Singles wird es spätestens am letzten Silvesterabend wieder bewusst geworden sein: das Solo-Dasein.

Zwar hadert nicht jeder Single mit seinem Status, aber die meisten Solisten möchten schon wieder irgendwann jemanden kennenlernen.

So auch Singlefrauen ab 30plus. Die Frage ist nur: wo die Partnersuche starten? Denn obwohl einem an gefühlt jeder Straßenecke attraktive Personen von Werbeplakaten anlächeln, die angeblich im Web ihre große Liebe gefunden haben, wird es für viele Frauen ab Anfang/Mitte 30 offenbar schwerer, einen Partner zu finden. Das hört man nicht nur immer wieder in Medien, Studien & Co., nein: das zeigt oft auch die Erfahrung im eigenen Freundeskreis.

Partnersuche? Man lernt keinen mehr kennen!

„Man lernt keinen mehr kennen“ – das ist ein geflügelter Satz, den man heutzutage vor allem von Frauen hört, die im Leben stehen. Die einen attraktiven Beruf haben, auf eigenen Beinen stehen und mit schöner Wohnung und einem herzlichen Freundeskreis eigentlich rundum zufrieden sein könnten. Bis auf das eine Detail, die Partnerschaft.

Sie wird vor allem dann ersehnt, wenn die ersten Freunde Familie gründen – mit Hochzeit, Kindern und allem drum und dran. Klar, es mag Ausnahmen in Form überzeugter Singles geben, aber das dürfte noch immer eine Minderheit sein.

Irgendwann steht wohl für die meisten Singles die Frage im Raum: „Wo einen neuen Partner finden?“.

Dass man dieses Gefühl oftmals am Ende bzw. am Anfang eines Jahres hat, verwundert nicht. Gerade in der (Vor)Weihnachtszeit sind Singles mit ihrem Solo-Status nicht selten unzufrieden und viele Menschen, die bereit sind für eine neue Partnerschaft, sagen sich am Anfang eines neuen Jahres: „Also in diesem Jahr gehe ich es mal wieder an, mit der Partnersuche!“

Wo nur jemanden kennenlernen?

Ist diese Entscheidung getroffen, steht die Frage im Raum, wo man eigentlich jemanden kennenlernen könnte? Denn wie eingangs schon erwähnt, ist es für Frauen, die der Disko-Generation entwachsen sind und die im Freundes- oder Kollegenkreis eher wenige Singles um sich haben, nicht wirklich immer leicht,  jemanden kennenzulernen.

Scheidet das Arbeitsumfeld aus (zum Beispiel in einem Berufsumfeld mit vielen weiblichen Kollegen), können auch die gebundenen Freunde nicht mit lässigen Singlefreunden zum Verkuppeln aufwarten und bietet auch der Sport- oder Freizeitverein nicht wirklich männliche Singles, sollte FRAU kreativ werden. Was die Suche nach einem neuen Mann anbetrifft.

Partnersuche kreativ – jenseits von Singlebörse & Co.

Da Online-Dating mittlerweile ein alter Hut ist, lassen wir diese Möglichkeit einmal außen vor, denn viele Singlefrauen bedienen sich sowieso der Partnersuche im Internet. Obwohl es auch nicht wenige gibt, die sagen: „Online-Dating – nie wieder!“.

Sei`s drum! Wir möchten Ihnen zwei andere Möglichkeiten der Partnersuche aufzeigen. Möglichkeiten, die Sie bislang vielleicht noch gar nicht in Betracht gezogen haben.

Also – los geht`s:

Kontaktanzeige – Partnersuche mit Stil

Kontaktanzeigen sind was aus dem vorigen Jahrhundert? Denken Sie? Nein, mitnichten! Mag diese Form der Partnersuche auch etwas verstaubt daherkommen – es ist nicht an dem.

Wenn Sie auf der Suche nach einem intelligenten Partner mit Niveau sind, ist die Kontaktanzeige wahrlich nicht das Schlechteste! Vorteil: mit einem Partnerschafts-Inserat, das persönlich und mit einem gewissen Pfiff geschrieben ist, kann es gelingen, die Aufmerksamkeit von Interessenten zu fesseln. Und zwar von solchen, die es auch in den heutigen Zeiten vorziehen, mal noch eine Zeitung in die Hand zu nehmen, statt nur hastig im Web unterwegs zu sein.

Wer hier Ihre Zeilen liest, ist mit Sicherheit vielseitig interessiert, gebildet und mit Umgangsformen und Niveau ausgestattet. Ein Versuch lohnt sich deshalb auf jeden Fall. Zumal auch die Kontaktanzeige heutzutage schon im digitalen Kosmos angekommen ist und man(n) auf solche Inserate per E-Mail antwortet. Obwohl: mit klopfendem Herzen die eingegangenen Chiffe-Briefe abzuholen und daheim zu öffnen, das hat was.

Wer diese Form der Kommunikation bevorzugt, sollte bei dem jeweiligen Medium anfragen, ob die Chiffre-Möglichkeit (noch) besteht. Mehr zum Thema Partnersuche via Kontaktanzeige hier.

Diskussionsbeiträge bei Facebook & Co.

Wissen Sie, wie ich meinen Partner kennengelernt habe? Dadurch, dass er auf einen Kommentar, den ich bei Facebook, bei einem Nachrichtensender, der dort eine Fan-Seite hat, abgegeben habe, geantwortet hat.

Und ich kenne eine Kollegin, die ebenfalls auf diese Art ihren jetzigen Ehemann kennengelernt hat. Bei ihr war es so, dass Sie ihren heutigen Partner in einer Gruppe zu einem speziellen Gesundheitsthema kennenlernte.

Beide – sie als auch ich – waren zu den jeweiligen Zeitpunkten des Kennenlernens nicht auf Partnersuche.

Man kann aber diese Möglichkeit durchaus in Betracht ziehen, wenn es darum geht, jemanden kennenzulernen. Treten Sie – zum Beispiel auf Facebook – ruhig Gruppen bei, die sich mit Themen befassen, für die Sie sich interessieren oder von denen Sie betroffen sind (Gesundheit, das eigene Umfeld, usw.). Auch Facebook-Seiten der eigenen Heimatstadt oder der Heimatregion eignen sich, um dort auf Gleichgesinnte zu stoßen. Natürlich sollte man sich dort nicht vordergründig mit dem Gedanken der Partnersuche einbringen, aber die Wahrscheinlichkeit, hier mit Leuten, die so ticken wie Sie, in Kontakt zu kommen, die ist schon ziemlich hoch!

Und: warum nicht im Rahmen einer Diskussion auch mal auf den Kommentar eines für Sie interessanten Mannes antworten, so dass er vielleicht auf Sie aufmerksam wird? Alles ist möglich, erwartet werden sollte nichts.

Locker an die Sache rangehen!

Wer so an die Sache und damit an das Thema Partnersuche heran geht, kann eigentlich nur gewinnen. Und wenn vielleicht doch nicht die Liebe des Lebens, dann eventuell ja den Kontakt zu dem einen oder anderen interessanten Zeitgenossen. Durch die sozialen Netzwerke haben schon viele Leute Freundschaft miteinander geschlossen, die sich im realen Leben wohl niemals begegnet wären!

So oder so: solche Tools auch zu nutzen, wenn man (FRAU) auf Partnersuche ist, macht definitiv Sinn!

Probieren Sie`s ruhig mal aus! Zu verlieren haben Sie nichts.

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Teil 3 – Nachdem wir in unserem großen Liebeskummer-Special ausgiebig – mit Teil 1 und Teil 2 – die ersten beiden Phasen dieses verhassten Herzschmerzes beleuchtet und dazu Ratschläge gegeben haben, widmen wir uns mit dem dritten und letzten Teil erneut diesem schmerzlichen Gefühl.

Nachdem es im ersten Teil um die Phase des Schocks nach der Trennung ging, dem Liebeskummer kurz nach dem Verlassenwerden, und wir uns im zweiten Teil auf die Phase der Realisierung konzentriert haben, soll es nun um die letzte Phase gehen – den Neustart ins Leben nach dem fiesen Liebeskummer.

Dazu sollte vielleicht noch erwähnt werden, dass es bis zu sechs Phasen sind, die in Sachen Herzschmerz und der Bewältigung desselben, im Umlauf sind.

Wir konzentrieren uns auf die drei beschriebenen Phasen, weil es – streng genommen – auch wirklich nur darum geht beziehungsweise es so abläuft. Schock, Realisierung und sich dann wieder zurück ins Leben boxen.

Liebeskummer: man kann von drei Phasen sprechen, die sich lange hinziehen können

Dieser gesamte Prozess kann sich gut und gerne über Monate oder gar Jahre hinziehen. Das ist ganz unterschiedlich. Es gibt Menschen, die haben den Schmerz schon nach einem dreiviertel Jahr verarbeitet, während andere Liebeskummer-Geplagte auch noch 1 ½ Jahre nach der Trennung einen fiesen Schmerz in sich spüren, wenn sie an die verflossene Person denken.

Nun aber konkret zur dritten Phase.

Nachdem man vor Verzweiflung und Wut kurz nach der Trennung / dem Verlassenwerden meinte, den Verstand vor lauter Kummer zu verlieren und dann in Phase zwei schmerzlich realisieren musste, dass das aktuelle Single-Dasein nun real ist, ist die Phase drei eigentlich die Phase der Hoffnung, des Aufbruchs.

Freilich realisiert der oder die unter Liebeskummer Leidende das noch nicht wirklich, aber da die Erkenntnis da ist, dass der Ex-Partner nicht wiederkommt, nistet sich so ein kleines Aufbruchsgefühl zumindest im Unterbewusstsein schon mal ein.

Vielen gelingt es in dieser Zeit sogar schon, mal einige Minuten nicht an den Ex zu denken – ein Wahnsinns-Fortschritt!

Um Liebeskummer hinter sich zu lassen, gilt: Neues angehen!

Ganz viele Leute, denen der Liebeskummer übel mitspielt(e), gehen in dieser Zeit neue Dinge an.

Sei es, dass sie eine bestimmte Sportart ausprobieren oder sich im Fitness-Studio anmelden, eine ehrenamtliche Tätigkeit wahrnehmen oder sich einem kreativen Hobby widmen. Viele Singles nehmen in Phase drei auch wieder Einladungen im Zusammenhang mit dem gesellschaftlichen Leben wahr, besuchen hier eine Vernissage und dort einen lifestyligen Event.

Alles Aktivitäten, die noch Wochen zuvor, als das Herz zu brechen drohte, undenkbar waren! Natürlich kreist auch bei diesen Unternehmungen bei fast allen Liebeskummergeplagten der Ex noch im Kopf herum, schließlich ist der Liebeskummer immer noch präsent.

In dieser Zeit genügt denn auch manchmal schon ein bestimmtes Erlebnis, um gefühlstechnisch wieder in Phase eins – die Schockstarre – zu verfallen. In kleineren Städten oder Ortschaften kann beispielsweise das unvorhergesehene Zusammentreffen mit dem Ex erneuten Herzschmerz auslösen. Brutal wird es meist, wenn der Ex mit seiner Neuen ins Blickfeld gerät. Freilich: Liebeskummer-Geplagte werden auch in Phase drei um jeden Preis ein Zusammentreffen mit dem Verflossenen und damit Orte, wo auch ER aufkreuzen könnte, meiden – das ist klar.

Doch – wie das so ist – kann der einstige Partner unverhofft auch dann auf der Bildfläche erscheinen, wenn man gar nicht mit ihm rechnet. Wie erwähnt, lauert dieses Risiko mehr in kleineren Ortschaften.

Aber: es muss nicht mal der Expartner höchstselbst sein, der unverhofft das Parkett betritt und den einstigen Partner in ein tiefes Gefühlschaos stürzt. Schon die Bemerkung eines Freundes oder Bekannten, den einstigen Beziehungspartner mit einer Neuen gesehen zu haben, kann Leute mit Liebeskummer, die gerade dabei sind, wieder normal am Leben teilzunehmen, in tiefste Phase-1-Welten zurück katapultieren.

Das zeigt: die dritte Phase ist zwar mit einem – im übertragenen Sinne – gewissen Aufbruch verbunden, doch binnen Sekunden kann die Pein des Liebeskummers wieder zuschlagen. Und das unverhofft und tückisch!

In manchen Situationen kommt Melancholie durch und der Herzschmerz zurück

Manchmal aber ist auch Melancholie im Spiel, die den Liebeskummer-Schmerz wieder zurückbringt.

Ein schöner – zusammen mit der besten Freundin verbrachter – Abend bei Freunden oder unter Leuten kann deshalb schnell zum persönlichen Desaster werden, wenn man am Ende wieder allein in seiner Wohnung sitzt und in weinseliger Stimmung vergangenen Tagen nachtrauert.

Derselbe Effekt stellt sich auch schnell ein, wenn man zwar unter Leuten war, aber diese fast nur aus Paaren bestanden. In solchen Momenten denkt man freilich, dass man für immer alleine bleibt und es so eine Liebe, wie die verflossene, nie,  nie, nie, nie wieder geben wird.

Solche Momente – und da muss man ehrlich sein – wird es bei Liebeskummer immer wieder geben, egal, in welcher Phase. Aber: sie werden in der dritten Phase dann irgendwann weniger. Denn das Leben geht weiter – Liebeskummer hin oder her. Und selbst wenn dieser Spruch abgelutscht erscheinen mag: es ist so. Das Leben geht weiter, die Tage gehen ins Land, die Monate auch.

Und irgendwann gibt es ihn – den Moment, an dem Sie eines Sonntagmorgens aufwachen und Ihr erster Gedanke nicht IHM gilt, sondern anderen Dingen. Das kann das schöne Wetter sein, das draußen vor den Scheiben lockt, ein interessanter Artikel in der Tageszeitung oder auch nur die Vorfreude auf eine Unternehmung. Denn langsam – gaaaaaanz laaaangsam – wechseln Sie nun aus dem Liebeskummer- in den Alltagsrhythmus.

Klar, immer noch mit Herzschmerz, keine Frage! Aber weil eben die Zeit dahingeht und jeder neue Tag mehr Abstand zwischen die Trennung und dem JETZT bringt, wird er weniger – der Schmerz, das ist einfach so.

Manchmal hilft übrigens auch ein Tapetenwechsel in Phase drei. Wenn man nun durch die Hölle des anfänglichen Schocks gegangen und bei der Phase des neuen Aufbruchs angelangt ist, bietet es sich total an, irgendetwas in seinem Leben zu verändern.

Veränderungen und die verrinnende Zeit lassen Liebeskummer zurück

Oft ist das ein Wohnungswechsel, den aber – zugegeben – eher nur Singles spielend bewältigen. Mit Kind und Kegel ist das oft schwierig und sollte nicht übers Knie gebrochen werden. Dann eher neuer Schwung in Sachen Innenraum. Tapezieren Sie neu oder/und stellen Sie die Couch anders hin (oder kaufen gleich eine Neue), gönnen Sie sich die schnuckelige Kommode von ebay.de oder werden Sie anderweitig in Ihren vier Räumen aktiv.

Ist solch` ein Tapetenwechsel erstmal vollzogen, ist auch der „Geist“ des Verflossenen raus und eine Wohnsituation hergestellt, die mit dem Expartner nichts, aber auch gar nichts, zu tun hat.

Wenn Sie sich dann noch parallel eine neue Frisur zulegen und bald schon in einen tollen Urlaub fahren, ist der Liebeskummer in Phase drei schnell Geschichte!

Sie können alternativ freilich auch nur eines von den aufgezählten Dingen machen – auch das hilft (und ist billiger…!). Ganz gleich, ob Sie nur das Sofa verrücken oder sich nur einen Bob schneiden lassen oder nur mal eben zum Wellness in den Harz fahren – wichtig ist: tun Sie etwas, verändern Sie etwas, seien oder werden Sie aktiv!

Auch wenn`s nur kleine Dinge sind, das macht überhaupt nichts. Alles ist besser, als die Gedanken weiterdrehen und dem Liebeskummer alle Chancen zu lassen.

Auch wenn Sie vielleicht jetzt noch nicht zuversichtlich sind, dass all das hilft – es wird helfen! Ganz bestimmt.

Und auch wenn das nun ein Stück weit abgeschmackt und furchtbar kitschig nach diesem berühmten Song klingt – irgendwann werden Sie feststellen, dass das Leben wieder da und Ihre Seele frei ist und ab da werden Sie wissen: „Weiterer Liebeskummer lohnt sich nicht!“.

Viel Glück!

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Fällt Ihnen das auch manchmal auf? Im Freundes-, Bekannten-, oder Kollegenkreis lässt sich ein Paar scheiden, das gerade erst den gemeinsamen Hausbau gestemmt hat. Oder sie hören von einem Pärchen in Ihrem Umfeld, das gar nur wenige Monate, nachdem gemeinsamer Nachwuchs da ist, die Scheidung einreicht.

Bestimmt sind Ihnen solche Fälle auch schon zu Ohren gekommen und bestimmt haben Sie innerlich mit dem Kopf geschüttelt und gefragt, wie das denn sein kann, dass nun ausgerechnet in der jeweiligen Situation an Scheidung gedacht wird?

Dazu ist mir jetzt ein Artikel untergekommen, der zwar schon vor einiger Zeit in der Süddeutschen Zeitung erschienen ist, aber nichts an Aktualität verloren hat. Vor allem, wenn ich mir so mein eigenes persönliches Umfeld anschaue, in dem sich auch viele Paare scheiden lassen.

Anwältin für Scheidung hat Überblick über Gründe der Trennung

In dem erwähnten Artikel kommt – im Rahmen eines Interviews – eine Scheidungsanwältin zu Wort, die ganz klar und ohne Umschweife, die häufigsten Gründe für eine Trennung benennt.

So sagt Helene Klar – so der Name der Anwältin – beispielsweise klipp und klar, dass nach ihren Erfahrungen her das zweite Kind ein ganz häufiger Trennungsgrund ist.

Zitat:

„Der häufigste Scheidungsgrund ist das zweite Kind. Mit einem Kind lässt sich der Status noch aufrechterhalten. Mit dem zweiten Kind tritt der permanente Ausnahmezustand ein. Sicher, selbst Leute, die zehn Jahre verheiratet sind, kriegen das erste Kind, und schwupp, geht die Ehe den Bach runter. Aber selbst wenn man die erste Krise überstanden hat, kommt mit dem zweiten Kind die größere Krise.“

Dass der Nachwuchs relativ häufig ein Grund für die Trennung ist, ist mir – wie oben bereits geschrieben – ja auch in meinem Umfeld schon aufgefallen. Dass häufig mit dem zweiten Kind die große Krise kommt, war mir allerdings neu.

Bei vielen Paaren folgt auf Nachwuchs die Scheidung

Aber interessant sind hierzu auch die weiteren Ausführungen der Scheidungsanwältin – lesen Sie mal:

„Kein Sex am Nachmittag. Kein ungestörtes Essen mehr. Keine Gespräche mehr über Literatur und Theater. Ich habe ja selbst zwei Kinder. Das erste Kind war schwierig und anstrengend. Wenn Besuch kam, hat einer von uns das brüllende Kind herumgetragen, der andere hat die Gäste charmant unterhalten. Als wir zwei Kinder hatten, ist jeder in einem Zimmer verschwunden, und die Gäste haben nicht mehr gewusst, warum sie da sind.“

Nun – das werden wohl alle kennen, die Eltern sind: sind die Kinder (oder das Kind) erst einmal da, treten andere Dinge in den Hintergrund und viele eigene Interessen müssen hintenanstehen oder extrem eingekürzt werden.

Klar, dass man da auch als Paar nach dem Motto „Augen zu und durch“ verfahren und sich nicht an kleinen und großen Unwägbarkeiten aufreiben sollte. Doch freilich ist das meist leichter gesagt als getan, denn der Alltag, den die meisten Paare leben, fordert nun mal alles. Vor allem dann, wenn auch die Frau in Teilzeit oder Vollzeit arbeitet.

Überhaupt die Arbeit! Für Scheidungsanwältin Helene Klaar ist die einer der häufigsten Gründe für eine Scheidung.

Sie sagt:

„Ich bin überzeugt, dass die 40-Stunden-Woche viel dazu beiträgt, dass die Menschen unzufrieden sind. Man kann nicht 40 Stunden arbeiten und daneben einen Haushalt führen und die Kinder unterhalten.“

Und weiter führt sie aus:

„Man ist am Abend müde und geschafft, kocht das Nötigste und lässt die Unordnung Unordnung sein. Wer das nicht aushält, sondern aufräumt und bügelt, ist danach zu müde für Sex. Das ist, als würde man versuchen, einen Tisch mit einem zu kleinen Tischtuch zu bedecken. Irgendwo ist immer eine nackerte Stelle. Also kommt die Frau drauf, der Mann ist schuld, denn er ist zu wenig da und macht nix. Das stimmt ja meistens. Und der Mann findet, die Frau ist nicht mehr für ihn da, sondern kümmert sich nur um die Kinder.“

Mit diesen Worten spricht die Scheidungsanwältin etwas ganz Wichtiges an – nämlich das permanente Aufreiben im Zusammenhang mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Denn der Preis dafür, dass Männer und/oder Frauen, ein gutes Gehalt nach Hause bringen, ist hoch – geht doch diese Situation meist zulasten des Haushalts oder/und der gemeinsamen Zeit mit den Kindern.

Arbeit, Haushalt, Kinder – oft zermürben die Verpflichtungen im Alltag

Es stimmt schon: wer stundenlang im Betrieb, im Geschäft oder im Büro gearbeitet oder sich in selbständiger Tätigkeit seinen Kunden gewidmet hat, ist nach Feierabend in der Tat oft kaputt. Aber genau dann fordern Nachwuchs und der mehr oder weniger lästige Haushalt ihren Tribut.

Gut – viele Paare, die sehr gut verdienen, federn zumindest das lästige Problem mit dem Saubermachen ab, indem sie häufig eine Putzfrau engagieren.

Aber trotzdem: diese Lösung zaubert noch lange nicht mehr Zeit für die Kinder und überhaupt die ganze Familie her, das steht natürlich auch fest!

Treten dann noch Partnerschaftsprobleme auf und zerreibt sich ein Paar zwischen Kinder, Haushalt, Job und weiteren lästigen Aufgaben und Verpflichtungen, die der Alltag nun mal so mit sich bringt, ist nicht selten einer der beiden empfänglich für eine andere Person, für einen Flirt, ein Anbändeln oder gar eine Affäre.

Ist das schon schlimm genug, wenn es innerhalb einer Partnerschaft mit Kind und Kegel passiert, wird es meistens noch schlimmer, wenn der Mann oder die Frau sich gefühlsmäßig komplett einer neuen Person zuwendet und beziehungstechnisch etwas Ernstes anfängt.

Scheidung wegen neuem Partner – und häufig diesselbe Alltagssituation

Schlimmer auch deshalb, weil viele dieser Leute, die sich – ganz gleich, ob langsam oder Hals über Kopf – beziehungsmäßig und erotisch jemand anderem zuwenden, häufig der Ansicht sind, dass sich ihr Leben mit diesem Menschen verbessert. Ein Trugschluss, wie sich so oft herausstellt!

Denn: egal, wie aufregend ein Flirt oder auch eine Affäre für den Moment ist, der Alltag macht auch um Turteltauben keinen Bogen. Soll heißen: trennen sich Paare oder reichen die Scheidung ein, weil es eine andere oder einen anderen in ihrem Leben gibt, ist die Vision vom neuen, aufregenden Leben meist nichts anderes als eine Illusion.

Denn wenn der Flirt- oder Affären-Partner irgendwann zu einem festen Bestandteil des eigenen Alltags wird, zeigt sich, dass die Illusion vom „Superpartner“ oder vom „Traumpartner“ lediglich eine Projektionsfläche war. Klar – es kann schon jemand DER Traumpartner oder DIE Traumpartnerin sein – keine Frage, aber eben keine ÜBER-Person in einem stressigen Alltag, zu dem dann vielleicht auch wieder Kinder gehören.

Leider ist es aber eine Tatsache, dass viele gebundene Menschen, die innerhalb ihres Alltags sowohl Partnerschaft als auch Kinder und lästige „Rundum-Verpflichtungen“ stemmen müssen und irgendwie in eine affären-artige Situation geschlittert sind, oft denken, dass das Leben mit dieser neuen Person auf jeden Fall angenehmer ist.

Wahrscheinlich ist diese Einstellung bei vielen Männern und Frauen, die die Scheidung einreichen, weil eine neue Person im Spiel ist, vorhanden.

Nicht umsonst gibt es ja auch das alte Sprichwort von den Kirschen in Nachbars Garten!

Und auch die Fachanwältin für Scheidung, Helene Klaar, benennt diese Tatsache in dem Interview ganz konkret – sie sagt:

„(…)Dann sind beide der Meinung, mit einem anderen Partner ginge es besser. In Wirklichkeit ist es die 40-Stunden-Woche.“

Wahre Worte!

Würden sich mehrere Menschen darauf besinnen und nicht immer gleich an Scheidung denken, wäre die Welt wohl eine bessere. Das soll keinesfalls heißen, dass nicht auch manchmal wirklich nur noch die Scheidung in Frage kommt – ganz und gar nicht!

Aber es ist leider ein Fakt, dass viele Paare (mit Kindern) sich eben auch wegen falscher Illusionen („Das Leben mit der/dem Neuen wird besser“)  trennen.

Anwältin benennt häufige Gründe für Scheidung bei älteren Paaren

Auch nicht ohne sind die Gründe, die oft vorliegen, wenn ältere Paare die Scheidung realisieren. Hier ist es interessant zu erfahren, was die Fachfrau dazu sagt, wenn sich Männer und Frauen trennen, die zuvor dreißig Jahre zusammen waren, nämlich:

„Manchmal verändern sich auch die Männer sehr, wenn sie zu Hause sitzen und sich nicht mehr an ihren Lehrlingen oder im Büro abreagieren können. Dann kriegen die Frauen das ab, was vorher die Kollegen abgekriegt haben. Oder die Männer sind mit ihren Frauen plötzlich unzufrieden, weil sie ganz andere Lebensgewohnheiten und Interessen entwickelt haben, während sie neben ihnen herlebten.“

Das kommt sicher mancher Frau bekannt vor…!

Falls sich jetzt vielleicht jemand daran stößt, dass die Anwältin eher die Frauen als die Leidtragenden darstellt, nun – auch hier hat Frau Klaar ihre Erfahrungen. Sie sagt in diesem Zusammenhang:

„(…)Ich kann Ihnen tausend Beispiele nennen. Die Frau, die gekocht und geputzt und die Kinder betreut und gearbeitet und gespart und sich gefreut hat auf die Zeit, in der sie zusammen die Rente genießen, die dann erfährt, dass er sich in eine andere, jüngere verliebt hat. Eine meiner Klientinnen, die einen guten Job hatte und einen Mann im Rentenalter, schied zum frühestmöglichen Zeitpunkt aus ihrer Firma aus. Ihr Mann hatte sich gewünscht, dass sie auch in Rente geht, wenn er geht. Nachher stellte sich heraus, dass er schon eine andere hatte, als sie kündigte. Er wusste, dass er bei nächster Gelegenheit weg sein würde. Wenn er ihr das gesagt hätte, hätte sie noch fünf Jahre arbeiten können und ihr Aktivgehalt gehabt. Plus: eine höhere Rente. Für Frauen ist die Scheidung meistens ein existenzielles Problem, für einen Mann ein finanzielles.“

Und wo schon der schnöde Mammon zur Sprache kommt, darf natürlich der Hinweis auf den Ehevertrag nicht fehlen, ist er doch bei so mancher Scheidung DER Knackpunkt überhaupt.

Warnung vor Ehevertrag

Leider ist es eine Tatsache, dass in diesem Zusammenhang die Frauen bei einer Scheidung oft den Kürzeren ziehen, zumindest hat Anwältin Klaar das mehr als genug erlebt.

Auf die Frage, ob sie zu Eheverträgen rät, sagt sie folgendes:

„Nein. Denn die schließt man, bevor man heiratet. Der schlechteste Zeitpunkt. Gerade ausgebildete junge Frauen, die ein gutes Einkommen haben, können sich nicht vorstellen, dass sie jemals in ein Abhängigkeitsverhältnis von ihrem Mann geraten, wie ihre Mütter oder ihre Großmütter. Die unterschreiben stolz, dass sie auf Unterhalt verzichten, denn wenn der Mann sie nicht mehr will, möchten sie nicht von seinem Geld leben und finden es unappetitlich, die Hälfte seines Sparvermögens zu beanspruchen. Nur: Wenn die Frau Kinder kriegt und nicht arbeiten geht, hat sie nichts Erspartes. Und wenn er kontrolliert, was sie kauft, wenn er ihr die Strumpfhosen und den Lippenstift verbietet, merkt sie, was sie da unterzeichnet hat. Die meisten Eheverträge werden auf Wunsch des gut verdienenden Mannes geschlossen und sind Verzichtserklärungen von Frauen.“

Klingt logisch – oder?

Und auch in Sachen Romantik hat die Spezialistin der Scheidung ihre ganz eigene Sichtweise. Eine, bei der ihr das Gesetz Recht gibt, nämlich die:

„Ich sage immer, das Gesetz regelt die Ehe, und da steht von der Liebe kein Wort. Es ist keine Voraussetzung, dass Menschen sich in Liebe verbinden müssen.“

Das ist wohl wahr! Zusammenleben kann man auch ohne Trauschein und das nicht schlecht. Dennoch aber erlebt die Institution Ehe gerade in diesen Zeiten offenbar ein Revival, denn geheiratet wird schon sehr viel. Siehe auch hier – unser Special zu diesem Thema.

„Gleich und gleich gesellt sich gern“ – Sprichwort trifft zu

Und wer mit wem am besten kann – Stichwort „Gleich und gleich gesellt sich gern“, nun – auch da hat Anwältin Helene Klaas ihre Erfahrungswerte, Zitat:

„Nach dem Gesetz der Trägheit kann man sich nicht das ganze Leben verstellen und mitmachen, was der andere macht, wenn man das eigentlich gar nicht gut findet. Partylöwe–Mauerblümchen, das wirkt zeitweise sehr attraktiv, aber man muss hart dran arbeiten, dass es gut geht. Die Menschen sind hormongesteuert und blicken in Richtung Fortpflanzung. Da gefallen ihnen Dinge am anderen Geschlecht, die ihnen nicht mehr gefallen, wenn die Fortpflanzung abgeschlossen ist.“

Alles in allem ein überaus interessantes Interview, das Sie hier im Original finden. Es ist am 15. Februar 2016 in der Online-Ausgabe von Süddeutsche Zeitung Magazin erschienen. Klicken Sie mal rein, vor allem dann, wenn Sie sich vielleicht aktuell mit dem Gedanken einer Scheidung tragen – vielleicht bekommen Sie hier ja noch einige Inputs….!

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Teil 2Teil 1 siehe hier. Liebeskummer – dieser ätzend-brennende Schmerz, auf den jeder verzichten kann, teilt sich bekanntlich in mehrere Phasen. In unserem ersten Teil des Ratgebers „Liebeskummer besiegen“ haben wir die erste Phase beleuchtet (den Schock und den wahnsinnigen Schmerz) und Betroffenen dazu verschiedene Tipps zusammengestellt – siehe Link oben.

Nun soll es weitergehen mit der zweiten Phase, die von Experten oftmals als „Realisierung“ oder „Akzeptanz“ bezeichnet wird. Das heißt, dass der oder die von Liebeskummer Geplagte langsam aber sicher realisiert, dass er oder sie tatsächlich verlassen wurde.

Zweite Phase Liebeskummer: Realisierung Trennung, doch Schmerz riesig

Nimmt man die Welt nach einer – von sich aus nicht gewollten – Trennung in der ersten Phase als eine Art Schockzustand und damit wie in Trance wahr, lichtet sich der emotionale Nebel sehr bald und man begreift, dass man nun wirklich wieder alleine ist.

Diese Phase ist wohl nicht weniger schmerzhaft als die erste – sie gestaltet sich aber anders.

Während man kurz nach dem Verlassenwerden wie ein „falscher Fuffziger“ durch den Alltag geht und in seiner Selbstwahrnehmung gar nicht ganz da ist, ändert sich das in dieser 2. Phase etwas.

Und zwar beginnt man zu begreifen: man ist allein, ER (oder SIE, wir reden hier als ein Frauenmagazin nachfolgend von IHM, da sich unsere Tipps vornehmlich an Frauen mit Liebeskummer richten) ist weg, hat die Trennung vollzogen.

Der im ersten Teil beschriebene große Redebedarf ist auch jetzt noch da, man hat extrem stark das Gefühl, sich ständig mit Freundinnen oder vielleicht der Schwester oder anderen nahestehenden Menschen auszutauschen, darüber zu reden.

Logisch, dass man diesbezüglich meist über dasselbe redet und sich die Gespräche im Kreis drehen. Das ist typisch bei Liebeskummer und jede verständnisvolle Gesprächspartnerin oder auch der gute Freund, der ein offenes Ohr hat, wird das verstehen. Insofern sind in dieser Situation gute Freunde oder liebe Verwandte das absolute A und O!

Allerdings erlaubt es die emotionale und körperliche Verfassung in Phase 2 doch schon auch, dass man in eine Buchhandlung geht und dort – oder im Internet – nach Büchern sucht, die Tipps gegen Liebeskummer bereithalten oder mit Ratschlägen aufwarten, wie sich dieser elende Herzschmerz überwinden lässt.

Und ganz ehrlich: DAS ist gut so! Warum: nun – mit dieser Art der Beschäftigung ist man abgelenkt.

Beim Bummel durch die Buchhandlung, beim Anlesen der Bücher oder auch bei der Recherche im Internet nach Lektüre, die sich mit Liebeskummer befasst, ist man erstmal total auf diese Suche und die Informationen zu gewissen Büchern fixiert.

Meist tut es schon gut, zu wissen, dass es eine ganze Menge Literatur zum Thema gibt und allein die Tatsache schon das Gefühl vermittelt, verstanden zu werden.

Internet-Foren und Bücher verschaffen Ablenkung vom Liebeskummer

Ablenkung verschafft auch das Lesen in den verschiedenen Foren im Internet. Sowohl bei Brigitte.de, als auch bei urbia.de oder ebenso gofeminin.de gibt es zum Thema Liebeskummer ganze Foren-Threads, die sich nur damit beschäftigen.

Diese Online-Foren sind doppelt gut: zum einen kann man hier begierig mitlesen und feststellen, dass es immer noch krassere Liebeskummer-Fälle gibt, als den eigenen und zum anderen kann man selbst einen Thread eröffnen und seinen eigenen Fall darstellen. Es werden sich garantiert sehr schnell andere User finden, die ihre eigene Sichtweise auf das Problem darstellen und mit Ratschlägen garantiert nicht geizen!

Insofern: diese Möglichkeiten unbedingt nutzen!

Und wenn dann ihre Liebeskummer-Bücher in der Buchhandlung eingekauft oder aus dem Internet geliefert worden sind und Sie sich gleich begierig da drauf stürzen, ist das mehr als gut! Denn erstens vermitteln diese Ratgeber-Bücher vom ersten Moment an Linderung des Liebeskummers und Trost und zweitens beinhalten sie oft wirklich gute Tipps, von denen man den einen oder anderen für sich anwenden kann.

Allerdings – und das ist die Kehrseite der Medaille – wird Ihr Liebeskummer sofort wieder einsetzen, wenn Sie das Buch aus der Hand legen. Idealerweise lesen Sie diese Ratgeber am besten im Bett, vor dem Einschlafen und trinken vorher (oder beizu) ein Glas Rotwein.

Klar – ein Schluck Rotwein ist kein Garant dafür, dass Sie in den Schlaf finden, wenn Sie das Buch beiseite gelegt haben, aber die Chancen dafür stehen gut.

Wenn Sie dies nicht tun und trotzdem gut einschlafen können – umso besser!

Krimis lesen, damit Liebeskummer eine Weile weg ist!

Sollten Sie Rotwein – und Alkohol im Ganzen – rundheraus ablehnen und dennoch nicht schlafen können, dann versuchen Sie in dieser Situation, damit zu leben. Notfalls stehen Sie noch mal auf und lassen sich vom Fernsehprogramm berieseln. Klar – auch hier werden Sie den brennenden Schmerz des Liebeskummers spüren, doch vergessen Sie bitte nicht: Sie MÜSSEN da durch!

Erweisen sich die Einschlafprobleme – mit oder ohne Rotwein – als hartnäckig, dann sollten Sie versuchen, auf andere Lektüre auszuweichen. Am besten eignen sich in Ihrer Situation Krimis. Die bieten gleich zwei Vorteile:

  1. Wenn es ein guter Krimi ist – und davon gibt es nun wahrlich eine Menge! – wird er Sie so fesseln, dass Sie beim Lesen überhaupt nicht mehr bei Ihrer Liebeskummer-Grübelei sind.
  2. Ein solches Buch verführt meist dazu, ganz, ganz lange im Bett zu lesen, insofern: tun Sie das! Irgendwann schlafen Sie schon ein – Liebeskummer hin oder her, versprochen!

Wenn Sie diese Ratschläge für sich beherzigen, ist das in Sachen Liebeskummer schon mal die halbe Miete!

Klar ist aber auch, dass sich selbst in Phase 2 die Gedanken immer noch um IHN drehen. Wahrscheinlich werden Sie Stunden damit zubringen, zu überlegen, wie Sie den Kontakt zu ihm herstellen oder/und ihn wieder sehen können.

Meist überlegt man in einer solchen Situation fieberhaft, was ER denn vielleicht noch an Klamotten oder Gegenständen bei einem selbst deponiert hat, deren eventuelle Abholung ein Wiedersehen mit dem Verflossenen mit sich bringen.

In seinen Gedanken malt man sich selbstverständlich viele Male aus, wie ein solches Wiedersehen ablaufen könnte und ist in schwachen Stunden davon überzeugt, dass man bei dieser Gelegenheit nur ein ausführliches Gespräch miteinander führt und sich danach alles wieder einrenkt.

Die Hoffnung – soviel steht fest – ist auch in Phase 2 extrem vorherrschend. Obgleich es natürlich eine trügerische ist, beziehungsweise eine Hoffnung, die sich nicht erfüllen wird.

Tief in seinem Inneren weiß man das meist auch, aber nicht umsonst gibt es den geflügelten Spruch: „Die Hoffnung stirbt zuletzt“. Klar, dass diese Worte auch und vor allem auf Situationen mit Liebeskummer am meisten zutreffen!

Versuche, mit dem Ex in Kontakt zu treten

Aber zurück zu den Gegenständen oder Sachen, die ER ja vielleicht noch bei Ihnen hat.

Die Realität sieht so aus, dass das meistens gar nicht der Fall ist, weil man(n) entweder vorgebaut und wichtige Dinge schon im Vorhinein wohlweislich mitgenommen hat oder – das kommt auch sehr, sehr häufig vor – die Dinge und Klamotten, die noch bei Ihnen sind, gar nicht mehr braucht. Anders verhält es sich freilich bei einer Scheidung, die mit der Teilung von Haus, Hof oder gar Firma einher geht und womöglich noch harte Kämpfe um den Nachwuchs mit sich bringt. Darauf allerdings bezieht sich dieser Artikel hier nicht.

Aber zurück zu den Gegenständen, die die Hoffnung auf ein Wiedersehen in all dem Liebeskummer schüren.

Die alte Jogginghose, das coole Feuerzeug, die zwei Paar Socken, das Akku-Ladegerät….Wenn Sie ehrlich sind, ist das nach einer Trennung, in der ER sich aus dem Staub gemacht hat, doch alles nur überflüssiger Plunder, wegen dem er garantiert nicht mehr ihr trautes Heim aufsucht! Und wegen dem er garantiert auch kein Treffen mit Ihnen ausmacht, damit Sie ihm diese Dinge übergeben.

Allerdings wird diese Erkenntnis so richtig erst in der nächsten Phase reifen, es ist mehr als normal, dass man in Phase 2 des Liebeskummers alle möglichen Szenarien und Möglichkeiten für ein Wiedersehen durchgeht.

Bei Liebeskummer: Finger weg vom Handy!

Viele Frauen übermitteln ihren Herzenswunsch in so einer Situation auch ganz profan, indem sie IHM eine Nachricht mit der Bitte um ein Treffen aufs Handy senden oder ihn auch anrufen, um in einem Telefonat auf das Thema „Wiedersehen“ zu kommen.

Das alles sind natürlich ganz, ganz schlechte Ideen, die Sie bitte bloß nicht umsetzen sollten!

Warum?

Nun – man kennt es doch!

Vor allem, was die Kommunikation mit dem Handy angeht. Sie werden wahrscheinlich damit konfrontiert sein, dass es – sollten Sie zum Hörer greifen – endlos ruft und er nicht rangeht. Oder – auch nicht ohne – Sie senden ihm eine Whatsapp-Nachricht, bekommen durch die zwei blauen Häkchen die Nachricht, dass er Ihre Mitteilung gelesen hat, aber: keine Antwort.

Ganz ehrlich: tun Sie sich das bitte nicht an! Denn meistens läuft es genau so und Sie tun sich selbst keinen Gefallen, den Herzschmerz in Ihrem Liebeskummer durch solche Aktionen noch immens zu vergrößern. Das tut nicht not, wirklich nicht!

Denn, wenn ein Mann sich getrennt hat, dann hat er sich getrennt und in den wenigsten Fällen gibt es ein erneutes Happy-End. Rufen Sie sich das immer wieder ins Bewusstsein!

Und bedenken Sie auch, dass es garantiert nicht besser wird, wenn Sie ihn persönlich am Apparat haben – mehr als nichtssagende Worte werden nicht kommen, ganz ehrlich!

Entweder er fertigt Sie ganz kurz ab, weil er im Stress ist oder er sagt alles und gar nichts und Sie sind auch nicht weiter. Im Gegenteil: dann werden Sie nach einem solchen Telefonat noch mehr rumgrübeln und sich womöglich tiefer in Ihren Liebeskummer verbeißen! Und dabei wollen Sie diesen doch besiegen beziehungsweise überwinden!

Absurde Aktivitäten normal bei Liebeskummer – Konfrontation mit Tatsachen wichtig!  

Oder – wenn`s ganz Dicke kommt, wimmelt er Sie bitterböse ab, sagt Ihnen vielleicht noch einmal klipp und klar am Telefon, dass er weder an einem Kontakt noch am Auffrischen Ihrer früheren Beziehung interessiert ist und das ist doch wahrscheinlich das Letzte, was Sie hören wollen, oder?!

Aber – so absurd es vielleicht auch klingen mag: selbst wenn Sie sich all` diesen Aktivitäten dann doch hingeben – auch das gehört mit zum Verarbeitungsprozess bei Liebeskummer.

Nur die Konfrontation mit den Tatsachen – und mögen sie auch noch so weh tun – bringen Herzschmerz-Geplagte über diese Zeit. Und apropos Zeit: diese vergeht und das ist wichtig. Natürlich mag Ihnen das in den ersten Phasen des Liebeskummers – vor allem in der 1. und 2. Phase – ganz und gar nicht so vorkommen, aber sie verrinnt. Und mit jeder Stunde, die sie vergeht, vergeht auch der Liebeskummer-Schmerz.

Auch wenn das niemand, der leidet, in den ersten Wochen oder Monaten so wahrnimmt, ganz klar.

Eher macht man – und da sind wir wieder bei den Aktivitäten in Phase 2 – total schräge Sachen, mit denen man seinen Liebeskummer noch verstärkt.

Denn auch in der Phase der Akzeptanz und der langsamen Realisierung der vollzogenen Trennung ist man (FRAU) noch lange nicht so weit, dass man die Finger von irren Aktivitäten lässt – im Gegenteil.

So schauen beispielsweise viele Frauen aufs Handy, um seinen Whatsapp-Status zu checken (falls er sie nicht schon blockiert hat, auch das kommt nicht selten vor) und um zu schauen, wann er zuletzt online war oder gar aktuell online ist.

Ebenso können es viele von Liebeskummer geplagte Frauen nicht lassen, seinen Facebook-Account zu checken, im Falle er hat nicht schon auf „entfreunden“ gedrückt.

Natürlich bohrt sich oftmals das, was man digital mitbekommt, noch tiefer ins Herz – sei es, dass er ewig auf Whatsapp online ist und man sich vorstellen kann, dass da schon der Kontakt mit (s)einer Neuen heißläuft oder er sogar auf Facebook liebesverliebte Fotos oder Botschaften postet.

Jede normale Frau – ganz gleich, ob sie gerade Liebeskummer hat oder nicht – weiß, dass solche Aktionen zu nichts führen, außer zu weiterem Herzschmerz. Aber trotzdem wird kaum eine Frau in einer solchen Situation davon lassen können, das ist einfach so.

Akzeptanz der Situation in Phase 2 bereits gegeben!

Und hat sogar sein Gutes – obwohl das vielleicht im ersten Moment absurd klingt! Denn: selbst solche Schnüffel-Aktionen gehören zu dem Verarbeitungsprozess bei Liebeskummer unbedingt dazu! Es mag schmerzen, wenn man den Ex vielleicht schon auf eindeutigen Bildern mit der Neuen irgendwo in den sozialen Netzwerken (oder sofort wieder online in der Singlebörse) sieht, aber selbst diese Selbstqual sendet an unser Unterbewusstsein: „Es ist vorbei!“.

Und so gaaaanz langsam gewöhnt sich nicht nur das Unterbewusstsein an diesen Zustand, nein, die betroffene Frau realisiert es selbst, dass keine Aussicht mehr besteht, mit dem betreffenden Mann wieder zusammenzukommen.

Insofern soll keine haarsträubende Aktion, die eine Frau im Liebeskummer-Schmerz ausführt, verurteilt werden (solange, sie denn im Rahmen des Gesetzes bleibt – logisch!).

Schon im ersten Teil unseres Ratgebers haben wir dazu geschrieben, dass es deshalb auch total okay ist, im ersten Schmerz bei Liebeskummer zu rauchen, zu trinken und massenweise Süssigkeiten in sich hinein zu stopfen. Deshalb soll auch dem Ex hinterher schnüffeln, wer mag – all das ist okay und führt nur weiter zum Ziel, das da lautet: den Liebeskummer besiegen.

Und dass er besiegt wird, daran besteht gar kein Zweifel – es ist halt oft nur ein langer Weg!

Auf dem wir Sie aber selbstverständlich begleiten und deshalb schon den nächsten Artikel zu Teil 3 der verschiedenen Phasen bei Liebeskummer vorbereiten.

Bis dahin – bleiben Sie stark! Und lesen Sie gern auch Teil 3 unserer Liebeskummer-Serie!

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Teil 1 – Liebeskummer – wer hat dieses miese Gefühl nicht schon erlebt? Wohl jeder von uns! Ich natürlich auch und jedes Mal, wenn ich einen Liebeskummer überwunden hatte, habe ich mir geschworen bei einem etwaigen weiteren Herzschmerz, nicht mehr so heftig zu reagieren.

Das kennen wahrscheinlich viele.

Und dennoch: trennt sich der Partner und man selbst würde weiterhin gern mit diesem Mann (oder der Frau – als Frauenmagazin thematisieren wir hier nachfolgend den Mann, natürlich trifft umgekehrt vieles genau SO auch auf die Frau zu) zusammen sein, bricht eine Welt zusammen. Jedes Mal aufs Neue, ganz egal, wie jung oder alt man ist.

Herzschmerz aus der persönlichen Perspektive

Ich habe diese Erfahrung auch schon mehrfach gemacht und möchte deshalb hier aus der eigenen, persönlichen Perspektive heraus darüber berichten, wie sich der Liebeskummer besiegen lässt.

Es gibt nämlich nur einen Weg, egal, was andere Leute, (selbsternannte) Experten oder gar die schwarzen Schafe mit ihrem „Exfreund zurück im Handumdrehen“ auch sagen.

Natürlich kann man sich einen Coach nehmen, einen Therapeuten, Bücher wälzen, das Internet nach Themen zu Liebeskummer abgrasen, und, und, und….Alles richtig und teilweise auch sehr zu empfehlen. Allerdings wird niemand bei all dem Angebot auch nur einen einzigen Weg finden, der dafür sorgt, dass der Liebeskummer per Handumdrehen – praktisch wie mit einem Zauberstaub – verschwindet.

Das gibt es nicht und wird es wohl nie geben.

Insofern – wie erwähnt – möchte ich hier Einblicke geben in die Gefühlswelt, wie ich sie erlebte, nachdem ich verlassen wurde.

So wie auch ich in meinem Leben schon mehrfach jemanden verlassen habe, so wurde umgekehrt auch ich schon dann und wann einmal verlassen und der Weltschmerz war natürlich groß.

Deshalb will ich mich jetzt auch gar nicht lange mit einer Einführung oder ellenlangen Abhandlungen, wie man sie aus Artikeln für E-Books oder im Zusammenhang mit irgendwelchen E-Mail-/Newsletter-Anmeldungen kennt, die nie zum Punkt kommen bzw. erst dann, wenn Sie sich irgendwo (womöglich noch kostenpflichtig) registriert oder das E-Book gekauft haben, aufhalten.

Diverse Bezeichnungen für 1. Phase des Kummers

Sondern tatsächlich zum Punkt kommen. Und zwar zum ersten. Oder zur ersten Phase des Liebeskummers – das kann man nennen wie man will.

Demensprechend viele Bezeichnungen für die erste Phase gibt es – sie reichen von „Schockzustand“, „Starre“ oder auch „Verlassenwerden“. Ich persönlich würde es Schockstarre nennen. Denn natürlich ist es ein Schock, wenn man verlassen wird, womöglich noch völlig ohne Vorwarnung.

Passiert einem das, dann fühlt man sich von jetzt auf gleich, wie in einen Trance-Zustand versetzt. Ich hatte beim Verlassenwerden oft auch das Gefühl, mein Kopf – ja, mein ganzer Körper – befindet sich auf einmal wie in einem Schraubstock oder auch wie von einer Lähmung befallen, wie in Watte – man kann es schlecht beschreiben.

Aber so oder ähnlich fühlte es sich für mich beim Anfang des Liebeskummers jedes Mal an. Ich verrichtete zwar das, was zu tun war, aber alles irgendwie mechanisch, wie nicht ganz da. Ruft einen jemand an (jemand, der nicht im Zusammenhang mit einem Trost in Sachen Liebeskummer steht), will man sich das, wenn überhaupt, nur kurze Zeit anhören und hat überhaupt keinen Nerv, sich darauf zu konzentrieren.

Ich für mein Teil sah in dieser Phase zu, dass ich die meisten Telefonate rasch beendete, ich konnte mich darauf oft gar nicht wirklich einlassen, weil mein ganzes ICH komplett von der Vereinnahmung des Schocks eingenommen war.

Auch nötige Einkäufe verrichtet man ganz automatisch, wie ein Roboter, es ist in einer solchen Situation zumeist so, dass es einen nach Hause zieht, weg von den sprechenden, lärmenden Mitmenschen.

Allerdings: ist man daheim, fühlt man sich nach kurzer Zeit wie ein gehetztes Tier, man hält auch das nicht lange aus, fühlt sich wie der einsamste Mensch der Welt.

Man hält sich allein schlecht aus, hat aber auch kaum Lust auf andere Leute

Ich erlebte es bei Liebeskummer oft so, dass ich in meinen eigenen vier Wänden selbige hätte hochgehen können, ich kam nicht klar.

Es war paradox: war ich in meiner Wohnung, hielt es nicht lange aus, ging ich raus, war das aber auch nichts – eine ständige innere Unruhe ist gerade in dem Schockzustand bei Liebeskummer ein ständiger, unangenehmer Begleiter.

Ich habe mich manchmal für eine Art Zwischenlösung entschieden und bin mit dem Auto umhergefahren. Das ist zwar auch nicht das Wahre, aber irgendwie muss man ja die erste Phase nach einer Trennung – und die besteht nun mal in den meisten Fällen aus einer Art Schock – bewältigen.

Auch das Konsumieren von Zigaretten, Alkohol und Schokolade gehört in dieser Phase dazu und dagegen ist auch überhaupt nichts einzuwenden – vorausgesetzt man (FRAU) ist schon 18 Jahre alt.

Kaum eine Frau, die gerade begreift, dass der Mann, mit dem sie eigentlich alt werden wollte, sie verlassen hat, kann sich in so einer Zeit der normalen (und schon gar nicht einer gesunden) Ernährung widmen, wenn sie der Liebeskummer voll im Griff hat.

Ich für meinen Teil habe so gut wie gar nichts normales an Essen herunterbekommen, sondern mich in der ersten Zeit nach dem Verlassenwerden fast nur von Schokolade und richtig ungesundem Zeug ernährt. Meist aß ich gar nicht richtig und rauchte dafür früh am Morgen schon. Unzählige Glimmstengel schlossen sich daran im Laufe des Tages an.

Meine Arbeit brachte ich mehr schlecht als recht zustande, als jemand, der im Home-Office arbeitet, habe ich dazu noch meine Hygiene und mein Outfit total vernachlässigt.

Mit Liebeskummer tut man Dinge, die man sonst kaum tun würde

Meist stand ich auf, putzte mir die Zähne, wusch mich ein wenig und steckte mir dann die erste Zigarette an (hierzu sei angemerkt, dass ich eigentlich Nichtraucherin bin), dann die zweite, die dritte und irgendwann – gaaaanz langsam – setzte ich mich an die verfluchte Arbeit.

Ja, zu Zeiten des Liebeskummers verfluchte ich die Arbeit total, denn ich konnte sie nicht wirklich mit Konzentration angehen.

Stattdessen versuchte ich zwischendurch immer wieder, Freundinnen zu erreichen, um mit ihnen darüber, was mir widerfahren ist, zu sprechen.

Das kennen sicher viele: ist der Liebeskummer stark, hat man einen immensen Redebedarf – auch wenn es immer wieder dasselbe ist, was man erzählt. Wer hier verständnisvolle und geduldige Freundinnen hat, hat in Sachen Liebeskummer wirklich den Jackpot gezogen! Erledigungen, die an Tagen, wo ich mich in Herzschmerz suhlte, anstanden – so zum Beispiel Behördengänge – verrichtete ich mehr schlecht als recht. Ich schleppte mich regelrecht nach draußen, die innere Unruhe im Bauch und IHN im Kopf immer mit dabei.

Apropos IHN: meist ist es ja so, dass man in dieser ersten Schockphase immer noch denkt, dass Ganze sei irgendwie ein Missverständnis oder mindestens ein übler Scherz.

Dementsprechend oft guckt man aufs Handy, weil man denkt, dass dort jeden Moment die erlösende Nachricht aufploppt, die kundtut, dass er natürlich schon im Begriff ist, zurückzukommen.

Ist natürlich nicht so, die einzigen Anrufe und Nachrichten, die reinkommen, sind von Muttern oder den Freundinnen – logisch…!

Abends kommt der Blues

Die Endgültigkeit der Entscheidung des (Ex)Partners wird einem in Zeiten des Liebeskummers denn auch meist erst allabendlich total bewusst.

Geht der Tag, kommt der Schmerz mit noch vollerer Wucht. Viele fühlen sich in solchen Stunden extrem einsam und verlassen, doch ist das ein Wunder, wenn man soeben erst eröffnet bekam, dass man von jetzt an wieder Single ist?

Ich habe die Abend- und Nachtstunden in Zeiten des Liebeskummers jedes Mal als besonders unerträglich empfunden und entsprechend agiert.

Neben dem immensen Zigarettenkonsum, dem ich frönte, erlaubte ich – die ich sonst ganz selten und wenn, dann gemäßigt trinke – mir den tiefen Blick in die Rotweinflasche. Unter einer Pulle am Abend ging das – ich muss es so sagen – nie ab, dazu rauchte ich Kette.

Abendbrot fiel zumeist gänzlich aus, die Glimmstengel und der Alkohol ersetzten für mich abends, wenn keine Arbeit oder womöglich Termine anstanden, alles!

Wenn dann erstmal das Blut mit der ungesunden Flüssigkeit angereichert ist, kommen dann meist auch dumme Gedanken – zumindest war das bei mir oft so.

Man ruft IHN an oder überlegt sich Nachrichten, die man ihm schreiben möchte, setzt – gedanklich oder auf Papier – schmalzige Briefe auf, und, und, und…Der letzte Mann, der mich verlassen hatte, war jemand, den ich beim Online-Dating kennengelernt hatte. Insofern – Sie ahnen vielleicht schon, was kommt – hing ich allabendlich am Computer und schaute, ob er in der Singlebörse, die uns einst zusammengebracht hatte, wieder online war.

Und er war es in den meisten Fällen, was meinen Liebeskummer schier unerträglich machte.

Der grün leuchtende Online-Button, der wie zum Hohn dauerhaft eingeschaltet war, machte mich fast wahnsinnig! Herzschmerz, Wut, Selbstmitleid – so ziemlich alles, was der negative Gefühls-Reigen hergab, tobte in mir. Ich malte mir in den wildesten Vorstellungen aus, was er den anderen Frauen schrieb, wie sie flirtig miteinander chatteten, sich ein Date ausmachten….

Und als sei die allabendliche Qual nicht schon genug, malträtierte ich meine geschundene Seele auch an den Feiertagen, die in meine Schockphase des beschriebenen Liebeskummers fielen und hing in dieser Zeit ebenso tagsüber vor der Singlebörse ab – den grünen, fiesen Online-Button  immer vor Augen.

Es war furchtbar!

Man denkt, der Schmerz währt für immer

Kein Ratgeber der Welt, keine Tipps der besten Freundin oder Ideen aus dem Internet, hätten mir zu dieser Zeit mit der Aussage kommen können, dass ich eines Tages über diese Aktionen lachen und den Kerl ganz vergessen würde! Ein Ding der Unmöglichkeit in diesem Zustand.

Und weil es aber eben eher ein AusnahmeZUSTAND, als ein Zustand ist, neigt man in solchen Phasen zu allerlei kruden Aktivitäten.

Ich für mein Teil legte mir sogar einen neuen Handy-Ton zu. Denn: während ich kettenrauchend am Computer hing und ihn online stalkte, gingen natürlich auch immer mal Nachrichten auf meinem Handy ein (damals noch via SMS – Whatsapp war noch nicht erfunden).

Und da ich in den Zeiten meiner Beziehung mit IHM textete und simste, was das Zeug hielt, waren die meisten Nachrichten vor dem Aus natürlich auch vom „Jetzt-leider-Ex“ und trudelten mit der vertrauten Melodie ein. Dementsprechend zuckte ich bei jeder eingehenden Nachricht zusammen, weil mich der Eingangs-Klingel-Ton für SMS-Nachrichten so sehr an ihn erinnerte. Die helle Melodie brachte mich fast um den Verstand und schnitt sich gefühlt jedesmal aufs Neue in mein Herz, wenn sie ertönte.

Lange hielt ich das nicht aus und stellte einen anderen SMS-Ton ein. Verrückt, klar, aber wenn man in einer solchen Situation ist, tut man alles, um zumindest eine winzige Linderung des Kummers zu erfahren!

Über den Berg hilft einem sowas in einer solchen Zeit aber leider noch lange nicht. Dazu braucht es noch eine Weile…

Mehr dazu erfahren Sie in unserem zweiten Teil, den Sie auch bei uns finden – seien Sie gespannt!

Und: falls Sie aktuell in einer Liebeskummer-Situation sind, rate ich Ihnen eindringlich, stark zu bleiben. Es lohnt sich! Auch wenn`s derzeit noch nicht danach aussieht.

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Wie viele Stunden des Hoffens haben Sie in Ihrem Leben in Sachen Kennenlernen schon verbracht? Viele? Dann sind Sie nicht allein! Vor allem dann nicht, wenn Sie in der heutigen Zeit daten und womöglich noch online. Obwohl das Phänomen, das nachfolgend beschrieben wird, sich eigentlich nicht wirklich nur auf Online-Dating bezieht, sondern aufs Kennenlernen überhaupt. Viele Frauen, egal ob sie heute in einer Beziehung oder immer noch Single sind, werden sich bestimmt an Kennenlern-Situationen erinnern, die so in Richtung „Warmhalteplatte“ gingen.

Auch das Internet ist voll davon – es scheint wirklich an der Tagesordnung zu sein, dass man(n) nach einer ersten gemeinsamen Nacht früh von dannen fährt, ohne eine neue Verabredung zu vereinbaren.

Natürlich ist hier DIE Situation, in der ein Mann zur Arbeit muss, nicht gemeint. Das gibt’s ja auch.

Männer nach der ersten Nacht manchmal sehr verändert

Nein, vielmehr soll hier die scheinbar immer wiederkehrende Situation thematisiert werden, die wohl beim heutigen Kennenlernen gar nicht mal so selten ist.  Und ganz egal, ob sich das Kennenlernen vor der ersten gemeinsamen Nacht zwei Monate vorher abspielte oder zwei Tage: naht nach der ersten Nacht der Morgen, scheint es manchen Mann nicht (mehr) zu interessieren, dass von der weiblichen Seite nun eher keine Affäre, sondern schon eine feste Partnerschaft anvisiert wurde.

Denn dann wäre solch ein Verhalten nur logisch. Nicht umsonst gibt es heute unzählige Internet-Portale, über die man sich einzig für erotische Abenteuer verabreden kann.

Das „Gehen ohne Verabredung“ am Morgen danach, erleben aber eben viele Frauen, die offline oder online nach einer festen Beziehung such(t)en.

Meist läuft so eine Situation immer gleich ab (ich gehe jetzt mal davon aus, dass der Morgen nach der ersten gemeinsamen Nacht ein Sonnabend oder ein Sonntag ist):

es gibt ein gemeinsames Frühstück, bei dem meist eine eher verhalten-verlegene Stimmung herrscht (was kein Wunder und völlig normal ist, wenn die Stunden davor von heißem Sex geprägt waren) und dann murmelt er irgendwas von „muss erstmal los“.

Mancher Mann zieht ganz selbstverständlich von dannen

Ich selbst habe sowas, als ich in Single-Jahren immer mal Online-Dating betrieb und im Grunde meines Herzens nach einer festen Beziehung suchte, auch schon erlebt und nicht nur einmal!

Ich erinnere mich an Markus (Name geändert), der nach der ersten gemeinsamen Nacht – vorausgegangen war dieser ein mehrwöchiges Kennenlernen im realen Leben, nachdem wir uns online gefunden hatten – kund tat, dass er noch gedenke, golfen zu gehen.

Ob ich mitkommen mochte, fragte er nicht. Obwohl ich Lust dazu gehabt hätte. Insofern endete dieser angebrochene Tag für mich im Nichts. Markus fuhr tatsächlich auf den Golfplatz und ich hörte erst mal zwei Tage lang überhaupt nicht von ihm.

Dass sich daraus letzten Endes nur eine lauwarme Affäre ergab, muss ich wohl nicht ausdrücklich betonen. Denn: genau in diesem Verhalten liegt der Unterschied zu DEN Männern, die eben keine Affäre und sich aus selbiger ziehen wollen.

Denn die Männer, die ernsthaftes Interesse an einer Frau, mit der sie soeben erstmalig die Nacht verbrachten, haben, fahren niemals am Morgen danach von dannen. Bis auf die oben bereits erwähnten Ausnahmen (Altenpfleger, Schichtarbeiter, Ärzte und so weiter).

Männer mit Interesse forcieren das Kennenlernen

Im Gegenteil: Männer mit Interesse können es kaum erwarten, mit der Frau, mit der sie die Nacht verbracht haben, noch mehr Zeit zu verbringen und den angebrochenen Tag für eine gemeinsame Unternehmung – oder weitere Bettabenteuer – zu nutzen.

Läuft es so ab und die Frau hat sich ebenso verliebt, dann ist das meist der Beginn einer Beziehung.

Alles andere – unverbindlich nach dem Frühstück mit einem „Ich ruf Dich an“ das Feld räumen – kann man (FRAU) vergessen.

Denn sowas endet immer, wirklich IMMER, damit, dass die Frau, vorausgesetzt sie ist sehr an diesem Typen interessiert, die nächste Zeit an ihrem Handy kleben wird. In der Hoffnung, dass er anruft. Das tut er vielleicht sogar, um sich eine weitere Nacht zu sichern oder halbherzig eine Affäre einzugehen.

FRAU sollte hier nicht hoffen!

Allerdings endet sowas für die betroffene Frau so gut wie immer mit Liebeskummer, denn es ist bei diesem Schlag Mann nicht im geringsten davon auszugehen, dass er sein Verhalten ändert oder womöglich eines schönen Tages mit Hunderten Rosen in der Hand ankommt und versichert, dass er erkannt hat, dass er nur sie liebt.

Aber das wissen Sie – egal, ob Sie aktuell betroffen sind oder mal betroffen waren – selbst am besten. Oftmals will man sich`s lange Zeit nur nicht eingestehen, so ging mir das mit Markus auch.

Heute weiß ich: nach so einem Verhalten kann man diese Art Mann nur noch – ja: abhaken!

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Frau auf Bett

„Ist es schon Fremdgehen?“, „Genüge ich ihm nicht mehr?“, „Hat er das Interesse an mir verloren?“, „Habt ihr das ebenso in euren Beziehungen?“ oder auch: „Vergleicht er?“ – diese Fragen und ähnliche mehr werden nahezu täglich in den vielen Online-Foren für Frauen im Internet gestellt.

Das Thema, um das es geht, ist auf der einen Seite ein altes und auf der anderen Seite auch wieder ein neues.

Neu deshalb, weil es täglich neue Frauen gibt, die mit dieser Thematik konfrontiert werden und für die dieses Thema dann – logischerweise – neu ist. Antworten bekommen Sie dabei oft von „alten Hasen“ oder coolen Geschlechtsgenossinnen, hier: Frauen, die auch schon (mehrfach) mit dem Thema konfrontiert wurden, das aber entweder von Anfang an oder irgendwann nicht mehr ernst nahmen beziehungsweise dahingehend niemals irgendetwas negatives für sich hineininterpretierten.

Sie ahnen es vielleicht schon, es geht um Männer in Beziehungen, die  – mehr oder weniger heimlich – Hardcore-Erotik-Filme konsumieren.

Ein Umstand, der gebundene Zeitgenossinnen in zwei Lager teilt:

die einen, die es locker sehen und häufig schon viele lange Beziehungsjahre oder verschiedene Beziehungen hinter sich haben und die anderen, für die der Konsum solcher Filme durch den Partner schon die halbe Trennung bedeutet. Neben den erwähnten Frauen, die neu mit dieser Situation konfrontiert sind, gibt es hier auch jene, die zwar lange Jahre Beziehungserfahrung haben, aber mit diesem pikanten Thema innerhalb ihrer Partnerschaft  so gar nicht umgehen können.

Und so kommt es, dass Postings mit der Botschaft: „Mein Partner schaut Pornos“ so gut wie täglich in Massen hochgeladen und dahingehende Ratschläge von Mit-Userinnen von den Betroffenen erwartet werden.

Doch was ist hier ein „guter Rat“?

Gar nicht so leicht zu beantworten, denn dadurch, dass jede Frau mit diesem Fakt anders umgeht, kann nicht pauschal DER eine gute Rat gegeben werden.

Das beweist schon die riesige Trefferquote, die einem die Google-Eingabe „Mein Mann schaut Pornos 2018“ beschert. Natürlich spuckt die Suchmaschine nicht nur Ergebnisse von 2018 aus, aber um zu mehr oder weniger aktuellen Postings zu gelangen, haben wir für unsere Recherche das Jahr 2018 einmal mit eingegeben.

Die Anzahl der Ergebnisse beträgt bei dieser Suche  4.520.000 (!) Treffer.

Man ahnt, wie viele Frauentypen dahinter stecken, die sich in einer stillen Minute an den Rechner gesetzt und ihr Problem in den digitalen Kosmos gesandt haben.

Darunter dürften unsichere Frauen ebenso sein, wie Frauen, die unter Verlustangst leiden und auch Frauen, die aufgrund ihrer Figur Komplexe haben und damit hadern, ob der Partner sie vielleicht insgeheim mit der gutgebauten Blondine aus dem Sexfilmchen vergleicht.

Natürlich wird es noch 1000 Gründe oder/und Ängste mehr geben, die betroffene Frauen an- oder umtreibt – schon deshalb kann kein Allerwelts-Ratschlag das Problem (das für die Männer meist gar keines ist) für die Frauen aus der Welt schaffen.

Wie aber sehen nun die meisten aller Fragen in Sachen „Partner und Pornos“ aus? Zumal sich mit diesem Thema – man glaubt es kaum! – schon Medien wie die Süddeutsche beschäftigen.

Nun – verallgemeindernd kann man sagen, so hier sehen sie aus, die Fragen:

„Hallo zusammen..
mein Mann streitet ab dass er pornos guckt wenn er auf der Arbeit ist… in seinem Verlauf aufm iPhone hab ich sämtliche porno Seiten gefunden… er meint dass es garnicht stimmen würde und dass es ein Virus sei .. aber ist es nicht so dass wenn man auf den Seiten drauf war die sich im Verlauf abspeichern?!
Ich bin total verzweifelt…
Was meint ihr dazu ?!
Bitte um Rat!“

Das Posting wurde im Forum von Brigitte.de erstellt, eines der größten Frauen-Foren überhaupt.

Es steht stellvertretend für unzählige mehr, denn in diesem Stil sind die meisten Threads von Frauen, die dieses Thema diskutieren und Rat einholen wollen, gehalten.

Auch das „verzweifelt sein“ ist häufig zu lesen, wenn es darum geht, dass Frauen bemerkt haben, dass der Partner Filme dieser Art schaut.

Insofern gehört diese Thematik wohl – neben Liebeskummer, Mobbing, Dating und Gewicht/Körpergefühl – zu den „heißen Eisen“, die viele, viele Frauen einfach wahnsinnig machen.

Allerdings, um abschießend doch mit einem kleinen Ratschlag aufzuwarten, dürften sich die allermeisten Frauen in Beziehungen umsonst an dem Thema reiben – denn der Großteil der Männer koppelt den Konsum solcher Filme komplett von der eigenen Beziehung/der eigenen Partnerin ab.

Wunderbar erklärt ist das im bereits oben verlinkten Artikel von lottafrei.de – betroffene Frauen sollten dort unbedingt intensiv stöbern und sich belesen!

In diesem Sinne: machen Sie sich nicht verrückt! Und – ganz wichtig – ja: in anderen Beziehungen ist das genau so!

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„Schaffe, schaffe, Häusle baue“ – dieser bekannte Ausspruch betrifft die Menschen in Baden-Württemberg, denen man nicht nur Fleiß, sondern auch einen gewissen Geiz nachsagt.

Wie das aber meist so mit Gerüchten ist, bleibt nicht viel, wenn man mal hinter die Kulissen guckt.

Zumindest was den emotionalen Bereich der Schwaben angeht. Wenn sie den Bund fürs Leben schließen, scheinen sie sich diesen nämlich eine Menge kosten zu lassen!

Das geht zumindest aus einem Artikel der Online-Zeitung schwarzwälder-bote.de hervor, die hierzu schreibt:

„Von wegen „Schwaben sind geizig“: Bis zu 15.000 Euro investieren Baden-Württemberger im Durchschnitt in ihre Hochzeit. Damit liegen sie über dem nationalen Durchschnitt von 5000 bis 10.000 Euro. Dies geht aus einer Studie der Agentur Peak Ace zum Thema „so heiratet Deutschland“ hervor.“

15.000 Euro – das ist eine Stange Geld! Allerdings kann dann der eingangs genannte Spruch nun doch nicht sooo weit hergeholt sein, denn – klar! – so eine Summe kann wirklich nur hinlegen, wer fleißig schafft. Und – etwas skurril: die Überschrift des erwähnten Artikels lautet:

„Schwarzwälder heiraten vor allem aus Liebe“.

Na denn! Bis der Tod sie scheidet!

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So langsam werden die Tage wieder kürzer und wer früh raus muss, der bemerkt sie schon: die Herbstkühle, die vor allem in den Morgenstunden präsent ist.

Auch die ersten Blätter verfärben sich und so manche Singleseele ist in nächster Zeit anfällig für trübe Gedanken.

Wenn sich erst Nebel und Regenschleier übers Land legen, neigen vor allem Frauen, die solo sind, dazu melancholisch zu werden. Kein Wunder: kreisen doch dann verstärkt wieder Kuschelbilder von verliebten Paaren am Kamin durchs Netz und so manche Freundin, mit der man in den warmen Monaten am Freisitz „Leute gucken“ konnte, igelt sich mit ihrem Liebsten wieder mehr ein.

Hinzu kommt, dass am Horizont schon die Festtage lauern – für die allermeisten Singles eher keine schöne Zeit.

Damit das trübe Wetter, das höchstwahrscheinlich in Kürze schon anrückt, nicht auch Trübsal in die Seele von Singlefrauen bläst, haben wir drei wirklich funktionierende Tipps zusammengestellt, die dem Herbstblues, entgegen wirken:

  • Starten Sie jetzt Ihr Intensiv-Pflege-Programm! Stöbern Sie in Parfümerien und Drogerien nach neuen Produkten und gönnen Sie sich das eine oder andere neue Produkt. Jede Saison hat ja so ihre Düfte – warum nicht danach Ausschau halten? Es muss ja nicht gleich ein neues Parfüm sein, ein schönes Schaumbad oder ausgefallenes Duschgel ist ebenso sinnvoll. Oder eine tolle Bodylotion. Denn mal ehrlich: gerade in der kälteren Jahreszeit wendet man doch diese Produkte sehr viel intensiver an. Wer legt sich schon bei 35 Grad im Schatten in die Badewanne und kuschelt sich danach stundenlang mit einem guten Buch aufs Sofa? Eben! Meist macht man im Sommer „kurzen Prozess“, duscht sich, spritzt den Lieblingsduft auf die Haut und spaziert zum nächsten Pool oder Straßencafé! Deshalb sind die ersten trüben Tage im Herbst perfekt geeignet, sich auch pflegetechnisch auf die kalte Jahreszeit einzustimmen!
  • Stöbern Sie schon jetzt nach schönen Büchern für die Herbst-/Winterzeit. Gerade im Herbst kommen alljährlich unzählige, neue Buchtitel heraus. Und die dunklen Monate sind nun mal DIE Lesemonate schlechthin! Und – ganz wichtig! -: wer in ein Buch vertieft ist, kann nicht gleichzeitig über sein Singledasein traurig sein!
  • Legen Sie sich ein (neues) Hobby zu – ändern Sie die Perspektive. Warum nicht zur Hobbyfotografin werden? Zum Beispiel. Zeigt sich der Herbst von der goldenen Seite, gibt es mehr als genug schöne Motive!
  • Wellnesstrip buchen – und wenn`s nur für ein paar Tage ist! Entspannt in der Sauna sitzen, wenn draußen die Herbststürme peitschen – was gibt es Schöneres? Gerade deshalb, weil man in den heißen Monaten Sauna- oder Dampfbad-Aktivitäten meist kaum oder nur eingeschränkt nachgeht, kann jetzt wieder in die Vollen gegangen werden! Deshalb: ein (verlängertes) Wochenende mit der guten Freundin in einem Wellness-Hotel tut mehr als gut und vertreibt dunkle Single-Gedanken definitiv! Und wenn nicht, ist ja jemand zum Quatschen da!

Apropos Quatschen: sollte Sie trotz allem mal der Single-Herbst-Blues ereilen, greifen Sie zum Hörer und rufen eine gute Freundin an oder verabreden Sie sich mit ihr!

Und – so ganz nebenbei – darf der Blick in die ein oder andere Singlebörse ruhig riskiert werden, denn: denn Männern gehts im Herbst oft nicht anders!

Nichts nervt Single-Frauen, die sich wieder eine Beziehung wünschen, wohl so sehr, wie die Partnersuche. Es ist seit Jahren bekannt, dass sich diese in den aktuellen Zeiten schwieriger gestaltet, als vor Jahrzehnten noch.

Und das trotz immens gestiegener Möglichkeiten, wie Online-Dating, Date-Veranstaltungen und sozialen Netzwerken, wo sich viele Solisten herumtreiben.

Wer aber als Frau aktiv im Leben steht, einen Job und einen Freundeskreis hat, weiß: die Suche kann nervig werden, vor allem, wenn sie online stattfindet. Und auch offline scheinen sich – trotz diverser Events, die sowohl im Berufs – als auch im Privatleben fast permanent geboten werden – immer weniger Leute zu finden, die eine Partnerschaft eingehen.

Genau eine solche Situation porträtierte am letzten Dienstagabend die ZDF-Doku „37 °“ mit „Sag mir wo die Frauen sind“. Nur dass es sich, wie der Titel schon sagt, in dem Film ausschließlich um Männer handelte, die von ihrer schwierigen Suche nach einer Partnerin berichteten. Zudem waren alle drei Protagonisten aus Ostdeutschland und auf dem Land zuhause.

Bezeichnend: keiner der drei vorgestellten Männer, deren Singledasein in ihrer ländlichen Heimat porträtiert wurde, betreibt Online- oder Speed-Dating. Im Gegenteil: bis auf einen Mann, Uwe, bleiben sie eher passiv in ihren Bemühungen, eine Partnerin zu finden.

Allerdings waren sie ziemlich auskunftsfreudig und beschrieben auf sympathische Weise, welche Vorstellungen sie von einer zukünftigen Partnerin haben. Neben dem schon erwähnten Uwe aus Leuna wurde auch ein Biobauer aus dem Erzgebirge vorgestellt – Stefan. Er hat Haus, Hof und Tiere und hätte es schon gern, dass seine spätere Herzensdame zu ihm auf den Hof ins schöne Sachsen zieht.

Auch Olaf (im Bild), ein weiterer Protagonist aus der Sendung, ist mehr oder weniger ortsgebunden – er betreibt auf der Insel Usedom eine Pferdezucht und bietet in der Saison Ausritte mit seinen Tieren für Touristen an.

Uwe, der bereits schon erwähnte dritte Single, lebt ländlich im mitteldeutschen Leuna und findet ohne Partnerin „alles öde“.

Für die drei porträtierten Singlemänner ist es nicht unbedingt leicht, in ihrem Umfeld eine Partnerin zu finden, da vom dörflichen Raum viele (junge) Frauen in die Stadt abwandern. Und da die Jungs – wie eingangs schon erwähnt – weder in Sachen Online-Dating aktiv werden noch entsprechende Single-Events besuchen, ist ihre Situation wie sie ist.

Doch suchenden Frauen sollte das ein Wink mit dem Zaunpfahl sein, denn: alle drei Männer sind sympathische Typen, bodenständig, ohne Allüren und berufstätig ebenso. Mitten im Leben also – wie die meisten Frauen ab Anfang / Mitte Dreißig aufwärts auch. Die Altersklasse also, die auch in Singlebörsen häufig vertreten ist und so selten fündig wird.

Warum sich also – selbst wenn man (FRAU) in der Stadt lebt – nicht auch im dörflichen Raum nach einem Partner umschauen?

Eigentlich eine gute Idee, wenn nicht die Frage wäre, wie man überhaupt mit solchen Männern in Kontakt kommt? Die Protagonisten aus der Doku bleiben – wie gesagt – passiv und sind demzufolge auch in keiner Online-Singlebörse vertreten.

Man darf davon ausgehen, dass auch viele andere Landsingles so verfahren. Was also tun, wenn doch hier – trotz allem – vielleicht die Chancen, auf einen kernigen Naturtypen, der Single ist, recht gut stehen?

Unser Tipp:

schauen Sie in die (Online)Ausgaben der ländlichen Zeitungen in Ihrer Region. Es gibt kaum ein Wochenende, auf denen auf den Dörfern nicht irgendwas los ist. Vom Frühlings-, Sommer-, Herbst und Winterfest über Osterfeuer und kulinarische Märkte bis hin zu zünftigen Bauernfeten – es wird viel geboten auf dem Lande. Viele Feste werden am jeweiligen Vorabend zudem mit einer Disko-Veranstaltung eingeleitet.

Klar – den städtischen Schick sollte man in einem Festzelt auf dem Land vielleicht nicht erwarten, aber die Chancen stehen hoch, dass man hier auf  Singlemänner trifft. Ebenso wie auf den aufgezählten Festivitäten, bei denen die Dorf-Jungs sich oft auch aktiv einbringen.

Warum also nicht mal vor Ort schauen, was so geht? Klar, eine gewisse Affinität für diesen Schlag Mann sollte FRAU schon mitbringen. Wer mehr auf den durchgestylten Porsche-Fahrer im Designer-Look steht, ist hier fehl am Platz, das ist natürlich fakt.

Wer sich aber nach einem Partner sehnt, der nicht abgehoben und auch Realist ist, eine positive Einstellung zu Natur und Heimat hat und das Herz meist am rechten Fleck, der sollte auf jeden Fall mal einen Blick auf den Dörfern in seiner Umgebung riskieren! Und dann natürlich auch den Mut haben, ein paar Worte zu sagen, ein Gespräch zu beginnen.

Denn: auch echte Kerle vom Land können schüchtern sein. Hier als Frau dezenten den Anfang zu machen, kann sich lohnen!

Wer nun auf die 37°-Doku und die drei beschriebenen Protagonisten neugierig geworden ist, kann diese noch bis 20.08.19 anschauen und zwar hier.

Bildnachweis: © ZDF/Thomas Henk Henkel