Samstag, 22. Juni, 2024

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Bedeutung & Ursprung der Fastenzeit – Facts & Experten im Fasten-Special

In wenigen Tagen beginnt sie wieder: Die Fastenzeit. Hierzulande eng mit dem Karneval verknüpft, starten Menschen, die fasten ab Aschermittwoch in diese besonderen Wochen.  Dieser Zeitraum ist sowohl durch die offizielle Fastenordnung der katholischen Kirche als auch durch die individuelle Initiative jedes Christen geprägt, sich von Dingen und Zwängen zu befreien, die das spirituelle Leben beeinträchtigen oder von wesentlichen Aspekten des Lebens ablenken.

Kirchlich gesehen sollen die durch bewussten Verzicht entstehenden Freiräume genutzt werden, um das eigene Glaubensleben intensiver zu erleben und zu reflektieren.

Traditionell wird Fasten oft mit dem Verzicht auf Essen assoziiert, insbesondere auf Fleisch. Besondere Fastenspeisen können eingenommen werden. Heutzutage hat es sich jedoch etabliert, dass man in der Fastenzeit auch auf verschiedene Arten von Konsum verzichtet. So beispielsweise auf das Internet, soziale Medien, Rauchen oder das Smartphone.

Verschiedene Fastenaktionen und Impulse bieten jedem die Möglichkeit, den bewussten Verzicht in diesen besonderen sechs Wochen des Kirchenjahres zu üben.

Wann genau ist Fastenzeit?

Die Fastenzeit beginnt – wie oben schon erwähnt – mit dem Aschermittwoch und erreicht ihren Höhepunkt mit dem Karfreitag, der zugleich auch ihr Ende markiert. Am Karfreitag wird in besonderer Weise dem Kreuzestod Jesu Christi gedacht.

Neben diesen vierzig Tagen vor Ostern, in denen viele Gläubige verzichten und fasten, wurde früher auch die Adventszeit vor Weihnachten als Zeit der Buße und Besinnung betrachtet.

Brauchtum und Symbole

Die Zahl 40 hat im Alten und Neuen Testament eine besondere Bedeutung. Sie symbolisiert eine Zeit der Vorbereitung, Prüfung und Reinigung:

  • Moses verbrachte 40 Tage auf dem Berg Sinai, um die Zehn Gebote zu empfangen.
  • Die Sintflut dauerte 40 Tage und Nächte.
  • Das Volk Israel wanderte 40 Jahre durch die Wüste.
  • Jesus verbrachte 40 Tage in der Wüste, um sich auf seine Sendung vorzubereiten.

Das Fastentuch, das in den Kirchen aufgehängt wird, ist ein mit biblischen Motiven besticktes oder bemaltes Tuch, das den Altarraum verhüllt und das Fasten der Augen symbolisiert.

Das Aschenkreuz, seit dem 10. Jahrhundert ein fester Bestandteil der Liturgie am Aschermittwoch, erinnert die Gläubigen an ihre Vergänglichkeit und an die Notwendigkeit von Buße und Reue.

Violett ist die liturgische Farbe für die Fastenzeit und symbolisiert Buße, Übergang und Verwandlung. Das Geben von Almosen ist ein fester Bestandteil der Fastenzeit und hat seinen Ursprung im jüdischen Gebot, mit anderen zu teilen.

Innere Einkehr und Besinnung: Nach der Fastenzeit in neuer Balance

Der Fastenstrauch, dessen Zweige bis zum Osterfest zu blühen beginnen, symbolisiert den Aufbruch zum neuen Leben.

Die Fastenzeit bietet eine Gelegenheit zur inneren Einkehr, zur spirituellen Erneuerung und zur Solidarität mit den Bedürftigen. Durch bewussten Verzicht und besinnliche Praktiken können Gläubige ihre besinnliche Reise bereichern und sich auf das Osterfest vorbereiten.

Da das Fasten jedoch längst nicht mehr nur eine christliche Angelegenheit ist und sich bei Nichtgläubigen das Heilfasten sehr etabliert hat, können sich Interessierte im Rahmen unseres Fasten-Specials unter anderem hier und hier über entsprechende Angebote und Experten informieren.

Bild: stock.adobe.com / Petermeir

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