Donnerstag, 4. Juni, 2020

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Die Kunst des Abgrenzens

Ein Thema über das schon viel geschrieben wurde und über das es sich lohnt immer weiter zu schreiben.

Wie oft sagst du ja, obwohl du eigentlich gar nicht willst? Es ist viel einfacher ja zu sagen, als den Mut zu haben, nein zu sagen. Dabei kann es so einfach sein! Wir brauchen uns nur selbst zu erlauben, dass ein klares freundliches Nein okay ist. Es ist sogar ein entscheidender Schritt in ein noch glücklicheres selbstbestimmteres Leben.

Es geht nicht darum, dass wir alles krampfhaft durchsetzen, was wir möchten, doch gerade in wichtigen Themen sollten wir zu uns stehen. Welche Bereiche sind denn wichtig und welche weniger wichtig?

Ich lade dich dazu ein, dir einen Moment Zeit zu nehmen und dir Gedanken darüber zu machen. Denn für jeden sind unterschiedliche Themen wichtig.

Viele von uns haben in der Kindheit gelernt, dass wir mit Liebesentzug abgestraft werden, wenn wir nicht funktionieren und nein sagen. Das führt oft in Beziehungen dazu, dass wir aus Verlustängsten lieber funktionieren, eine unechte Harmonie schaffen und unseren Frieden haben. Selbstverständlich ist das ein Modell, das Vorteile hat. In erster Linie ist es bequem und spart scheinbar Energie.

Nur leider verleugnen wir dabei unsere eigenen Bedürfnisse. Und damit meine ich nicht, bedürftig zu sein, sondern tatsächliche Selbstliebe in Form von Eigenverantwortung.

Das heißt, ich stehe zu meinen Bedürfnissen und Grenzen und kommuniziere diese auch. Gerade bei Menschen, die uns nahe sind, ist es wichtig, dass wir vertrauensvoll Grenzen setzen.

Es ist in Ordnung, bzw. sogar wichtig, sich Freiraum zu bewahren.

Wenn wir offen darüber reden und den anderen teilhaben lassen, schafft das auch eine geschützten Raum, in der eine tiefere Verbindung und letztendlich mehr Nähe entstehen kann.

Wenn mein Partner weiß, dass Grenzen willkommen sind und nicht zur Ablehnung führen, kann er sich auch fallen lassen und einfach sein, wie er ist. Der Druck gut funktionieren zu müssen, fällt ab und verwandelt sich in Entspannung und Vertrauen. Je mehr wir uns selbst kennen und uns trauen, unsere Grenzen mit einem guten Gefühl zu setzen, desto mehr kommen wir in unsere eigene Kraft.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass wir unser Gegenüber unterstützen, sich besser zu orientieren.

Ich werde so wahrgenommen, wie ich mich benehme. Wenn ich also zu allem Ja und Amen sage, brauche ich mich nicht zu wundern, wenn Menschen mit mir entsprechend umgehen.

Wenn ich aber freundlich klar und direkt sage, was ich mir wünsche oder was ich nicht möchte, bekomme ich auch die entsprechende Reaktion. Mein Partner hat die Chance, zu entscheiden ob er auf meine Bedürfnisse und Grenzen eingeht. Und wenn er es nicht tut, ist es auch okay. Falls es so sein sollte ist es sinnvoll, darüber zu sprechen, welche Gründe dazu führen und zu überlegen, wie eine gemeinsame Lösung, bei der beide zufrieden sind, aussehen kann.

Selbstverständlich kann sich dabei auch zeigen, dass die Liebe nicht ausreicht und dass es Zeit wird, getrennte Wege zu gehen. Auch das gehört zur verantwortungsvollen Selbstliebe. Und nicht zuletzt auch aus Respekt zum Partner.

Fakt ist, dass wir unsere Lebensenergie unterdrücken, wenn wir nicht zu unseren Werten stehen und uns ständig nur anpassen.

Natürlich ist alles oder fast alles schöner, wenn es mit seinem Liebsten oder seiner Liebsten teilen kann! Es ist wundervoll, wenn mein Partner mein Leben noch schöner macht! Aber hauptverantwortlich für unser Glück sind wir selbst.

Deshalb setze klare Grenzen und lass dich überraschen, wie sehr sich dein Leben positiv verändert und du noch glücklicher wirst.

Deine Nicole Szopinski- Hypnosespezialistin und Coach

natürlich stark

Ihre Nicole Szopinski – natürlich stark

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