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Hier eine Web-Analyse für den Eisprung, dort eine für den Kalorienverbrauch – im Zeitalter des Digitalen wird vieles im Internet gemanaged, meistens über Apps.

Parallel laufen die gesellschaftlichen Diskussionen heiß, inwieweit man zukünftig – vor allem im ländlichen Raum – Ärzte einsetzen sollte, die virtuell auf dem Bildschirm oder Smartphone statt im eigenen Wohnzimmer erscheinen.

Das kann alles gut und innovativ sein, muss es aber nicht.

So wird kontinuierlich durch Tests festgestellt, dass Internet-Anbieter für – zum Beispiel – das Managen des Eisprungs der Frau mit Vorsicht zu genießen sind. Sich bei der Verhütung gänzlich aufs Digitale zu verlassen, kann verheerend sein!

Falsche Diagnose bei Gentests kann verheerend sein!

Ebenso schlimme Auswirkungen kann es haben, wenn man einen Hinweis auf ein Krebsrisiko bekommt, das man gar nicht hat! Darauf verweist der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe Nummer 14 / 2018.

In einer Meldung dort heißt es:

„40 Prozent der Gentests, die Privatfirmen wie 23andMe direkt an Kunden verkaufen, enthalten falsche positive Befunde – etwa Hinweise auf ein Krebsrisiko, das in Wahrheit gar nicht besteht. Das ergab die Nachkontrolle einer Stichprobe von 49 Genanalysen, die das Fachjournal „Genetics in Medicine“ veröffentlichte. Ohne ärztliche Beratung, warnen die Forscher, könnten Laien solche Resultate kaum richtig einschätzen“

Klingt sehr, sehr übel und das ist es auch! Man stelle sich nur vor, dass man eine solche Analyse sofort für bare Münze nimmt und sie nicht durch einen realen Mediziner gegenchecken lässt!

Davon ist dringend abzuraten, so wie viele angeblich tolle Leistungen aus dem World Wide Web mit absoluter Vorsicht zu genießen sind!

Reale Ärzte werden immer gefragt sein

Natürlich entwickelt sich auch das medizinische Know-How rasant, aber zum derzeitigen Zeitpunkt – und das beweist diese Meldung aus dem Nachrichtenmagazin einmal mehr – sollte man in solchen heiklen Angelegenheiten, wie ein Gentest oder die Kontrolle der Verhütung via Internet, kein bedingungsloses Vertrauen in die schöne neue Welt des Digitalen haben.

Nicht umsonst wird menschliche Arbeit und Leistung wohl niemals durch virtuelle Welten ersetzbar sein, da kann noch so viel vom Wegfallen unzähliger Arbeitsplätze und virtueller Intelligenz erzählt werden.

Realer ist: die Menschen werden sich auch zukünftig – wenn unsere Welt noch durchdigitalisierter ist – bei heiklen medizinischen Angelegenheiten eher in ein Wartezimmer als an die Tastatur setzen wollen.

Schon allein, weil Falschdiagnosen, wie die in dem Zitat beschriebenen bei einem Gentest, vor allem psychisch eine ungeheure Belastung sind.

Ärzte in der realen Welt dürften sich also keine Sorgen um  ihren Arbeitsplatz machen müssen. Sie werden gebraucht. Heute und in vielen Jahren garantiert auch noch!

Weiterführende Informationen zu Gentests im Internet bietet auch dieser Artikel hier.

Bildnachweis: pexels.com

Ein Gastbeitrag von Manuela

So viele Jahre habe ich keinen Sport gemacht und entsprechend auch einige Kilochen zugelegt. Ich bin Mitte Vierzig und irgendwann an den Punkt gekommen, wo ich aus dem eigenen Wohlfühlbefinden heraus das starke Bedürfnis hatte, abzunehmen.

Etwas runder zu sein, stört mich so im Alltag nicht, ich hasse Diäten und Sport eigentlich auch. Aber was tun, wenn die Sachen nicht mehr passen, schöne Markenkleidung noch dazu?

Als ich irgendwann nämlich meinen Hosenknopf nur noch mit Mühe zubekam (bei der letzten Hose, die mir passte) und ich mit einem schon fast schmerzhaft einschneidenden Hosenbund den Tag überstehen musste, stand für mich fest: „so und nicht weiter“.

Wie den Sport in den Alltag integrieren?

Allerdings stand ich vor zwei Problemen:

in Sachen Sport kommen für mich – vor allem aus gesundheitlichen Gründen – nur sehr leichte Sportarten in Frage und zwar Schwimmen und Walken.

Das war das erste Problem – diese Eingeschränktheit. Das zweite: ich habe in meinem Alltag so gut wie keine zeitlichen Kapazitäten, Sport zu integrieren. Zumindest keinen, der damit einhergeht, dass ich ein Fitness-Studio oder eine Schwimmhalle besuche. Zwar gab es solche Einrichtungen in meiner Nähe – aber mit so grottenschlechten Öffnungszeiten, dass ich das vergessen konnte.

Dass etwas Sport aber sein muss, stand für mich fest, schon deshalb, weil ich ein Genussmensch bin und sehr gerne esse. Natürlich hatte ich mir auch hier vorgenommen, etwas zurückhaltender zu sein, aber um ein wirklich gutes Ergebnis in Sachen Gewichtsverlust zu erzielen, war für mich ein wenig Sport unabdingbar.

Aber wie das Ganze nun umsetzen?

Nun – der Zufall kam mir zur Hilfe. Durch eine Nachbarin erfuhr ich, dass in meinem Ort einmal wöchentlich ein Gymnastikkurs stattfindet. Obendrein zu einer Uhrzeit, die ich ermöglichen konnte und zudem nur wenige Schritte von meinem Zuhause entfernt. Das hatte ich vorher nicht gewusst!

Ich meldete mich sofort an und stieß schon bald zu der Sportgruppe dazu, die aus einigen Frauen aus der Umgebung bestand.

Eine versierte Physiotherapeutin leitete uns mit Pilates-Übungen an. Ich als Neuling schaffte – ehrlich gesagt – manche Einheit überhaupt nicht, zu sehr machte mir die jahrelange Sportabstinenz zu schaffen. Aber ich merkte dennoch, dass die Übungen was für mich waren, mir guttaten, auch wenn ich die Erste war, die außer Puste kam. Eine ganze Stunde musste durchgehalten werden, es kam mir vor wie eine Ewigkeit!

Am Schluss gab mir die Übungsleiterin einige Blätter mit Übungen für daheim mit. Am nächsten Tag war natürlich nicht daran zu denken, dass ich Gymnastik in den eigenen vier Wänden machte, denn ich hatte einen tierischen Muskelkater!

Sanft und moderat – nur nicht übertreiben!

Erst drei Tage später machte ich mich daran, sanft einige Übungen durchzuführen. Und wenig später war schon die Woche rum und die nächste Übungsstunde im Ort stand auf dem Plan. Diesmal konnte ich schon besser mithalten, obgleich ich natürlich noch immer schnell aus der Puste kam!

Aber ich blieb dran und machte daheim weiter. Gerade mal zweimal die Woche, mehr nicht, aber mit der Zeit bemerkte ich eine neue Leichtigkeit an mir.

Ich hatte auch essenstechnisch etwas umgestellt – allerdings nur auf FDH, das berühmte „Futtere die Hälfte“! Hinzu kam der wöchentliche Gymnastiktermin im Ort, den ich nie versäumte.

Nach wenigen Monaten schon waren einige Kilos weg – um die fünf Kilo, um genau zu sein.

Private Übungen meist besser als Diäten, Fitness-Studio & Co.

Meine Entscheidung, ein wenig Sport zu integrieren und mich beim Essen etwas zu mäßigen, war goldrichtig. Meine Klamotten passten mir wieder und mein Wohlfühlgefühl stieg immens. Und das mit dieser zeitlich geringen Investition, ganz ohne Bücher von vermeintlichen Diätgurus, Diäten, Workshops, Wunder-Crash-Abnehmkonzepten & Co.

Zudem dankte mir mein Körper die moderate sportliche Betätigung mit einer neuen Geschmeidigkeit. Das Gefühl, meine Knochen seien eingerostet, verschwand schon nach kurzer Zeit und heute, wo ich konsequent darauf achte, sowohl in meiner Sportgruppe als auch daheim kräftigende Übungen für Bauch, Beine und Po in Eigenregie durchzuführen, habe ich das Gefühl, in einem elastischeren Body zu wohnen.

Für mich ein wahnsinnig tolles Körpergefühl, das ich behalten möchte. Auf diesem Niveau! Mehr muss nicht, zu mehr habe ich auch keine große Lust.

Und da ich mir vorstellen kann, dass es eine Menge Frauen gibt, für die Sport so überhaupt nichts ist und schon gar nicht die Mitgliedschaft in einem Sportstudio, habe ich mir die Freiheit genommen, über diese – meine – persönliche Erfahrung zu schreiben. Vielleicht macht es ja dem einen oder anderen weiblichen Sportmuffel mit zu engen Hosen Mut, dem Körper zumindest etwas Beweglichkeit zu gönnen.

Seien Sie versichert: es lohnt sich!

Bildnachweis: pexels.com

Wer Halsschmerzen, starkes Bauchweh oder sich das Knie verrenkt hat, geht zum Arzt und bekommt – logisch! – rasch Hilfe. Bei Depressionen – man mag es kaum glauben – ist das allerdings längst nicht so. Obgleich in Deutschland circa fünf Millionen Menschen an einer Depression leiden, ist es hierzulande so, dass die Krankheit oftmals nicht erkannt und anerkannt wird. Nicht von Ärzten und auch nicht von den Personen im (familiären) Umfeld der Betroffenen.

Zu diesem Ergebnis kommen neue Studien und Befragungen, denen sich das Nachrichtenmagazin SPIEGEL, Ausgabe 11 / 2018, gewidmet hat. Dort werden auch die Erfahrungen von Teresa Enke thematisiert, die ihren Mann – den bekannten Fußballer Robert Enke – im Jahr 2009 durch einen Suizid verloren hat. Er litt an Depressionen.

Aufklärungsbedarf ist hoch

Diese bittere Erfahrung brachte die Witwe dazu, eine Stiftung zu diesem Thema zu gründen. Die Aufklärung über das Krankheitsbild Depression ist das Ziel dieser Stiftung.

Und das Aufklärungsbedarf besteht, das steht fest!

So berichtet der SPIEGEL über die Ergebnisse einer Umfrage der Stiftung Deutsche Depressionshilfe folgendes, Zitat:

„(…)Über die Hälfte der Befragten glaubte, dass die Ursache für eine Depression falsche Lebensführung sei. Knapp en Drittel bewertete sie als Charakterschwäche. Fast jeder Fünfte nahm an, Schokolade zu essen, würde helfen. Genau so viele waren der Meinung, man sollte sich zusammenreißen. Und fast 80 Prozent rieten Depressiven, mal in den Urlaub zu fahren“

Ein ziemlich erschreckendes Ergebnis!

Auch das eingangs erwähnte Erkennen der Krankheit durch Ärzte – bzw. deren Nichterkennen – lässt aufhorchen.

Dazu schreibt der SPIEGEL:

„Neue Studien zeigen, dass es gerade bei den ersten Ansprechpartnern, den Hausärzten, große Probleme bei der Erkennung der Krankheit gibt. Auch, ob man später einen Therapieplatz bekommt, erweist sich in vielen Fällen als Glücksspiel.“

Meierhenrich – Depression in Familie brachte Co-Depression

Damit sich hier endlich etwas ändert und auch ehrlich über die Krankheit gesprochen wird, dafür setzt sich auch die Moderatorin Nova Meierhenrich (im Bild) ein.

Wer die quirlige Blondine aus dem Fernsehen kennt – sie moderiert die TV-Sendung „Prominent!“- , käme wohl kaum auf die Idee, dass auch diese Prominente Erfahrungen mit der tückischen Krankheit Depression hat.

Ihr Vater war schwer depressiv und das 20 lange Jahre lang. Meierhenrich war für ihn da, wurde aber durch eine Co-Depression eiskalt erwischt. Bis sie irgendwann keine Kraft mehr hatte, wie sie gegenüber dem SPIEGEL sagte.

Die Wende brachte ein Termin bei einer Therapeutin. Über ihre Gründe, über die Krankheit zu sprechen, sagte die prominente Frau dem Nachrichtenmagazin:

„Ich will, dass wir einsehen, dass die Depression eine Krankheit ist. Dass sie Menschen in ihrem Wesen verändert, dass sie tötet. Und dass all das nichts damit zu tun hat, wie sehr man sich im Griff hat.“

Starke, wahre Worte, die hoffentlich ihre Wirkung nicht verfehlen – auch und gerade, weil sie von einer bekannten Person kommen.

Doch wo finde ich Hilfe, wenn ich selbst oder ein Familienangehöriger von einer Depression betroffen bin/ist oder dahingehend ein erster Verdacht aufkeimt?

Neben der oben verlinkten Stiftung hier eine weitere wichtige Adresse zum Thema. Verbunden mit dem dringenden Rat, sich Hilfe zu holen, wenn Sie meinen, dass diese nötig ist!

Bildnachweis / Copyright:

Fotograf: Jens Kalaene, (c) dpa – Fotoreport

  

       

Diät - Einschränkungen sind an der Tagesordnung

Diverse Diät-Mythen werden aktuell im Netz – mal wieder – widerlegt und es wird auf den Ungesundheits-Faktor solcher Ernährungsexperimente hingewiesen. Worum geht’s? Um die sogenannten Mono-Diäten.

Diäten, bei denen man sich ausschließlich auf ein Lebensmittel konzentriert. So zum Beispiel die berühmt-berüchtigte Kohlsuppe oder Bananen. Abgesehen davon, dass wohl gar keine Diät etwas nützt, sondern Menschen, die abnehmen wollen, langfristig ihre Ernährung umstellen müssen, gehören diese Mono-Diäten zum Schrägsten, was es im Kosmos der Diäten und Crash-Diäten gibt.

Manche Diät fördert Vitaminmangel

Sieht man zudem von der absolut einseitigen Ernährung über mehrere Tage, die die wenigsten Menschen durchhalten, ab, droht mit diesen Abnehm-Experimenten ein grober Mangel an Vitaminen und Nährstoffen.  

Das sollte eigentlich jedem, der nur im Ansatz vorhat, diese Variante auszuprobieren, einleuchten. Scheinbar gibt es aber noch immer viel zu viele Leute, die kein Problem damit haben, für viele Tage nur Kohlsuppe oder nur Bananen zu essen. Schuld daran sind diverse Leute im Netz, die kund tun, mit so einer Methode abgenommen zu haben. Viel zu viele User fallen noch immer darauf rein.

Überhaupt das Netz: hier wimmelt es von Diäten, Ernährungstipps und schrägen Ratschlägen zu noch schrägeren Abnehm-Konzepten. Vertrauenswürdig dürften nur die Allerwenigsten sein. Aktuell schreibt zu dieser Thematik FOCUS online:

„(…)Denn im Internet berichten zahlreiche Blogger über den beeindruckenden Erfolg dieser einseitigen Ernährungsweisen. Mono-Diäten sollen in wenigen Wochen schlank, schön und gesund machen.(…)

„Tatsächlich kann man auf diese Weise schnell abnehmen“, bestätigt Daria Kähler, Ökotrophologin an der Psychosomatischen Tagesklinik für Essstörungen, Jungerwachsene und Adipositas, Asklepios Westklinikum Hamburg. Die Mono-Diät ist also eine effektive Crash-Diät. Und jede Mono-Diät funktioniert nach dem gleichen Prinzip: Die Kalorienaufnahme ist geringer als die verbrauchte Energie. Dabei ist es egal, welche Lebensmittel oder welches Getränk für die Mono-Diät gewählt werden. „Sogar, wer täglich eineinhalb Tafeln Schokolade isst und sonst nichts, nimmt ab“, sagt die Expertin.(…)Allerdings ist das sehr kurzfristig gedacht. „Denn jede Mono-Diät führt zu einem extremen Nährstoffmangel“, warnt die Ökotrophologin. Kein einziges Lebensmittel kann nämlich allein den vielschichtigen Nährstoffbedarf eines Menschen decken.

Eiweißmangel, ein Minus an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralien, aber auch an Fett, kann zu deutlichen Mangelsymptomen führen. Denn sogar Fett sollte nicht gänzlich vom Speiseplan gestrichen werden, weil es wichtig für die Zellbildung und die Nervenfunktion ist.“

Klare Worte also von einer Expertin, die es wissen muss. Allerdings – wie eingangs bereits angerissen: man muss keine Expertin sein, um zu durchschauen, dass es sich bei derlei Ernährungskonzepten um den reinsten Hokuspokus handelt. Wer je mit einer Kohlsuppen-Diät abnehmen wollte, dürfte in schauriger Erinnerung haben, wie große die Lust auf diese Speise ab Tag 2 dieser Diät war.

Auf Bananen, Orangen oder was auch immer auszuweichen, ist keine Alternative. Schon rein vom Menschlichen her ist es so, dass man eines solch öden Speiseplanes spätestens am zweiten oder dritten Tag überdrüssig wird.

Ernährungsumstellung statt Diät

Gut beraten ist, wer gänzlich auf eine Ernährung dieser Art verzichtet und sich in Sachen Gewichtsverlust für das einzig Richtige entscheidet: die langfristige Ernährungsumstellung. Parallel begleitet von (moderater) sportlicher Betätigung, sollte es mittelfristig gute Ergebnisse geben. Die Herausforderung hierbei ist allerdings auch nicht ohne: durchhalten und eine Ernährungsumstellung auf Dauer in den Alltag zu integrieren, sollte schon drin sein.

Und ganz ehrlich: anders geht’s auch nicht. Wunderdiäten hin – Mono-Diäten her!

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Sie ist in den letzten Jahrzehnten zur Volkskrankheit aufgestiegen und es gibt in Deutschland kaum eine Familie mehr, die nicht im Verwandtschafts- oder Freundeskreis mindestens einen Fall hat: die Demenz.

Der schleichende Verlust des Gedächtnisses ist wohl eine der tückischsten Krankheiten überhaupt – auch für Angehörige. Während der Demenzkranke meist in seine eigene Welt abtaucht, verändert sich das Leben der dazugehörigen Familie immens.

Eine Dauerbetreuung ist meist die Folge, der Krankheit, mit der Betroffene im Schnitt um die sieben bis zehn Jahre leben, bis das Stadium des Todes eintritt.

Schon heute ist es für viele Menschen eine Horrorvorstellung, von dieser tückischen Krankheit ereilt werden. Denn: ein Mittel dagegen oder gar zur Vorsorge gibt es in Sachen Demenz bislang nicht.

Deshalb lässt eine aktuelle Studie in Sachen Demenz aufhorchen.

Das Portal aponet.de veröffentlichte dieser Tage einen Artikel über eine Studie, die in Sachen Gedächtnisverlust Hoffnung macht.

Es könnte nämlich ausreichen, sich mit regelmäßiger Bewegung vor Demenz zu schützen.

Auf aponet.de ist dazu folgendes zu lesen:

„Körperlich fitte Frauen hatten ein fast 90 Prozent geringeres Risiko für Demenz, so das Ergebnis einer Studie, die online in der Fachzeitschrift Neurology veröffentlicht wurde. Bekamen fitte Frauen dennoch Demenz, entwickelten sie diese im Durchschnitt elf Jahre später als Frauen, deren Fitness eher mittelmäßig war. Die Ergebnisse seien vielversprechend, sagt Studienautorin Helena Hörder von der Universität Göteborg in Schweden.

Offenbar sei es tatsächlich möglich, durch regelmäßiges Training im mittleren Alter das Einsetzen von Demenz zu verzögern oder sogar zu verhindern. Sie weist allerdings auch darauf hin, dass die Studie keinen Rückschluss auf Ursache und Wirkung zulasse, sondern lediglich einen Zusammenhang zeige. Weitere Studien mit einer größeren Zahl an Studienteilnehmern müssten nun zeigen, ob eine bessere Fitness tatsächlich das Risiko für Demenz senken könne. 

Für die Studie hatten 191 Frauen, die im Schnitt 50 Jahre alt waren, Belastungstests auf dem Ergometer durchgeführt. 40 Frauen zeigten bei einer hohen Belastung von 120 Watt ein hohes Fitnesslevel, 92 waren in der mittleren Kategorie und 59 in der untersten Kategorie mit einer Spitzenbelastung von maximal 80 Watt oder einem Abbruch wegen Bluthochdruck, Brustschmerzen oder anderen kardiovaskulären Problemen.

In den folgenden 44 Jahren waren die Frauen sechsmal auf Demenz getestet worden. In dieser Zeit hatten 44 Frauen die Krankheit entwickelt: fünf Prozent der fitten Frauen, 25 Prozent der Frauen mit moderater Fitness und 32 Prozent der Frauen mit geringer Fitness. In der Gruppe der Frauen, die den Fitnesstest abbrechen mussten, waren es sogar 45 Prozent.“

Nun war ja Bewegung noch nie verkehrt in Sachen Gesundheitsvorsorge.

Das weiß man auch als Bewegungsmuffel (und rafft sich häufig doch nicht auf….!).

Doch wenn diese Studie sich tatsächlich bewahrheitet und im Rahmen von Anschluß-Erhebungen kurz- bis mittelfristig bestätigt wird, sollten vor allem Menschen, die Demenzkranke in ihrer Verwandtschaft haben und bislang mit Sport nicht viel am Hut gehabt haben, umdenken.

Vor allem auch deshalb, weil Bewegung im Alltag leicht umsetzbar ist und niemandem ein olympisches Leistungspensum abverlangt wird, der für sich persönlich etwas in Sachen Gesundheit tun will.

Ein, zwei zusätzliche Spaziergänge im Laufe der Woche oder/und die kontinuierliche Integrierung von Erledigungen mit dem Fahrrad sind kleine Dinge, die mit wenig Aufwand zu bewerkstelligen und auch für eher Unsportliche gut zu bewältigen sind.

Wer dem Sport nicht ganz so abgeneigt ist, sollte überlegen, ob er regelmäßig zum Schwimmen, in ein Fitness-Studio oder auf den Jogging-/Walking-Pfad geht.

Eine (leichte) Sportart ins tägliche Leben zu integrieren wird – aufgrund der sich abzeichnenden Erkenntnisse in Sachen Demenz – vor allem für die Menschen leicht sein, die in ihrem persönlichen Umfeld schon mit Demenz konfrontiert sind oder waren.

Wer diese tückische Krankheit einmal miterlebt (hat), für den wird sie ein Leichtes sein: die zusätzliche Spazierrunde oder eine moderate wöchentliche Fitness-Einheit!

In diesem Sinne: Sport und Gesundheit frei!

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