Mittwoch, 17. April, 2024

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Offen wie selten: 80er-Ikone Sandra über Beziehung & Mutterschaft

Kaum einer, der ihre Hits nicht kennt: Sandra ist garantiert nicht nur Leuten ein Begriff, die ihre Jugend in den 80ern verlebten. Ihren Song “Maria Magdalena” kennen auch heute viele Menschen, in Osteuropa wird die Sängerin immer noch gefeiert wie einst.

Ab 1985 kannte Sandra wohl jeder, denn auf einmal war sie da und von den Bildschirmen und aus den Disko-Boxen nicht mehr wegzudenken. Auch optisch prägte sich die Sängerin, die hierzulande mehr Scheiben verkauft hat als Nena, ein, denn ihr Look erinnerte stets an eine geheimnisvolle ägyptische Göttin.

Nach großen Erfolgen und vielen Hits zog sich die charmante Saarländerin ins Private zurück und außer, dass sie mit ihrem damaligen Partner Michael Cretu nach Ibiza gezogen und Mutter geworden ist, hörte man in den darauffolgenden Jahrzehnten eher wenig von ihr. Auch musikalisch wurde es ruhig um sie.

Sandra gab private Einblicke bei Thomas Anders

Bis heute gibt es keine weiteren neuen Mega-Hits von Sandra, doch ab und an taucht sie öffentlich wieder auf. Sehr private Einblicke gab sie aktuell im Pocdast “Einfach Anders”, den ebenfalls ein 80er-Jahre-Kultsänger veröffentlicht: Thomas Anders. Der einstige Sangesgefährte des norddeutschen Haudegens Dieter Bohlen – die beiden feierten mit MODERN TALKING riesige Erfolge – plaudert jeden Freitag via Podcast aus seinem Berufs- und Privatleben und lädt sich ab und an Talkgäste ein.

So auch Sandra, die als Gast im Podcast des einstigen Modern-Talking-Stars frank und frei über ihr Privatleben und ihre Rolle als Mutter redete. Selten hat man die Sängerin so offen von der Leber weg Persönliches berichten hören, weshalb diese Podcast-Folge besonders hörenswert ist.

Zeitreise zu den Anfängen ihrer Karriere

So spricht Sandra über die Anfangszeit ihrer Karriere, als sie blutjung und schon mit ihrem jetzigen Ex-Mann Michael Cretu liiert war. Sie berichtet von der großen Einsamkeit, die sie stets in Hotelzimmern, nach Auftritten, befallen hat und wie sehr sie bei solchen Einsätzen unter der räumlichen Trennung von Cretu litt. Damals Anfang 20 nahm sie die Beziehung zu ihrem Partner so ernst, dass sie nicht einmal daran dachte, ihre Hotelzimmer-Einsamkeit durch gesellige Treffen mit anderen Künstlern, die ebenfalls durch Auftritte im Hotel weilten, zu beenden.

So zogen nach ihrer Aussage die anderen Promis nach TV- oder Show-Auftritten kurzerhand noch um die Häuser und ließen so ihre Abende ausklingen. “Aber ich war ein Mädchen und mit Michael zusammen, da bin ich doch nicht ausgegangen” lässt Sandra im Podcast ihres Freundes Thomas Anders verlauten.

Man kann darüber uneinig sein, ob diese Einstellung schon damals leicht antiquiert oder aber doch dieser Zeit angemessen war. Wie auch immer – Sandra jedenfalls war eher traditionell geprägt und hatte schon damals, auf dem Zenit ihres Erfolges, die Mutterschaft im Blick.

Familie gründen lag Sandra am Herzen

Heiraten und Kinder bekommen waren große Ziele in ihrem Leben. Die Superhits und ihre Gesangskarriere kamen – wie es sich anhört – eher dazwischen. Um ihren Wunsch, eine Familie zu gründen, umzusetzen, stand sie denn auch eines Tages vor der Wahl, weiter zu singen und somit viel unterwegs zu sein oder Familie zu gründen. Sandra entschied sich für Letzteres und stieg erst einmal aus, um Kinder zu bekommen. Sie bekam zwei Jungs – Zwillinge – und ging in ihrer Rolle als Mutter ganz und gar auf.

Dass sie von der kompletten Erziehung ihres Nachwuchses durch Kindermädchen nichts hält, tat sie im Thomas-Anders-Podcast ganz offen kund (“Ich bekomme doch keine Kinder, um sie von der Nanny erziehen zu lassen”). Und erzählte fröhlich, dass ihre Jungs den Promi-Status ihrer Person erst im Internat so richtig umrissen haben. Als andere Kinder über die enorme Bekanntheit von Sandra sprachen.

Kein Promi-Chichi für den Nachwuchs

Sie und ihr damaliger Mann haben vor den Zwillingen indes niemals ein “Gewese” um ihre VIP-Existenz gemacht und sie nach Aussage von Sandra ohne das ganze Promi-drum-und-dran erzogen. Ehrliche und herzerfrischende Einsichten in ein Leben, das sich von dem des “Otto-Normalo”-Bürgers natürlich immer noch sehr unterscheidet.

Dennoch nimmt man Sandra, die heute in München lebt, weil sie die Hitze in Ibiza satt hatte, die Bodenständigkeit und ihr heiteres Gemüt, mit dem sie auch im Podcast aufwartet, im Handumdrehen ab. Und hört ihr zu, wie man einer besten Freundin zuhört.

Sehr sympathisch! Und sehr hörenswert. Wer neugierig auf die Folge geworden ist, der klickt rein.

Bild: picture alliance / ZB | Nico Schimmelpfennig
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