Mittwoch, 29. Mai, 2024

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Dating: Wie vergibt man stilvoll einen Korb? Das empfiehlt der Paarberater

Die “Sandwich-Strategie”: Sie soll laut einem Paarberater eine gute Variante sein, beim Dating einen Korb zu vergeben. Und zwar stilvoll. Allerdings: Diese Art zu sagen, dass es nicht passt, dürfte bei Singles kaum bekannt sein. Muss sie auch nicht. Denn sie ist gar nicht mal so optimal.

Singlefrau schildert Paarberater spezielle Dating-Situation

Aber von vorn. Der Paarberater Christian Thiel wird für welt.de regelmäßig zu Dating- und Beziehungsthemen zu Rate gezogen. In einem aktuellen Beitrag wird eine Singlefrau porträtiert, die die Reaktionen der Männer schildert, nachdem sie ihnen einen Korb gegeben hat. Die besagte Solistin beschreibt ihr Datingverhalten so, dass sie mit Männern oftmals sechs bis acht Dates hat und nach dieser Zeit häufig merkt, dass es doch nicht passt. Das thematisiert sie dann gegenüber den jeweiligen Dating-Kandidaten und beendet den Kontakt.

Oftmals jedoch – so ihre bisherige Erfahrung – reagieren die Männer daraufhin ziemlich ungehalten bis verbal aggressiv. Deshalb bittet sie den Paarberater um Hilfe, wie sie diese Situation zukünftig besser händeln und im Griff haben kann.

Der Experte plädiert in solchen Fällen für die schon erwähnte “Sandwich-Strategie”.

Viel Lob bei der “Sandwich-Strategie”

Diese beschreibt er folgendermaßen:

“(…)aber es gibt auch ein paar Tipps, wie man besser Körbe vergibt. Zunächst mal sollten wir mit einem Lob beginnen. Sich für die schönen Dates bedanken, aber dann eine harte Absage, klar und eindeutig, folgen lassen. Und dann kommt wieder ein Lob. „Ich wünsche dir alles Gute – und du findest bestimmt die Richtige. Ich bin es nicht.“ Man nennt das die Sandwich-Strategie. Oben etwas Weiches, unten etwas Weiches. Und dazwischen etwas Härteres, nämlich die Absage.(…)”

Nun – sicher kann man sich einer solchen Methode bedienen. Aber ganz ehrlich: Sie hat was von einer steifen Jobabsage. Von einem schnöden “Wir-wünschen-Ihnen-für-die-Zukunft-alles-Gute”-Standardtext von Unternehmen, die einen abschlägigen Bescheid nach einer Bewerbung verschicken.

Kann man machen, muss man aber nicht. Zumal wahrscheinlich die wenigsten Singles Lust verspüren, eine Absage derartig steif zu formulieren. Selbstverständlich ist aber das oftmals praktizierte Abtauchen – bekannt und gefürchtet auch als Funkstille – ebenso keine Lösung.

Kurze Nachricht per Telefon oder Mail ist oft die bessere Alternative

Wie aber nun stilvoll einen Korb vergeben? Eine Alternative zur “Sandwich-Strategie” vom Paarberater wäre eine kurz gehaltene Mitteilung an den Dating-Kandidaten, die man mündlich, per Mail oder aber auch per Handy-Nachricht übermitteln kann. Dafür muss sich niemand in schwülstig-steifen Formulierungen ergehen, sondern kann ganz klar und ehrlich kommunizieren. Ehrlichkeit ist überhaupt das A und O, weshalb vielleicht ausgiebiges Loben sowieso nicht der richtige Weg für eine Absage ist.

Am allerbesten ist deshalb ein Telefonat oder ein persönliches Gespräch. Letzteres natürlich nur, wenn es sich gut ergibt oder man sowieso gerade gemeinsam in einem Date ist. Extra ein Treffen ansetzen, um einen Korb zu vergeben, hat keinen Stil. Und dürfte zudem sehr schlecht ankommen.

Besser: Persönlich am Telefon schlicht und ergreifend sagen, dass es nicht gefunkt hat. Oder dass es nicht passt. Ebenso möglich: Sagen, dass die Gefühle nicht ausreichen. Wer das partout nicht mündlich übermitteln kann oder will, schreibt eine kurze Nachricht per E-Mail oder – zum Beispiel – WhatsApp.

Ehrlichkeit gleich nach dem 1. oder 2. Date macht Sinn

Klar – sowas ist für die meisten Singles wahrscheinlich ebenso attraktiv wie ein Zahnarztbesuch. Aber wie der Arztbesuch wahrgenommen werden muss, muss auch eine Absage beim Dating kommuniziert werden. Kein Mensch möchte monatelang mit jemandem in Kontakt sein, mit dem es nicht passt. Insofern wird kein Single, der eine Dating-Situation rasch beenden will, umhin kommen, einen Korb zu vergeben. Apropos “Dating-Situation rasch beenden”: Im erwähnten Beitrag auf welt.de hat die besagte Singlefrau sechs bis acht Dates und somit viele Wochen als Zeitraum angegeben, bis sie merkte, dass es nicht passt.

Das ist ein ziemlich langer Zeitraum, der im Dating-Kosmos so eine Ausnahme sein dürfte. Liest man sich durch die vielen Foren im Web, in denen Dating, Kennenlernphase, Liebeskummer und Beziehungsauftakt behandelt werden, fällt auf, dass die meisten Singles (vor allem die weiblichen) oft schon nach dem ersten Date merken, ob es passt oder nicht. Viele andere sind sich spätestens nach dem zweiten Treffen sicher, dass es passt – oder eben nicht.

Bloß keine Warmhalteplatte!

Insofern ist auch eine rechtzeitige Kommunikation darüber, dass es nicht gefunkt hat, ein Zeichen von Fairness. Denn bekanntlich mag niemand auf die “Warmhalteplatte” gesetzt werden, ganz gleich ob Männlein oder Weiblein.

Außerdem: Wer nach einem ersten oder zweiten Date sagt, dass es nicht passt, vergibt streng genommen eigentlich keinen Korb. Das ist eher noch im “schaun mer mal”-Bereich, bei dem jener Part, dem ein weiteres Kennenlernen abgesagt wird, kaum in eine Liebeskummer-Ohnmacht fallen wird. Eher fällt es in die Kategorie: “War ein netter Plausch/ein nettes Essen, war okay”…

Damit kann wohl jeder Single leben…!

Quelle: welt.de – 23. Mai 2023

Bildnachweis: pexels.com / pixabay
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