Dienstag, 1. Dezember, 2020

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Schulden – vermehrt junge Frauen betroffen

Leichtsinn, verlockende Angebote, Gedankenlosigkeit – oder alles zusammen? Was der Hauptgrund dafür ist, warum Menschen sich verschulden, kann wohl niemals endgültig geklärt werden.

Aber: Verbraucherschützer schlagen Alarm und beklagen immer mehr junge Menschen, die hier in der Falle sitzen und denen Schulden das Leben schwer machen.

So veröffentlichte kürzlich die Mitteldeutsche Zeitung in ihrer Online-Präsenz folgendes:

„Frau Müller* ist 24 Jahre, junge Mutter und hat ein Problem: Sie ist verschuldet. 11.500 Euro hat sie in den vergangenen Jahren an Außenständen angesammelt, verteilt auf 15 Gläubiger: Vermieter, Stromanbieter, Bank, Sky, GEZ, Handyanbieter und so weiter. Die Summe mag zunächst nicht hoch klingen, doch Frau Müller hat keinen Job, keine Ausbildung, die Lernbehindertenschule hat sie nach der neunten Klasse verlassen. Deshalb lebt sie von Hartz-IV.

Für Thomas Siegmeier, der bei der Schuldnerberatung des Saalekreises in Halle arbeitet und den realen Fall anonymisiert schildert, ist Frau Müller kein Einzelfall – im Gegenteil: „Die Verschuldung junger Leute hat stark zugenommen“, erklärt Siegmeiers Kollegin Katja Seidel. Allein 2017 gingen im Saalekreis 65 junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren in die Privatinsolvenz.(…) 

Betroffen davon sind vor allem junge Frauen – und Seidel präzisiert: „Insbesondere alleinerziehende Mütter, die mit 16, 17, 18 ihr erstes Kind bekommen haben. Sie haben deswegen keinen Schulabschluss und in der Konsequenz auch keine Ausbildung.“ Auch später, wenn das Kind in der Kita ist, falle es ihnen schwer eine Perspektive zu entwickeln. Entweder hätten sie keine Idee, was sie machen wollen oder übertriebene Jobvorstellungen.

Das Kind ist jedoch nur ein biografisches Begleitmerkmal, nicht aber die Ursache für die Verschuldung. Hier fallen den Schuldnerberatern viele Gründe ein – allen voran  das Konsumverhalten, gerade im Internet. „Sie wollen mithalten. Oft wird in der Werbung mit Null-Prozent-Finanzierungen suggeriert: ’Das kostet nichts’“, erklärt Seidel. Ihr Kollege verweist auf als zinslos beworbene Kredite. Die späteren Klienten würden hier oft an der Rückzahlung der Raten scheitern.“ – – Quelle: https://www.mz-web.de/29954926 ©2018

Natürlich – die Werbung suggeriert erstmal vieles. Vor allem schöne Produkte zum kleinen Preis. Der sogar noch finanziert werden kann! Vom Sofa über das neue Handy bis hin zum Küchengerät: Schulden werden sowohl für Alltags- als auch für Luxusgegenstände gemacht.

Nicht selten aber geht der Ärger schon nach kurzer Zeit los: andere Zahlungen waren dringender oder aber die Lebenssituation hat sich geändert – wie zum Beispiel der Verlust des Jobs. Hier kommt so mancher mit den Rückzahlungen ins Schleudern ist sitzt eher auf einem Berg Schulden, als er sich das hätte je ausmalen können.

Doch natürlich sind es längst nicht nur bestimmte Artikel, für die man sich verschuldet: gerade für Alleinerziehende und andere finanziell schwache Familien ist es trauriger Alltag, dass sie Schulden für den Lebensunterhalt anhäufen. So zum Beispiel beim Strom-, Gas- oder Wasseranbieter.

Hier ist schnell eine katastrophale Lage erreicht, so dass es Sinn macht (auch und vor allem im Vorhinein) mit Mitarbeitern von der Verbraucherzentrale oder anderen professionellen Personen über Alternativen zu sprechen – gerade beim Strom ist das oft möglich. Und gleichzeitig zu schauen, wo denn noch das Potential ist, hier zu sparen. Obwohl dies meist kaum möglich ist.

Denn Strom und auch andere Lebenshaltungskosten werden immer teurer. Sparlampen und ein bewusster Umgang mit dem Stromverbrauch ist deshalb auf jeden Fall angesagt.

Was aber tun, wenn gewisse Alltagsgegenstände – ein neues Bett, ein Sofa oder einfach nur eine Wickelkommode – benötigt werden, aber finanziell keine Reserve vorhanden ist?

Dank unserer digitalen Welt ist es gar nicht so schwer, hier Abhilfe zu schaffen, einzig der eigene Anspruch müsste gegebenenfalls nach unten korrigiert werden. Denn: Kleinanzeigen-Börsen im Internet bieten sekündlich neue Angebote und decken dabei das gesamte Spektrum von Gegenständen für den Alltag und auch besondere Artikel ab.

Sofas – zum Beispiel – sind hier zum Spottpreis zu haben, sehr häufig werden sie auch verschenkt. Das gilt auch für Geschirrspüler, Waschmaschinen, Regale, Kinderspielzeug, Fahrräder & Co. Wer sich mit diesen Alternativen anfreunden kann, muss keine Schulden anhäufen.

Einzig Zeit muss man mitbringen, um in der Fülle der Kleinanzeigen-Angebote das rauszufiltern, was einem persönlich zusagt.

Und: auch Freunde, Bekannte oder Nachbarn mit einem PKW-Anhänger oder anderen Transportmöglichkeiten sind wichtig. Denn: preiswerte oder kostenlose Angebote auf dem Markt der Kleinanzeigen im Netz sind so gut wie immer mit einer persönlichen Abholung verbunden.

Vielleicht ein kleiner Wermutstropfen…Allerdings: selbst wer niemanden kennt, der einem einen sperrigen Gegenstand von A nac B transportiert: hier einen Transportservice in Anspruch zu nehmen, ist in den meisten Fällen immer noch günstiger, als Schulden zu machen!

Eine Überlegung ist das allemal wert, wenn eine Kaufentscheidung für den Haushalt der Familie ansteht!

Bildnachweis: pexels.com

 

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