Freundinnen

Wer den nächsten Urlaub bucht oder plant, der weiß – logisch – ganz genau, wohin es ihn ziehen wird. Meist fällt die Wahl auf das Meer, die Berge oder eine aufregende Stadt. Soweit – so normal. Seit neuestem aber verbringt der eine oder andere Urlauber seine freien Tage an einem Ziel, das er vorher nicht kannte. „Überraschungsreise“ nennt sich das und die Angebote hierfür erfreuen sich schon reger Nachfrage. Aus dem Umstand, dass man eigentlich schon immer „blind“ Restkontingente bei Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern buchen konnte, hat das Unternehmen UNPLANNED ein Business gemacht und schickt Abenteuerlustige auf maßgeschneiderte Reisen.

Vor der Überraschungsreise gibt man Interessen an

Im Vorab gibt man dort lediglich seine Interessen und Vorstellungen von der Reise an und kann auf Wunsch auch ein Telefonat mit Mitarbeitern des Reiseveranstalters führen. Die Profis machen sich danach ans Werk und „schneidern“ die lange Urlaubsreise ebenso wie den Mädels-Trip in eine aufregende Stadt. Doch kommt diese Art des Reisens wirklich gut bei jenen, die sie durchführten, an?

Nun – die Referenzliste von UNPLANNED lässt darauf schließen. Vom Paar bis zur Mädels-Clique haben auf der Homepage des Unternehmens einige Kunden des Reiseveranstalters Statements zum Nachlesen hinterlassen.

Auch das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL hat sich schon mit dieser ungewöhnlichen Art des Reisens beschäftigt und eine Familie porträtiert, die sich einen Urlaub nach Maß hat schneidern lassen.

Das Ehepaar landete mit seinen drei Söhnen in Neapel und logierte in einem Boutiquehotel. Im Programm enthalten waren außerdem eine alternative Stadtführung, der Besuch eines nicht so touristenträchtigen Stadtteils, ein Kochkurs und eine Bootsfahrt. Also schon ein Stück weit mal was anderes als Schema F. Als ein Gegenprogramm zum „Normaltourismus“ ist diese Geschäftsidee, die von den Gründern von UNPLANNED umgesetzt wurde, auch gedacht.

Manager und Tourismusexpertin haben UNPLANNED gegründet

Dahinter steckt laut dem SPIEGEL auch Christian Diener, ein ehemaliger Red-Bull-Marketingmanager. Zusammen mit der Berliner Unternehmensberaterin und Tourismusexpertin Frauke Schmidt hat er das Unternehmen an den Start gebracht.

Ihren Kunden verraten die Start-upper erst kurz vor der Reise, auf was sie sich einstellen sollen. Ein versiegelter Umschlag mit den Zug- oder Fluginformationen und den Angaben zum Zielort kommt schon eine Woche vor dem Start, sollte aber – ganz klar! – noch nicht geöffnet werden. Dies sollte im Idealfall erst am Bahnhof oder Flughafen geschehen. Drei Tage vor der Abreise werden die erwartungsvollen Abenteurer mit Informationen über das Wetter am Urlaubsort informiert – ein kleines MUSS bei dem Blindflug. Es sollen ja schließlich die richtigen Sachen mit ins Gepäck!

Hat man das verschnürt und verschlossen, kann es mit dem versiegelten Briefumschlag losgehen. Kurz vor Abfahrt oder Abflug wird dieser dann geöffnet und die Reisenden sind im Bilde.

Eine recht charmante Idee, in Zeiten von Massentourismus & Co. Zumal sich so eine maßgeschneiderte Idee tatsächlich gut dazu eignet, zusammen mit der besten Freundin oder der Mädels-Clique mal so ein Abenteuer anzugehen.

Zusammen reist es sich nicht nur schöner – zusammen fiebert es sich auch schöner. Dem Ungewissen entgegen und: Surprise, Surprise…!

Bildnachweis: pexels.com / cottonbro
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