Diese Rechnung war saftig! Mehrere zehntausend Euro Gebühren sind angefallen, weil der Sohn einer Familie, die sich auf einer Mini-Kreuzfahrt befand, während dieser Ferienzeit einige Videos auf seinem Handy angeschaut hat. Für die Eltern dürfte es besonders bitter sein, denn eine Mini-Kreuzfahrt schlägt preislich lange nicht so stark zu Buche, wie eine Kreuzfahrt über zwei oder mehrere Wochen. Wenn man dann natürlich im Nachgang eine solch` gepfefferte Rechnung für die Handy-Nutzung an Bord bekommt, dürfte jeder Erholungseffekt binnen Sekunden dahin sein.

Die Reederei rechtfertigt die Summe im Gegenwert eines gebrauchten Wagens mit hohen Roaminggebühren.

Das Magazin STERN schreibt dazu auf stern.de: 

„12.000 Euro für ein paar Videos auf dem Handy – eine Mini-Kreuzfahrt ist für eine Berliner Familie zur Mega-Kostenfalle geworden. Wie NDR 1 Welle Nord am Mittwoch berichtet, nutzte der zwölfjährige Sohn der Familie auf der Fähre der Reederei Color Line von Kiel nach Oslo sein Handy, um sich Videos anzuschauen. Kurz nach dem Urlaub sei dann eine deftige Rechnung des Mobilfunkanbieters angekommen: 12.000 Euro für rund 470 Megabyte genutzte Daten. 

Das Handy des Jungen habe sich offenbar in das über Satellit ausgestrahlte Mobilfunknetz „Telenor Maritime“ eingewählt, sagt der Geschäftsführer der Reederei, Dirk Hundertmark der Deutschen Presse-Agentur. Wie auch in Flugzeugen fallen bei der Nutzung solcher Netze hohe Roaming-Gebühren an. Color Line versuche Passagiere vorab auf ihrer Internetseite über mögliche Kosten zu informieren. Es sei sehr selten, dass Passagiere sich unbemerkt in das Satellitennetz einwählten. Kunden würden per SMS von ihrem Anbieter über mögliche Kosten informiert.“     

Dieses Beispiel zeigt: Hände weg vom Handy auf der (Mini)Kreuzfahrt. Im Urlaub wäre es sowieso die bessere Idee, einfach mal handyfrei in den Tag zu leben, als allethalben das Smartphone zu checken.

Natürlich ist das manches Mal dem Nachwuchs schwer zu vermitteln, aber hier sollten Sie hart bleiben (oder aber – wenn machbar – im Vorfeld mit der Reederei sprechen und gegebenenfalls nachfragen, ob es Sondertarife während der Zeit an Bord gibt).

Denn, jeder der sich auf eine Kreuzfahrt begibt – egal, ob Mini- oder Groß-Kreuzfahrt – möchte doch wohl nach dem Motto „Eine Seefahrt, die ist lustig“ urlauben.  Und ganz ehrlich: ein Handy brauchts dazu nicht wirklich!

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