Mittwoch, 17. April, 2024

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Fischstäbchen im Test: Erschreckende Ergebnisse – selbst beim Markenprodukt

Fischstäbchen, ein stets beliebtes Gericht auf den Tellern vieler Kinder, könnten auf der Beliebtheitsskala ganz nach unten rutschen. Hintergrund sind alarmierende Erkenntnisse von Stiftung Warentest. In einer aktuellen Untersuchung hat die Verbraucherorganisation 19 Sorten des Tiefkühl-Klassikers genauer unter die Lupe genommen – mit besorgniserregenden Resultaten.

Von den insgesamt getesteten Produkten, darunter 11 Fischstäbchen, 4 Backfischstäbchen und 4 vegane Alternativen, konnten lediglich zwei die Bewertung “Gut” erringen. Dies bedeutet, dass kein einziges Produkt die Höchstnote “Sehr gut” erreichte. Der Großteil fiel durch und wies eine deutliche Schadstoffbelastung auf.

“Am Ende können wir nur die Fischstäbchen von Frosta und Alnatura mit ‘Gut’ bewerten”, erklären die Tester von Stiftung Warentest. “Mehr als die Hälfte der Stäbchen ist deutlich belastet, vor allem mit dem Fettschadstoff 3-MCPD.” Dieser Schadstoff, so die Experten, stammt vermutlich aus dem Öl, in dem die Hersteller die Fischstäbchen frittieren.

Iglo und Rewe: Irritierende Ergebnisse bei Fischstäbchen

Besonders alarmierend ist das Abschneiden der Backfischstäbchen von Iglo und der Fischstäbchen von Rewe. Diese wurden als am stärksten belastet eingestuft. “Im Fettanteil beider Produkte fanden wir mehr als doppelt so viel 3-MCPD-Ester, wie für die eingesetzten Öle in der EU erlaubt ist”, betonen die Tester. Als Konsequenz wurde beiden Produkten ein “Mangelhaft” im Schadstoffurteil vergeben. Neun weitere Produkte überschritten ebenfalls den Grenzwert, jedoch weniger stark, was zu einer Bewertung von “Ausreichend” führte.

Laut der EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit gibt es für 3-MCPD eine tolerierbare tägliche Aufnahmemenge (TDI) von zwei Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht. Zum Einordnen dieser Werte verdeutlichen die Tester von Stiftung Warentest, dass ein 16 Kilogramm schweres Kind diese TDI mit rund drei Iglo-Backfischstäbchen erreichen würde. Von Rewe-Fischstäbchen dürfte es vier essen.

Frosta als Testsieger

Die besten Produkte im Test sind laut Stiftung Warentest am wenigsten belastet oder nur “gering” belastet. Als Testsieger gehen die Frosta-Fischstäbchen hervor. Sie kosten pro Kilogramm 8,90 Euro und enthalten wie fast alle im Test MSC-zertifizierten Alaska-Seelachs. Ihr Gesamturteil lautet “Gut” (2,4), während das Schadstoffurteil “Befriedigend” (3,1) ist.

Ein weiterer Tipp von Stiftung Warentest betrifft die Fischstäbchen von Alnatura (16 Euro/Kilo). Diese werden ebenfalls als empfehlenswert eingestuft und erhalten das Gesamturteil “Gut” (2,5) sowie das Schadstoffurteil “Befriedigend” (3,2). Sie bestehen aus Bio-Panade und Seelachs mit Naturland-Siegel aus der Nordsee, dessen Bestand nicht als gefährdet gilt.

Angesichts dieser erschreckenden Ergebnisse rät Stiftung Warentest dazu, beim Kauf von Fischstäbchen besonders auf die Qualität und Herkunft der Produkte zu achten, um die Belastung durch Schadstoffe zu minimieren und die Gesundheit zu schützen.

Quelle: bild.de vom 22. Februar 2024

Bild: picture alliance / Westend61 | Kai Schwabe

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