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Altersvorsorge: Experten empfehlen fast 50 000 € schon mit 30!

Im Alter den Lebensstandard halten können – das wünscht sich wohl jeder! Nur ist den meisten Menschen sicher auch bewusst, dass das mit der Altersvorsorge schwierig werden könnte. Die Welt wird immer unsicherer, Sozialsysteme drohen aufzuweichen und das Gespenst von der Rentenlücke geht ja schon lange um.

Hinzu kommen die aktuellen Teuerungen, die es vielen (jungen) Deutschen gar nicht ermöglichen, Monat für Monat etwas zurückzulegen.

Dass Finanzexperten heute 30jährigen empfehlen, schon fast 50 000 € auf dem Sparkonto oder im Aktiendepot zu haben, mutet deshalb fast etwas utopisch an.

Wer erbt, muss sich um Altersvorsorge nicht groß sorgen

Natürlich nicht für alle, denn immerhin wird Jahr für Jahr in den alten Bundesländern viel und in den neuen Bundesländern auch schon einiges, aber immer noch sehr viel weniger, vererbt. Oftmals Immobilien. Wer das Glück hat, Betongold aus der eigenen Familie via Erbe oder zuvor schon per Schenkung übernehmen zu können, wird sich weniger Sorgen machen müssen.

Und alle anderen? Gute Frage! Am Ende dürfte nur eisernes Sparen und ein konsequent eingehaltener Sparplan helfen.

Denn Experten rechnen laut einem Bericht vom 10. Mai 2022 auf bild.de SO:

„(…)30-Jährige verdienen laut den Gehaltsdaten von Stepstone im Durchschnitt 44 606 Euro brutto im Jahr. Das entspricht einem monatlichen Nettogehalt von 2344 Euro.

Für eine unverheiratete Person ohne Kinder, die ab 25 Jahren konstant in die Rentenversicherung einzahlt, ergibt sich daraus ein gesetzlicher Rentenanspruch von brutto etwa 1649 Euro pro Monat. Um im Alter auf einem ähnlichen Niveau von rund 2400 Euro leben zu können, fehlen nach Abzügen der Steuern und Inflation durchschnittlich 976 Euro im Monat. Und das häuft sich mit den Jahren zu einer beträchtlichen Summe an:

Wer mit 67 in Rente geht und anschließend 14 Jahre Rente bezieht, dem fehlen hochgerechnet fast 164 000 Euro. Um diese Rentenlücke ausgleichen zu können, muss ein 30-Jähriger schon heute etwa 47 000 Euro auf dem Konto oder als Aktienwert im Depot haben.(…)“

Ganz schön üppig…! Und nun? Wie sollen 30jährige ohne Aussicht auf Erbe und mit einem niedrigen bis mittleren Einkommen DAS erreichen?

Schnäppchenhaus, Nebenjob oder Aktien auf gut Glück? Auch für eine Immobilie und das Aktiendepot braucht es bekanntlich das nötige Kleingeld.

Viele Menschen können kaum etwas zurücklegen

Der Ehrlichkeit halber muss deshalb erwähnt werden, dass es einem Großteil von jungen Deutschen kaum gelingen wird, so viel zurückzulegen. Zumal aktuell, mit den in Deutschland rasant steigenden Alltagskosten.

Wie so oft im Leben, wird bei Menschen mit normalen Einkommensverhältnissen der Faktor „Glück“ eine Rolle spielen. Vielleicht bietet sich im Job die Chance zum Quereinstieg und man ist mit einem besseren Gehalt gesegnet? Oder es hilft die eigene Familie bzw. die des (Ehe)Partners, den Traum vom Haus zu verwirklichen, indem sie (leihweise) eine Finanzspritze fürs betagte Beton-Schnäppchen gibt?

Eventuell sagt ja der eine oder andere auch Lebewohl zu seiner Heimat und wandert in preiswertere Gefilde aus?

Bloß nicht verzagen!

Oder – ein vermessener Gedanke -: Die politischen Verantwortlichen beschließen demnächst eine adäquate Grundrente für alle. Wäre auch eine Option. Allerdings eine ziemlich unwahrscheinliche.

So oder so: Verzagen gilt nicht, auch wenn es sicherlich gegenwärtig viele Menschen gibt, denen beim Thema Altersvorsorge bange wird.

Am besten ist es, die persönliche Situation auf einen ganz ehrlichen Prüfstand zu stellen. Und dann schauen, ob vielleicht kleine Spar-Schritte möglich sind.

Und wenn es nur das konsequente Einkaufen nach einem vorher festgelegten Speiseplan ist, der verhindert, dass beim Einkaufen überflüssige Lebensmittel mitgenommen werden, die am Ende nur das Budget belasten.

Klingt simpel, aber ist so: Kleinvieh macht auch Mist!

Quelle: bild.de vom 10.05.22

Bild: stock.adobe.com / Elnur

 

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