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Ein Gastbeitrag von Rosanna. Die meisten Frauen kennen das sicher: da hat man einen Mann kennengelernt, das erste Date erfolgreich hinter sich gebracht, sich vielleicht mal zwischenzeitlich schon wieder getroffen – aber dennoch passiert nicht wirklich was. Und so dümpeln viele Kennenlernphasen öde vor sich hin.

Problematisch ist das vor allem für Frauen, die sich in den jeweiligen Mann verliebt haben und verständlicherweise genervt und ungeduldig sind, wenn es irgendwie nicht weitergeht.

Sprich: von ihm keine aktiven und zeitlich kurz aufeinanderfolgende Vorschläge für ein nächstes Treffen oder/und gemeinsame Unternehmungen kommen.

Viele Frauen klagen in unzähligen Online-Foren im Internet ihr Leid über zähe Kennenlernphasen, dabei ist das Ganze eigentlich recht einfach.

Denn: eine Kennenlernphase, in der es nicht voran geht und die vor allem aufseiten des betreffenden Kandidaten nicht forciert wird, dürften so gut wie immer zum Scheitern verurteilt sein.

Betroffene Frauen sollten deshalb die Zeichen und Signale klar erkennen und sich nicht verrennen, wenn sie bemerken, dass da von ihm sehr wenig kommt. Es kann in einer solchen Situation nämlich gut sein, dass er noch mehrere Eisen im Feuer hat und der Grund seiner kärglichen Meldefrequenz im Treffen weiterer Frauen liegt.

Dass er zwischendurch immer mal von sich hören lässt, ist klar, denn ein solcher Dating-Typ bedient sich lediglich der Taktik des Warmhaltens.

Da Sie aber bestimmt auf keinen Fall (s)ein Topf auf seinem „Warmhalte-Herd“ sein wollen, sollten sie sein Agieren in einer solchen Situation kennen und selbiges durchschauen.

Das geht nämlich ziemlich schnell, man (FRAU) muss nur seine Kommunikation richtig einzuordnen wissen.

Insofern liefere ich Ihnen hier mal zwei Beispiele aus meiner Datingwelt. Die zwei Kandidaten, um die es geht, hatte ich jeweils online kennengelernt und mit beiden befand ich mich in einer – wenn auch stockenden – Kennenlernphase.

Dass eine Fortsetzung dieser von den jeweiligen Herren nicht wirklich gewünscht war, brachten zwei simple Ausreden, die auch umgehend von mir als Ausreden erkannt wurden, ans Tageslicht.

Da war zum Beispiel Thomas (Name geändert). Mit ihm befand ich mich bereits in einer fortgeschrittenen Kennenlernphase. Allerdings nervten mich seine festen Anruf- und „Melde“-Zeiten, neben denen kaum weitere Telefonate oder eine anderweitige Kommunikation möglich waren.

So meldete sich Thomas jeweils morgens mit einer „Gute-Morgen“-SMS und abends um Punkt 20.15 Uhr in Form eines Anrufes.

Davor und danach war Funkstille. Als ich ihn abends mal nach 22.00 Uhr erreichen wollte, war sein Handy aus. Leider sahen wir uns auch sonst sehr selten, da Thomas nach eigenen Aussagen geschäftlich zwischen Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden pendelte.

Das hielt ihn allerdings nicht davon ab, weiter in der Singlebörse, in der wir uns kennengelernt hatten, aktiv zu sein. Ich bemerkte das, als ich eine Newsletter-E-Mail des besagten Dating-Portals erhielt und diesen abbestellen wollte. Versehentlich gelangte ich jedoch mit einem Klick auf das Portal, direkt in der großen Kandidaten-Galerie. Und siehe da: sein Profil wurde sofort als eines der Profile, die gerade online sind, angezeigt.

Nachtigall ick hör Dir trapsen!

Natürlich konfrontierte ich ihn beim nächsten 20.15-Uhr-Anruf sofort mit meiner Entdeckung.

Die Ausrede folgte freilich auf dem Fuße und sie lautete:

„Du, ja – das stimmt, ich war online, aber weißt Du warum?! Weil ich mich gerade abmelden wollte!“

Ja, ist klar….Ich glaubte ihm natürlich kein Wort und diese Kennenlernphase hatte sich somit auch überlebt.

Dass diese plumpe Ausrede allerdings noch getoppt werden sollte, erfuhr ich bei einem anderen Kandidaten – Enrico (Name natürlich wieder geändert!).

Auch hier zog sich die Kennenlernphase schon eine ganze Weile hin, ohne dass wir erkennbar „weiter kamen“.

Zwar waren Enrico und ich schon nach kurzer Zeit im Bett gelandet, aber das sagt heute ja nicht wirklich was aus.

Sein Meldeverhalten jedenfalls war schleppend und mit den Erfahrungen von heute, weiß ich, dass es eher Desinteresse war, aber leider, leider wollen ja auch solche Erfahrungen erstmal gemacht sein…

Jedenfalls wartete ich eines Tages auf einen vereinbarten Anruf von ihm, der nicht kam. Irgendwann ging ich ins Bett.

Am nächsten Tag las ich seine Nachricht, die da lautete – und jetzt kommt´s! – dass er beim Wäschewaschen eingeschlafen war.

Beim Wäschewaschen!

Wie man sich das vorzustellen hatte, blieb nebulös, in seiner Nachricht schilderte er es so, dass man annehmen musste, er hätte seine Wäsche aufgetürmt und gen Waschmaschine bugsiert und ist währenddessen eingeschlafen.

Wie auch immer – Einzelheiten zu dieser schrägen Ausrede kamen nicht mehr. Dafür aber zwei Tage später eine Mail von Enrico.

Er wollte mich nicht mehr treffen. Seine Gefühle reichten für „mehr“ nicht aus.

Ob ihm diese Erkenntnis beim Wäschewaschen gekommen ist, ist unklar.

Klar ist, dass manche (nein: viele) Männer während der Kennenlernphase um schräge Ausreden nicht verlegen sind. Vor allem dann nicht, wenn sie diesen Prozess eigentlich beenden wollen.

Wichtig ist in solchen Fällen nur, dass Frauen den Sinn hinter diesen schrägen Ausreden auch erkennen.

Also: bleiben Sie beim Dating wachsam und hören Sie vor allem auf Ihren Bauch. Und auf Ihren gesunden Menschenverstand!

Der besagt ganz sicher, dass verliebte Männer eher beim Herzblatt Ihrer Wahl sind, als Waschmaschinenknöpfe zu bedienen – oder?!

Bildnachweis: pexels.com

So langsam werden die Tage wieder kürzer und wer früh raus muss, der bemerkt sie schon: die Herbstkühle, die vor allem in den Morgenstunden präsent ist.

Auch die ersten Blätter verfärben sich und so manche Singleseele ist in nächster Zeit anfällig für trübe Gedanken.

Wenn sich erst Nebel und Regenschleier übers Land legen, neigen vor allem Frauen, die solo sind, dazu melancholisch zu werden. Kein Wunder: kreisen doch dann verstärkt wieder Kuschelbilder von verliebten Paaren am Kamin durchs Netz und so manche Freundin, mit der man in den warmen Monaten am Freisitz „Leute gucken“ konnte, igelt sich mit ihrem Liebsten wieder mehr ein.

Hinzu kommt, dass am Horizont schon die Festtage lauern – für die allermeisten Singles eher keine schöne Zeit.

Damit das trübe Wetter, das höchstwahrscheinlich in Kürze schon anrückt, nicht auch Trübsal in die Seele von Singlefrauen bläst, haben wir drei wirklich funktionierende Tipps zusammengestellt, die dem Herbstblues, entgegen wirken:

  • Starten Sie jetzt Ihr Intensiv-Pflege-Programm! Stöbern Sie in Parfümerien und Drogerien nach neuen Produkten und gönnen Sie sich das eine oder andere neue Produkt. Jede Saison hat ja so ihre Düfte – warum nicht danach Ausschau halten? Es muss ja nicht gleich ein neues Parfüm sein, ein schönes Schaumbad oder ausgefallenes Duschgel ist ebenso sinnvoll. Oder eine tolle Bodylotion. Denn mal ehrlich: gerade in der kälteren Jahreszeit wendet man doch diese Produkte sehr viel intensiver an. Wer legt sich schon bei 35 Grad im Schatten in die Badewanne und kuschelt sich danach stundenlang mit einem guten Buch aufs Sofa? Eben! Meist macht man im Sommer „kurzen Prozess“, duscht sich, spritzt den Lieblingsduft auf die Haut und spaziert zum nächsten Pool oder Straßencafé! Deshalb sind die ersten trüben Tage im Herbst perfekt geeignet, sich auch pflegetechnisch auf die kalte Jahreszeit einzustimmen!
  • Stöbern Sie schon jetzt nach schönen Büchern für die Herbst-/Winterzeit. Gerade im Herbst kommen alljährlich unzählige, neue Buchtitel heraus. Und die dunklen Monate sind nun mal DIE Lesemonate schlechthin! Und – ganz wichtig! -: wer in ein Buch vertieft ist, kann nicht gleichzeitig über sein Singledasein traurig sein!
  • Legen Sie sich ein (neues) Hobby zu – ändern Sie die Perspektive. Warum nicht zur Hobbyfotografin werden? Zum Beispiel. Zeigt sich der Herbst von der goldenen Seite, gibt es mehr als genug schöne Motive!
  • Wellnesstrip buchen – und wenn`s nur für ein paar Tage ist! Entspannt in der Sauna sitzen, wenn draußen die Herbststürme peitschen – was gibt es Schöneres? Gerade deshalb, weil man in den heißen Monaten Sauna- oder Dampfbad-Aktivitäten meist kaum oder nur eingeschränkt nachgeht, kann jetzt wieder in die Vollen gegangen werden! Deshalb: ein (verlängertes) Wochenende mit der guten Freundin in einem Wellness-Hotel tut mehr als gut und vertreibt dunkle Single-Gedanken definitiv! Und wenn nicht, ist ja jemand zum Quatschen da!

Apropos Quatschen: sollte Sie trotz allem mal der Single-Herbst-Blues ereilen, greifen Sie zum Hörer und rufen eine gute Freundin an oder verabreden Sie sich mit ihr!

Und – so ganz nebenbei – darf der Blick in die ein oder andere Singlebörse ruhig riskiert werden, denn: denn Männern gehts im Herbst oft nicht anders!

Nichts nervt Single-Frauen, die sich wieder eine Beziehung wünschen, wohl so sehr, wie die Partnersuche. Es ist seit Jahren bekannt, dass sich diese in den aktuellen Zeiten schwieriger gestaltet, als vor Jahrzehnten noch.

Und das trotz immens gestiegener Möglichkeiten, wie Online-Dating, Date-Veranstaltungen und sozialen Netzwerken, wo sich viele Solisten herumtreiben.

Wer aber als Frau aktiv im Leben steht, einen Job und einen Freundeskreis hat, weiß: die Suche kann nervig werden, vor allem, wenn sie online stattfindet. Und auch offline scheinen sich – trotz diverser Events, die sowohl im Berufs – als auch im Privatleben fast permanent geboten werden – immer weniger Leute zu finden, die eine Partnerschaft eingehen.

Genau eine solche Situation porträtierte am letzten Dienstagabend die ZDF-Doku „37 °“ mit „Sag mir wo die Frauen sind“. Nur dass es sich, wie der Titel schon sagt, in dem Film ausschließlich um Männer handelte, die von ihrer schwierigen Suche nach einer Partnerin berichteten. Zudem waren alle drei Protagonisten aus Ostdeutschland und auf dem Land zuhause.

Bezeichnend: keiner der drei vorgestellten Männer, deren Singledasein in ihrer ländlichen Heimat porträtiert wurde, betreibt Online- oder Speed-Dating. Im Gegenteil: bis auf einen Mann, Uwe, bleiben sie eher passiv in ihren Bemühungen, eine Partnerin zu finden.

Allerdings waren sie ziemlich auskunftsfreudig und beschrieben auf sympathische Weise, welche Vorstellungen sie von einer zukünftigen Partnerin haben. Neben dem schon erwähnten Uwe aus Leuna wurde auch ein Biobauer aus dem Erzgebirge vorgestellt – Stefan. Er hat Haus, Hof und Tiere und hätte es schon gern, dass seine spätere Herzensdame zu ihm auf den Hof ins schöne Sachsen zieht.

Auch Olaf (im Bild), ein weiterer Protagonist aus der Sendung, ist mehr oder weniger ortsgebunden – er betreibt auf der Insel Usedom eine Pferdezucht und bietet in der Saison Ausritte mit seinen Tieren für Touristen an.

Uwe, der bereits schon erwähnte dritte Single, lebt ländlich im mitteldeutschen Leuna und findet ohne Partnerin „alles öde“.

Für die drei porträtierten Singlemänner ist es nicht unbedingt leicht, in ihrem Umfeld eine Partnerin zu finden, da vom dörflichen Raum viele (junge) Frauen in die Stadt abwandern. Und da die Jungs – wie eingangs schon erwähnt – weder in Sachen Online-Dating aktiv werden noch entsprechende Single-Events besuchen, ist ihre Situation wie sie ist.

Doch suchenden Frauen sollte das ein Wink mit dem Zaunpfahl sein, denn: alle drei Männer sind sympathische Typen, bodenständig, ohne Allüren und berufstätig ebenso. Mitten im Leben also – wie die meisten Frauen ab Anfang / Mitte Dreißig aufwärts auch. Die Altersklasse also, die auch in Singlebörsen häufig vertreten ist und so selten fündig wird.

Warum sich also – selbst wenn man (FRAU) in der Stadt lebt – nicht auch im dörflichen Raum nach einem Partner umschauen?

Eigentlich eine gute Idee, wenn nicht die Frage wäre, wie man überhaupt mit solchen Männern in Kontakt kommt? Die Protagonisten aus der Doku bleiben – wie gesagt – passiv und sind demzufolge auch in keiner Online-Singlebörse vertreten.

Man darf davon ausgehen, dass auch viele andere Landsingles so verfahren. Was also tun, wenn doch hier – trotz allem – vielleicht die Chancen, auf einen kernigen Naturtypen, der Single ist, recht gut stehen?

Unser Tipp:

schauen Sie in die (Online)Ausgaben der ländlichen Zeitungen in Ihrer Region. Es gibt kaum ein Wochenende, auf denen auf den Dörfern nicht irgendwas los ist. Vom Frühlings-, Sommer-, Herbst und Winterfest über Osterfeuer und kulinarische Märkte bis hin zu zünftigen Bauernfeten – es wird viel geboten auf dem Lande. Viele Feste werden am jeweiligen Vorabend zudem mit einer Disko-Veranstaltung eingeleitet.

Klar – den städtischen Schick sollte man in einem Festzelt auf dem Land vielleicht nicht erwarten, aber die Chancen stehen hoch, dass man hier auf  Singlemänner trifft. Ebenso wie auf den aufgezählten Festivitäten, bei denen die Dorf-Jungs sich oft auch aktiv einbringen.

Warum also nicht mal vor Ort schauen, was so geht? Klar, eine gewisse Affinität für diesen Schlag Mann sollte FRAU schon mitbringen. Wer mehr auf den durchgestylten Porsche-Fahrer im Designer-Look steht, ist hier fehl am Platz, das ist natürlich fakt.

Wer sich aber nach einem Partner sehnt, der nicht abgehoben und auch Realist ist, eine positive Einstellung zu Natur und Heimat hat und das Herz meist am rechten Fleck, der sollte auf jeden Fall mal einen Blick auf den Dörfern in seiner Umgebung riskieren! Und dann natürlich auch den Mut haben, ein paar Worte zu sagen, ein Gespräch zu beginnen.

Denn: auch echte Kerle vom Land können schüchtern sein. Hier als Frau dezenten den Anfang zu machen, kann sich lohnen!

Wer nun auf die 37°-Doku und die drei beschriebenen Protagonisten neugierig geworden ist, kann diese noch bis 20.08.19 anschauen und zwar hier.

Bildnachweis: © ZDF/Thomas Henk Henkel

Man kann es auch anders formulieren: oft klappt es nicht, sehr oft sogar. Vor allem dann nicht, wenn FRAU die 30 ab der Mitte schon verlassen und die 40 schon im Blick hat.

Natürlich ist diese Art des Datens ein Riesenthema – vor allem im Netz. Es wird nach den Gründen, warum es nicht klappt, recherchiert, es werden Tipps gegeben, eine Armada von Dating- und Coaching-Experten zieht für und mit einsame(n) Herzen ins Feld. Und auch der Büchermarkt wartet mit unzähligen Ratgebern in Sachen Online-Dating auf.

Allerdings kann man sich das meiste sparen, denn die Gründe, warum Online-Dating meist mit viel zu vielen Erwartungen überfrachtet und eben nicht selten deshalb zum Scheitern verurteilt ist, braucht man nicht noch nachzulesen oder via Coaching aufzuspüren, das geht ganz locker auch alleine.

Oder – um es anders zu formulieren: betreibt man das Online-Dating eine ganze Weile, wird einem schnell klar, dass hier auf die Schnelle kaum etwas Ernsthaftes zu realisieren ist.

Am besten wäre deshalb, dass Frauen, die damit beginnen, einen Partner im Internet zu suchen, wirklich ganz locker herangehen, am besten ohne Erwartungen.

Ist nicht einfach – klar! –  denn natürlich hat man (FRAU) Erwartungen, wenn man in Sachen Herzflimmern online geht. Sonst kann man es ja gleich lassen.

Aber dennoch: die Erfahrungen zeigen, dass Geduld und ein gewisses dickes Fell mitgebracht werden müssen, wenn man sich den Traummann digital angeln will.

Ganz wichtig ist auch die Vermeidung von Liebeskummer, der gerade bei dieser Art des Datens superschnell zuschlagen kann. Oft in Situationen, in denen ein erfolgreiches Date mit weiteren Treffen fortgesetzt wird und es womöglich schon die ein oder andere heiße Nacht gibt. Genau hier schnappt die Falle so oft zu, denn wo die weibliche Dating-Kandidatin hier vielleicht schon den Beginn einer traumhaften Beziehung sieht und sich verliebt hat, ist es vielleicht für den männlichen Part eher immer noch der „mal-schauen-und-es-laufen-lassen“-Modus.

Parallel-Dating ist von Beginn an ein großer Frustfaktor bei dieser Art des Kennenlernens. Die Erfahrungen darüber sind zu -zigtausenden Posts im Internet abrufbar und bis heute handhaben nicht wenige Männer ihre Online-Treffen parallel. Frauen natürlich auch, wobei die meisten Postings, die von der Verletzung und Empörung in Sachen Paralleldating zeugen, von Frauen stammen.

Hier sollte innerhalb eines Kennenlernprozesses, wenn sich denn ein mulmiges Gefühl einstellt, genauer drauf geschaut werden, wie sich der männliche Singlebörsen-Kandidat gibt. Meldet er sich erst spät auf Nachrichten, hat er permanent sein Smartphone am Mann, verschiebt er Treffen oder sagt sie ab?

Muss nicht, aber kann auf Paralleldating deuten, ein gesundes Misstrauen ist definitiv ein besseres Rüstzeug fürs digitale Flirten als Naivität oder/und Gutgläubigkeit. Vor allem auch deshalb, weil bei Weitem nicht jeder Mann, der in einer Single- oder Partnerbörse angemeldet ist, tatsächlich ernsthaft eine Partnerin sucht. So man(n)cher sucht auf diese Art einfach nur erotische Abwechslung, kommuniziert dies aber freilich nicht.

Oftmals wird bis weit in die intensive Kennenlernphase getrickst, nur um diese dann, so wie den gesamten Kontakt, zu beenden. Wie man die Warnsignale erkennt, steht hier ganz gut beschrieben.

Natürlich klingt das jetzt alles total negativ, so manche wird vielleicht nun schon die Nase voll haben vom Singlebörsen-Dating, bevor sie sich überhaupt registriert hat.

Ganz so wild ist es freilich nicht, was die Liebespaare, die sich ja tatsächlich virtuell im Web gefunden haben, belegen. Nur darf eben diese Art des Kennenlernens nicht als rosarot angesehen werden oder als ein Kontakte-Generator mit schnellem Erfolg.

Die großspurige Werbung für Partnerportale, die vor allem in Städten umfangreich platziert ist, versprechen leider etwas anderes und kommunizieren eine Leichtigkeit der Partnersuche, die so real oftmals nicht gegeben ist.

Nicht umsonst wurde die Werbung eines großen Partnerportals, das da mit – Sie wissen schon – „alle elf Minuten verliebt sich ein Single…..“ warb, zum Running-Gag. Denn viele Leute, die sich darüber lustig machten, betonen – nicht ganz zu Unrecht – das „einer verliebt sich“. Was logischerweise impliziert, dass es der andere nicht tut.

Insofern – wie gesagt: Online-Dating kann klappen, muss nicht!

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Selbstvermarktung fällt vielen Menschen schwer – allerdings: ohne gehts manchmal nicht, vor allem beim Online-Dating. Ehe es hier zum ersten Telefonat oder Treffen kommt, muss der suchende Single zunächst ein Profil ausfüllen und sich selbst beschreiben, oft ziemlich umfangreich.

Ein Klacks natürlich für Leute, die sowas aus dem Ärmel schütteln und drauf lostexten können. Das sind allerdings die wenigsten.

Viele Menschen tun sich schwer damit, sich selbst zu beschreiben und ihre Vorteile herauszustellen. Doch darum gehts beim Online-Dating nunmal, zumindest am Anfang. Viele Erfahrungswerte zeigen, dass Profile, die gekonnt und mit einer Prise Humor getextet sind, sehr viel häufiger aufgerufen werden, als Profile, die nur mit einem steifen, steckbriefartigem Infokasten aufwarten.

Doch was, wenn man (FRAU) absolut nicht die richtigen Worte findet, um das eigene Singlebörsen-Profil adäquat auszufüllen? Dann kommen immer häufiger Ghostwriter ins Spiel. Den Begriff „Ghostwriter“ verbinden womöglich viele Leute eher mit Glanz und Glamour auf Hollywood-Parkett, aber ganz so ist es nicht.

Ghostwriter nennt man auch die Leute, die sich professionell darum kümmern, dass das eigene Singlebörsen-Profil mit einem ansprechend-knackigen Text ausgefüllt und so der passende Kandidat damit angesprochen wird.  Meist arbeiten sie mit Singles, die dem akademischen Milieu entstammen und keineswegs Probleme mit der deutschen Rechtschreibung, aber vielmehr mit der eigenen Selbstvermarktung haben. Denn: wann kommt man schon in eine Situation, in der man die privaten Schokoladenseiten ausgiebig präsentieren soll?

Das passiert so speziell doch eigentlich nur beim Online-Dating. Und da wollen nunmal die richtigen Worte gefunden werden, wenn man selbst fündig werden will. Es geht ja nicht um irgendetwas, sondern um den Traumpartner, den man zu finden gedenkt.

Deshalb lassen sich sehr viele Singles ihr Online-Dating-Profil einfach vom Profi texten. Ein solcher Profi, der sich auf Ghostwriting spezialisiert hat, ist Bettina Dahlhaus aus Hamburg. Sie ist der Ghostwriter bzw. die Ghostwriterin hinter vielen Profilen in Singlebörsen und übernimmt für ihre Kunden die professionelle Profilerstellung beim Online-Dating. Darüber hinaus bietet sie weitergehende Leistungen für (Noch)Singles an – eine  hochspannende Tätigkeit, über die Frau Dahlhaus, die einst bei der Frauenzeitschrift FÜR SIE tätig war, in einem Interview mit dem Frauenmagazin Frauenpanorama.de gesprochen hat – lesen Sie es hier.

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Ein Gastbeitrag von Carola. Weibliches Bauchgefühl trügt nie, wirklich nie! Das weiß wohl inzwischen so ziemlich jede Frau. Blöd nur, dass man (FRAU) dieses körpereigene Navi nur zu oft (und zu gern) überhört. Zumindest geht mir das oft so. Große Erfahrungswerte habe ich in diesem Zusammenhang übrigens früher beim Online-Dating gesammelt. Und viel Lehrgeld bezahlt!

Viel zu oft leider habe ich meine Zeit mit Dates verbracht, die von Vornherein zum Scheitern verurteilt waren. Und – um beim „Lehrgeld zahlen“ zu bleiben – ich habe nicht selten sogar die Rechnung für den Dating-Kandidaten mit bezahlt. Ja, sowas gibt’s auch und das hatte in diesen Momenten nichts mit dem Thema Gleichberechtigung zu tun. Oft waren diese Kandidaten chronische Pleitegeier. Aber das nur am Rande.

Fakt ist, dass es, als ich Single war, mehr als einmal diesen einen Moment beim Dating gab, wo ich dachte: „Hm…na ja, so toll ist das jetzt nicht.“

Oft kamen mir diese Gedanken beim Telefonat mit einem Mann aus der Singlebörse. Hier erfährt man (FRAU) ja schon immer sehr viel und kann ob eines solchen Plausches für sich entscheiden, ob man ein persönliches Treffen wahrnimmt oder es bleiben lässt.

Leider habe ich mich viel zu oft für die erstere Variante entschieden, auch wenn es im Telefonat zuvor Situationen gab, die mein schlechtes Bauchgefühl Achterbahn haben fahren lassen.

Ich bin aber eben ein Mensch, der nach dem Motto: „Dem sollte man eine Chance geben“ verfährt, wobei man das „dem“ hier getrost auf den männlichen Singlebörsen-Kandidaten übertragen kann.

Natürlich – Sie ahnen es vielleicht schon – ging das immer schief. War schon am Telefon irgendwas, was nicht ganz so rund war, so kam das natürlich bei dem persönlichen Treffen heraus.

Um es zusammenfassend zu sagen: solche Dates waren immer Zeitverschwendung – immer! Und mehr als einmal habe ich mir im Nachgang gesagt: „Hätte ich es bloß gelassen“.

Nun, auf diesem Gebiet bin ich mittlerweile „geheilt“, was aber auch daran liegen kann, dass ich meinen Traumpartner zwischenzeitlich gefunden habe, offline übrigens!

Im täglichen Leben allerdings kommt es schon immer mal noch vor, dass ich mich im Nachgang über eine Situation, die ich zugelassen habe, ärgere.

Das beste Beispiel dafür war das vergangene Wochenende. Wir – mein Partner und ich – waren in den Tagen zuvor sehr eingespannt, einschließlich des Feiertages. Wir haben ein fünfjähriges Kind, das wir in dieser Zeit in die Obhut der Großeltern gegeben haben.

Am Wochenende war dann – endlich! – für die ganze Familie Relaxen angesagt.

Da mich aber noch das schlechte Gewissen plagte, dass wir zuvor so wenig Zeit für das Kind hatten und ich ein Mensch bin, der allergrößten Wert auf gemeinsame, familiäre Unternehmungen legt, schlug ich am Samstag vor, eine Radtour zu machen. So richtig hatte niemand Lust, das Kind nicht und mein Partner auch nicht.

Mein Kind war beschäftigt mit Trampolinspringen und mein Partner entspannte sich mit einem Buch auf der Gartenliege. Ich selbst hatte auch noch eine Menge an Lesefutter und machte es mir auch erstmal auf der Gartenliege bequem.

Eigentlich hätte das alles an diesem Nachmittag so bleiben können.

Wenn…ja: wenn mich nicht mein schlechtes Gewissen (was ich laut meinem Partner gar nicht haben müsste) weiter geplagt hätte und ich auf eine gemeinsame Unternehmung an diesem Samstag setzte.

Nun: es kam, wie es kommen musste. Letzten Endes brachen wir – mehr oder weniger eher pflichtbewusst, als mit voller Lust – am späteren Nachmittag zu einer kleinen Radtour auf.

Und was soll ich Ihnen sagen? Wir kamen nicht mal vier Kilometer weit, weil mein Kind schon nach 15 Minuten in einer Kurve (wir fuhren auf einem autofreien Landwirtschaftsweg) so derartig hinfiel, dass sie ihren gesamten Mund in Mitleidenschaft zog, inklusive der Zähne.

Ihre beiden Schneidezähne oben hingen runter wie bei Dracula, dass es noch die Milchzähne sind, ist ein wenig Glück im Unglück.

Wir brachen das Unterfangen natürlich umgehend ab und schoben unsere Räder heim, unter dem Weinen meines Kindes.

Wie es weiterging? Zahnarzt, röntgen, eine kleine Kiefernbehandlung – das volle Programm. Glücklicherweise hatte der Fahrradunfall für mein Kind ansonsten keine bleibenden Folgen, aber ich ärgerte mich natürlich schwarz. Warum haben wir an dem besagten Nachmittag nicht einfach die Dinge belassen, wie sie sind?

Logisch, dass ich mir nach diesem Ereignis -zigmal sagte: „Hätte ich`s doch bloß gelassen!“.

Und wissen Sie was? Das nächste Mal – lasse ich es tatsächlich.

Es ist eigentlich genau die Funktion, die auf Facebook noch gefehlt hat: eine Rating-Option. Denn wo schon Millionen von Leuten sind, die in ihren Profilen sowohl Hobbies als auch Beziehungsstatus & Co. eingeben, ist es für den Algorithmen-Modus kein Problem, Leute mit gleichen Interessen digital zu verkuppeln. Und Facebook wäre wohl nicht Facebook, würden sie dieses Geschäft nicht mitnehmen.

Allerdings wird der Monopolist wohl auch hier wieder mit Gegenwind rechnen müssen, denn Kritik an der neuen Dating-Funktion kommt von Opfern von Romance Scammern. Und zwar konkret von solchen Opfern, die über Facebook an Liebesschufte geraten sind.

Mittlerweile gibt es vor diesen Kriminellen kontinuierlich Warnungen seitens Polizei und Verbraucherzentralen, denn auch, wenn vieles über die verschiedensten Betrugsfälle öffentlich wird – eingedämmt ist das Treiben dieser Leute noch lange nicht.

Und da sich solche – meist männliche – Personen häufig via Facebook das Vertrauen ihrer Opfer (meistens sind das Frauen) erschleichen, verwundert es nicht, dass die Skepsis groß ist.

Ist es für Romance Scammer schon jetzt ein Leichtes, per Mausklick Geld, Sachwerte und nicht zuletzt Gefühle eiskalt abzuzocken, steht völlig zu Recht die Frage im Raum, wie der Internet-Gigant dieses Problem innerhalb der neu entstehenden Facebook-Dating-Funktion angehen und lösen will?

Denn: so richtig lösbar ist das nämlich nicht, gerade Singlebörsen dürften ein Lied davon singen können. Kann man sich doch heutzutage in der virtuellen Welt im Handumdrehen ein seriöses Profil anlegen, selbst wenn man hochkriminelle Absichten hat.

So kann bis heute – mal als Extrembeispiel genommen – kein hochkarätiges Partnerportal verhindern, dass sich vom Romance Scammer bis hin zum Serienmörder kriminellste Gestalten bei ihm anmelden. Sieht bzw. liest man ja keinem an!

Genau das machen sich die Romance Scammer zunutze und zwar webweit! Liest man sich durch die Fälle der Opfer, ist fast immer, wenn es um digitales Romance Scamming geht, von Facebook oder irgendeiner Singlebörse die Rede. Hier lernen sich Opfer und Täter zum Großteil kennen – fast immer mit verheerenden Folgen.

Allein die Fälle, die in den letzten Wochen veröffentlicht wurden, lassen einem die Haare zu Berge stehen. Mal sind es 7000,00 €, die Frauen an Romance Scammer verloren haben, mal 100.000,00 €. Selbst ganze Sachwerte sind schon in die Hände dieser skrupellosen Typen geraten.

Ein Ende ist nicht in Sicht – warum sollten sich die kriminellen Abzocker dieses miese Geschäft auch entgehen lassen? Bei aller Aufklärung gibt es doch leider immer noch Menschen, die entweder davon noch nie was gehört haben oder nach dem Motto „meiner ist anders“ verfahren.

Insofern ist die entfachte Debatte um die Sicherheitsstandards von Facebook im Zusammenhang mit der geplanten Dating-Funktion mehr als wichtig! Vielleicht gelingt es dem sozialen Netzwerk ja, hier entsprechende Filtermechanismen einzubauen. Zu wünschen wäre es – allein vor dem Hintergrund des Leids der unzähligen Opfer!

Wenn Sie mehr zum Thema erfahren wollen, empfehlen wir Ihnen den englischen Originalbericht zum Thema „Facebook und Dating-Funktion“.  

Wie skrupellos sich die Romance Scammer an ihre Opfer auf Facebook heran machen, hat unsere Kolumnistin Barbara Edelmann kürzlich in einem ihrer Artikel abgehandelt, sie finden ihn hier.

Bildnachweise:

Fotograf: Marcio Jose Sanchez / Bildnachweis: picture alliance / AP Photo

Prominente dürften in normalen Singlebörsen wohl selten bis gar nicht vertreten sein – es sei denn, sie sind inkognito unterwegs…! Sollte stimmen, was jetzt bekannt wurde, dürfte das zumindest aktuell anders sein und manchen weiblichen Single aufhorchen lassen. Denn: nach Informationen der BILD soll der smarte RTL-Bachelor Jan Kralitschka aktuell bei Parship daten. Dass er gleichzeitig auch Werbefigur für die Singlebörse ist, soll keine Rolle spielen. Der attraktive Solo-Mann hat wohl – laut BILD-Angaben – die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und sich kurzerhand ein Profil auf der Online-Plattform angelegt. Wohl ganz nach dem Motto: „Wenn man(n) schon mal dabei ist“

Doch ob er letztlich wirklich reale Dates mit den suchenden Frauen verabredet? Und: hat denn die normale Frau von nebenan überhaupt eine Chance, den Bachelor real zu Gesicht zu bekommen?

Fragen über Fragen, die wohl nur die Frauen brennend interessieren dürften, die derzeit bei Parship daten und im regionalen Umfeld von Jan Kralitschka wohnen. Es sei denn, der gutaussehende Solist sucht bundesweit. Bekannt wurde darüber nichts.

Mehr zu dem Coup, von dem man schlecht wissen kann, ob er PR oder real ist, finden Sie hier.

Bildnachweis:

Fotograf: Jens Kalaene / Bildnachweis: (c) dpa

Dating - für viele Paare der Anfang

Oktober, November, Dezember, Januar und Februar – gemeinhin gelten diese Monate als eine Saison, die vor allem Singles, die beim Dating noch nicht den Traumpartner gefunden haben, zu schaffen macht. Ist doch um einen herum alles nasskalt, trüb und öde und kein Partner an der Seite, mit dem man kuschelige Abende vor dem Fernseher oder gemütliche Samstage im Bett verbringen kann.

Dating in der warmen Jahreszeit wird angepriesen

Die dunkle Jahreszeit gilt gemeinhin als eine „Depri-Zeit“, die Leuten, die darunter leiden, keinen Partner zu haben, extrem zu schaffen macht.

Diese Meinung ist gesellschaftlich weit verbreitet und wird auch medial befeuert. Insofern wundert es nicht, wenn ab den ersten Sonnenstrahlen im Frühling der Tenor euphorisch wird und das Dating in der warmen Jahreszeit als verheißungsvoll und erfolgreich gepriesen wird.

Dass sich natürlich auch bei schönem Wetter ein Flop nach dem anderen beim Dating – online oder real – einstellen kann, wissen unfreiwillige Singles schon lange.

Glückliche Paare deprimieren Singles im Sommer sehr oft!

Und sie kennen den Gemütszustand nur zu gut, der sie ereilt, sobald man der vielen Paare, die bei angenehmen Temperaturen die Mehrzahl im öffentlichen Raum zu stellen scheinen, angesichtig wird.

Insofern wird es Zeit, dass mit dem Mythos aufgeräumt wird, dass der Frühling die Zeit des erfolgreichen Datings ist. Dem ist leider ganz und gar nicht so – es gibt keinen Unterschied zu Dates im November oder im März oder Mai. Dementsprechend miesen fühlen sich nicht wenige Singles in den frühlingshaften Monaten oder im Sommer. Im Magazin männliche-untreue.de, das sich sehr viel mit dem Thema Dating befasst, ist dazu ein interessanter Artikel erschienen, lesen Sie mal – Sie finden ihn hier.

Bildnachweis: pexels.com