Montag, 26. Februar, 2024

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Vor der Ernährungsumstellung eine Woche Urlaub! Kolumne aus der Chefredaktion

Seit einigen Wochen höre ich mit riesiger Begeisterung den Podcast von Ernährungscoach Dr. Matthias Riedl. Der Arzt aus Hamburg ist in Sachen Ernährung und Ernährungsumstellung eine Koryphäe und zeigt in aller Deutlichkeit auf, dass falsche Nahrung krank machen und erhebliche gesundheitliche Probleme verursachen kann.

Entdeckt habe ich ihn per Zufall – in meiner Lese-App, wo er mit eigenen Zeitschriften präsent ist und dann auch noch auf Spotify, wo ich normalerweise nur True Crime-Podcasts höre. Aber wie das manchmal so ist: Der Algorithmus schlägt einem was vor oder aber man stöbert selbst durch die Streaming-Angebote und stößt auf dieses und jenes.

Nun gut. Auf jeden Fall blieb ich an diesem Podcast hängen und lauschte mit wachsendem Interesse den Ausführungen des Ernährungsdocs. Sein Ansatz ist so genial wie simpel:

Richtig essen für die Gesundheit – darum ist eine Ernährungsumstellung wichtig

Richtiges Essen sorgt nicht nur für ein gutes Gewicht, sondern kann der Gesundheit super dienlich sein. Dr. Riedl geht sogar soweit, dass er sagt, dass der Großteil der Patienten, die beim Arzt im Wartezimmer sitzen, durch falsche Ernährung krank sind. Dieses Konzept interessierte mich und Kilos verlieren wollte ich obendrein (viel zu lange schon…).

Also begann ich, etliche Tipps des Ernährungsdocs umzusetzen und siehe da: Es funktioniert! Ich ernähre mich leichter, gesünder und zudem in Abständen, die Körper und Darm guttun.

Allerdings wäre es ratsam gewesen, wenn ich mir vor der Ernährungsumstellung eine Woche Urlaub genommen hätte. Denn: Viel zu viel im Zusammenhang mit dem gesunden Essen, den Zutaten und den Produkten lernt man erstmal hinzu. Und da ich ohne große Vorbereitung spontan mit der gesünderen Ernährung angefangen habe, habe ich mich im Vorfeld gar nicht groß schlau gemacht.

Das kommt jetzt alles nach und nach, wenn ich mich daran mache, die Rezepte des Gesundheitspabstes kontinuierlich nachzukochen. Und mich zusätzlich auf Instagram & Co. durch die Millionen von Lowcarb- und Zuckerfrei-Rezepte wühle.

So musste ich beispielsweise erst einmal schauen, wo ich Ahornsirup herbekomme oder Sesam und Erdnussöl. Klar – gibt es alles in gut sortierten Supermärkten und Drogeriediscountern, aber wenn man bislang mit diesen Produkten nicht groß in Berührung gekommen ist, kann es schon mal dauern mit dem Einkauf.

Die Suche nach guten zuckerfreien Produkten ist erstmal zeitaufwendig!

Verblüfft bin ich außerdem, wie viele Lebensmittel Zucker beinhalten – und das nicht zu knapp! Mein Stammsupermarkt führt nicht einmal Naturjoghurt ohne Zucker. Eine Internetrecherche ergab, dass es durchaus ein paar Sorten Naturjoghurt gibt, die ohne den industriellen Süßstoff auskommen, aber diese Märkte liegen nun gar nicht auf meiner täglichen “Rennstrecke”. Und im Alltags-Hamsterrad zwischen Familie, Job, Haus, Garten, Haushalt & Co. ist es tatsächlich extrem zeitaufwendig, zu schauen, wo ich welche Lebensmittel herbekomme.

Hat man das erst einmal alles recherchiert, herausgefunden und gecheckt, dann kann man die Wege und Einkäufe im Zusammenhang mit der neuen Ernährung besser in seinen Alltag integrieren – aber soweit muss man erst mal sein!

Ich erschließe mir das – wie gesagt – nach und nach. Habe mir vorgenommen, einen Biobäcker in meiner Nähe aufzusuchen, einen Bauern und eben regelmäßig in jenem Supermarkt vorbeizuswitchen, der den zuckerfreien Naturjoghurt hat. Um dort – klar! – auf Vorrat zu kaufen, zumindest für eine Woche.

In Sachen Ballaststoffe muss man auch schauen, denn längst nicht jeder Supermarkt hat diese Produkte in umfangreicher Auswahl im Angebot. Hier muss man meist Bio- oder Großsupermärkte aufsuchen, wo man oftmals auch nicht mal eben so vorbeikommt.

In Ruhe schauen, wo man gute und gesunde Lebensmittel herbekommt

Deshalb mein Rat an all jene, die eine Ernährungsumstellung angehen wollen: Sich einfach mal in Ruhe ein paar Tage frei nehmen oder den Urlaub respektive die Ferien der Kinder dazu nutzen, um mit Bedacht und ohne Stress zu schauen, wo es welche Lebensmittel, regionale Erzeuger oder/und geeignete Bauernhöfe in der Nähe gibt, um den neuen gesunden Ernährungsweg auch adäquat einzuschlagen.

Klar: Eine Woche Urlaub scheint manchem zu übertrieben zu klingen, aber wer durch Familie und Beruf einen sehr vollgepackten Alltag hat, wird diese Tage definitiv brauchen, um in Ruhe zu eroieren, wo welche Lebensmitteln in der der nahen Umgebung wie zu haben sind. Das schafft man kaum in ein, zwei Tagen!

Natürlich ist das erstmal ein ziemlicher Aufwand, aber der Körper und die Gesundheit werden es einem danken! Und es ist ja in der Tat nichts Neues, dass eine gesunde Lebensweise eine gewisse Alltagsorganisation mit sich bringt. Hat man erstmal den Dreh raus, dürfte das Einkaufen nach den geänderten Gesichtspunkten zukünftig kein Problem mehr darstellen, da man sich die einzelnen Wege gut aufteilen und miteinander verbinden kann. Und: Solche Recherche-Streifzüge im Vorfeld einer Ernährungsumstellung kann man ideal auch mit Unternehmungen mit den Kindern verbinden, Stichwort: Bauernhof!

Was will man mehr?

Bild: pexels.com / Ella Olsson
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