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Rhesusfaktor negativ – was Frauen wissen müssen

Hand aufs Herz: Kennen Sie Ihre Blutgruppe? Viele Menschen haben keine Ahnung, ob Blut der Gruppe A, B, AB oder 0 durch ihre Adern läuft. Noch weniger wissen sie über den Rhesusfaktor Bescheid. Dabei kann ein negativer Rhesusfaktor vor allem in der Schwangerschaft zu massiven Komplikationen führen. Spannend sind auch die zahlreichen Gerüchte, die sich insbesondere um die Blutgruppe 0 mit Rhesusfaktor negativ ranken. 

Was ist der Rhesusfaktor?

Der Rhesusfaktor ist ein Blutgruppenmerkmal. Entdeckt hat in Dr. Karl Landsteiner im Jahr 1923. Er ist auch der Erforscher der Blutgruppenmerkmale A, B, AB und 0. Sowohl die Blutgruppen als auch der Rhesusfaktor hängen mit der Oberfläche der roten Blutkörperchen zusammen. Verschiedene Antikörper und Proteine bestimmten die Blutgruppen der Menschen. 

  • Blutgruppe A besitzt B-Antikörper
  • Blutgruppe B besitzt A-Antikörper
  • Blutgruppe AB besitzt 0-Antikörper
  • Blutgruppe 0 besitzt AB-Antikörper

Bekommt eine Person mit der Blutgruppe A eine Bluttransfusion mit B-Blut, kann ihr Blut verklumpen. Auch der Rhesusfaktor ist dabei von Bedeutung. Sitzt auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen ein spezielles Eiweiß, spricht man von Rhesusfaktor positiven Menschen. Fehlt es, ist die Person Rhesusfaktor negativ. 

Welche Rolle spielt der Rhesusfaktor?

Grundsätzlich ist der Rhesusfaktor wenig erforscht. Eine Untersuchung an genveränderten Mäusen zeigt, dass das fehlende Protein den Stoffwechsel und pH-Wert der Tiere veränderte. Sie schieden weniger Stickstoffe aus. Außerdem war ihr pH-Wert saurer als bei Rhesus positiven Mäusen. 

Im normalen Leben bemerken Menschen nicht, welchen Rhesusfaktor sie besitzen. Dennoch ist es in zwei Fällen wichtig zu wissen, ob Sie Rhesusfaktor positiv oder negativ sind. Es ist dann notwendig, wenn sie eine Bluttransfusion benötigen oder schwanger sind. 

Erhält ein Mensch mit negativem Rhesusfaktor eine Bluttransfusion eines Rhesuspositiven, dann kann es spätestens beim zweiten Mal zu einer Antigen-Antikörper-Reaktion kommen. Dagegen ist es andersherum kaum ein Problem. Erhält eine Person, die selbst Rhesus positiv ist, das Blut eines Negativen, verträgt sich das normalerweise problemlos.

Da negatives Blut allerdings viel seltener vorkommt, sollte es nur für Menschen mit negativem Rhesusfaktor verwendet werden. Ein kurzer Überblick über die Blutgruppenverteilung in Deutschland:

  • A positiv: 37 %
  • 0 positiv: 35 %
  • B positiv: 9 %
  • AB positiv: 4 %
  • A negativ: 6 %
  • 0 negativ: 6 %
  • B negativ: 2 %
  • AB negativ: 1 %

Die positiven Blutgruppen kommen also wesentlich häufiger vor als Negative. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass rhesus-negative Menschen oftmals einen rhesus-positiven Partner haben. Soweit kein Thema. Allerdings kann es Schwierigkeiten geben, wenn eine rhesus-positive Mutter ein negatives Baby erwartet. 

Bei der ersten Schwangerschaft spielt die Blutgruppe noch kaum eine Rolle. Vermischt sich aber das Blut des positiven Babys mit dem der negativen Mutter, entwickelt die Schwangere höchstwahrscheinlich Antikörper.

Passiert das während der Schwangerschaft, werden normalerweise Antikörper der Immunglobulinklasse M gebildet. Diese können die Plazenta nicht durchdringen und dem Baby somit nicht schaden. Die Vermischung kommt am häufigsten bei der Geburt vor. Durch Verletzungen kann es einen Blutaustausch zwischen Säugling und Mama geben. 

Wird die negative Frau anschließend wieder schwanger und ist das Baby wieder Rhesusfaktor positiv, kann es sein, dass sie den Fötus abstößt. Jetzt produziert ihr Körper nämlich Antikörper der Immunglobiulinklasse G. Diese sind tatsächlich in der Lage, die Plazentaschranke zu durchdringen. Die Antikörper beginnen das werdende Leben in der Mutter zu bekämpfen. 

Als Folge der Rhesus-Unverträglich können bei Säuglingen Blutarmut, Neugeborenengelbsucht, Blässe, vergrößerte Leber und Milz auftreten. Im schlimmsten Fall überlebt das Baby die Schwangerschaft nicht. 

Wie kann eine Rhesus-Immunreaktion in der Schwangerschaft verhindert werden?

Glücklicherweise gibt es medizinische Abhilfe in Form der Anti-D-Prophylaxe. Dabei bekommt die Schwangere eine Spritze mit Immunglobulinen. Es handelt sich um eine Impfung, bei der die Rhesus-Antikörperbildung der Mutter vorsorglich unterdrückt wird. 

Die Immunisierung erfolgt in zwei Stufen. Die erste Spritze bekommen die werdenden Mütter in der 28. – 30. Schwangerschaftswoche. Zwei bis 72 Stunden nach der Entbindung erfolgt die zweite Dosis, insofern das Baby entweder rhesus-positiv oder seine Blutgruppe nicht bekannt ist. 

Vor der 28. Schwangerschaftswoche kommt die Anti-D-Impfung nur dann zum Einsatz, wenn zuvor ein möglicher Blutaustausch stattgefunden haben könnte. Dies ist beispielsweise bei Fruchtwasseruntersuchungen wahrscheinlich. 

Mittlerweile erhalten auch nur noch Frauen die Injektion, die ein positives Kind erwarten. Mediziner können den Rhesusfaktor des Babys zwischenzeitlich gefahrlos herausfinden, indem Sie einen Bluttest der Mutter vollziehen.

In nur 30 bis 40 Prozent der Fälle erwartet eine rhesus-negative Mutter ein positives Baby. Ihr wird die Anti-D-Prophylaxe sowohl in der Schwangerschaft als auch im Anschluss verabreicht. So sollte das nächste Baby auf jeden Fall vor einer unerwünschten Immunreaktion geschützt sein. Rhesus-negative Mütter, die einen Säugling mit dem gleichen Rhesusfaktor erwarten, wird keine Impfung verabreicht. 

Kritik an der Anti-D-Prophylaxe

Einige Mediziner, wie der Frauenarzt Dr. Friedrich P. Graf, kritisieren die weitverbreitete Gabe der Impfung. Meistens hinterfragen die Ärzte die Notwendigkeit im Einzelfall nicht. Denn auch mit der Anti-D-Prophylaxe sind mögliche Nebenwirkungen verbunden. 

Darüber wird jedoch häufig nicht aufgeklärt, wie auch die Mutter Julia Starkey (freie Redakteurin bei karten-paradies.de) berichten kann. Bereits vor und auch nach der Geburt ihrer Tochter wurde ihr die Impfung verabreicht.

Ein ausführliches Gespräch über Wirkung, Notwendigkeit und mögliche Nebenwirkungen gab es nicht. Andererseits berichtet sie auch davon, dass sie keinerlei Probleme nach der Injektion hatte. 

Skandal nach Anti-D-Impfung

Dies scheint allerdings nicht immer der Fall. Ein besonderer Skandal passierte in den 1970er-Jahren in der ehemaligen DDR. Dort steckten sich rund 6.800 Frauen durch die Anti-D-Impfung mit Hepatitis C an.

Heute werden die Inhaltsstoffe der Injektionen zwar gegen verschiedene Viren wie HIV, Hepatitis B und C getestet, dennoch kann die Übertragung von anderen und neuen Viren nicht ausgeschlossen werden. Dies steht sogar in der Packungsbeilage von Rhesonativ, einem der Anti-D-Präparate. 

Einige Mediziner vermuten auch falsch-positive Bluttestergebnisse nach der Injektion. Es wird von Fällen berichtet, bei denen Blutuntersuchungen von Anti-D-geimpften Müttern HIV- oder auch Hepatitis-C-positiv ausschlugen.

So einen Vorfall beschreibt auch die YouTuberin Sandra von THEKI. Ent-wickle Dich! Sie wurde ebenfalls fälschlicherweise kurz nach der Geburt und der Prophylaxe positiv auf Hepatitis C getestet. 

Wirft man diesbezüglich einen Blick auf imedikament.de, so steht dort unter Punkt 4.5 der Fachinformationen zu Rhesonativ folgender Satz:

“Bei serologischen Untersuchungen nach Verabreichung von Immunglobulinen ist zu beachten, dass es zu einem vorübergehenden Anstieg verschiedener passiv zugeführter Antikörper im Blut des Patienten kommt, deren Nachweis eine aktive Immunisierung vortäuschen kann. Eine Beeinflussung der Testergebnisse bei Blutgruppenbestimmungen, Antikörperbestimmungen einschließlich Coombs-Tests ist möglich.”

Somit könnte es tatsächlich zu falschen Testergebnissen kommen. Diese sind allerdings nicht von Dauer. Die behandelnden Ärzte machen zur Sicherheit mehrere Tests über die nächsten Stunden und Tage nach der Rhesus-Impfung. 

Mythen und Kuriositäten rund um Blutgruppen

Der Gedanke, dass sich das Blut einer Mutter und ihrem Kind so massiv unterscheiden kann, dass der Körper der Mutter den Nachwuchs angreift, ist befremdlich. Irgendwie ist er sogar gruselig.

Es wird davon ausgegangen, dass es im Laufe der Menschheitsgeschichte zu einer Mutation im Blut kam. Deshalb haben manche Homo sapiens einen positiven und andere einen negativen Rhesusfaktor. 

Besondere Aufmerksamkeit bekommt die Blutgruppe 0 negativ. Menschen, die sie besitzen, gelten als Universalspender. Das bedeutet, dass ihr Blut jeder anderen Person verabreicht werden kann. Sie selbst können allerdings nur Serum der eigenen Blutgruppe vertragen. Wie kann das sein, dass einige Menschen allen anderen Blut schenken können, aber nur von der gleichen Blutgruppe profitieren? Wie kommt es überhaupt zu den Unterschieden im Blut?

Haben Blutgruppen einen größeren Einfluss auf das Leben, als angenommen?

Es besteht sogar der Verdacht, dass sich die Blutgruppen weit größeren Einfluss auf das Leben des Einzelnen haben, als gemeinhin angenommen wird. So haben Menschen der Blutgruppe 0 scheinbar ein geringeres Risiko, an dem Corona-Virus zu erkranken. Genauso verhält es sich mit Malaria und anderen Viren. Sowohl Parasiten als auch Viren docken an die Eiweißbausteine an den Zelloberflächen an.

Diese unterscheiden sich aber je nach Blutgruppe. Die Blutgruppe 0 hat allerdings nicht nur Vorteile, bei Cholera scheinen sich schwerere Verläufe zu zeigen als bei Menschen mit A, B oder AB. Spannend ist, dass in Malaria-Risikogebieten scheinbar besonders viele Menschen der Blutgruppe 0 leben. 

Personen mit der Blutgruppe 0 und einem negativen Rhesusfaktor werden noch viele andere Dinge nachgesagt. Sie hätten eine niedrigere Körpertemperatur, würden die Sonne schlechter vertragen, hätten hellere Haut, wären oft hellsichtig und sehr spirituell. Einige Menschen gehen sogar so weit zu behaupten, dass Leute mit O negativ Außerirdischen-Blut in sich hätten. 

Elitäres Blut in manchen Adern? Wohl kaum!

Viele Menschen würden das beim Gedanken an den ehemaligen US-Präsidenten Donald J. Trump nicht so abwegig finden. Der Staatsmann, den die Presse gerne bloßgestellt hat, ist interessanterweise nicht der einzige POTUS mit dem Rhesusfaktor negativ.

Auch Barack Obama, die Bushes und Bill Clinton hatten einen negativen Rhesusfaktor. Auch in den englischen und spanischen Königshäusern sei vor allem die Blutgruppe 0 negativ vertreten. Einige Personenkreise glaubend deshalb, dass es sich um besonders elitäres Blut handeln könnte. Aber das sind vermutlich Verschwörungstheorien. 

Leider existieren noch nicht genügend Forschungsarbeiten, die sich mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten der Blutgruppen beschäftigen, um wirklich ein ganzheitliches Bild zu bekommen. Erst wenn die Wissenschaft sich intensiver dieses Themas angenommen hat, werden auch die Gerüchte und Mythen leiser werden. 

Bildnachweis: stock.adobe.com / Orawan

Quelle Zitat: imedikament.de
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