Montag, 19. Oktober, 2020

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Weniger Stress mit Selbst & Ständig: „Nein“ sagen ist wichtig!

„Selbst“ und „Ständig“ – diese geflügelten Worte hat wohl jeder schon mal von einem Selbständigen gehört oder kennt sie aus eigener Erfahrung nur zu gut. Ist man freiberuflich tätig oder führt ein eigenes Unternehmen, hat die Arbeit meistens oberste Priorität. Sichert sie doch die eigene Existenz, wenn FRAU solo oder alleinerziehend ist, bzw. das Familieneinkommen, wenn Partner und Kind(er) vorhanden sind. Das Problem für viele selbständige Frauen ist allerdings immer noch der Ausgleich zum Job, die sogenannte „Work-Life-Balance“ oder die „Quality-Time“.

Viele selbständige Frauen wollen den Business-Alltag entspannter gestalten

Denn bei nicht wenigen Frauen, die ein eigenes Business haben, ist sie schlichtweg zu wenig oder manchmal auch gar nicht vorhanden.

Das ist ein riesengroßes Thema und medial mangelt es an Vorschlägen, Tipps und Beispielen von wenigen „Vorzeige-Frauen“ wahrlich nicht. Die meisten selbständigen Zeitgenossinnen kennen das alles und versuchen im Alltag gute Ratschläge in ihren Familien- und Arbeitsalltag einfließen zu lassen.

Aber: Es bringt nur zu oft nichts, weil fiese Energie- und Zeiträuber im eingeschliffenen Business-Tag einer Selbständigen nur zu oft präsent sind. Oder aber berufliche engagierte Frauen oftmals schlecht Nein sagen können.

Nicht „Nein“ sagen können: Für viele Selbständige ein Thema

Da ist es interessant zu lesen, wie sich diese Frauen selbst äußern, Einblicke in ihr Leben mit der Selbständigkeit geben und sich untereinander mit guten Tipps versorgen. Wie so oft wird man diesbezüglich online im großen Frauenforum der Zeitschrift BRIGITTE fündig.

Unzählige Kategorien für jede Lebenslage geben digitale Ersthilfe bei Problemen und werden täglich mit neuen Beiträgen von Userinnen gefüllt. Eine wahre Fundgrube für so gut wie jedes Thema, mit dem Frauen im Alltag konfrontiert sind!

Die weibliche Selbständigkeit spielt denn auch in diesem Forum eine große Rolle. Interessant sind die vielzähligen Anregungen der unterschiedlichsten Frauen in Sachen Balance im selbständigen Job. Wer hier als Selbständige reinliest, wird sehen, dass man mit nervigen Alltagsproblemen in Sachen Berufstätigkeit nicht alleine da steht und kann den einen oder anderen guten Tipp mitnehmen. Oder von wertvollen Erfahrungen anderer Frauen, die sie in der Community veröffentlichen, profitieren.

Frauen geben sich digital Tipps, wie das mit dem Verneinen gehen kann

Dabei kristallisiert sich immer wieder die Problematik mit dem „Nein“ sagen heraus, wofür es unzählige Ratschläge von Userinnen für Frauen, die damit Probleme haben, gibt.

Der Umstand, im Joballtag anderen selten eine Bitte abschlagen zu können, wird in dem besagten Forum ausführlich besprochen, es gibt diverse Beiträge dazu.

Eines der Postings bringt das Dilemma, dem Frauen im Job nur zu oft ausgesetzt sind, in aller Deutlichkeit auf den Punkt bringt – Zitat einer Userin:

„(…)Wie schaff ich es „nein“ zu sagen? Ich glaube, da liegt der Hase im Pfeffer.
Jetzt hab ich z.B. Mittagspause bis 14.00, der letzte ist vor einer Dreiviertelstunde raus und schon klingeln die Leute wieder! Ich meine, was soll das? Ich könnte rückwärts frühstücken! Wer klingelt 20min vor der Öffnungszeit an Türen?

Ich hab es mittlerweile geschafft, dann nicht auf zu machen – sollen sie halt im Regen stehen (die kommen eh alle mit dem Auto…) – aber es nervt mich ungeheuerlich.

Und dass ich ein schlechtes Gewissen bekomme, weil ich meine kurze Mittagspause für mich brauche – das ist doch nicht in Ordnung.(…)“

Der Thread zeigt: Schaffen es viele Frauen, konsequent „Nein“ zu sagen, passiert es nicht selten, dass sich dann aber sogleich das schlechte Gewissen meldet und der betroffenen Frau ein schlechtes Gefühl verschafft.

Das geht aus den zitierten Zeilen der Userin ganz klar hervor.

Schlechtes Gewissen darf keine Rolle spielen!

Aber: Das muss nicht sein! Hier darf nicht einmal im Ansatz das schlechte Gewissen eine Rolle spielen. Selbständige Frauen, die selbiges verspüren, sollten versuchen, sich davon frei zu machen.

„Nein“ sagen und KEIN schlechtes Gewissen bei einer Absage an ein Anliegen zu haben, ist ein großer Schritt in einen entspannteren Business-Alltag. Einmal eingeschliffen, geht das Verneinen ohne anschließendes Grübeln, ob man nicht einen Fehler gemacht hat, wie von selbst über die Lippen.

Insofern: Bloß nicht beirren lassen, wenn kurz bevor man Feierabend machen will, noch ein Kunde mit einem Anliegen kommt, von dem man weiß, das dauert jetzt mindestens 30 Minuten. Lieber mit Charme auf den nächsten Tag verweisen und an seinen eigenen Planungen (einkaufen, etwas mit dem Nachwuchs unternehmen, schwimmen gehen, die Freundin treffen, usw.) festhalten.

Oft gilt es beim „Nein“ sagen abzuwägen

Natürlich muss man (FRAU) stets abwägen, inwiefern man das „Nein“ einsetzt. Kommt kurz vor Toresschluss noch ein lukrativer Auftrag herein, wird wohl keine Selbständige – vor allem jetzt in Corona-Zeiten – einen Kunden mit einem „Nein“ auf denn nächsten Tag verweisen. Das ist ganz klar und versteht sich von selbst.

Das hier thematisierte „Nein“ sagen soll vor allem in Situationen eingesetzt werden, die einen stressen und wertvolle Energie abziehen.

Dazu noch ein Beispiel: Als selbständige Texterin betreuen Sie für einen Kunden im Bereich Text eine Homepage. Der Kunde ist ein sehr aktiver Businessmann, der für seine Web-Kategorie „News“ fast täglich einen neuen Text erstellt haben will. Dafür ruft er stets an, wenn ein neues Ereignis aus seinem Geschäftsleben einen weiteren Text von Ihnen erforderlich macht und er Ihnen in seinen Worten den Inhalt des von Ihnen zu erstellenden Textes übermitteln will.

Mit Charme auf einen entspannteren Zeitpunkt verweisen

Das kann auch mal am frühen Abend sein, wenn Sie privat unterwegs sind und Ihr Auto gerade zum Supermarkt steuern. Was machen Sie? Fahren Sie an den Straßenrand und schreiben in aller Eile mit, was für ein Text Ihr Kunde haben will? Oder nehmen Sie den Anruf souverän entgegen und verweisen auf den nächsten Morgen, an dem Sie sich wieder am Schreibtisch befinden und die Informationen des Kunden ganz entspannt und exakt notieren können?

Natürlich ist das nur ein Beispiel von vielen, aber es soll darstellen, wie man stressige Situationen und damit womöglich langfristige gesundheitliche Einschränkungen vermeiden kann.

„Ja“ sagen kann FRAU immer noch…!

Sollten Sie also bislang eher zaghaft dem „Nein“ sagen frönen, dann wagen Sie sich selbstbewusst ans Werk und freuen sich über mehr Freiraum im Alltag! Zumal ein freundliches „Nein“ (auch im Privatleben) mit dem Verweis auf Ihre nächste Verfügbarkeit wirklich kein großer Akt ist und wohl kaum ein Geschäftspartner darüber erbost sein wird.

Außerdem: „Ja“ sagen können Sie immer noch!

Recherche-Nachweis: BRIGITTE.de/Community

Bildnachweis: Krakenimages.com
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