Mittwoch, 17. August, 2022

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Zu viel abgehobene Angeberei: Influencer müssen Bali verlassen

Mit dem Laptop unter Palmen: So inszenieren sich eine Menge (Instagram)Influencer im Netz. Oftmals bezeichnen sich diese Leute als „digitale Nomaden“, also als Menschen, die in der Ferne oder/und immer mal an anderen Orten in fremden Ländern leben.

Meist handelt es sich um Länder, in denen die Lebenshaltungskosten für westliche Normal- oder Gutverdiener extrem gering sind und es sich deshalb um ein vieles billiger leben lässt, als im Heimatland.

Bali ist für so manchen Influencer ein Sehnsuchtsort

Thailand ist ein Land, in dem sich viele digitale Nomaden tummeln, aber auch Bali. Die indonesische Insel, die mit viel Exotic lockt, ist bei Web-Workern nicht nur wegen der niedrigen Fixkosten beliebt, sondern auch wegen der Postkartenkulisse. Diese kann man, wenn man sich als Influencer dort niedergelassen hat, sowohl für sich selbst genießen, als auch seinen Followern präsentieren.

Hier kommt es natürlich auf das WIE an, ganz klar. Doch immer häufiger fallen im Netz protzige Postings aus solchen Ländern auf, in denen Influencer ihren abgehobenen Lifestyle in der Wahlheimat herausstellen.

Bali-Aufenthalt endete hart

Für zwei Influencer, die es damit übertrieben haben, endete der Bali-Aufenthalt nun sehr unschön. Nämlich mit einer Ausweisung.

spiegel.de schreibt dazu am 28.02.21 unter anderem folgendes:

„(…)Drei Tage, bevor sie in ein Abschiebeflugzeug von Indonesie zurück nach Los Angeles gesetzt wird, twittert die US-Amerikanerin Kristen Gray noch voller Euphorie:

»Ich bin mit meiner Freundin vor einem Jahr nach Bali gezogen.« »Unser Lebensstil ist gestiegen bei gleichzeitig viel niedrigeren Lebenshaltungskosten.« »Ich habe 1300 US-Dollar für meine kleine Wohnung in L.A. bezahlt. Hier habe ich ein Holzhaus für 400 US-Dollar.« »Eine digitale Nomadin zu sein, bedeutet mir alles.« 

Gray berichtet bei Twitter von ihrem Leben auf der indonesischen Insel Bali, dem Luxus, den Yoga-Retreats; und dass der Umzug dorthin ein »Game Changer« gewesen sei. Ganz am Ende lädt Gray ihre Follower ein, trotz Pandemie ebenfalls nach Bali zu reisen. Und ihr Buch zu kaufen, »Our Bali is Your Bali«.Dann, am 19. Januar, endet der Traum vom Leben im Paradies.

Die indonesische Polizei nimmt Kristen Gray und ihre Partnerin fest. Am Donnerstag vergangener Woche muss das Paar mit einem Flugzeug Richtung Los Angeles das Land verlassen. »Die Abschiebung verlief reibungslos«, teilte der Leiter der balinesischen Einwanderungsbehörde hinterher mit.(…)“

Die Einwanderungsbehörde teilte laut dem Magazin unter anderem mit, dass die Influencerin Informationen verbreitet hat, die die Öffentlichkeit verunsichern könnten.

Dass man sich hierbei auf die euphorischen Aussagen der Frau im Netz bezieht, dürfte außer Frage stehen.

Die Einheimischen waren nicht begeistert…!

Denn weiter schreibt spiegel.de:

„(…)Doch Kristen Grays Verhalten hat nicht nur die Behörden, sondern vor allem viele Balinesinnen und Balinesen aufgebracht.

Vielleicht ist gerade jetzt, in der Coronakrise, da die Ungleichheit zwischen den Inselbewohnern und den prahlenden »digital nomads« so deutlich zutage tritt wie nie, die Geduld der lokalen Bevölkerung an ein Ende gelangt. Einheimische werfen Gray vor, die Lebensrealität vor Ort komplett zu verkennen und bewusst auszublenden. Seit Jahren zieht Bali westliche Expats an, Surfer, Auswanderer. Diese stilisierten Bali zu einer Insel der Glückseligen.

Das Paradies, das sie in den sozialen Medien zeigen, sagen jetzt viele, habe nichts mit der Realität der lokalen Bevölkerung zu tun. Die Freiheit, die Happiness, das Low-Budget-Leben derjenigen, die ihren Bali-Alltag bei Instagram posten, werde auf dem Rücken der Einheimischen ausgetragen.

Damit das Leben für die einen leicht, sorglos und schön exotisch sei, müssten die anderen unter härtesten Bedingungen arbeiten.(…)“

Aber nicht nur die Amerikanerin wurde aus dem Sehnsuchtsort abgeschoben. Auch ein russischer Influencer, der auf Instagram mehrere Millionen Follower hat, musste gehen.

Zitat:

„(…)Diese Woche hat Indonesien einen weiteren Influencer von Bali abgeschoben. Der Russe Sergej Kosenko, 4,9 Millionen Instagram-Follower, hatte eine Party mit 50 Gästen veranstaltet und gegen die Corona-Auflagen verstoßen.

Die Einheimischen hatten sich vor allem über einen Beitrag beschwert, in dem Kosenko, gemeinsam mit einer Frau, auf einem Moped über den Pier ins Meer rast.(…)“

Tja – so kann es auch laufen.

Anpassung kommt besser an als Protz

Man sollte sich, wenn man sich als digitaler Nomade irgendwo niedergelassen hat, deshalb lieber vorher überlegen, ob man der Fangemeinde in den sozialen Medien ein protziges Lifestyle-Leben in der neuen Heimat präsentiert oder sich eher so einfügt, dass man im Miteinander mit den Einheimischen ist.

Wie immer im Leben gilt auch hier: Vorher nachdenken hilft!

Quelle: spiegel.de

Bild (Symbolbild): stock.adobe.com / siraphol
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