zeigen. Manchmal entstehen daraus Kontakte zu den Arbeitgebern der Patientinnen oder ihrer Partner. Dadurch konnten wir in den Genuss kommen, dass einige Firmen ihren Weihnachtsbonus an uns gespendet haben oder für unsere Aktion bei der Kundenakquise werben.

Neben dem indirekten Weg gehen wir auch offensiv auf Spendersuche. All` unsere Näherinnen haben immer einige Flyer in der Handtasche oder im Auto und werben für die Herzkissen. Meistens ergeben sich durch persönliche Kontakte tolle Kooperationen, so hat zum Beispiel der Geschäftsführer meiner Tanzschule angeboten, uns das Logo zu entwerfen und uns im Marketing zu unterstützen. Selbstverständlich kostenlos.

Und so sprechen wir immer wieder von unserer Aktion und rühren die Spendentrommel, denn es werden jährlich mehr Frauen, die die Diagnose Brustkrebs bekommen und dann unsere Herzen kriegen sollen.

FB: Welchen Betrag benötigen Sie pro Kissen?

Um alles für ein Herzkissen zu finanzieren, benötigen wir 5 Euro. Das klingt im ersten Moment viel, jedoch steckt da auch einiges dahinter. Neben dem Originalherz gibt es ein kleines Herz dazu, das die Beziehung zu einer stützenden Person sichtbar machen soll, die der Patientin zur Seite steht. Beide Herzen werden aus neuem, qualitativem Baumwollstoff gefertigt, die vorgewaschen und gebügelt werden müssen. Hinzu kommt auch noch das Füllmaterial. Außerdem gibt es eine Informationsbroschüre dazu, aus der weitere Informationen zur Herzkissengruppe hervorgehen. Alles wird zusammen vakuumiert und eingeschweißt, damit alles sauber und möglichst keimfrei (da luftfrei) im Krankenhaus ankommt. Und damit zeigt sich, dass wir mit 5 Euro ganz schön viel bewirken!

FB: Ihr Engagement ist nicht ohne Beachtung geblieben – Sie haben sogar einen sehr gefragten Preis erhalten. Erzählen Sie doch mal!

Drei Jahre nach Gründung der Gruppe haben wir 2014 der Ehrenamtspreis der GVV (Gemeindeversicherungsverband) über 5000 Euro gewonnen! Das war ein großes Ereignis in der Herzkissengeschichte. Unterstützt durch eine liebe Freundin und Mitnäherin und meine gerade drei Wochen alten Zwillingen, durfte ich im Kölner Gürzenich den Preis entgegennehmen. Damit war der Startschuss für eine neue Zeit gegeben. Mit dieser finanziellen Unterstützung konnten wir nun komplett auf neue Stoffe setzen und die Qualität sicherstellen. Außerdem war nun die Erstbeschaffung eines Vakuumiergerätes möglich, das wir seit dem nicht mehr missen möchten. Wir konnten nun auch unseren ersten „professionellen“ Flyer drucken lassen, um neue Spender zu akquirieren und unsere Aktion toll darzustellen. 

FB: Mittlerweile gibt es kaum mehr einen Menschen in Deutschland, der nicht im Familien-, Freundes- oder Kollegen- bzw. Nachbarschaftskreis mit dem Thema „Brustkrebs“ konfrontiert wird. Haben Sie das Gefühl, dass die Sensibilisierung für diese Krankheit bereits ausreicht oder ist noch mehr Aufklärung / Öffentlichkeitsarbeit nötig?      

Eine Herzschwester aus Österreich, die die Seite „Kurvenkratzer – InfluCancer“ ins Leben gerufen hat, sagt immer: Egal wie du über Krebs sprichst, Hauptsache, du tust es! Diesen Gedanken möchten wir weitertragen, denn ich habe in all der Zeit die Erfahrung gemacht, dass JEDER Bezug zu Brustkrebs hat. Eigene Erkrankung, in der Familie, Freundeskreis, Nachbarschaft, im Kollegenkreis…..man kennt immer eine erkrankte Frau oder erkrankten Mann. Und um die Scheu, das Unwissen und damit die Hilflosigkeit zu beenden, möchten wir über Brustkrebs reden. Denn dadurch kommt Brustkrebs dahin, wo er tobt: in die Mitte der Gesellschaft.

Es ist nie genug aufgeklärt.

Man kann schon viel über die Erkrankung wissen, aber wenn es in direkter Nähe zuschlägt, entstehen ganz neue Fragen und Notwendigkeiten. Daher ist uns auch die Zusammenarbeit mit den Frauenselbsthilfegruppen Frauen nach Krebs e.V. und dem Netzwerk Männer mit Brustkrebs e.V. so wichtig. Wir brauchen als Mediatoren viele Informationen aus erster Hand aus diesen Gruppen und zu uns kommen über den „Dankeschön-Kontakt“ viele Neubetroffene, die wir dann wieder an diese Gruppen weiterleiten können.

Auch durch unser sehr ansprechendes Logo versuchen wir ins Gespräch zu kommen. Unsere pinke Schleife ist überall präsent und wird langsam unser Markenzeichen. Wir haben sie alle als Aufkleber auf dem Auto, um erkannt zu werden. Ich wurde schon einige Male daraufhin angesprochen und Herzkissenbesitzer geben sich zu erkennen. Damit wollen wir einfach auffallen und unsere Arbeit aber auch unsere Passion ständig vor Augen führen. Wir dürfen nicht müde werden, für das Thema einzustehen.

FB: In welchen Abständen treffen sich die Näherinnen und wie gestaltet sich das Miteinander in der Gruppe? Und: wie oft stoßen neue Frauen, die nähen wollen, zu Ihnen?

Unsere Gruppe trifft sich etwa einmal im Monat. Da sich unsere Treffzeiten über mehrere Stunden erstrecken, darf jede Helferin entscheiden, wie viel ihrer Zeit sie der Aktion widmet. Durch die offene Struktur finden häufig neue Helferinnen den Weg zu uns. Die Frauen erfahren über Facebook oder die örtliche Presse von unserer Gruppe oder haben irgendwo unseren Flyer bekommen. Und dann geht es meistens ganz unkompliziert. Entweder melden sich die Interessierten telefonisch bei mir und erfragen die Termine und Gegebenheiten oder stehen einfach vor der Tür.

Unsere Gruppe lebt von der Fröhlichkeit und Zwanglosigkeit. Jeder bringt sich so ein, wie er möchte, ohne Zeit- oder Leistungsdruck. Jeder steht als Person hinter der Aktion und lebt in dieser Gruppe ein herzliches Miteinander. Beim letzten Treffen im November besuchte uns eine neue Interessierte. Sie war überwältigt, dass sie sich nach so kurzer Zeit so als Teil dieser Gruppe empfinde. Und das macht unsere Gruppe auch aus: jeder ist mit dem, was er mitbringt willkommen, jeder bringt das von sich ein, was er preisgeben möchte. Es herrscht eine große Wertschätzung und Herzlichkeit in unserer Gruppe. Und uns alle vereint der Wunsch, möglichst viel Freude, Kraft und Liebe in die Herzen einzunähen, damit sie genauso bei den Patientinnen ankommen!

FB: Gibt es ein besonders emotionales Erlebnis, das Ihnen – im Zusammenhang mit den Herzkissen – in Erinnerung geblieben ist?

In fast acht Jahren Herzkissen sind viele rührende, herzergreifende und liebe Geschichten und Gedanken mit mir geteilt worden. Es sind so vielseitige Momente, die in ihrer Summe ein gutes Gefühl erzeugen. Dass das, was wir tun, die Welt ein bisschen besser macht, Dankbarkeit erzeugt, Hilfe angenommen wird. Besondere Gänsehautmomente hatte ich natürlich auch.

Als ich erfahren habe, dass eine selbst betroffene Frau ihre ebenfalls erkrankte Mutter mit ihrem Herzkissen bestatten ließ.

Als mir erzählt wurde, dass das kleine Herz für ein Kind einer Patientin die sichtbare Verbindung zu Mama war und ihr geholfen hat, Mamas Erkrankung anzunehmen. Als mir ein Ehemann erklärte, dass es für ihn auch einige Monate nach der Erkrankung und Genesung seiner Frau immer noch wunderschön ist, das kleine Herz in der Jackentasche mitzutragen und regelmäßig zu drücken, wenn er an seine Frau denkt, bzw. an seine Frau zu denken, wenn er das Herz drückt.

Als tränengeflutet die Schwester einer Betroffenen angerufen hat und mir ihre ganze Dankbarkeit entgegen geweint hat.

In diesen Momenten bin ich so dankbar. Zum einen, selbst nicht betroffen zu sein, zum anderen, genau dadurch die Kraft zu haben, denen, die Unterstützung brauchen, diese geben zu können. Natürlich nicht ich alleine, sondern mit all den guten Herzen, die mit mir den Frauen beistehen.

FB: Sie sind als dreifache Mutter, mit Ihrer Tätigkeit als Sozialarbeiterin und noch mit dem Engagement für das Herzkissen-Projekt, sicher mehr als ausgelastet. Dennoch: wenn Sie freie Zeit haben, wie verbringen Sie sie? Gibt es Hobbys?

Freie Zeit? (lacht….)

Es gibt nicht viele wirklich freie Momente in meinem Alltag. Aber ich versuche beim Nähen, Saunen und Zumba Kraft zu tanken und mich zu erholen.

Viel Zeit für das Herzkissenprojekt bin ich zuhause aktiv. Dabei ist mir das Einbeziehen meiner Töchter sehr wichtig, da sie alle erst nach dem ersten Herzkissentreffen zur Welt kamen und sie mit den Herzkissen großwerden. Manchmal sagen wir schon, dass die Herzkissen unser 4. Kind sind, weil sie überall präsent sind. Ob ich Pakete für die Außennähgruppen oder Betroffene packe, ob ich Kissen zunähe oder einschweiße – meine Familie trägt das mit und nimmt teil an meinem Ehrenamt. Sonst wäre es auch nicht in diesem Umfang leistbar. Für meine Kinder sind die Herzkissen auch eine Herzensangelegenheit und selbstverständlich, etwas der eigenen Zeit und Kraft für die zu geben, die genau das gerade nicht haben. Und das gibt mir immer wieder die Kraft, weiterzumachen.

FB: Was ist in Sachen der Herzkissen zukünftig geplant – gibt es schon Pläne, über die Sie sprechen können?

2018 war ein wirklich grandioses Jahr. Die Gruppe wächst ständig weiter und viele neuen Kontakte sind entstanden. Diese gilt es natürlich zu pflegen und zu vertiefen. So haben wir neben vielen Terminen mit unseren Außengruppen und befreundeten Gruppen der Frauenselbsthilfe nach Krebs auch wieder einen tollen Brustkrebsmonat Oktober rund um Koblenz vor uns. In Kooperation mit der Deutschen Krebsgesellschaft, der FSH, den örtlichen Krankenhäusern, der Stadt Koblenz und vielen weiteren Kooperationspartnern werden wieder vielseitige Angebote für Interessierte angeboten, natürlich auch von den Herzkissen Rhein-Mosel-Lahn.

Außerdem startet unsere Gruppe am 12. Mai 2019 in Bad Hönningen beim Muddy Angel Run. Dieser Gelände- und Hindernislauf dient nicht dazu, körperliche Bestzeiten zu bringen, sondern soll auf das Thema Brustkrebs aufmerksam machen. Unsere Gruppe startet aktuell mit 25 Frauen und Mädchen und es wird ein bestimmt unvergesslicher pinker Termin in 2019!

FB: Wenn sich der eine oder andere ermuntert fühlt, Ihr Projekt zu unterstützen – wohin sollte er sich wenden?

Wir freuen uns immer über Unterstützer und Helfer. Und nein, man muss nicht nähen können! Das ist meist die größte Sorge. Aber es gibt so unendlich viele Arbeitsschritte, da findet jeder seine Bestimmung. Und lernen darf man auch alles bei uns…!

Wir betreuen eine Facebookseite, die umfangreich über aktuelle Aktionen unserer Gruppe berichtet. Außerdem kann man uns per Mail unter HerzkissenRheinMoselLahn@web.de erreichen. Darüber können auch weitere Infos und Herzkissen angefordert werden.

Mehr zum Thema auch hier.

Bildnachweise: Simone Küpper, Heike Fischbach

Frauen und Brustkrebs – das war in den letzten Jahren ein Riesenthema – zu Recht! Denn die vielen Kampagnen und Aufklärungsprojekte dürften dazu beigetragen haben, dass viele Frauen für das Thema sensibilisiert sind und entsprechende Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen.

Aktuell jedoch gibt es Prognosen, die sich mit einer anderen Krebsart in Zusammenhang mit dem weiblichen Körper befassen.

Sie besagen, dass sich die Todesfälle von Frauen bis 2030 durch Lungenkrebs verdoppeln werden und dieser Krebs den Brustkrebs somit ablöst. Das ist nicht einfach mal so dahergesagt, nein: das haben Experten dieser Tage auf einem Kongress in Wien herausgearbeitet. Wer ihr aktuelles Fazit zu dieser Krebsart liest, dem dürfte – wenn er noch immer dem blauen Dunst frönt – das Rauchen vergehen.

Natürlich hört man (FRAU) das nicht gern, wenn man – manchmal ja auch nur in Gesellschaft – zum ungesunden Glimmstengel greift. Die meisten dürften hier nach dem Motto verfahren, das man auch in Sachen schwerer Verkehrsunfälle zu verinnerlichen pflegt: „Es trifft immer nur die anderen“.

Wer mit dieser Pseudo-Beruhigung weiterhin an seinem Laster festhält, dem kann freilich kein Vorwurf gemacht werden. Wer aber vielleicht schon eine ganze Weile mit dem Gedanken spielt, das Rauchen aufzugeben, der dürfte in den neuesten ärztlichen Erkenntnissen ein gute Motivation finden, den ungesunden Glimmstengeln auf immer abzuschwören.

Lesen Sie hier mehr über die Ergebnisse der Zusammenkunft führender Krebs-Experten in Wien. 

Bildnachweis: pexels.com

Die eine Frau erlebt sie früher, die andere später: die Wechseljahre. Aber jede Frau erlebt sie irgendwann und nicht selten ist, sobald dieser Lebensabschnitt anbricht, die Verunsicherung über das was nun kommt, groß. Auch Angela Löhr aus Hamburg (im Bild) wurde in Sachen Wechseljahre kalt erwischt, war damals sogar geschockt.

Allerdings machte sie irgendwann aus der Not eine Tugend und gründete das Online-Portal Lemondays.de. Die Plattform dürfte im digitalen Kosmos das Einzigartigste im Hinblick auf Informationen für Frauen rund um die Wechseljahre sein. Artikel, Interviews, Angebote zum Mitmachen, Kurse, und, und, und….Die Palette, die Angela Löhr ihrer Zielgruppe online bietet, ist außerordentlich vielfältig und versorgt interessierte Frauen nicht nur mit wirklich guten Informationen zu den Wechseljahren, sondern lädt in ansprechendem Design zum Stöbern und Mitmachen ein.

Wir haben mit der engagierten Unternehmerin über die Wechseljahre und ihr Internetportal gesprochen.

FB: Angela, Du betreibst das Online-Magazin Lemondays.de – eine Plattform für Frauen in den Wechseljahren. Zunächst einmal: wie bist Du auf den Namen gekommen?

Die Zitrone ist eine fabelhafte Frucht, finde ich. Im ersten Moment sauer, gibt sie vielen Gerichten das ganz besondere Aroma, das gewisse Etwas.

Genauso ist es mit den Wechseljahren. Die Tage, an denen die Wechseljahre besonders spürbar sind, sind nicht immer angenehm, aber bei näherer Betrachtung und dem Sich-Darauf-Einlassen ist diese Lebensphase ein großes Geschenk. Daher habe ich das Magazin LEMONDAYS getauft.

Denn was machst Du, wenn Dir das Leben Zitronen schenkt? Genau: Du machst Dir eine köstliche Limonade. Oder holst Dir Salz und Tequila, wenn es mal heftiger ist. (lacht)

FB: Was ist Frauen in den Wechseljahren wichtig – welche Informationen suchen sie?

Wenn Frauen feststellen, dass sie in die Wechseljahre kommen, sind sie sehr verunsichert. Sie wünschen sich Aufklärung, denn sie wissen so gut wie nichts. Horrorgeschichten über Hitzewallungen, heftige Schlafstörungen und Depressionen machen die Runde. Daher suchen sie Tipps, wie sie sich bei den bekannten Symptomen helfen können, was sie ohne „Chemiekeule“ für sich tun können.

Auch Angst vor dem plötzlichen Altsein überkommt viele Frauen. Sie freuen sich über eine positive Ansprache, wenn Mut gemacht und das Ganze auch mal mit einem Augenzwinkern betrachtet wird. Und Frauen in den Wechseljahren suchen Gleichgesinnte.

FB: Nicht alle Frauen in den Wechseljahren haben körperliche Probleme, aber doch sehr viele. Kannst Du hier Angaben machen, welche Zahlen im Spiel sind?

Kürzlich bin ich gefragt worden, ob wirklich jede Frau in die Wechseljahre kommt. Dazu ganz klar: Ja, jede Frau geht durch die Wechseljahre.

Es heißt, ein Drittel der europäischen Frauen hat überhaupt keine Beschwerden, die Hormonumstellung läuft im Hintergrund quasi unbemerkt ab, bis die Regel irgendwann ausbleibt. Das zweite Drittel hat leichte Beschwerden, auf die mit etwas KnowHow gut reagiert werden kann und die verbleibenden 33 Prozent haben leider richtig zu kämpfen. Mit unterschiedlichsten körperlichen und seelischen Symptomen.

Wir sind übrigens ganz schon viele – rund 10 Millionen Frauen in Deutschland sind zurzeit im Wechseljahresalter. Krass, oder?

FB: Gibt es ein ganz spezielles körperliches Signal, woran man merkt, dass die Wechseljahre definitiv da sind?

Die Wechseljahre machen sich sehr unterschiedlich bemerkbar, viele Frauen registrieren sie in den ersten Jahren überhaupt nicht. Typische Erscheinungen der ersten Phase, der sogenannten Prämenopause, sind beispielsweise ein unregelmäßig werdender Zyklus, teils mit sehr starken Blutungen und eine große innere Unruhe, manchmal mit ersten Schlafstörungen verbunden. Aber es gibt noch viele andere mögliche Anzeichen. In diesem Artikel sind die häufigsten Symptome der Prämenopause zusammengefasst.

FB: Was tun Frauen, die sich unsicher sind, ob körperliche Erscheinungen schon die Wechseljahre sind? Sich erst mal belesen oder gleich zum Arzt? Ist letzterer überhaupt nötig? Immerhin ist dieser Lebensabschnitt ja keine Krankheit!

Das hängt sehr stark von den Beschwerden ab. Im Zweifelsfall unbedingt zum Arzt gehen, keine Frage! Wichtig ist dabei, dass die Frauen ihre Vermutungen klar ansprechen, denn manchmal kommen auch Ärzte nicht auf die Idee, dass es sich gerade „nur“ um Erscheinungen der Wechseljahre handeln könnte.

Lesen hilft natürlich immer, wenn man gute Lektüre findet. Ich kenne da ein gutes Online-Magazin… (lacht)

FB: Auf Lemondays.de gibt es eine Menge Ratschläge, wie man gut durch die Wechseljahre kommt. Kannst Du ein, zwei Kriterien nennen, die in dieser Lebensphase wichtig sind?

Das Allerwichtigste ist meiner Meinung nach zu akzeptieren und loszulassen. Wenn Du Dich intensiv mit dem neuen Thema beschäftigst und positiv herangehst, verschwindet auch die Angst und Du kannst Deinen eigenen Körper wieder erspüren. Wie geht es ihm und was braucht er jetzt? Und dann gibst Du ihm genau das.

FB: Kann FRAU sich auf diese Hormonumstellung des Körpers eigentlich vorbereiten? Oder gilt hier das Motto: „Einfach auf einen zukommen lassen“?

Wir haben ja einige Themen im Leben, die wir gern verdrängen und die Wechseljahre gehören leider dazu. Ich finde immer, eine offene Herangehensweise ist die beste Basis. Wenn die Umstellung kommt, kommt sie sowieso. Also lass sie auf Dich zukommen und lausche in Deinen Körper hinein. Er braucht nun mehr Aufmerksamkeit und liebevolles Kümmern. So viele Jahren hat er zumeist problemlos funktioniert und alles mitgemacht, ohne zu Murren. Also die beste Vorbereitung ist, sich ab sofort wirklich gut um sich selbst zu kümmern! Egal, wie alt Du bist, wenn Du das hier liest.

FB: Auf Deiner Plattform gibt es diverse Angebote für Frauen in diesem Lebensabschnitt – vom Workshop bis zum Online-Kurs. Erzähle doch mal etwas darüber.

In einem Magazin-Artikel kann natürlich schon etwas Wissen vermittelt und es können auch gute, alltagstaugliche Tipps gegeben werden, aber die Möglichkeiten sind beschränkt.

Wer tiefer einsteigen möchte, kann deshalb in der LEMONDAYS Academy Onlineworkshops oder Onlinekurse buchen. Sie sind ganz bewusst als anonyme Selbstlernkurse gestaltet und laden ein, sich genau mit dem Thema zu beschäftigen, was einem gerade besonders am Herzen liegt. Ob es um natürliche Hilfe bei typischen Symptomen der Wechseljahre, um gute Entspannungsmethoden oder auch um das große Thema Selbstliebe geht, denn in diesem Lebensabschnitt „Wechseljahre“ wollen sich viele Frauen selbst (wieder) entdecken, lange Verborgenes endlich herauslassen und ihr Leben nun selbst in die Hand nehmen.

Dabei unterstützen die Angebote in der LEMONDAYS Academy, die ich von verschiedenen Experten habe erstellen lassen. Sie sind genau passend auf Frauen wie uns zugeschnitten.

FB: Wie gehst Du persönlich mit diesem speziellen Lebensabschnitt um?

Als ich mit Anfang 40 recht uncharmant durch eine Gynäkologin mit den Wechseljahren konfrontiert wurde, war ich ehrlich gesagt ziemlich geschockt. Ich fühlte mich viel zu jung dafür und hatte überhaupt keine Ahnung, was auf mich zukommt. Das hat mich – immer fröhlichen und positiven Menschen – ganz schön nach unten gezogen. Getan habe ich dann, was ich immer tue, wenn ich etwas nicht verstehe: Ich habe gelesen. Fachbücher und Erfahrungsberichte so viel ich finden konnte. Damit habe ich mir das Wissen angelesen, was ich brauchte, um erstens beruhigt zu sein und zweitens zu wissen, was ich ändern muss.

Und dann habe ich LEMONDAYS gegründet, damit Frauen, denen es ähnlich geht wie mir damals, schnell Aufmunterung, Wissenswertes und gute Tipps finden.

FB: Als beruflich selbständige Frau bist Du zeitlich sehr eingespannt. Was tust Du, wenn Du dennoch etwas Zeit für Dich hast? Gibt es Hobbies?

Mir Zeit für mich zu nehmen, ist mir inzwischen sehr wichtig. Ich merke, dass ich Auszeiten zum Auftanken brauche und Ortswechsel zur Inspiration. Daher bin ich immer draußen und unterwegs, wenn es sich einrichten lässt, sehr gern am Meer und neuerdings auch mit meinem SUP auf den norddeutschen Gewässern zu finden. Außerdem bin ich süchtig nach Büchern und ja, ich liebe das Schreiben…

Mehr Informationen gibt es auf Lemondays.de.

Copyright: Angela Löhr