Dienstag, 20. April, 2021

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Psychothriller „POPPY“: Astrid Korten macht wunden Punkt unserer Gesellschaft sichtbar!

Kindesmissbrauch – er findet jeden Tag und nahezu überall in Deutschland statt. Unfassbare Straftaten wie in Lügde, wo Missbrauch im großen Stil erst unlängst die Öffentlichkeit erschütterte, tragen sich tagtäglich in unserer Mitte zu. Nur, dass sich ein Großteil dieser Verbrechen im Verborgenen abspielt und nur zu oft unentdeckt bleiben. Hinzu kommt der digitale Kindesmissbrauch, den einzudämmen die Politiker angeblich nicht imstande sind. Ein Wahnsinn, wenn man bedenkt, wie vieles sich minütlich im sogenannten Darknet abspielt, während so manche harmlose Seite im Handumdrehen gesperrt wird.

Das Thema Kindesmissbrauch ist – da braucht man überhaupt nicht lange drumherum zu reden – der wunde Punkt in unserer Gesellschaft. Einer, der sich durch alle sozialen Schichten zieht. Kinder werden sowohl in Anwaltsfamilien als auch in Arbeiterfamilien missbraucht.

Psychothriller „Poppy“ bildet ab, was sich tagtäglich in Gesellschaft abspielt

Der Missbrauch, den Erfolgsautorin Astrid Korten in ihrem aktuellen Buch „Poppy“ thematisiert, spielt sich analog ab. In tiefsten „Vor-Internet“-Zeiten. Erzählt wird die Geschichte eines kleinen Mädchens, dessen asoziale Mutter eines Tages einen gutsituierten Mann kennenlernt. Kurz darauf zieht das Mutter-Tochter-Gespann aus seiner tristen Wohnung aus und in das große Haus des neuen Partners der Mutter ein.

Schnell wird dem Leser klar, dass der Mann es nicht auf die erwachsene Mutter, sondern auf ihr Kind im Grundschulalter abgesehen hat. Auf Poppy. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive erzählt, von Poppy selbst. Der distanzierte Abstand der Erzählweise zu den Geschehnissen verrät, wie ungeheuerlich das Ausmaß des Verbrechens an dem Kind tatsächlich ist. Dadurch wird das Buch zu einem Werk, das zum „Weglesen“ animiert, man schafft es kaum, den Buchdeckel einmal zuzuklappen, um das Lesen für alltägliche Verrichtungen zu unterbrechen.

Autorin Astrid Korten lässt ihre Leserschaft am Aufwachsen des Mädchens teilhaben, den Missbrauch stets integriert. Fassungslos liest man von den Eskapaden der Mutter, deren Leben nach dem Einzug in das Anwesens ihres neuen Partners fast nur noch aus Shopping, Rauchen, faulenzen und im Garten herumliegen besteht. Was sich in ihrem Umfeld abspielt, nimmt sie nicht auf – will es vielleicht auch gar nicht! Sie hat mit sich und ihrer labilen Psyche zu tun. Bald schon ist ihr die Tochter geistig haushoch überlegen. Oft ergeben sich Situationen, in den sich das Mutter-Tochter-Verhältnis umkehrt und das Kind mahnend auf die eigene Mutter einwirkt.

Mit der ihr eigenen Intelligenz schafft es Poppy über lange Zeit, die Kulisse ihres Lebens aufrecht zu erhalten. In der Schule und im persönlichen Umfeld. Einem Lehrer, dem sie vertraut, offenbart sie sich lange nicht, trotz mehrerer Ansätze.

Erzählung beruht auf einer wahren Geschichte!

Titelbild "Poppy"
„Poppy“ berührt einen wunden Punkt der Gesellschaft.

Eines Tages aber beschließt das mittlerweile zu einem Teenager herangereifte Mädchen aber doch, sich zu offenbaren. Die Konsequenz sind weitere Ungeheuerlichkeiten, die hier aber nicht vorweggenommen werden sollen.

Fakt ist, dass es Astrid Korten, deren Thriller alle Verkaufsschlager sind, einmal mehr schafft, mit ihrem speziellen Erzählstil ein Werk zu erschaffen, das den Leser von der ersten Sekunde an fesselt. Auch wenn das Thema schmerzt und einem so manches Mal der Atem stockt, ob des widerlich-kriminellen Verhaltens von Poppys Stiefvater.

Dass es überhaupt zu der Veröffentlichung der Geschichte gekommen ist, ist dem Umstand geschuldet, dass es die Person Poppy tatsächlich gibt. Der Name ist natürlich geändert, doch die Geschichte hat sich genau so zugetragen. Poppy war eine Schulkameradin der Autorin und schon damals ahnte Astrid Korten, dass im persönlichen Umfeld des Mädchens etwas nicht stimmt. Es sollten viele Jahrzehnte ins Land gehen, bis sich das Schicksal von Poppy, die heute selbst Familie hat, in einem Buch wiederfindet.

Astrid Korten hat die von ihr aufgeschriebene wahre Geschichte zum Anlass genommen, sich gegen Kindesmissbrauch zu engagieren. Ihr Buch erhält von allen Seiten positive Kritiken, die Leserschaft bewertet das Werk durchweg als exzellenten Lesestoff, der ein ernstes Thema mit Spannung verbindet.

Der Erfolg des Buches erhöht die Wahrscheinlichkeit der Sensibilisierung vieler Leute, die vielleicht bei irritierenden Situationen in ihrem Umfeld zukünftig genauer hinschauen. Und handeln. Zwar wird das leider immer noch nur der Tropfen auf dem heißen Stein stein, doch jedes Kind, das aus den Fängen solcher Straftäter herausgeholt werden kann, ist ein Erfolg.

Jedes Kind zählt!

Auch wenn der Weg, allen Tätern das Handwerk zu legen, noch ein sehr steiniger wird. Ob er jemals ganz geschafft sein wird, ist leider so fraglich wie zweifelhaft.

Schon allein aufgrund dieser Tatsache, sollte vor allem politisch alles getan werden, um Tätern, die Kinder missbrauchen, das Handwerk zu legen.

Wer neugierig auf die Autorin Astrid Korten ist – demnächst steht sie uns hier im Rahmen eines Interviews zu „Poppy“ Rede und Antwort. Bezug Print-Ausgabe, u.a.:

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