Ein Zuhause kann Rückzugsort, Familienmittelpunkt, Arbeitsplatz und Wohlfühloase zugleich sein. Doch immer ist es ein Ort, an dem wir ankommen, durchatmen und neue Kraft sammeln. Zumindest sollte das in unserem privaten Kosmos so sein. Denn mal ehrlich: Wenn man nach einem anstrengendem Tag die Tür zum eigenen Zuhause hinter sich schließt, will man abschalten und auftanken. Da ist eine stimmige Atmosphäre genau so wichtig, wie die Raumwirkung. Doch manchmal fehlen noch Details oder der berühmte letzte Schliff, um das eigene Refugium wirklich ohne Abstriche genießen zu können. Wohnexpertinnen mit Know-How und Erfahrung wissen, worauf es diesbezüglich ankommt und gestalten die private Umgebung ihrer Kundschaft nach deren Bedürfnissen und Alltagsrealitäten.
Im zweiten Teil unseres Specials über diese Fachfrauen gewähren drei Wohnprofis Einblick in ihre Arbeit und verraten, wie sie mit passenden Lösungen dafür sorgen, dass sich ein Zuhause wirklich nach Zuhause anfühlt.
Wohnen mit Wohlfühlfaktor: Welche Konzepte haben die Wohnexpertinnen?
Den Auftakt macht Anna Bergner von Anna Bergner Interior Design (im Bild). Die Expertin begleitet Menschen dabei, Wohnräume nicht nur optisch ansprechend, sondern vor allem passend zu ihren persönlichen Bedürfnissen zu gestalten.
Warum für sie jedes Einrichtungskonzept mit Zuhören beginnt und weshalb Wohnqualität weit mehr ist als ein schöner Einrichtungsstil, beschreibt sie hier:
Ein Zuhause ist weit mehr als vier Wände. Es ist der Ort, an dem wir zur Ruhe kommen, neue Energie tanken und unseren Alltag leben. Deshalb beeinflusst die Einrichtung unser Wohlbefinden oft stärker, als wir denken. Für mich entsteht ein echter Kraftort nicht durch Trends oder teure Möbel, sondern durch Räume, die zu den Menschen passen, die darin leben. Die Begeisterung für schöne Häuser, Architektur und stimmige Einrichtungen begleitet mich schon seit meiner Kindheit.
Das Thema Wohnen war immer präsent
Bereits als Neunjährige habe ich Grundrisse gezeichnet und mir vorgestellt, wie Menschen darin wohnen könnten. Obwohl ich später etwas ganz anderes studiert habe, hat mich das Thema Wohnen nie losgelassen. Über 10 Jahre war ich im E-Commerce der Möbelbranche tätig. Heute verbinde ich diese Erfahrungen in meiner Arbeit als Interior Designerin. Jedes Projekt beginnt mit einem ausführlichen Gespräch. Ich möchte verstehen, wie meine Kunden leben, wie sie ihre Räume nutzen und wie sich ihr Zuhause anfühlen soll. Daraus entwickle ich individuelle Einrichtungskonzepte mit Moodboard, Grundrissplanung, Shoppingliste und fotorealistischer 3D-Visualisierung. Dabei muss es nicht immer eine komplette Neugestaltung sein – oft reichen gezielte Veränderungen, um die Wirkung eines Raumes deutlich zu verbessern. Mein Ziel ist es dabei, Räume zu gestalten, die nicht nur gut aussehen, sondern sich jeden Tag gut anfühlen.
Da meine Interior-Design-Beratung online stattfindet, kann ich Menschen unabhängig von ihrem Wohnort begleiten – flexibel, effizient und persönlich. Am Ende entsteht nicht nur ein schöner Raum, sondern ein Zuhause, das zur Persönlichkeit seiner Bewohner passt und ihnen genau das gibt, was sie sich wünschen: Mehr Wohnqualität und einen Ort, an dem sie gerne ankommen und neue Kraft schöpfen. Alle Infos hierzu finden Sie auf meiner Website.
Ordnung, die zum Leben passt – Stephanie Kippe ist zum Thema auch mit einem Podcast präsent
Ein stimmiges Zuhause entsteht jedoch nicht allein durch Möbel, Farben oder Dekoration. Auch die Frage, wie gut ein Haushalt im Alltag funktioniert, spielt eine wichtige Rolle. Genau hier setzt Stephanie Kippe (im Bild) an.
Als Ordnungscoach und Interieur-Fachfrau beschäftigt sie sich nicht mit kurzfristigen Aufräumaktionen, sondern mit nachhaltigen Systemen, die sich an den Menschen orientieren und dauerhaft funktionieren. Sie setzt auf Ordnung, die bleibt und fokussiert auf die Tatsache, dass ein Zuhause kein Standardsystem braucht, sondern eines, das zu den jeweiligen Bewohnern passt. Einen Einblick in ihren Alltag rund um Ordnung und Wohnen gewährt sie hier:
Wohnexpertinnen mit Erfahrung sind gefragt
Ich bin Stephanie, Ordnungscoach und Gründerin von iO Interior Organizing. Mit meinem Podcast Ordnung2go erreiche ich jeden Monat rund 12.000 Hörerinnen und Hörer – er zählt zu den meistgehörten Ordnungs-Podcasts im deutschsprachigen Raum. Vor meiner Selbstständigkeit war ich viele Jahre Führungskraft im Konzern und habe dort gelernt, in Prozessen und Abläufen zu denken. Genau dieses Denken bringe ich heute in die Wohnungen und Häuser meiner Kundinnen und Kunden.
Viele Menschen, die zu mir kommen, sagen Sätze wie: „Mein Zuhause fühlt sich an wie eine zweite Arbeitsstelle.“ Oder: „Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll – es ist alles zu viel.“ Sie sind beruflich eingespannt, mitten im Leben, und trotzdem beginnt zu Hause die nächste Schicht: aufräumen, suchen, hinterherräumen. Das Erstaunliche dabei: Die meisten wissen längst viel über Ordnung. Sie haben Bücher gelesen, Serien geschaut, Tipps gesammelt. Woran es scheitert, ist die Übertragung auf den eigenen Alltag. Denn Standardlösungen funktionieren nicht, wenn sie nicht zum Menschen passen.
Mit einer speziellen Methode zu bleibenden Routinen
Deshalb arbeite ich mit der Ordnungs-DNA-Methode. Sie besteht aus drei Komponenten: dem Ordnungstyp, dem Ordnungsbedürfnis und dem Kontext – also den eigenen Rahmenbedingungen und dem realen Alltag. Daraus entstehen Systeme und Routinen, die bleiben. Nicht perfekt, sondern funktional. Ordnung ist für mich kein Zustand, den man einmal erreicht, sondern ein Werkzeug, das den Alltag leichter macht.
Wenn Sie wissen möchten, welcher Ordnungstyp Sie sind: Auf meiner Website finden Sie mein kostenloses Ordnungstypen-Quiz. In wenigen Minuten erfahren Sie, wie Sie ticken – und erhalten erste Impulse, die zu Ihnen und Ihrem Leben passen.
Wenn Räume unser Wohlbefinden beeinflussen
Dass unser Zuhause weit mehr bewirken kann als Gemütlichkeit und eine schöne Optik, erlebt Anja Kluge (im Bild) in ihrer Arbeit täglich.
Die Wohnpsychologin, die unser Special über Wohnexpertinnen komplettiert, beschäftigt sich mit der spannenden Frage, wie Räume auf unsere Gedanken, Gefühle und Gewohnheiten wirken – und wie sie gezielt gestaltet werden können, um Menschen im Alltag zu unterstützen. Nachfolgend gewährt sie einen Einblick in ihre Kompetenzen:
Räume gestalten auch ihre Bewohner
Wir gestalten unsere Räume – doch unsere Räume gestalten auch uns. Als Wohnpsychologin erlebe ich täglich, wie sehr unsere Umgebung unsere Gefühle, unsere Gedanken und unser Verhalten beeinflusst – oft, ohne dass wir uns dessen bewusst sind.
Wünschen Sie sich ein Zuhause, in dem Sie sich so richtig wohlfühlen, das zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen passt? Einen Ort, an dem Sie zur Ruhe kommen, neue Kraft schöpfen und ganz Sie selbst sein können? Oder möchten Sie neue Gewohnheiten in Ihren Alltag integrieren, doch es klappt irgendwie nicht – vielleicht, weil Ihre Räume Sie dabei noch nicht unterstützen?
Genau hier setzt meine Arbeit an. Als Gründerin von Kluges Konzept verbinde ich wissenschaftliche Erkenntnisse aus Wohnpsychologie, Neurowissenschaften und Architektur zu individueller Wohn- und Praxisgestaltung. Denn es geht um weit mehr als schöne Möbel oder harmonische Farben: Räume können Stress verstärken oder Entspannung fördern, Konzentration erleichtern oder Kreativität anregen. Wenn wir Räume bewusst auf die Menschen abstimmen, die in ihnen leben oder arbeiten, können sie zu einer wertvollen Ressource im Alltag werden.
Das Zuhause als wertvolle Alltagsressource
Besonders berührt mich der Moment, wenn aus anfänglicher Unsicherheit echte Begeisterung wird und ich höre: „Jetzt fühlt es sich endlich nach mir an.“ Genau das ist mein Ziel. Ich möchte Räume schaffen, die nicht nur gut aussehen, sondern die Menschen darin jeden Tag unterstützen.
Wenn Sie neugierig geworden sind, welche Möglichkeiten in Ihren eigenen Räumen stecken, freue ich mich darauf, Sie und Ihr Zuhause kennenzulernen. Mehr über meine Arbeit finden Sie bei Kluges Konzept.
Wohnen bedeutet mehr als Einrichten – nicht nur für Wohnexpertinnen
Die Perspektiven dieser drei Expertinnen zeigen eindrucksvoll, dass Wohnqualität weit mehr bedeutet als eine gelungene Einrichtung. Mal stehen individuelle Raumkonzepte im Mittelpunkt, mal Ordnungssysteme, die zum tatsächlichen Alltag passen, oder wissenschaftliche Erkenntnisse darüber, wie Räume unser Wohlbefinden beeinflussen.
Gemeinsam haben alle Ansätze jedoch eines: Sie stellen den Menschen in den Mittelpunkt. Denn ein Zuhause wird nicht dadurch zum Kraftort, dass es perfekt aussieht. Es wird dazu, wenn es die Persönlichkeit widerspiegelt, den Alltag erleichtert und jeden Tag aufs Neue das Gefühl vermittelt, angekommen zu sein.
Zum 1. Teil unseres Specials mit Wohnexpertinnen geht es hier entlang.
Copyrights:
picture alliance / Westend61 | Steve Brookland
Stephanie Kippe / iO Interior Organizing
Anna Bergner
Anja Kluge
Dieser Artikel enthalt bezahlte Links im Rahmen einer Kooperation mit Wohnexpertinnen.


