Montag, 30. November, 2020

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Darmspiegelung mit Colon-Hydro-Therapie – wie läuft`s ab?

Ein Gastbeitrag von Lydia. Darmspiegelung – für manche Leute ist das Wort schon der reinste Horror. Allerdings sollte man sich schon mit dem Thema beschäftigen. Und zwar auch in Verbindung mit der Colon-Hydro-Therapie.

Sei es, weil man im engsten Familienkreis vielleicht einen Angehörigen hat, der oder die an Darmkrebs erkrankt ist, man selbst Probleme mit diesem Organ hat oder man eine solche Spiegelung (auch Endoskopie genannt) als reine Vorsorgemaßnahme durchführen will.

Empfohlen wird diese Untersuchung zwar erst für Frauen ab 55, aber ich, die ich seit jeher mit Darmproblemen geplagt bin und einen Opa hatte, der an Darmkrebs starb, habe diese Untersuchung schon ab Mitte 30 in den dafür vorgesehenen Abständen regelmäßig vornehmen lassen.

Meine Erfahrung mit Darmspiegelung und vorausgehender Colon-Hydro-Therapie

Wer also ebenso ein Risikopatient ist und/oder die Vorsorge als sehr wichtig erachtet, aber nicht weiß, was auf ihn zukommt, für den möchte ich meine Erfahrungen mit einer Darmspiegelung und einer Colon-Hydro-Therapie übermitteln.

Mittlerweile habe ich meine dritte Untersuchung seit meinem 35. Lebensjahr hinter mir, aktuell bin ich Ende 40.

Die Vorbereitung auf die allererste Darmspiegelung ist mir noch in lebhafter Erinnerung. Musste ich doch damals gefühlte Unmengen an Abführmitteln in mich hineinschütten. Und zwar als eine Art Drink, wie man sie von schlechten Diäten her kennt. So musste ich ein Pulver, das an Tapetenkleister-Pulver erinnerte, in Wasser oder Tee auflösen und zu mir nehmen.

Ewige Prozedur…

Das ist – wie gesagt – schon eine Weile her und ich kann heute nicht mehr sagen, wie lange sich die Prozedur hinzog. In meiner Erinnerung war es ewig, es wird wohl so circa ein Tag gewesen sein.

Dass man in dieser Vorbereitungszeit kurz vor der Untersuchung kaum bis nichts mehr essen darf und auch schon drei Tage vorher seine Ernährung (die ja eigentlich sowieso auch im trögen Alltag IMMER gesund daherkommen sollte…) etwas einschränkt, dürfte bekannt sein.

Die Prozedur, die man nach der Einnahme der Darmreinigungslösung – die meist zu unterschiedlichen Zeiten eingenommen werden müssen – auch. Sie besteht kurz gesagt eigentlich nur aus Trinken des Darmreinigungsmittels, viel stilles Wasser oder Teetrinken dazwischen und Toilettengängen.

Am besten ist man am Vortag der Untersuchung allein…!

Am besten befindet man sich direkt neben der Toilette und versucht, an diesem Tag allein zu sein, da man das Bad sowieso stundenlang blockiert.

Zwischen den Aufenthalten im Bad sollte man im Bett oder auf dem Sofa ruhen und gar nichts machen, bis auf Lesen (am besten etwas, das gar nichts mit Gesundheitsthemen zu tun hat) oder Fernsehen. Und immer in den Körper hineinhorchen, wann der nächste Toilettengang nötig ist. Sonst kann schnell mal was in die (Unter)Hose gehen.

Tipp: Slipeinlagen in reichlicher Menge verwenden und verschiedene Wechselsachen bereitlegen, da es schon auch passieren kann, dass man nach einem „Malheur“ duschen muss.

Es gibt eine Altenative zu tapetenkleister-artigem Pulver

Soweit so gut.

Diese Prozedur habe ich einmal vor einer Darmspiegelung gemacht, seitdem trinke ich aber vor einer solchen Untersuchung keine tapetenkleister-artigen Pulvergetränke mehr, sondern bin auf die Colon-Hydro-Therapie umgestiegen, die meine internistische Praxis anbietet.

Der Vorteil, den ich hier empfinde ist der, dass man nicht gefühlt -zig Beutel mit Pulver öffnen und zu ekligen Drinks rühren muss, sondern am Vorabend der Untersuchung „nur“ zwei kleine Fläschchen Fleet oder Phospo-Soda trinken und dann der Dinge harren muss.

Colon-Hydro-Therapie – was ist das eigentlich?

Es geht also nicht einen ganzen Tag oder länger rund…

Bevor ich darauf eingehe, wie es nach der Einnahme der Flüssigkeiten weitergeht, möchte ich erst einmal darauf eingehen, was die Colon-Hydro-Therapie eigentlich ist. Hierzu habe ich auf der Homepage meiner Internisten folgendes gefunden:

„Nicht alle Menschen sind in der Lage, vor der Darmspiegelung die Spüllösung für eine ausreichende Darmreinigung in entsprechender Menge zu trinken. Eine unzureichende Darmreinigung gefährdet jedoch die Qualität und Sicherheit der Untersuchung.

Gängige Alternativen zum Trinken der Darmreinigungslösung sind die Einlage einer Magensonde über die Nase oder die in unserer Praxis verfügbare Hydrocolon-Therapie.

Bei der Hydrocolon-Therapie wird ein steriles Einweg-Darmrohr etwa zehn Zentimeter weit über den After in den Enddarm eingelegt und es erfolgt die schonende Darmreinigung über ein Wasserzirkulationssystem.(…)“

Klingt erst einmal gut, aber wie läuft es ab? Nun, das möchte ich nachfolgend erklären, denn ich habe die Colon-Hydro-Therapie, nachdem ich bei meiner allerersten Darmspiegelung die Prozedur der Darmreinigung im Vorfeld als unerträglich und unendlich empfunden habe, ab meiner zweiten Darmspiegelung in Anspruch genommen.

Am Vortag trinkt man am Nachmittag und am frühen Abend jeweils die vom Arzt mitgegebenen zwei Fläschchen Fleet oder Phospho-Soda, verdünnt mit Wasser oder Tee.

Pendeln zwischen Sofa und Toilette

Danach hält pendelt man nur noch zwischen Bett oder Sofa und der Toilette. Irgendwann um Mitternacht herum (dürfte natürlich bei jedem Menschen unterschiedlich sein) ist es soweit geschafft, dass der Darm soweit entleert ist, dass man morgens um 8.00 Uhr in der Praxis erscheinen und vorher sogar noch ein wenig schlafen kann (der hier erwähnte Ablauf bezieht sich freilich nur auf die von mir eingehaltenen bzw. vom Arzt vorgegebenen Uhrzeiten – das kann variieren).

Natürlich ist die Prozedur nervig und nicht nur einmal habe ich auf dem Klo mein Vorhaben verflucht. Vor allem dann, wenn ich kaum mehr in der Lage war, mich nach dem Toilettengang richtig abzuwischen, weil alles knalle-wund „hinten“ war.

Weiches Toilettenpapier ein Muss!

Kleiner Tipp am Rande: Im Vorfeld das allerweichste Toilettenpapier einkaufen und feuchtes Klopapier gleich noch mit.

Ich hatte leider an beides NICHT gedacht und tüchtig mit dem Wundsein zu kämpfen. Mit Penaten-Creme habe ich mir dann ein wenig Linderung verschaffen und bis in den Morgen sogar noch ganz gut schlafen können.

Unsicherheit vor dem Arztbesuch ist normal

Früh „musste“ ich dann auch nicht mehr, lediglich eine ausgiebige Dusche habe ich mir (natürlich!) vor meiner Untersuchung gegönnt.

Die meisten Bedenken hatte ich, dass auf der Fahrt zum Arzt etwas schiefgeht – ausscheidungstechnisch. Das war aber nicht der Fall, was natürlich dem umfangreichen Entleeren des Darmes am Vorabend geschuldet war. Allerdings fährt es sich ruhiger zum Arzt, wenn man XL-Slipeinlagen verwendet…!

Früh darf man dann nichts mehr trinken, wird aber darauf hingewiesen, dass man recht rasch nach der Untersuchung dann wieder etwas trinken und zu sich nehmen kann. Deshalb: Unbedingt einen Imbiss vorbereiten, einpacken und mitnehmen! Man wird sich nach der Endoskopie drauf freuen!

Nun zur Colon-Hydro-Therapie, der ich mich gleich nach Ankunft in der Arztpraxis unterzog.

Man wird in einen Raum mit einer Liege gebeten und muss sich untenrum frei machen. Dann legt man sich hin und eine Schwester beginnt mit dem rektalen Einführen eines dünnen Schlauchs. In meinem Fall hat die Schwester alle Vorgänge, die sie ausführte freundlich erklärt, was einem – wenn man es das erste Mal macht – wirklich was bringt und die Aufregung nimmt.

Prozedur des „Durchspülens“ dauert circa eine Stunde

Ist der Schlauch im After eingeführt, kann man sich bequem hinlegen und es wird mit warmem Wasser durchgespült. Man merkt das kaum und kann sich einfach nur entspannen. Die ganze Prozedur dauert circa eine Stunde. Am Ende der Colon-Hydro-Therapie wird mit dem Wasser im Schlauch etwas Druck aufgebaut, was sich anfühlt, als wenn man mal „groß“ muss. Dieses Gefühl verschwindet aber, sobald der Druck wieder nachlässt, was rasch geht. Man muss keine Bedenken haben, dass einem ein Malheur passiert – ganz und gar nicht!

Nach der Stunde hat man mit dieser Variante dann den Darm komplett leer, so dass man die Darmspiegelung vornehmen lassen kann. Hierzu muss man sich ebenso wieder untenrum frei machen und sich auch wieder auf einer Liege platzieren. Bevor es losgeht, fragt einen der Arzt noch ein paar Dinge und dann kommt auch schon der Hinweis, dass nun die Schlafspritze gesetzt wird – für mich ehrlich gesagt der angenehmste Teil der Prozedur. Dann ist man nämlich „weg“ und spürt kein bißchen was von der Endoskopie.

Später wacht man in eigens dafür abgetrennten Bereichen der Praxis langsam wieder auf und kann zu sich kommen. Wenn man soweit wieder auf den Beinen ist, geht man noch mal ins Arztzimmer und holt sich beim Doktor seinen Befund ab.

Wenn man sich mit einer Untersuchung besser fühlt – einfach machen!

Bei mir war – bei allen drei Darmspiegelungen bisher – alles in Ordnung, so dass ich jetzt wieder ein paar Jahre Ruhe habe. Der Arzt erklärte mir beim letzten Mal zudem, dass es sich bei meinem Opa, der ja Darmkrebs hatte, um keinen Verwandten 1. Grades handelt, weshalb ich meinen Rhythmus mit den Darmspiegelungen alle paar Jahre nicht aufrechterhalten brauche.

„Wenn Sie sich aber damit besser fühlen, dann kommen Sie nach fünf Jahren wieder“ – meinte er jedoch.

Und ob ich mich damit besser fühle! In einem Land, in dem Darmkrebs bei Frauen die zweithäufigste Krebsart ist, werde ich diese Untersuchung in einigen Jahren definitiv wieder machen lassen – 1. oder 2. Verwandschaftsgrad hin oder her.

Denn – ja! – ich fühle mich damit besser. Dank der Colon-Hydro-Therapie sowieso! Für mich eine wirklich gute Sache!

Bildnachweis (Symbolbild): stock.adobe.com / Kzenon

     

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