Dienstag, 6. Dezember, 2022

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Homeoffice-Pflicht soll wiederkommen – DAS steht zur Debatte

Arbeiten im Homeoffice – für den einen der ultimative Vorteil schlechthin, für den anderen so gar keine Option. Keine Frage: Beim Arbeiten in den heimischen Wänden scheiden sich die Geister.

Bekanntlich rückte diese spezielle Art des Schaffens in der Coronakrise stark in den Fokus –  als -zigtausende Arbeitnehmer für ihren Job in das eigene Zuhause geschickt wurden. Seitdem reisst die Debatte um das Für und Wider der Heimarbeit nicht ab. So gibt es jene, die lediglich den Küchen- oder Esstisch als Schreibtisch zur Verfügung haben und genervt sind, sowie andere, für die es ein Segen ist, morgens in Schlaf- oder Schlabberklamotten die ersten Arbeitsstunden am Computer im Arbeitszimmer zu verrichten.

Wie wird eine neue Pflicht in Sachen Homeoffice aussehen?

Leute aus diesem Lager werden es deshalb auch begrüßen, dass der amtierende Arbeitsminister Heil eine erneute Homeoffice-Pflicht ab Herbst 2022 auflegen will – im Hinblick auf die Corona-Pandemie.

Aktuell steht Folgendes rund um die Arbeit in den eigenen vier Wänden zur Diskussion, Zitat aus einem Beitrag, der am 25. August 2022 auf rp-online.de erschienen ist:

“(…) Ab Oktober sollen Beschäftigte wieder die Wahl haben, ob sie im Büro oder lieber zuhause arbeiten wollen. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sieht darin ein wirksames Instrument gegen die Corona-Pandemie.(…)”

Und weiter heißt es:

“(…)Das Bundesarbeitsministerium will Arbeitgeber wieder dazu verpflichten, ihren Beschäftigten zum Schutz vor Corona-Infektionen die Arbeit im Homeoffice anzubieten(…)„Es geht nicht um die verschärfte Homeoffice-Pflicht, wie sie es schon mal gegeben hat. Sondern es geht darum, da, wo die Beschäftigten es wünschen und keine betrieblichen Gründe dagegen sprechen, das Homeoffice zu ermöglichen“, sagte Heil unserer Redaktion.(…)Die Homeoffice-Angebots-Pflicht soll zum 1. Oktober in Kraft treten und bis zum 7. April 2023 gelten. Der neuen Regelung zufolge müssen Arbeitgeber den Beschäftigten anbieten, „geeignete Tätigkeiten in ihrer Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen“.(…)”

Wie zu erwarten, hagelte es umgehend Kritik auf den Vorstoß des Arbeitsministers:

“(…)Der Verband „Die Familienunternehmer“ kritisierten Heils Vorstoß hingegen. „Offenbar besitzt der Bundesarbeitsminister eine Glaskugel, mit der er in die Zukunft blicken kann. Denn er geht von einer Pandemie-Situation aus, die heute noch nicht absehbar ist“, sagte Reinhold von Eben-Worlée, Präsident des Verbands. Mit einer Pflicht zum Angebot von Homeoffice laste er den Firmen unnötig einen hohen Grad an Bürokratie auf.(…)”

Es bleibt also weiterhin spannend, inwiefern es im Herbst wieder heißt: “Homeoffice first”. Denn zur Stunde sind die Vorschläge des Ministers noch Punkte, über die sich diskutieren lässt – gesetzlich festgezurrt ist noch nichts.

Individuelle Absprachen mit dem Arbeitnehmer sind das Beste

Und so wird sie wohl im Spätsommer weitergehen: Die Debatte um ein Für und Wider dieser geliebten und gehassten Arbeitsform.

Flankierend dazu werden jedoch etliche Arbeitnehmer ganz individuelle Absprachen mit ihren Chefs getroffen und Zeiten für Arbeitsstunden im häuslichen Umfeld abgestimmt haben. Vor allem Mütter, die tagtäglich mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf jonglieren, schätzen Flexibilität in dieser Richtung sehr.

Wer beruflich die Möglichkeit hat, (teilweise) von daheim aus zu arbeiten, sieht das Homeoffice deshalb häufig als Vorteil und kann sich mit dieser Arbeitsform den Familienalltag ganz anders organisieren.

Homeoffice ist nicht nur toll

Andererseit ist es aber auch ein Klischee, dass Homeoffice NUR toll ist. Das ist es nun auch wieder nicht, wie verschiedenen Erfahrungsberichten von Müttern im Web zu entnehmen ist.

Und so wird sie weiter von Befürwortern und Gegnern, von Arbeitnehmern und Arbeitgebern geführt: Die Diskussion ums Homeoffice.

Es bleibt somit spannend, ob die von Minister Heil vorgeschlagene Regelung so in ein Gesetz gegossen oder noch einmal nachjustiert wird. Spätestens im Frühherbst sollte Klarheit herrschen!

Quelle: rp-online, 22.08.22

Bild: pexels.com / cottonbro
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