Freitag, 9. Dezember, 2022

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Megatrend Glamping: Alles außer Camping!

Mit der Waschtasche früh und abends zum Gemeinschaftswaschraum schlendern, am Klapptisch das Mittagessen einnehmen und immer eine Prise Improvisation: All das verbinden wohl die meisten Menschen mit Camping.

Und wie das so ist mit den Vorlieben beim Reisen: Der eine liebt es, anderen wiederum sträuben sich schon beim Gedanken an Zeltheringe und Outdoor-Kocher sämtliche Nackenhaare.

Keine Frage: Beim Thema Camping scheiden sich die Geister. Insofern ist es interessant, den in diesem Zusammenhang entstandenen Trend Glambing einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Der steht nämlich unzähligen Medienberichten zufolge für eine glamouröse Variante des Campings. Deshalb auch das raffinierte Wortspiel – entstanden aus “Glamour” und “Camping”.

Weder Glamour noch Camping – neuer Urlaubstrend eher sympathische Idee der Reisebranche

Doch betrachtet man diese vermeintlich neue Urlaubsvariante genauer, ist weder Glamour noch Camping drin (Mit Glamour verbindet man dann doch eher das 5-Sterne-Hotel mit Zimmerservice…). Glambing scheint vielmehr ein cleverer Gag der Reisebranche zu sein, herkömmliche Möglichkeiten für die Ferientage als Neuheit zu verkaufen.

Denn es gibt das, was heute nun Glambing sein soll, schon lange. Und hat mit Camping fast gar nichts zu tun.

Weder muss man sich in Gemeinschaftsduschen begeben, noch am Campingtisch sein Frühstück einnehmen – im Gegenteil. Bei diesem neuesten Urlaubsschrei erwarten nämlich komfortabel ausgestattete Bungalows in den schönsten Lagen – direkt am See oder Meer – die Urlauber. Weiterhin stehen außergewöhnliche Baumhäuser, Fass-Hütten oder Mobilheime im Zusammenhang mit Glamping zur Verfügung.

Das Angebot komplettieren Lodges, Zelte und Jurten, die durchaus auf als Campingplatz bezeichneten Arealen stehen, aber nicht im entferntesten mehr an diese Art Urlaub erinnern.

Glambing wirbt mit tollen Standorten

Das einzige, was bei Glambing-Ferien noch an Camping erinnert, sind die schon erwähnten Standorte direkt am Wasser, für die Campingplätze zumeist bekannt sind. Siehe den Kult-Campingplatz in Prerow auf dem Darß, der direkt in den Dünen liegt und alljährlich unzählige Campingbegeisterte anzieht.

Fazit: Der Begriff Glamping taugt dazu, ein wenig in die Irre zu führen. Denn: Wer echtes Camping sucht, wird mit Glambing nicht viel anfangen können. Und wer seinen Urlaub niemals als Camper verbringen würde, der verbindet bei dem neuen Kunstwort vielleicht doch vieles noch mit dem herkömmlichen Camping und lässt vielleicht die Glambing-Angebote links liegen. Das wäre allerdings schade, denn in Sachen Glambing locken unzählige top ausgestattete Locations in traumhaften Bestlagen die Erholungssuchenden.

Wer mit dem recht neuen Kunstbegriff für diese Art des Urlaubs (noch) so gar nichts anfangen kann und mit Schlagworten wie “Komfortbungalow” oder “Luxusbungalow” nach Angeboten für die Ferien sucht, der wird fündig und landet mit hoher Wahrscheinlichkeit bei Glambing-Angeboten.

Alles außer Camping

Und diese bieten alles – außer Camping.

Das Fazit kann deshalb nur lauten: Angeboten wird an und für sich “alter Wein in neuen Schläuchen”. Das ist nicht abwertend gemeint, denn freilich ist das Glambing eine tolle Urlaubsform. Die allerdings alles andere als neu ist und nunmehr lediglich mit einer lifestyligen Note daherkommt. Einer sympathischen allerdings.

Bild: pexels.com / Elina Sazonova

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