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Frau in Unterwäsche

Mal eben im Kaufhaus mitgenommen oder auf die Schnelle bei bekannten Modeketten gekauft, wenn es sich gerade ergab – auf diese Art erwarb ich lange Zeit meine BH`s.

Bis sich durch eine gesundheitsbedingte Gewichtszunahme mein Körper so veränderte, dass auch der Busen nicht mehr der alte war. Das zeigte mir meine letzte Untersuchung bei meiner Frauenärztin deutlich. Sie wies mich zudem darauf hin, dass meine Brüste größentechnisch variierten – also vom Umfang her einen Unterschied aufwiesen. Minimal zwar, aber doch nicht ohne Konsequenzen.

Ich hatte zuvor selbst schon bemerkt, dass meine aktuellen BH`s seit einiger Zeit nicht mehr richtig saßen, verschob aber den Neukauf immer wieder und rückte das Darunter, wenn es zwickte, eher schlecht als recht in Form. Bequem war das wirklich nicht mehr! Aber wie das so ist: man arrangiert sich manchmal mit Dingen, obwohl man weiß, da muß man langsam mal was ändern.

Wäsche im Fachgeschäft kaufen – warum sich das wirklich lohnt!

Nach dem Arztbesuch, bei dem ich aufgrund meines veränderten Brustumfangs den Tipp erhielt,  für den Neukauf in ein Fachgeschäft in Leipzig zu gehen, machte ich Nägel mit Köpfen.

Das erwähnte Geschäft – die Wäsche und Dessous Gabriele Mahler GmbH – hatte ich für den Kauf neuer Wäsche sowieso schon im Hinterkopf. Es liegt mitten im Herzen von Leipzig und ich hatte ein Jahr zuvor dort einen qualitativ erstklassigen Badeanzug gekauft.

Als ich also in die Stadt fuhr, steuerte ich dieses Geschäft sofort an. Ich staunte, denn an der mir bekannten Adresse gab es den Laden nicht mehr. Eine Nachfrage im Geschäft nebenan ergab, dass dieser inzwischen in eine größere Location umgezogen ist, nur wenige Meter weiter.

Ich fand den neuen Standort sofort – ein nobel anmutendes, sehr großzügiges Geschäft, das jedem Designer-Laden alle Ehre macht.

Drinnen angekommen, wurde ich sofort freundlich begrüßt und schilderte mein Problem ohne Umschweife. Ich wurde in die Umkleide gebeten und die sehr angenehme Verkäuferin machte sich wenig später daran, meinen Brustumfang zu vermessen. In der Tat hatte sich mein Busen durch die Gewichtszunahme größentechnisch verändert. Kein Wunder, dass die bisherigen BH`s nicht mehr saßen. Die Frau vom Fach kam mit einigen Modellen zurück, von denen ich alle anprobierte. Gut saßen alle, doch das Tüpfelchen auf dem I der Bequemlichkeit bot sich mir erst mit dem letzten Modell. Ich streifte es über und es saß wie angegossen. Herrlich und kein Vergleich mit den Stücken, die ich bislang von der Stange gekauft hatte! Ich war sofort im 7. Wäschehimmel und wusste: „den nehme ich!“.

DACAPO wird im sächsischen Oelsnitz hergestellt

BH von DACAPO

DACAPO-BH`s sitzen

Um die BH-Unbequemlichkeit ein für allemal zu beenden, beschloss ich, mir zunächst zwei Modelle der Marke, die so top saß, zu kaufen. Die Verkäuferin brachte mir zu dem weißen BH noch einen champagnerfarbenen, der ebenfalls wie angegossen passte. Am liebsten hätte ich ihn gleich anbehalten, aber in Anbetracht der noblen Umgebung unterdrückte ich diesen Wunsch und freute mich lieber auf das Umziehen daheim.

Da ich ein großer Verfechter deutscher Marken bin und ich es unverständlich finde, dass fast die gesamte Textilindustrie schon nach Fernost ausgelagert ist, fragte ich die Verkäuferin, woher denn die Wäsche kommt? „Aus Oelsnitz, hier in Sachsen“ war die freundliche Antwort und ich erfuhr, dass die Modelle, die meinen Busen so bequem und doch fest sitzend umschmeichelten, zur Marke DACAPO gehören.

Da ich diese Marke noch nicht kannte, recherchierte ich zuhause über das Unternehmen und erfuhr, dass die Stoffteile für die DACAPO-BH`s, die später ein nahtloses BH-Körbchen ergeben, von Hand in die dafür vorgesehene Maschine eingelegt werden. Bei dieser Qualitätswäsche war tatsächlich noch echte Handarbeit im Spiel!

All das geschieht im Textilunternehmen „Moritz Hendel und Söhne“, das seinen Standort im vogtländischen Oelsnitz hat und 2015 bereits 150jähriges Jubiläum feierte.

Die Region Vogtland war schon zu DDR-Zeiten und davor für die Herstellung feiner, qualitativ hochwertiger Wäsche bekannt. Vor dem Mauerfall produzierte man dort auch Unterwäsche, die per Export nach Westdeutschland ging.

Sitzt der BH, darf`s auch mal mehr kosten

Die so aufwendig hergestellten Stücke haben natürlich ihren Preis. Ich habe pro BH 72,95 € bezahlt. Allerdings: das sind die DACAPO-BH`s auch wert. Seit ich mich mit diesen Modellen eingedeckt habe, hält das Wohlgefühl beim Darunter an. Die Qualität ist einfach erstklassig!

Das Zwicken und Zwacken im Brustbereich gehört somit für mich endgültig der Vergangenheit an. Man schlüpft früh in den BH rein und es fühlt sich an wie eine zweite Haut. Herrlich!

Dass ich mich mit der Entscheidung für DACAPO zudem noch für einen sächsischen Wäschehersteller entschieden habe, freut mich doppelt, da ich sehr gern von regionalen Herstellern kaufe. Als nächstes werde ich mir von dieser Marke noch dunkle Modelle kaufen. Dass ich hierzu wieder das besagte Fachgeschäft in Leipzig aufsuchen werde, steht für mich fest!

Wer sich beim Kauf eines BH`s dieser Marke ebenso kompetent beraten lassen möchte, der kann hier nachschauen, wo sich das nächste Fachgeschäft, das DACAPO-Wäsche führt, befindet.

Für Produktinformationen oder das ein oder andere Schnäppchen empfiehlt sich ein Blick auf die Website des Unternehmens.

Bildnachweis: DACAPO

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Die Zeiten, in denen sich der große Schnäppchen-Run lediglich auf den Sommer- und Winterschlußverkauf konzentrierte und die Verbraucher sich auf Rabatte stürzen konnten, sind längst vorbei.

Heutzutage ist immer Schnäppchen-Saison! Das konnte ich sogar vor Weihnachten beobachten, als bei einem großen Möbel-Discounter, bei dem ich eigentlich nur ein paar Dinge für den Haushalt kaufen wollte, schon unzählige Weihnachtsartikel gesenkt waren.

„Das machen wir seit Jahren so, kurz vor Weihnachten, das lohnt sich“ erwiderte die Verkäuferin, als ich mein Erstaunen über die vielen Schnäppchen ausdrückte. Und – nun ja -….zuschlug!

Doch wie kommt es eigentlich, dass man so oft in diese Rabatt-Falle läuft, obwohl man gar nicht vorhatte, sich was eher Überflüssiges zu kaufen?

Im SPIEGEL 47 / 2018 war dazu ein kleiner, interessanter Bericht zu finden. Oder besser gesagt, ein Interview. Mite einem Verhaltensforscher. Dieser heißt Hans-Georg Häusel, ist 67 Jahre alt und antwortete auf die SPIEGEL-Frage, „warum denn Menschen den Verstand verlieren, wenn sie reduzierte Waren sehen?“.

Unter anderem gab der Verhaltensforscher folgende Antwort:

„Schnäppchen kommen ja von schnappen. Früher schnappten wir Kaninchen, heute Flachbildfernseher. (…) Rabatte schalten das Großhirn aus, da wird der Mensch zur Bestie.“

Der Experte sagt dann auch etwas, was ich an mir persönlich bereits auch entdeckte habe – so  manches Schnäppchen hin oder her. Nämlich:

„Je älter man wird, desto niedriger ist auch das Interesse am Konsum. Da haben Sie schon das meiste.“

Ich finde, das stimmt total. Wie erwähnt, kann ich Studien auch an mir selbst treiben und ich habe wirklich in jungen Jahren (heute bin ich Mitte 40) sehr viel mehr Klamotten geshoppt, als heutzutage. Nunmehr werde ich zumeist bei Kleinigkeiten schwach, Dekoartikel zum Beispiel.

Aber ganz gleich, ob die neue Bluse oder was für die Fensterbank: das von Herrn Häusel erwähnte Großhirn scheint in jedem Alter auf Schnäppchen programmiert.

Wohl dem also, der jetzt – zu Jahresbeginn – einen entspannten Shoppingbummel plant. Die Rabattgötter sind ihm auf jeden Fall gesonnen. Wie gesagt: Sommerschlußverkauf und Winterverschlußverkauf sind ein alter Hut, wer aktuell auf Schnäppchenjagd gehen will, den erwarten unzählige Angebote.

Der Handel ist zudem äußerst kreativ, seine ganzjährigen Schnäppchen jeden Monat aufs Neue kreativ anzupreisen. Derzeit wartet man – in Anlehnung an das gerade erst vergangene Silvester – mit „Preisfeuerwerken zum Jahresanfang“ auf.

Na dann – frohes Jagen!

Bildnachweis: pexels.com

 

Neues Jahr, neue Vorsätze. Wie immer…! Doch warum sich nur auf Vorhaben fokussieren, die man `eh nie großartig durchhält (mehr Sport, weniger Essen, neues Hobby usw….)? Durch eine Freundin, die alleinerziehend und Mitglied in einer Single-Eltern-Gruppe auf Facebook ist, wurde ich auf ein Posting in einer solchen Gruppe aufmerksam, das sich mit bewussterem Einkaufen und Sparen als Vorsatz für`s neue Jahr befasste.

Eine alleinerziehende Mutter hatte den Post erstellt, meine Freundin zeigte ihn mir.

Er lautete:

  • Ich hab mir für dieses Jahr vorgenommen, bewusster und sparsamer mit meinem Geld zu wirtschaften …
  • Kaffee to Go wurde letztes Jahr schon verbannt ….
  • Einkaufen geh ich jetzt bei Lidl und nicht mehr bei Edeka ….

Habt ihr noch Tipps – es geht nicht um sparen um zu müssen, sondern um bewusster mit Geld umzugehen, um auch Reserven aufbauen zu können. Ich hab mir zB neue „Tupper“dosen gekauft und koche jetzt öfter mehr – und auf Vorrat, gehe mit mehrfach Einkaufstüten einkaufen etc. Also – alle Tipps: gern gesehen“

Die Zeilen fanden Anklang und die angeregten Tipps kamen reichlich. Natürlich eignen sie sich nicht nur für Ein-Eltern-Familien, sondern auch für Familien und Singles ohne Kinder.

Für`s Sparen haben die meisten ihre individuellen Tipps

Mir fiel auf, dass viele User davon sprachen, auf verpackte Lebensmittel verzichten zu wollen und auch die Alternative „Fahrrad statt Auto“ wurde thematisiert.

Interessant war es vor allem, davon zu lesen, mit welchen coolen, individuellen Tricks sich die User der Gruppe einem bewussteren und sparsameren Alltag widmen.

Eine Frau bekannte:

Ich trinke fast nur Leitungswasser. Schont die Umwelt und den Geldbeutel

Auch bei einer anderen Userin war das ein Thema, sie hatte aber noch einige Tipps mehr auf Lager, vor allem im Hinblick auf das liebe Geld – Zitat:

Ich habe einen Budgetplan gemacht. Alles was vom Konto abgeht bleibt drauf. Der Rest wird abgehoben. Dann nach Haushaltsplan aufgeteilt, der Rest geht sofort in einen Sparpot. Wenn das Budget für Ausgehen aufgebraucht ist, dann geht’s eben in dem Monat nicht mehr. Das Selbe mit Friseur oder Kleidung. Was weg ist ist weg. Klappt super. Vor Allem seit ich nicht mehr mit ec Karte zahle.

Dann haben wir einen Wassersprudler gekauft und ich gehe nur einmal oder maximal 2mal in der Woche einkaufen nach Plan, was ich kochen will. Spart ne Menge Geld, weil man so dieses zusätzlich mal hier Süßkram, mal da Chips spart.“

Das Thema Kochen hatten mehrere Mitglieder der Gruppe auf dem Schirm. Kein Wunder: hier ist gute Planung tatsächlich alles, allein es wird oftmals nicht umgesetzt. Das kenne ich auch von mir. Wie oft schon habe ich mir vorgenommen, am Wochenende einen Kochplan für die gesamte Woche aufzustellen, so richtig umgesetzt habe ich es noch nie.

Selber kochen heißt Sparen!

Dabei dürfte das ein Vorhaben sein, das sich total auszahlt, wenn man es denn wirklich konsequent angeht. Auch wenn es Zeitgenossen gibt, die meinen, das alles sei ein Relikt aus Omas Zeiten. Man bedenke dabei: viele Omas hatten aber doch irgendwie immer was im Sparstrumpf….!

Eine Frau schreibt hierzu folgendes:

„Bei mir hat ein Wochen-Essensplan Wunder bewirkt. Wir planen am Samstag für die ganze Woche und ich mache einen großen Einkauf. Dann muss ich nicht so oft einkaufen und gebe nicht jedes Mal Geld für „Beifang“ aus.“

Für das Wort „Beifang“ bekam diese Userin sehr viel Zuspruch und entsprechendes Feedback. Es scheint also tatsächlich vielen, vielen Leuten so zu gehen, dass sie beim normalen Einkauf oftmals spontan überflüssige – oder sagen wir: nicht wirklich benötigte – Dinge einkaufen. Auch das kenne ich von mir…!

Weitere Tipps zum Thema zeigten auf, was man mit Kreativität alles so zaubern kann, so zum Beispiel dieser Kommentar:

Viele Dinge selber machen. Gekocht wird nur frisch, keine Fertigprodukte. Aber auch Dinge wie Waschmittel, Shampoo möchte ich dieses Jahr selbst herstellen, der Umwelt zuliebe, der Gesundheit zuliebe. Weiter bewusster einkaufen. Weniger plastikverpackungen. Nur, was aich verarbeitet und gegessen wird kaufen. Reste besser verwerten, haltbar machen. Habe mir zB einen Dörrautomat gekauft, um zB Äpfel zu dörren, die anstelle von Süßkram gegessen werden können. Was ich ebenfalls ändern möchte, mehr mit dem Fahrrad fahren, sobald es das Wetter zulässt. Spart Benzin, tut der Gesundheit gut.

So manche(r) geht seine Vorhaben richtig profimäßig an, das zumindest geht aus den Zeilen einer Frau vor, die sich wie folgt organisiert:

Ich habe alle Fixkosten des Jahres gezwölftelt und addiert. Dieser Betrag geht jeden Monat auf ein Girounterkonto. Wenn die Abbuchung in dem jeweiligen Monat kommt, nehme ich den Betrag von diesem Konto wieder auf mein normales Girokonto. Da ist eine Pauschale für Tierarzt, Urlaub, Elektrogeräte, Klassenfahrt, Autoreparatur, Versicherungen, alles, was nicht mtl. abgebucht wird. Und dann verzichte ich auch auf jegliches auf der Straße zu kaufendes a la Café to go… Ich gehe recht gern zu Aldi und Lidl und meide Rewe und Edeka.
Ich kaufe kaum noch mehrPackungen von etwas, nur weil der Artikel im Angebot ist. Die Werbeprospekte schaue ich dreimal durch, um wirklich zu hinterfragen, ob ich das wirklich brauche, sollte mir was gefallen haben. Wir essen den Kühlschrank leer, bevor ich neu plane, also bis auf Butter, Marmelade…

Beim Thema Geld erhielt die Möglichkeit, monatlich eine gewisse Summe des Familienbudgets ohne Wenn und Aber vom Konto abzuheben und zu sparen, Zuspruch. Allerdings klappt das nicht bei jedem und da geht es mal wieder den „Menschen so, wie den Leuten“….wie man so sagt.

Aber lesen Sie selbst, was ein Mann diesbezüglich kommentierte:

„Ich versuche das jedes Jahr aber klappt nicht weil sobald ich ein kleine Summe erspart habe geht was genau in der Höhe kaputt! Spare ich nicht bleibt alles heile!“

Auch eine Möglichkeit, ohne viele finanzielle Einbußen durch den Alltag zu kommen…So oder so: diese Tipps und Vorhaben zum Thema Sparen und bewusster leben sind es auf jeden Fall wert, dass man sie sich einmal durch den Kopf gehen lässt. Und sie mit dem eigenen Lebensstil abgleicht.

Warum nicht das eine oder andere davon umsetzen, vor allem jetzt, am Jahresanfang, wo die Motivation, Dinge neu anzugehen, bei vielen ja doch noch hoch ist?

Und wenn die Motivation erst einmal über gegangen ist in ein reguläres Alltagsverhalten, dann hat man es geschafft. Vor allem dann, wenn der Blick auf`s Konto und in den Abfalleimer doch ein wenig mehr (Geld) und auf der anderen Seite weniger (Müll) verheißt.

Insofern: mit diesen coolen Tipps sollte sich doch das neue Jahr gut angehen lassen!

Bildnachweis: pixabay.com

Von Claudia Schiffer bis Madonna – einst modelte alles, was Rang und Namen hat, für das schwedische Modehaus und selbst Designer internationaler Couleur entwarfen Kleidung für die Billig-Kette. Diese Zeiten wirken lange vorbei, das Unternehmen hat zu kämpfen. Einst mit einer Vorreiterrolle gesegnet, laufen H & M laut einem Bericht des SPIEGEL die Kunden weg.

Das Magazin berichtet in seiner Ausgabe 45 / 2018 darüber, dass der Konzern gegenwärtig dabei ist, sich von Grund auf zu erneuern. In dem Bericht wird deutlich, dass die einst mega-angesagte Modekette den Anschluss in die heutige Zeit ein Stück weit verpasst hat. Auch mit den einstigen Highlights, in Form der von TOP-Designern für H & M kreierten Klamotten, lässt sich nicht mehr wirklich punkten. Neben H & M verkaufen auch längst die ALDI-Läden Bekleidung von Jette Joop…

Deutlich wird – laut SPIEGEL – das „Auf-der-Stelle-treten“ im Zusammenhang mit deren Online-Business.

Zitat SPIEGEL zum Thema Online-Shop des Modekonzerns:

„Der eigene Auftritt im Netz frustriert die Kunden mit hohen Liefergebühren und Behäbigkeit. In 24 von 71 Ländern, in denen H & M aktiv ist, haben die Schweden nicht mal einen Onlineshop.“

Damit aber soll nun Schluss sein – Geschäftsführer Karl-Johan Persson hat verschiedene Ideen, den Konzern dem aktuellen Konsum- und Trendverhalten anzupassen.

Zitat SPIEGEL:

„Er will, weil das Stammgeschäft mit der Marke H & M lahmt, neue Marken schafffen. Er will ganz neue, moderne, digitale Läden bauen und so das Image der Hauptmarke aufpolieren. Er will das Unternehmen zum Vorreiter nachhaltiger Mode machen“

Gerade der letzte Punkt: „nachhaltige Mode“ dürfte ein ziemlich wunder sein. Denn bekanntlich spült H & M mehrfach die Woche neue Klamotten in die Läden – ein Überfluss, der eigentlich nicht sein müsste. Denn damit wird nur die Unsitte unbelehrbarer Fashionistas, sich alle paar Wochen mit neuer Kleidung zu Spottpreisen einzudecken, befeuert – das kann`s ja nun wirklich nicht sein!

Insofern bleibt tatsächlich abzuwarten, wie das Unternehmen diesen Widerspruch meistern will.

Doch zurück zu dem neuen Image, das sich H & M verpassen will.

Hier ist man nämlich schon einige Schritte gegangen, hat Kunden und deren Einkaufsverhalten analysiert, sich angeschaut, auf welche Trends die Zielgruppe tatsächlich abfährt und wann, wo und wie eingekauft wird. Sogar die Wohnungen, in denen die Zielgruppe von H & M lebt, hat man sich angeschaut.

Das Ergebnis all dieser Aktivitäten ist ein neuer Store in einem Stockholmer In-Viertel, in dem laut SPIEGEL vor allem junge Familien leben.

Das Nachrichtenmagazin beschriebt den Shop folgenermaßen:

„Der Laden erinnert nur noch beim Blick auf die Etiketten an einen H & M. Der Boden ist aus weißen Dielen, auf einem Tisch steht eine Vase mit Schnittblumen. In den Regalen liegen wenige, farblich aufeinander abgestimmte Kleidungsstücke und passende Accessoires. An den Wänden in der Umkleidekabine hängen Schwarz-Weiß-Fotografien, wechselnde Leihgaben aus einem Museum, die man auch kaufen kann“

Apropos kaufen: der Kleidungsriese bietet in diesem Store sogar fremde Kosmetikmarken, wie L`Oreal oder Nivea an.

Ein H & M-Mitarbeiter äußert sich dazu im SPIEGEL wie folgt:

„Die Kundinnen kaufen diese Cremes sowieso – wieso sollen sie das nicht gleich bei uns tun?“

Das Magazin liefert zudem weitere Informationen, wie der H &M-Laden der Zukunft wohl aussieht.

Dazu folgendes:

„Nichts ist hier zufällig. Der Vorzeigeladen ist mit Hunderten Sensoren ausgestattet. Ein Trackingsystem an jedem Kleidungsstück ermöglicht, nachzuverfolgen, wer welches Teil wann und wo in die Hand genommen, bezahlt oder wieder zurückgelegt hat. So wird automatisch der Bestand aufgefüllt. Die Filialleiterin schreibt einen monatlichen Newsletter für die Stammkunden aus der Nachbarschaft“

Und weiter heißt es:

„Der Computer liefert die daten, aber die Analyse und welche Konsequenzen wir daraus ziehen“ sagt Arti Zeighami, „diese Entscheidungen müssen Menschen treffen“

Wie wichtig zudem für H & M zukünftig auch das Thema „Künstliche Intelligenz“ ist – darüber erfährt man in diesen Zeilen mehr:

„Zeighami, 47, ist bei H & M für Datenanalyse und künstliche Intelligenz zuständig. Seine Techabteilung umfasste bis vor kurzem nur eine Handvoll Nerds. Heute tüfteln mehr als 200 Mitarbeiter etwa an sprachgesteuerten Spiegeln und Tools wie „Perfect Fit“, mit deren Hilfe sich der Kunde zu Hause vermessen lassen kann. Der digitale Doppelgänger kann dann online Kleidungsstücke anprobieren“

Klingt alles ziemlich cool und interessant. Doch wird auch die deutsche Kundin zukünftig so zeitgemäß bei H&M shoppen können? Das bleibt abzuwarten, denn es gibt schon noch ein Problem…

Zitat, SPIEGEL:

„Das Problem: Heute sieht nahezu jede der mehr als 4300 H & M-Filialen weltweit gleich aus(…)Das neue Store-Konzept jedoch ist auf den jeweiligen Standort und seine Kunden zugeschnitten – damit allerdings nicht, wie frühere Ladeneinrichtungen, beliebig kopierbar“

Nun – das ist in der Tat eine Problematik, der sich das H & M-Team wird stellen müssen. Nur: wenn tatsächlich alles – oder vieles – dem Digitalisierungsgedanken geschuldet ist, wer sagt denn, dass die moderne Kundin überhaupt noch so viel offline shoppt? Vielleicht wechselt auch das Shoppen von Bekleidung irgendwann einmal ganz oder fast komplett ins Web? Man weiß es nicht. Zumal vor dem Hintergrund, dass auch das nicht unbedingt wünschenswert wäre – denn dann hätten wir ausgestorbene (Innen)Städte.

So oder so bleibt es spannend und für modebewusste Frauen heißt es dahingehend erst einmal: abwarten. Zudem die nächste H & M-Filiale ja doch irgendwie noch immer in der Nähe ist.

Bildnachweis (Symbolbild): picture-alliance/ dpa

 

  

Ein Gastbeitrag von Yvonne. Vor ein paar Tagen war ich im Baumarkt. Ich wollte nur – auf dem Rückweg von einem Termin – zwei Hängegeranien für meinen Balkon kaufen und mich traf fast der Schlag, als ich ankam! Schon der Parkplatz war total überfüllt und drinnen ging es munter so weiter.

Gefühlte Massen von Leuten schoben sich Richtung Gartencenter, welches sich am Ende des Marktes befand. Das war auch mein Ziel, nur hatte ich nicht erwartet, dass neben meiner Person Hundertschaften von anderen Leuten ebenso ihre Schritte dorthin lenkten.

Aber da ich schon mal da war, trieb ich sogleich meine Studien über das bunt gemischte Völkchen, das sich hier eingefunden hatte, um  zum Frühlingsanfang das eigene Zuhause / den Kleingarten / den Garten oder den Balkon bzw. die Terrasse saisongerecht aufzuhübschen.

Ich beobachtete Mamas mit dem Baby vor die Brust gewickelt ebenso wie Businessmänner und Hipster-Paare. Alle schoben sie ihre Wagen, beladen mit Stauden, Topfpflanzen oder Blumen für das heimische Beet durch die Gartenfläche des Marktes.

Auch gestylte Lifestyledamen waren vertreten und begutachteten das grüne Angebot ebenso kritisch, wie der alternativ angehauchte Mann, dessen Haare zum Dutt gebunden waren.

Ganz gleich, aus welchen Gesellschaftsschichten sie alle waren – hier im Baumarkt waren sie an diesem Tag alle irgendwie gleich. Nämlich auf der Suche nach dem entspannenden Grün, mit dem sich die warme Jahreszeit – alljährlich aufs Neue – verschönern lässt.

Leute, die ansonsten im Alltag wohl nichts miteinander zu tun haben, prüften Seite an Seite (der überfüllte Markt brachte das mit sich) das botanische Angebot dieses städtischen Baumarktes, griffen zu Hängepflanzen, Rosenstöcken und Buchstöpfen. Mittendrin gefühlte fünfzig Kinder, die – weil ihnen die Auswahl oder die Beratungsgespräche der Eltern mit den Verkäufern wohl zu langweilig waren – zwischen den hohen Blumenregalen und den hüfthoch arrangierten Beet-Attrappen umhertobten.

Die anwesenden Verkäufer waren im Dauerstress. Gerade im Gespräch mit einem Öko-Pärchen war der zuständige Baumarkt-Mitarbeiter bereits mit einer, mit goldenen großen Ohrringen behangenen, Frau im Chanel-Look konfrontiert, die – mit zwei Pflanzen in der Hand – dem Verkäufer ungeduldig zuwinkte, als Zeichen, dass auch sie ungeduldig auf eine Beratung wartete.

Da ich selbst ziemlich genau wusste, was für eine Sorte Pflanzen ich brauchte, steuerte ich zielstrebig das Angebot mit den Hängeblumen an und verließ die Gartenfläche – schmunzelnd über die bunt zusammengewürfelte Menschenschar, die sich hier im Baumarkt zusammen gefunden hatte.

Egal ob Öko oder Schickimicki, ob normal verdienend oder gut situiert, ob Mann ob Frau, ob Paar oder Großfamilie oder aber elegante Singlefrau – locken die ersten Sonnenstrahlen, sind sie alle da und zwar im Baumarkt ihres Vertrauens.

Schließlich möchte sich fast jeder in der warmen Jahreszeit seine private Blütenpracht ins private Ambiente holen und der gemeinen Großstädter lenkt dafür – jedes Jahr aufs Neue – seine Schritte in den nächstgelegenen Baumarkt.

Sehr aufschlussreich – diese Masse an Menschen mal an einem der ersten Frühlingstage zu beobachten! Ich fand es interessant und lustig zugleich – war ich doch ebenso Teil dieser frühlingshungrigen Schar!

Da ich allerdings im nächsten Herbst den Einbau eines Kamins bei mir daheim plane, machte ich, nachdem ich meine Pflanzen hatte, rasch noch einen Abstecher in die schluchtartigen Weiten der Regale 10 bis 12 – der Kaminabteilung.

Hier war ich alleine.

Übrigens: egal, ob Baumarkt oder IKEA – Menschen beim Einkaufen zu beobachten, ist häufig sehr interessant – siehe auch diesen Beitrag hier.

Bildnachweis: pexels.com

„Schauen Sie mal – da vorn müsste eine Kollegin sein!“ – Kommt Ihnen dieser Satz bekannt vor? Bestimmt! Man (FRAU) hört ihn oft – in der Servicewüste Deutschlands. Beim Einkaufen im Kaufhaus oder in größeren Einkaufsmärkten und zwar immer genau dann, wenn man einen Verkäufer, eine Beratung, braucht. Der Verkäufer oder die Verkäuferin, die gerade in der Nähe ist, ist in den allermeisten Fällen nicht zuständig und wimmelt gerne mit dem oben genannten Satz ab.

Wie das endet weiß man: man bewegt sich in die besagte Richtung, in der angeblich der kompetente Kollege oder die fachkundige Kollegin sein soll und findet – niemanden. Kennen Sie – oder?! Wenn ja und wenn sie diesem Spruch zur Genüge Folge geleistet haben, ohne in den meisten Fällen kompetentes Personal vorgefunden zu haben, sollten Sie das zukünftig nicht mehr hinnehmen!

Denn: sehr viele (nicht alle) Verkäufer in großen Kaufhäusern oder Einkaufsmärkten leiden leider an „Abwimmelritis“. Das heißt: sie wimmeln sich Kunden gerne ab.

Da Sie aber – als zahlender Konsument – durchaus Anspruch auf das Prädikat „König“ haben, sollten Sie auf diese Art des Abwimmelns gar nicht erst eingehen.

Denn als Kunde sind sie nun mal König. Punkt.

Was also tun? Nun – das ist kein Hexenwerk! Bleiben Sie das nächste Mal einfach vor dem Mann oder der Frau, der oder die sie dahingehend abwimmeln möchte, stehen und sagen: „Bitte rufen Sie mir doch den Kollegen/die Kollegin hierher in die Abteilung“.

Dieser Aufforderung wird der- oder diejenige Folge leisten – garantiert. Ich selbst verfahre nur noch so, weil ich es irgendwann leid war, mich zu irgendeinem imaginären Verkäufer schicken zu lassen, der angeblich „dort vorne“ sein sollte, aber nie da war – Servicewüste Deutschland eben.

Und: es funktioniert. Darauf kommt es an.

Oder – anderes Beispiel für akute Abwimmelritis, die ich mir ebenso nicht gefallen lassen habe.

Kürzlich brach im Kühlschrank meiner nicht gerade billigen Einbauküche ein Teil ab. Ausgerechnet unten links das Seitenteil – wo man Milch und Getränkeflaschen abstellt. Das brauchte ich natürlich – angesichts des nahenden Sommers – wie einen Schuss ins Knie, weshalb ich sofort im Küchenstudio, aus der die Küche stammte, anrief.

Auch hier zeigte sich erst mal wieder die Servicewüste Deutschlands von seiner fiesesten Seite.

Lang und breit erklärte mir nämlich eine Mitarbeiterin am Telefon des Küchenstudios, dass ich das Teil bei einer anderen Firma bestellen müsste, sie – also das Küchenstudio – seien angeblich nur für die Hüllen drumherum, das Küchenmobiliar, zuständig.

Zunächst ließ ich mir die Telefonnummer der anderen Firma geben und lauschte den Ausführungen der Frau. Ich ahnte, dass dies für mich ein ziemlich umständliches Procedere darstellte und forderte die Frau auf, diese Angelegenheit für mich zu übernehmen. Ich wies darauf hin, dass ich immerhin in dem Küchenstudio eine preisintensive Küche erworben hatte und davon ausgehen durfte, dass eine Nachbestellung für den Kühlschrank dann auch vom Küchenstudio bearbeitet würde.

Und nicht ich als Kundin bei einer Drittfirma anrufen müsste.

Ziemlich genervt willigte die Mitarbeiterin ein. Ich sollte ihr Fotos von dem abgebrochenen Teil senden, sie würde sich kümmern.

Na also – es geht, wenn man beharrlich bleibt.

Dass die Küchenstudio-Mitarbeiterin ihre Genervtheit mir gegenüber am Telefon voll auslebte, ist wohl auch ein Teil der Servicewüste hierzulande.

Muss eigentlich nicht sein. Nein: darf nicht sein! Der Kunde ist König, er lässt sein Geld da oder gedenkt, dies zu tun. Insofern: viele, viele Verkäuferinnen und Verkäufer haben hier noch einen riesigen Nachholebedarf. Wenn sie das nicht begreifen, sind sie vielleicht schneller von ihrem Arbeitsplatz weg rationalisiert, als sie gucken können.

Denn: das Internet kennt keine Servicewüste – hier bekommt der Kunde 24 Stunden am Tag alles, was das Herz begehrt. Und mit Methoden wie mit denen, wie sie vorstehend im Artikel beschrieben wurden, vergrault man irgendwann auch den letzten Kunden, der schon aus Prinzip offline und im nächsten Fachgeschäft kauft.

Will heißen: trocknet die Servicewüste noch mehr aus, bedient der Kunde demnächst die Maus an seinem PC und erklickt sich das gewünschte Produkt, als seine Schritte in ein reales Geschäft zu lenken, wo es viel zu oft ihm gegenüber heißt: „Schauen Sie mal da vorn – da ist ein Kollege!“

Bildnachweis (Symbolbild): pexels.com

Ein Gastbeitrag von Lisa. Wann immer es darum geht, monströse Schränke oder lange Regale bei IKEA zu kaufen und diese dann gen eigenes Zuhause zu kutschieren braucht FRAU meist einen (starken) Mann.

Das kennen sicher die meisten weiblichen Zeitgenossinnen aus eigener Erfahrung.

Zwar bietet der schwedische Möbelriese einen Lieferservice an, aber zumeist findet sich mit dem Partner, einem guten Freund oder dem eigenen Vater eine Möglichkeit, die sperrige Ware auf privatem Wege nach Haus fahren und in die eigenen vier Wände tragen zu lassen.

Soweit – so gut und wohl auch bekannt. Allerdings sollte man auf die Begleitung eines Manns bei IKEA tunlichst verzichten, wenn man nur Kleinigkeiten einkaufen möchte, Deko, Accessoires und Zubehör. Mit einem quengelnden Typen in der Nähe wird das nämlich nichts. Ich weiß das eigentlich, aber leider unterlief mir dieser Fehler erst dieser Tage wieder.

Mein Partner und ich waren – was eigentlich nie vorkommt – binnen zwei Wochen zweimal bei IKEA.  Das erste Mal kauften wir ziemlich viel sperriges Mobiliar für ein neu hergerichtetes Zimmer, inklusive Lampen.

Da diese sich als Fehlkauf herausstellten, brachten wir sie wieder zurück. Die Dinger waren so schwer, dass mein Partner deswegen mitkam.

Ich wollte die Gelegenheit nutzen, noch schöne Bilderrahmen für den neu renovierten Raum zu kaufen, da viele Fotos bei mir daheim nur darauf warten, schön eingerahmt zu werden.

Wir tauschten also die Lampen um und ich nahm Kurs auf die Dekoabteilung.

Das passte meinem Partner so gar nicht, denn er dachte, dass wir nun – nach dem Umtausch – gleich wieder fahren. Ich hatte nichts weiter von meinem Vorhaben erzählt, weil ich es für eine Lappalie hielt.

Dazu sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass wir erst knapp ein Jahr zusammen sind.

Es kam, wie es kommen musste: ich stöberte ausgiebig in der Bilderrahmen-Abteilung, die ja nicht gerade klein ist, verglich Preise und Deko-Stile und war keineswegs in Hast.

Mein Freund schlich ungeduldig um mich herum, was mich absolut stresste. Wir verabredeten, dass er eben nach draußen, eine rauchen und vielleicht im Bistro noch einen Kaffee trinken, geht.

Ich wähnte mich also in Sicherheit, nun weiter entspannt nach meinen Dekorations-Utensilien Ausschau halten zu können.

Da ich viele Fotos, die ich in diversen unterschiedlichen Formaten habe anfertigen lassen, zur Probe mitgebracht habe, um zu schauen, ob das Maß hinhaut, brauchte ich schon etwas Zeit, um alles in Ruhe zu prüfen.

Mit der Ruhe – nun ja….das war dann aber nichts.

Denn: ehe ich es mich versah, stand mein Partner schon wieder neben mir und scharrte mit den Hufen.

„Bist Du denn nun soweit?“ fragte er ungehalten und ich fühlte mich sogleich unter Druck und echt gestresst.

Er entfernte sich wieder etwas, aber – mal ehrlich! – in so einer Atmosphäre ist an entspanntes Herumstöbern doch nicht ansatzweise zu denken!

Binnen weniger Minuten erschien er wieder und wiederholte seine Frage, wann wir denn nun endlich gehen?

Das Ende der Geschichte? Nun, ich gab auf. Ich hatte unter diesen Umständen nicht im Ansatz die Ruhe, die ich für meine Auswahl benötigte. Mit nur wenigen Bilderrahmen unter dem Arm nickte ich ihm seufzend zu und wir steuerten die Kasse an.

„Am besten, Du fährst für diese Kleinigkeiten das nächste Mal allein“ schlug mein Freund vor.

Logisch, dass ich diesen Vorsatz für mich schon längst gefasst habe, denn – wie wahrscheinlich viele Frauen – brauche ich für den Kauf solcher Kleinigkeiten Ruhe und Zeit. Die hat man – allermeist – mit einem Mann nicht.

Es sei denn, man (FRAU) hat ein Exemplar ergattert, dass ebenso deko-verrückt ist, wie man selbst.

Das ist allerdings wohl eher selten der Fall!

Ich musste an einen Zeitungsartikel denken, den ich vor ewigen Zeiten mal gelesen habe. Er handelte davon, dass Geschäftsinhaber irgendeiner Stadt – ich glaube, es war sogar in Deutschland – eine Art Männertreff konzipiert haben, wo Frauen, die Sonnabends in der Innenstadt bummeln wollen, ihre Männer „abgeben“ können. Mit Fußball-Lounge, Billardtisch und so weiter.

Ganz ehrlich: ich möchte fast darauf wetten, dass diese Idee von einer Frau stammt!

Die wahrscheinlich vorher mit ihrem Mann bei IKEA war!

Übrigens: was man (FRAU) für Beobachtungen im Baumarkt, wenn die Leute shoppen gehen, betreiben kann, findet sich hier.

Bildnachweis: Fotolia,

Datei: #127957639 | Urheber: lightpoet

Nach der Arbeit noch schnell in den Supermarkt, schon voller Vorfreude auf Zuhause und dann Pleiten, Pech und Pannen – wer kennt es nicht?! Gerade schnöde Alltagssituationen sind es, in denen man häufig innerlich flucht, weil mal wieder was schief geht.
Meist sind es Kleinigkeiten, aber – natürlich! – diese haben es in sich! Die meisten Frauen werden deshalb die nachfolgenden Situationen ganz bestimmt kennen:

  • Einkaufsbeutel oder Korb – Fehlanzeige!

    Spätestens, wenn sich die Artikel auf dem Band türmen und man in Gedanken schon beim Einpacken ist, stellt man fest, dass man weder einen Einkaufskorb noch einen profanen Stoffbeutel dabei hat. Und das, obwohl man sich doch genau für solche Situationen stets einen kleinen Stoffbeutel in die Handtasche packen wollte. Zähneknirschend muss einmal mehr eine umweltfeindliche Plastiktüte gekauft werden: Nerv-Faktor: ziemlich hoch!

  •  Kein 1- oder 2-Euro Stück und kein Plastik-Chip zur Hand

    Obwohl man ihn immer entweder im Auto oder in der Geldbörse deponiert, ist er nur allzu oft weg: der kleine Plastikchip, mit dem man beim Einkaufen an einen Einkaufswagen gelangt. Alternativ funktioniert das Ganze bekanntlich auch mit 1- oder 2-Euro-Stücken, aber auch die sind oft – wenn schon kein Plastik-Chip zur Hand ist – nicht auffindbar. Hat man doch das eine oder andere zu besorgen, kann man sich dann im Markt nur mit einem sperrigen Karton, den man irgendwo leer aus dem Regal gezogen hat, behelfen. Nerv-Faktor: sehr hoch!

  • Kassier-Vorgang im Turbo-Tempo: man kommt kaum nach

    Auch das kennen die meisten Frauen zur Genüge: ist man dran, dann werden die gekauften Waren von der Kassiererin im Turbo-Tempo über das Band gezogen – und ganz egal, ob man einen Einkaufswagen, Einkaufskorb oder Stoffbeutel dabei hat: in der Absicht, mit dem Tempo der Kassiererin mithalten und alles schnell verstauen zu können, verheddert man sich meist noch mit irgendeinem Produkt an den Tragegriffen des Plastik- oder Stoffbeutels oder kommt in der Eile nicht dazu, fragile Ware ganz oben hinzupacken. Geplatzte Eier- oder Joghurtpackungen sind nicht selten die Folge….Nerv-Faktor: extrem hoch

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