Sonntag, 14. Juli, 2024

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Demenz bei Papa oder Oma? Diese Anzeichen sollten Beachtung finden

Demenz ist eine Erkrankung, die das Gehirn betrifft und zumeist im Seniorenalter auftritt. Sie betrifft die Gedächtnisfunktionen, die Urteilsfähigkeit, die Sprache und die Fähigkeit, alltägliche Aktivitäten und Handgriffe durchzuführen. Wenn Sie einen Angehörigen haben, der an Demenz leidet oder der möglicherweise betroffen sein könnte, ist es wichtig, die Anzeichen der Erkrankung zu kennen. Nur so ist es möglich, frühzeitig eine Diagnose zu erhalten und eine adäquate Behandlung zu ermöglichen.

Etliche Anzeichen könnten auf Demenz hinweisen

Angehörige, die erstmals mit möglichen Anzeichen einer Demenz bei Familienangehörigen konfrontiert sind, sollten auf folgende Veränderungen bei ihren Lieben achten:

  1. Gedächtnisverlust

Eines der häufigsten Anzeichen von Demenz ist der Gedächtnisverlust. Wenn Angehörige Schwierigkeiten haben, sich an Ereignisse oder Informationen zu erinnern, die erst kürzlich stattgefunden haben, kann dies ein Hinweis auf Demenz sein. Zum Beispiel kann es sein, dass sie den Namen von Freunden oder Familienmitgliedern vergessen oder sie zu tun haben, wichtige Termine oder Verabredungen zu behalten.

  1. Sprachprobleme

Ein weiteres häufiges Anzeichen von Demenz sind Sprachprobleme oder/und Wortfindungsstörungen. Wenn Ihr Angehöriger auf einmal Schwierigkeiten hat, sich auszudrücken oder nach Worten sucht, kann dies ein Hinweis auf Demenz sein.

Schwierigkeiten in der Kommunikation sollten aufhorchen lassen

Zum Beispiel kann es Schwierigkeiten geben, einfache Fragen zu beantworten oder sich auszudrücken.

  1. Veränderungen in der Persönlichkeit oder im Verhalten

Demenz kann auch Veränderungen in der Persönlichkeit oder im Verhalten verursachen. Legen Angehörige plötzlich ungewöhnliche Verhaltensweisen oder Interessen an den Tag, die womöglich auch irritierend sind, kann dies ein Hinweis auf Demenz sein. Zum Beispiel können sie sich zurückziehen, sich aggressiver verhalten oder Stimmungsschwankungen haben. Nicht selten werden auch unflätige oder gar obszöne Redewendungen gebraucht.

  1. Schwierigkeiten bei alltäglichen Aufgaben

Demenz kann dazu führen, dass Ihr Angehöriger Schwierigkeiten hat, alltägliche und auch leichte Aufgaben auszuführen. Zum Beispiel kann das Ankleiden oder Duschen zur Herausforderung werden.

Bei beginnender Demenz wird oft der Nachhauseweg ein Problem

Viele Menschen mit einer beginnenden Demenz finden auch alt eingetretene Wege nicht mehr und verlaufen sich schon mal auf dem Nachhauseweg.

  1. Orientierungslosigkeit

Ein weiteres Anzeichen von Demenz ist Orientierungslosigkeit. Wenn Ihr Angehöriger Schwierigkeiten hat, sich in seiner Umgebung zurechtzufinden oder sich an Orte zu erinnern, die er zuvor besucht hat, kann dies ein Hinweis auf die tückische Krankheit sein.

  1. Verlust der Urteilsfähigkeit

Demenz kann auch dazu führen, dass der Betroffene Schwierigkeiten hat, Urteile zu fällen oder Entscheidungen zu treffen. Die Wahl des Mittagessens kann so zum sich hinziehenden Problem werden.

Der Umgang mit Geld kann sich verändern

Auch wird oft die Fähigkeit eingebüßt, Konsequenzen des eigenen Handelns abzuschätzen. Der Umgang mit Geld zum Beispiel.

  1. Veränderungen im Schlafverhalten

Auch Veränderungen im Schlafverhalten können ein Hinweis auf Demenz sein. Wenn Ihr Angehöriger Schwierigkeiten hat, einzuschlafen oder durchzuschlafen oder tagsüber häufig schläft, kann eine beginnende Demenz dahinterstecken.

  1. Veränderungen in der Wahrnehmung

Demenz kann Veränderungen in der Wahrnehmung verursachen. Ihr Angehöriger kann Schwierigkeiten haben, Farben oder Formen zu unterscheiden, oder er kann visuelle Halluzinationen oder Illusionen haben.

Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle diese Anzeichen bei jedem Patienten mit Demenz auftreten müssen. Einige Patienten können nur einige dieser Symptome zeigen oder andere Symptome haben, die hier nicht aufgeführt sind.

Beratung ist in dieser Situation das A und O

Wenn Sie jedoch eine oder mehrere dieser Anzeichen bei Ihrem Angehörigen bemerken, sollten Sie einen Arzt oder eine Beratungsstelle Demenz aufsuchen (gibt es bundesweit in nahezu jeder Region), um Klarheit und weiterführende Informationen respektive eine Diagnose zu erhalten.

Es gibt verschiedene Arten von Demenz und eine frühzeitige Diagnose kann dazu beitragen, die Symptome zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es wichtig ist, auf die Anzeichen von Demenz bei Familienmitgliedern zu achten. Und auch wenn sich alles als ganz harmlos herausstellt: Lieber einmal zu viel achtsam und aufmerksam gewesen als einmal zu wenig!

Bild (Symbolbild): pexels.com / Andrea Piacquadio

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