Dienstag, 6. Dezember, 2022

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Smalltalk beginnen und beenden – so geht es spielend leicht

Seichte Gespräche am Stehtisch vor oder während eines Events: Das ist für sehr viele Menschen einfach nur der Horror. Vor allem schüchterne und introvertierte Leute bekommen die Krise, wenn sie wissen, eine Veranstaltung steht ins Haus, bei der sie mit vielen – auch fremden – Menschen kommunizieren müssen. Doch oftmals lassen sich Situationen, in denen Smalltalk gefragt ist, bei Veranstaltungen nicht vermeiden. Zudem wird nicht nur von Führungskräften bei solchen Zusammenkünften erwartet, dass sie mit anderen Leuten ins Gespräch kommen.

Smalltalk lässt sich im Joballtag kaum vermeiden

Doch wie anstellen, wenn die Angst vor flachem Talk groß ist? Sonderlich schwer ist das nicht, ein bißchen Überwindung – klar! – die braucht es schon. Vor allem, wenn man tatsächlich sehr schüchtern oder eben nicht gern unter vielen Menschen ist. Und beruflich viele Veranstaltungen allein besuchen muss (zu zweit ist Smalltalk ja sowieso kaum ein Thema, das geht eigentlich von alleine).

Am besten beherzigt man folgende Tipps:

Smalltalk beim Eintreffen

Vor Beginn der Veranstaltung sind lockere Gespräche bei Getränken und/oder Häppchen als Auftakt üblich. Zumeist sind hierfür Stehtische aufgestellt, an denen sich die Gäste sammeln sollen.

Trifft man ein und ist unsicher, wohin man sich gesellen soll, dann checkt man am besten erst einmal die Lage mit einem kleinen Rundgang. Ein Glas Wasser oder Saft, an dem man sich festhalten kann, hilft hier ungemein und wird zumeist auch gleich zu Beginn gereicht.

Einfach nach sympathisch aussehenden Personen Ausschau halten!

So ausgerüstet, kann man unauffällig schauen, wo man sich am besten dazu gesellen könnte. Alleine herumstehen – diese Option sollte man auf keinen Fall in Erwägung ziehen. Das sieht nicht nur blöd aus, man selbst fühlt sich in dieser Situation auch gar nicht wohl.

Also schauen, wer einen sympathischen Eindruck macht und vielleicht auch alleine am Stehtisch steht. Ganz gleich, ob Frau oder Mann. Hat man sich einen Platz ausgeguckt, geht man zielstrebig zu diesem Stehtisch und grüßt. Dann fragt man – mit Augenkontakt – höflich: “Darf ich mich zu Ihnen gesellen?”. Wem das zu gestelzt ist, der kürzt ab, deutet auf den Tisch und eine Geste des “Glas abstellens” an und fragt “Darf ich?”. Somit weiß jeder, dass gemeint ist, dass Sie sich dazugesellen wollen.

Dass man hier ein “Nein” zur Antwort bekommt, ist so gut wie ausgeschlossen. Zudem sollte man bedenken, dass die Person(en) am Stehtisch vielleicht auch nicht gerade superfit im Smalltalk ist und sich freut, dass die Situation aufgelockert wird.

Auflockern: Das ist gleich der nächste Punkt. Denn natürlich schwebt nach dem Hinzugesellen die Erwartung im Raum, dass ein Gespräch begonnen wird. Peinliches Schweigen würde die Situation unangenehm machen. Wenn Sie Glück haben, sagt die andere Person etwas und bricht das Eis. Ist das nicht der Fall, sollten Sie aktiv werden. Es reicht schon etwas ganz simples wie “Eine tolle Location” oder “Da schauen wir doch mal, was uns erwartet”.

Das Wetter: Der Smalltalk-Klassiker

Auch auf das Wetter kann gelenkt werden – der Klassiker beim beginnenden Smalltalk. Das macht allerdings nur Sinn, wenn es etwas über das Wetter zu sagen gibt. Schneit es beispielsweise stark, kann man Sätze wie “Nun ist der Winter da” von sich geben und wird auf jeden Fall zustimmendes Nicken ernten und die Stehtisch-Situation auflockern.

Gab es bei der Anreise gewissen Umstände, sind auch die es wert, in einen kleinen Smalltalk verpackt zu werden. Vielleicht liegt ja der Veranstaltungsort sehr versteckt, so dass man ein Gespräch á la “Eine tolle Gegend hier, aber auch einsam gelegen” starten kann.

Ganz gleich, für welches leichte Thema man sich entscheidet: Legt man erst einmal los, ist das Eis gebrochen und man kommt mit den interessantesten Leuten ins Gespräch.

Leichter wird es dann während einer Veranstaltung – in der Mittagspause beispielsweise. Ist man hier auch wieder in der Situation, sich – stehend oder sitzend – zu fremden Menschen gesellen zu müssen, so ist der Smalltalk leicht zu bewältigen, denn man kann ja über die Themen der Veranstaltung in den letzten Stunden sprechen. Im Idealfall gibt es bei Tisch schon eine Unterhaltung, der man nur lauschen muss und in die man sich ohne Umstände einklinken kann.

Wie nerviges Gerede beenden?

Das zum positiven Smalltalk. Doch es gibt auch negativen Smalltalk. Nämlich solchen, dem man nur schwer entrinnen kann und der einen nervt.

Beispiel: Jemand kaut Ihnen am Stehtisch ununterbrochen ein Ohr ab, Sie haben keine Möglichkeit zu entrinnen und stehen wie fest getackert an einer Stelle, weil Ihnen ein Dauerredner akustisch zu Leibe rückt. Wie kann man so einer unangenehmen Situation entfliehen, ohne unhöflich zu sein?

Nun – da gibt es einen supersimplen Trick. Man wartet, bis das Gegenüber einmal Luft holt und empfiehlt sich mit dem Spruch “Ich hole mir noch ein Getränk/Nachtisch/etwas zu essen”. Hierbei sollte man höflich nicken und einfach verschwinden.

Hat man die Kniffe raus, macht Smalltalk Spaß

Um natürlich dorthin NICHT zurückzukehren. Ein ganz legitime Sache. Das geht natürlich nur, wenn der- oder diejenige nicht gerade Ihr Chef ist. Doch da auf den eingangs erwähnten Veranstaltungen zumeist neue und fremde Leute zusammenkommen, ist so ein kleiner Kniff in die Trickkiste mehr als erlaubt.

Probieren Sie`s aus und erleben Sie in Zukunft Events und Zusammenkünfte völlig neu!

Weitere Tipps zur Kunst der leichten Kommunikation finden Sie hier.

Bild: stock.adobe.com / Robert Kneschke

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