Montag, 17. Mai, 2021

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„Dem Winterblues etwas entgegensetzen“

V.l.n.r.: die beiden Gründer und Geschäftsführer Ursula Sauer und Jochen Hufgard mit Sabrina Sauer, Managerin Multimedia and Product Development.

Ursula Sauer (im Bild links) ist Geschäftsführerin eines Unternehmens, das sich das Wohlfühlen und die Entspannung auf die Fahne geschrieben hat. Seit 30 Jahren sorgt sie mit Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Claim „Life in Balance“ für ein entspanntes Miteinander. Durch die Entspannung auf Knopfdruck hat sich schon so mancher graue Wintertag für die Anwenderinnen und Anwender zu einem „Walk through the light“ entwickelt. Die entsprechenden Systeme stimulieren das Gehirn und helfen gegen die Winterdepression. Wir sprachen mit ihr über Möglichkeiten, dem ungeliebten Winterblues zu entkommen:

FB: Was macht die Winterdepression aus und wie können Betroffene ihr begegnen?

Die Winter- oder Lichtmangeldepression, die auch als saisonale oder saisonal abhängige Depression (SAD) bezeichnet wird, ist ein weit verbreitetes Phänomen. Es gibt es viele Rezepte gegen Verstimmungen im Winter oder sogar gegen die Winterdepression. Sie reichen von kakaohaltiger Schokolade über Johanniskraut bis zu Sport, Meditation oder Lichtduschen. Touch Synchros hingegen stimulieren das Gehirn mit Licht- und Tonimpulsen auf Knopfdruck und regen an. Auch diese Form der Meditation wirkt und so können Betroffene dem Winterblues etwas entgegensetzen.

FB: Wie wirkt Ihr Konzept gegen den Winterblues genau?

Die Systeme entspannen über sanfte Entspannungsmusik, eingespielt über Kopfhörer. Darüber hinaus beginnen kleine Leuchtdioden in der Visualisierungsbrille rhythmisch zu blinken. Ganz von selbst kommen störende Gedanken zur Ruhe, verlangsamt sich der Atem, entspannt sich Muskel für Muskel. Vor dem inneren Auge entstehen kaleidoskopartige Muster in bunten Farben. Ein Gefühl von Schwerelosigkeit entsteht, als würde man auf Wolken durch eine leuchtende Traumwelt getragen.

FB: Wodurch kommt der positive Effekt zustande?

Bei dieser Form der Meditation  geschieht im Grunde genommen nichts anderes als bei einer Meditation ohne Hilfsmittel. Bei beiden Methoden ist es medizinisch erwiesen, dass die Hirnströme positiv beeinflusst werden. Bei Testpersonen wurden verstärkt Alphawellen und Deltawellen (typisch für Schlaf) mit dem EEG gemessen. Außerdem werden ebenfalls vermehrt Endorphine freigesetzt. Diese körpereigenen Substanzen lösen Glücksgefühle aus und senken die Schmerzempfindlichkeit. Der gesamte Stoffwechsel ist während der Meditation verlangsamt. Die Herzschlagfrequenz nimmt ab, der Blutdruck sinkt und die Atmung wird regelmäßig und tief.

FB: Was sind die Folgen einer regelmäßigen Anwendung des brainLight-Systems?

Je regelmäßiger es angewendet wird (von einmal pro Woche bis zu 2-3 Mal täglich), desto ausgeglichener wird die Gemütslage der betreffenden Person sein. Sie wird sich insgesamt tatkräftiger, ausgeglichener und wohler fühlen. Gleichzusetzen ist dies mit einigen Stunden tiefen, erholsamen Schlafs, oder wohltuender, körperlicher Betätigung. Nebenwirkungen der regelmäßigen Anwendung eines solchen Tiefenentspannungssystems sind eine bessere Gedächtnisleistung, eine Stärkung des Immunsystems, guter Schlaf, Stressabbau, Abbau von körperlichen Verspannungen u.ä. bis hin zur Verminderung der Altersweitsichtigkeit.

FB: Warum ist das Licht der Ausschlag gebende Faktor gegen die SAD?

Wir brauchen Licht, um wach zu werden und uns fit zu fühlen. Es gibt Energie und hebt unsere Laune. Für das Gehirn aber gleichen die Tage im Winter einer einzigen langen Nacht. Die Folge ist, dass die Zirbeldrüse, ein kirschkerngroßes Nervenbündel in der Mitte des Gehirns, ungebremst das Schlafhormon Melatonin (wörtlich: „Schwarzmacher“) ausschüttet. Daraufhin schaltet der Körper einen Gang herunter, was zu Urzeiten, wenn im Winter die Nahrung knapp und das Gelände unwegsam wurde, vielleicht eine ganz sinnvolle Strategie war. Das beste Gegenmittel wäre, morgens, sobald die Sonne aufgegangen ist, einen Spaziergang zu machen und den Tag mit einer Lichtdusche zu beginnen. Das Serotonin, der „Glücksbote“ im Gehirn, ist eine Art Gegenspieler des Melatonins und wird unter Lichteinfluss freigesetzt. Die kalorienarme Variante dieser Eigentherapie lautet ganz einfach: mehr Licht. 10000 Lux, eine halbe Stunde am Tag – von da an zeigt eine Lichttherapie Wirkung.

Kein Wunder, dass im sonnigen und lichtverwöhnten Florida nur vier Prozent der Menschen von der SAD betroffen sind, in New York 17, in Alaska 28 Prozent. Mit anderen Worten: Je weiter im Norden man lebt, je weniger Sonne man abbekommt, desto größer ist die Gefahr, vom winterlichen Stimmungstief gepackt zu werden. Schön, dass es Rezepte gegen das jahreszeitlich bedingte Stimmungstief gibt.

Herzlichen Dank, Frau Sauer, für dieses Mut machende Gespräch.

Bildnachweise: Brainlight GmbH, pexels.com

 

 

 

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