Sonntag, 23. Januar, 2022

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Aussichtslose Liebe: Unerreichbarer Schwarm wird jetzt „Kryptonit-Mensch“ genannt

„Krypto…was“? werden sich wohl viele Leute fragen, die den Begriff „Kryptonit-Mensch“ zum ersten Mal hören. Und tatsächlich ist das ein Wort, bei dem man zur Zungenbrecherei neigt.

Das muss aber nicht sein – man kann auch ganz altmodisch „unerreichbarer Schwarm“ sagen. Denn nichts anderes ist damit gemeint, wenn vom „Kryptonit-Menschen“ die Rede ist. Genau so, wie für viele Verhaltensweise beim (Online)Dating permanent neue Begriffe gefunden werden (so zum Beispiel „Ghosting“ statt „Funkstille“) kommen auch in Sachen Liebe und Partnerschaft ständig neue Begriffe auf den Markt.

Vom „Kryptonit-Menschen“ wurde jüngst auf welt.de / ICONIST berichtet. In dem Artikel erklärt eine  Psychologin, wie man sich am besten aus einer emotionalen Abhängigkeit zu so einer „Krypto-Person“ befreien kann. Die Expertin erklärt das naturgemäß hochpsychologisch, was sich interessant liest, aber in der Realität wahrscheinlich eher weniger umsetzen lässt.

Wer das Problem hat, einen Schwarm zu haben, der aber an einer Beziehung nicht interessiert ist, der leidet schon nicht wenig. Dabei ist es ganz egal, ob der Schwarm jemand ist, den man nur mal kurz getroffen hat, mit dem man eine Nacht verbracht oder gar eine kurze Beziehung geführt hat.

Der unerreichbare Schwarm wird oft über Jahre angebetet

Wer sich in jemanden verliebt hat, aber keine derartigen Gefühle zurückbekommt, kann manchmal über Monate oder gar Jahre in der Schwärmerei-Falle sitzen, ohne dass die unerfüllte Liebe abflaut.

Natürlich kann man diese Situation jederzeit mit der Konsultation eines Psychologen aufarbeiten, aber unbedingt nötig ist das nicht – man kann es auch alleine schaffen, von einem Schwarm, der nichts von einem will, loszukommen.

Das Zauberwort in diesem Zusammenhang heißt Zeit. Zeit, Zeit und nochmals Zeit. Auch wenn es klischeehaft klingt und kaum einer, der unglücklich verliebt ist, den Spruch „Zeit heilt alle Wunden“ hören will, so ist es doch so.

Zeit heilt Wunden. Ob „alle Wunden“ sei einmal dahingestellt. Man kann sicherlich eine Schwärmerei für eine bestimmte Person nicht gleichsetzen mit der Trauer um einen Menschen, der gestorben ist. Hier mag es schon noch in etlichen Fällen so sein, dass die Zeit keine Wunden heilt, aber bei unerfüllter Liebe dürfte das anders ausschauen.

Aktiv werden und gegen das Gedankenkarussell ins Tun kommen

Aber wie? Nun – es gibt durchaus Maßnahmen, die helfen können, von jemandem loszukommen. Und zwar diese:

1.) Ablenkung – Wer nicht permanent an den Schwarm denkt, dem fällt es leichter, ihn aus seinen Gedanken zu verbannen.

2.) Hobbys und Fokussierung auf Dinge, die einem Spaß machen – Ein Hobby das ablenkt und die Beschäftigung mit etwas, was einem persönlich Freude bringt, sind wichtig. Wer zweimal in der Woche zum Sport geht und sich in der Freizeit zum Beispiel dem Lesen widmet, hat weniger Zeit, seine Gedanken an den Schwarm zu verschwenden. Auch wer sich kreativ betätigt, hat die Nase vorn, denn das ist Ablenkung pur.

3.) Jemanden daten. Klar, hier ist die Gefahr groß, dass man Datingkandidaten mit dem Schwarm vergleicht und diese in dessen Schatten blass wirken. Allerdings erhöht derjenige seine Chance auf eine erwiderte Liebe, der sich anderen Singles zuwendet. Irgendwann findet jeder Topf seinen Deckel – um es mal klischeehaft auszudrücken…!

Das Fazit in Sachen Schwarm oder „Kryptonit-Menschen“: Klar gibt es Leute, die einen total faszinieren und die einen – hat man erst mal emotional Feuer gefangen – nicht loslassen. Auch wenn sie einem zeigen, dass sie an einem tieferen Kontakt nicht interessiert sind.

Sich anders „programmieren“ hilft!

Doch niemand ist seinen Gedanken hilflos ausgesetzt. Man kann sich durchaus so „programmieren“, dass man das eigene Gedankenkarussell mit ewig wiederkehrenden Quäl-Gedanken durchbricht.

Einzig: Man muss es wollen!

Quelle: welt.de / ICONIST vom 06.09.21

Bild: stock.adobe.com / Marina P.
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