Montag, 19. Oktober, 2020

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Vereinbarkeit Familie und Beruf: Haushalt in Etappen erledigen kann helfen

Familie, Job, Haus oder Wohnung, Einkaufen und dann grüßt noch er alltäglich unerbittlich: Der Haushalt. Im Wäschekorb türmt sich dreckige Wäsche und der Korb mit sauberen Sachen erinnert einen daran, dass das Bügeleisen noch geschwungen werden muss. Dazwischen kreischt der Trockner, der fertig ist und in der Spüle wartet schon wieder das Geschirr für die nächste Runde im Geschirrspüler.

Dann noch Wollmäuse in Diele und Flur und auf dem Wohnzimmerteppich Kekskrümel und ein Colafleck…

Täglich grüßt der Haushalt…

Ein solches Szenario dürfte jenen Frauen bekannt vorkommen, die mindestens zwei Kinder ab Grundschulalter haben. Denn in solchen Haushalten laufen Waschmaschine und Geschirrspüler gefühlt immer. Und blitzen die Räume nach einer Großreinigung gerade mal einen Tag und alles fängt dann wieder von vorne an.

Viele berufstätige Mütter rücken diesem immer wiederkehrenden Zustand zumeist am Wochenende zu Leibe, bei mancher hilft der Mann, bei mancher nicht, etliche Frauen sind alleinerziehend und haben `eh alles alleine zu verrichten, andere wiederum haben das Agreement, dass ER in der Zeit, in der SIE putzt, einkaufen fährt oder anderweitige Erledigungen verrichtet.

So oder so: Steht am Wochenende der Haushalt an, kann man fast einen ganzen Tag des Wochenendes komplett streichen, denn erfahrungsgemäß kommt man danach zu nichts Großartigem mehr.

Bügel- oder Putzfrau? Die Haushaltskasse entscheidet!

Diese Tatsache nervt viele Frauen und manche von ihnen versuchen sich mit Bügel- oder Putzfrauen etwas Erleichterung zu verschaffen.

Allerdings kann sich das längst nicht jede Familie leisten und selbst jene, für die das finanziell kein Problem ist, stehen oftmals vor dem Problem, keine geeignete vertrauenswürdige Person zu finden, die das Putzen oder Bügeln übernimmt.

Um also nicht Wochenende für Wochenende einen Tag lang nur mit Putzmitteln, Bügeleisen oder Co. zu verbringen, sollte man probieren, ob man nicht mit der häppchenweisen Erledigung des Haushaltes besser fährt. Soll heißen: Jeden Werktag eine Kleinigkeit machen, um so dem Großputz am Sonnabend oder Sonntag zu umgehen. Und das am besten immer unter Einbeziehung des Partners, sofern vorhanden!

Schon eine halbe Stunde täglich kann in Sachen Hausarbeit total entlastend sein! Warum nicht, wenn das Kind Hausaufgaben macht oder eine Berichtigung vornehmen muss, Wäsche sortieren, legen oder Bügeln? Apropos Kind: Ist der Nachwuchs bereits im Grundschulalter sollten kleinere Aufgaben im Haushalt Pflicht sein. So wird das Verantwortungsgefühl gestärkt und die Erwachsenen werden entlastet.

Die Kinder ruhig mit einbeziehen!

Ein 8jähriges Kind zum Beispiel kann schon auch mal ein paar Teile vom Wäscheständer abnehmen oder (Unter)Wäsche legen. Zehnjährige sind in der Lage, einen Geschirrspüler aus- und auch wieder einzuräumen.

Man selbst sollte versuchen, an jedem Werktag eine Kleinigkeit (oder zwei) im Haushalt zu machen, so dass sich nicht alles auf einen Wochenend-Tag ballt. Mag man sonnabends oder sonntags auch ausgeschlafener sein – das Wissen darum, dass fast der ganze Tag wieder für den Haushalt draufgeht, dürfte bei mancher Frau am Wochenende schon früh, wenn sie aufwacht, für schlechte Laune sorgen.

Deshalb einfach probieren, in der Woche, auch wenn man schon etwas geschafft ist, zumindest ein halbes Stündchen (besser: eine Stunde) in die Hausarbeit zu investieren.

Ist man selbst von der Arbeit zurück und geschafft und wartet auch noch die Kontrolle der Hausaufgaben des Nachwuchses, so sollte man sich am besten erstmal eine Viertelstunde  Zeit und Ruhe und gleich noch eine Tasse Tee oder Cappuccino nehmen. Danach sind dann die Erledigungen für die Schule des Nachwuchses dran, was – wie eingangs schon erwähnt – ruhig auch mit einer stillen Tätigkeit wie Wäsche legen einhergehen kann.

Aufraffen lohnt sich

Dann noch mal tief durchatmen und sich dann – auch wenn man kaputt ist – aufraffen und beispielsweise das Bad machen.

Das Gefühl hinterher ist wunderbar, denn man weiß, dass man etwas geschafft hat. Hangeln Sie sich auf diese Art durch die Woche und machen an einem Tag das Wohnzimmer und am nächsten das Schlafzimmer, so ist schon mal ein großer Teil – im Idealfall alles – geschafft und Sie können sich am Wochenende ganz der Familie widmen.

Es macht schon einen großen Unterschied, ob man, wenn man für das Wochenende beispielsweise einen Ausflug plant, beide Tage als Auswahl oder nur einen zur Verfügung hat. Letzteres macht erfahrungsgemäß Druck und erzeugt auf Dauer Frust und Unzufriedenheit.

Im Idealfall nehmen Sie sich Samstags etwas vor und vertrödeln den Sonntag einfach mal so, ohne Pflichten. Denn die hat man (FRAU) schon in der Woche erledigt.

Probieren Sie es mal aus! Es lohnt sich. Und nicht vergessen, den Partner mit einzuspannen! Zu zweit geht vieles leichter – allen voran die Hausarbeit.

Bildnachweis: olezzo
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