Freitag, 3. Dezember, 2021

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Flirt-Fest für Landwirte als Desaster – nur eine Frau erschien!

Fast können Sie einem leidtun – die ganzen Landwirte, die der Einladung eines Internetportals, das Landwirte mit interessierten Frauen zusammenbringen will, gefolgt sind.

Insgesamt 22 Landwirte sind wohl mit der Hoffnung angereist, mit verschiedenen Frauen in Kontakt zu kommen. Diese aber zerschlug sich jäh, als auch die Veranstalterin realisierte, dass die meisten angemeldeten Frauen gekniffen haben. Ganze elf Singleladies sind zu der Flirt-Veranstaltung nicht erschienen. Was für eine Enttäuschung!

Das Internetportal ze.tt.de berichtet über dieses Desaster wie folgt:

„Elf angemeldete Teilnehmerinnen sind wie vom Erdboden verschluckt. Der Plan, an diesem Oktoberwochenende die bessere Hälfte zu finden, erscheint nun hoffnungslos für die Landwirte. Der Stachel sitzt tief. Denn der Schock zu Beginn des Flirtfests ist sinnbildlich ist für die Situation der Bäuer*innen in Deutschland und Österreich. Sie kennen den Partner*innen-Mangel zu gut und erleben immer wieder, wie Landflucht, falsche Vorstellungen von der Landwirtschaft und eine mangelhafte Wertschätzung ihres Berufs die Suche nach Lebensgefährt*innen zur Qual machen.“

Tja, die Landflucht und die Suche der Landwirte nach der großen Liebe. Oder zumindest erstmal nach einer sympathischen Frau, die dem Landleben und damit einem Landwirt nicht abgeneigt ist. Nun – was die Landflucht betrifft, die ist oftmals gar nicht so immens gegeben, wie sie medial dargestellt wird.

Landflucht – ja und nein! Viele Landwirte in gefragten Regionen

Hier muss man differenzieren, zwischen dörflichen Regionen, die wirklich „weit hinter den sieben Bergen“ versteckt und oftmals sogar vom öffentlichen Nahverkehr abgeschnitten sind und den Gegenden, die sich ländlicher Natur um Großstädte schmiegen. Letztere sind nämlich kaum von Landflucht betroffen – im Gegenteil: hierher zieht es sehr viele Familien, die der Großstadt aus verschiedenen Gründen überdrüssig sind. Und in diesen Gegenden gibt es auch Landwirte.

Allerdings kommen die „Neuen“ aus der Großstadt schon als familiäres Gespann, also zumeist Mutter, Vater und Kind(er), auf`s Dorf. Singles indes verirren sich zum Wohnen allein eher nicht aufs Land – zumindest keine alleinstehenden Personen aus der Großstadt.

Insofern kann es schon zum Problem werden, wenn sich ein Landwirt binden will. Frauen sind tatsächlich in vielen Dörfern Mangelware. Die, die es im Umkreis gibt, sind schnell unter der Haube, viele Frauen ziehen auch weg und dann…..ja: dann bleibt Solo-Männern auf dem Land wirklich nicht mehr viel Auswahl.

Für viele Frauen sind Landwirte nicht attraktiv

Hinzu kommt – und auch das wird auf ze.tt.de beschrieben – dass nicht wenige Frauen die Zukunft auf einem Bauernhof, zusammen mit einem Landwirt, nicht unbedingt attraktiv finden. Tiere versorgen, Ställe ausmisten, sich um Haus und Hof kümmern – das ist schon ein Stück weit eine Herausforderung.

In dem besagten Artikel auf ze.tt.de bekommt man in diesem Zusammenhang einen Einblick, Zitat:

„Franz, 31 Jahre, geht gerne schwimmen und liebt die Natur. Ein gemütlicher Kerl samt Dreitagebart. Er spricht schüchtern, aber freundlich. Franz betreibt eine Schweineaufzucht in Österreich. Auf das Flirtfest hat der junge Landwirt sich gefreut, weil man da gleich „mehrere potenzielle Partnerinnen zur Auswahl und einen persönlichen Kontakt und Austausch hat“. Natürlich habe Franz mehr Frauen erwartet, aber „leider haben die irgendeine Scheu“. Er seufzt. Es liege an der fehlenden Wertschätzung für seinen Beruf, dass die Partnerinnensuche so schwer sei: „Früher genoss ein Landwirt viel höheres Ansehen.“

Auch folgende Zeilen lesen sich interessant:

„Robert Herzog, ebenfalls Typ gemütlicher Bauer von nebenan, richtet seine Sonnenbrille und streicht sich über seine ausgewaschene Bluejeans. Der 35-Jährige überragt mit knapp zwei Metern die anderen Teilnehmer*innen und pflichtet Franz bei: „Ich denke, dass die Landwirtschaft in gewissen Bereichen an Wertigkeit verloren hat.“ Teilweise kämen zu ihm aber heute wieder junge Kund*innen aus den Städten, die ein Bewusstsein für Qualitätsprodukte hätten, gerne regional einkauften und bereit sein, etwas höhere Preise zu bezahlen. Die Partner*innen-Suche erleichtere das indes nicht. Robert, der Umwelt- und Bioressourcenmanagement studiert hat und dann zurückkehrte auf den elterlichen Rinderhof, sucht seit drei Jahren auf verschiedenen Partnerbörsen eine Lebensgefährtin. Erfolglos. Davor hatte er zwar ein paar Beziehungen, aber sie waren nur von kurzer Dauer. Trennungsgrund war oft die Landwirtschaft. „Das Interesse der Frauen ist immer schnell verflogen.“

Das ist schon bezeichnend – oder? Vor allem angesichts der Tatsache, dass es vor allem Frauen sind, die sich oft bewusst ernähren und meist auch zielgerichtet nach regionalen, landwirtschaftlichen Produkten in ihrer Region suchen. Die Landwirte jedoch, die nicht selten mit „im Angebot“ sind, sind dann eher nicht von Interesse.

Landwirte haben als Partner auch ihre Vorteile

Schade eigentlich! Immerhin hat der Landwirt eine Umgebung um sich, in der andere Urlaub machen und ganz so anstrengend wie früher ist ja Landwirtschaft heute auch nicht mehr. Wenn auch nicht vergleichbar mit einem Job im Büro.

Wie aber erging es der einzigen Frau, die auf dem Flirt-Fest erschienen ist? Hat sie den Landwirt ihrer Träume gefunden?

ze.tt.de schreibt hierzu:

„Mittendrin immer noch: die Henne im Korb, die einzige Flirtfesteilnehmerin. Sarah*, 34 Jahre – mittelgroß, schwarze Haare, Jeansshorts – ist auf einem Hof in Ostdeutschland aufgewachsen, lebt in Bayern und will ihren richtigen Namen lieber nirgends lesen. „Als ich erst mal nur Kerle gesehen habe, wäre ich fast auf Toilette verschwunden und nie mehr wiedergekommen“, lacht sie über den Anfangsschock. „Dann wurde aber mein Name schon aufgerufen und es war zu spät.“ Zwar sein die anderen alle „ganz lieb“, aber für sie sei nicht „der Richtige“ dabei.„

Tja…Da kann man(n) nichts machen. Zumindest nicht für den Moment. Aber auch für den Landwirt gilt: niemals aufgeben! Der richtige Topf zum Deckel findet sich bestimmt. Und: Solo-Frauen ist der Blick aufs Land überaus zu raten – siehe auch hier.

Den gesamten Beitrag von ze.tt.de können Sie hier lesen.

Bildnachweis: pexels.com

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