Freitag, 9. Dezember, 2022

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Einen Facharzttermin bekommen – diese Tipps können helfen

Orthopäde, Augenarzt, Gastroenterologe – bei diesen und anderen Fachärzten wartet man mitunter viele Monate auf einen Termin. Manche Facharztpraxen nehmen zudem gar keine neuen Patienten mehr auf, so dass die Suche nach einem speziellen Arzt zur Odyssee geraten kann. Die LEIPZIGER VOLKSZEITUNG hat in einem Artikel vom 24. Juni 2022 den Test gemacht und recherchiert, wie lange man in der Messestadt auf einen Facharzttermin wartet. Die Recherche dürfte stellvertretend für die Facharzt-Situation in ganz Deutschland stehen.

Facharzttermin gesucht: Bei Kardiologen oder Psychiatern ist es besonders schwer

Besonders schwierig war es dem Bericht nach, einen Termin bei einem Kardiologen oder Psychiater zu bekommen.

Bei HNO-Ärzten oder Orthopäden sah die Lage dagegen besser aus und Termine konnten innerhalb weniger Wochen vereinbart werden. Auch bei Hautärzten oder Gynäkologen ging noch einiges.

Aber dennoch: Viele der angefragten Praxen gaben einen Aufnahmestopp kund, haben keine Kapazitäten mehr für neue Patienten.

Die Recherche der LVZ, die sich hier findet, thematisiert aber auch den einen oder anderen Tipp, der vielleicht noch nicht bei allen Bürgern bekannt ist.

Klappt es nicht, helfen diese Tipps womöglich weiter

So zum Beispiel die Möglichkeit, sich über die Kassenärztliche Vereinigung des jeweiligen Bundeslandes einen Facharzttermin vermitteln zu lassen. Wichtig hierbei: Es muss eine Überweisung mit Dringlichkeitscode vorliegen, die in der Regel der Hausarzt ausstellt. Ohne die geht nichts.

Ein weiterer Umstand, den wahrscheinlich etliche Bürger nicht kennen: Fachärzte müssen eine offene Sprechstunde anbieten. Also einen Zeitraum, in dem man auch ohne Termin kommen kann.

Die LVZ schreibt dazu in ihrem Beitrag auf lvz.de folgendes:

“(…)Alexander Krauß, Leiter der Landesvertretung Sachsen der Techniker Krankenkasse, wies zudem darauf hin, dass sich nicht alle Fachärzte an das Terminservice- und Versorgungsgesetz hielten, das vor sechs Jahren in Kraft trat. “Eigentlich müssen Fachärzte einmal pro Woche eine offene Sprechstunde anbieten und diese im Internet oder auf dem Anrufbeantworter bekanntmachen. Es gibt einige Fachärzte, die diese gesetzliche Pflicht nicht erfüllen”, kritisierte er.(…)”

Ein Selbstversuch unserer Redaktion, bei dem wir bei einem Orthopäden im Leipziger Umland anriefen und gezielt nach der offenen Sprechstunde fragten, ergab: Es wurde lediglich auf die Notfallsprechstunde hingewiesen (früh um sieben und mit viel Wartezeit). Angesprochen auf die offene Sprechstunde gab man sich ausweichend (“Die Notfallsprechstunde ist so etwas…”)

Notfallsprechstunde oder offene Sprechstunde sollten genutzt werden

Letztlich ist es wahrscheinlich egal, ob man das “Offene Sprechstunde” oder “Notfallsprechstunde” nennt. Fakt ist, dass Leute, die aus gesundheitlichen Gründen einen Facharzttermin wahrnehmen müssen und keinen Termin oder eine Zusage nur mit extrem langer Wartezeit bekommen, am Ende viel Zeit mitbringen und entweder die offene oder die Notfallsprechstunde in Anspruch nehmen müssen.

Wer rasch Hilfe vom Facharzt benötigt, wird in den sauren Apfel beißen und das lange Ausharren im Wartezimmer in Kauf nehmen müssen. Zumal man heutzutage auch MIT Termin beim Arzt mitunter ewig wartet, bis man aufgerufen wird.

Recherchieren lohnt sich

So oder so: Bei der Suche nach einem Facharzttermin lohnt es sich im Vorfeld, etwas Zeit in Telefonate zu stecken, herumzutelefonieren und auch nach der offenen Sprechstunde zu fragen.

Und sich dann – hat man einmal einen guten Arzt gefunden – mit dem Praxisteam gut zu stellen. Höflichkeit, Anstand, ein kleiner Plausch und in der Weihnachts- oder Osterzeit vielleicht das Mitbringen einer kleinen Tüte selbstgebackener Kekse können manchmal Wunder wirken. Dies auszuprobieren lohnt sich!

Quelle: lvz.de vom 24. Juni 2022

Bild: pexels.com / Anna Shvets
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