Sonntag, 24. Oktober, 2021

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Trennungsphänomen: Kinder, Hausbau und dann Schluss! – Gastartikel von Kathleen

Neue Einfamilienhäuser – sie entstehen derzeit gefühlt überall. In Baulücken in Städten, an Feldrändern auf dem Land, auf neu ausgewiesenen Bauplätzen in den Dörfern. Das Wohnen in den eigenen vier Wänden boomt wie nie und landauf-landab entstehen viele, viele neue Siedlungen, in die vor allem junge Familien ziehen.

Wer selbst in einer solchen Siedlung wohnt oder als Alteingesessener auf dem Land Häuslebauer als neue Nachbarn bekommt, hört in diesem Zusammenhang aber immer wieder auch Geschichten über Trennungen von Paaren, die auseinandergehen, kaum dass der letzte Handwerker das neue schmucke Eigenheim verlassen hat. Statt Glückshormone im Blutspiegel finden sich dann Anwaltsbriefe im nagelneuen Briefkasten.

Hausbau-Boom vor allem auf dem Land

Ich selbst wohne auch ländlich und konnte in den letzten 1 1/2 Jahren zusehen, wie am Rande unseres Dorfes eine neue Eigenheimsiedlung entsteht. Nach und nach zogen die Bewohner ein, fast alles ehemalige Städter mit zumeist kleinen Kindern. Der Kindergarten ein Dorf weiter platzte auf einmal aus allen Nähten und bei meiner Gassi-Runde in unserem 300-Seelen-„Mokchen“ begegnete ich von nun an joggenden Familienvätern und Walk-Grüppchen, bestehend aus Frauen um die 30.

Parallel zu diesen Entwicklungen kam auch der Dorfklatsch zu neuen Ehren. Endlich war mal wieder was los! Und wie es immer so ist: Am Ende kennt der eine oder andere Nachbar diesen oder jenen Häuslebauer sogar persönlich („Ein entfernter Arbeitskollege von mir, ich gab ihm den Tipp, dass unsere Gemeinde noch Bauplätze hat“).

Aus diesem Grund drang auch die eine oder andere Geschichte von den Hinzugezogenen rüber zu den Alteingesessenen. Und siehe da: Die Information, dass sich ein junges Paar, welches vor wenigen Monaten erst in sein neues Haus gezogen ist, kürzlich getrennt hat, ließ nicht lange auf sich warten.

Kaum fertig gebaut, schon die Trennung

Durch gut informierte Nachbarn wurde kolportiert, dass beide Mitte 30 und die beiden Kinder 7 und 11 sind. ER soll schon ausgezogen sein. Fremdgehen war dem Vernehmen nach nicht im Spiel. Nun – welche Details bei solchen Infos nun stimmen oder nicht, kann man nie sagen, da bei jedem Gerede bekanntlich noch etwas hinzugedichtet wird.

Dass aber das besagte Paar tatsächlich kurz nach Bezug des neuen Heims auseinanderging, das stimmte letztlich.

Mich wunderte das nicht. Ich bin eine begeisterte Leseratte und habe wohl sämtliche Frauenzeitschriften Deutschlands abonniert. Zudem lese ich viele Magazine im Web und durchstöbere gern Foren, die für ein weibliches Zielpublikum gedacht sind. Da wird über solche Fälle – neues Haus und dann Trennung – reihenweise berichtet. Auch über das Phänomen, dass viele Paare sich trotz kleiner, gefühlt soeben erst angeschaffter gemeinsamer, Kinder trennen. Das ist sozusagen eine weitere Variante aus dem traurigen Kapitel: „Wie junge Familien auseinanderbrechen“.

„Nach Hausbau Trennung“ spuckt Hunderttausende Ergebnisse bei Google aus

Dass die Variante „Kinder angeschafft, Haus gebaut und dann Trennung“ nicht selten ist, beweist auch ein Fall aus meiner näheren Verwandtschaft. So hat – zu tiefsten DDR-Zeiten noch – meine ältere Cousine zweimal (!) mit einem jeweils anderen Mann ein Haus gebaut. Als die beiden Schmuckstücke dann standen, wurde kurz danach die Trennung eingeläutet.

Gibt man bei Google „Nach Hausbau Trennung“ ein, werden über 290 000 Ergebnisse ausgespuckt. Keine Frage: Für nicht wenige Paare scheint das Projekt Hausbau tatsächlich ein Beziehungskiller zu sein, auch unzählige Forenbeiträge im Netz zeugen davon (und zeigen auch, wie unheimlich kompliziert das alles sein kann….).

Aber warum ist das so? Nun – jede Trennung in diesem Zusammenhang ist freilich höchst individuell, aber ein häufiger Grund ist definitiv die Phase des Hausbaus. Auch wenn man in der gesegneten Lage ist, keinen Finger rühren zu müssen und alles von Handwerkern machen lassen kann, geht es da mit dem Stress oft schon los.

Nicht wenige Beziehungspsychologen oder Paar-Coaches dürften ein Lied davon singen können, wie schnell eine Meinungsverschiedenheit zur Farbe der Badfliesen zu einem tagelangen Streit eskalieren kann oder es harte Auseinandersetzungen über die Inneneinrichtung gibt.

Es dürften sehr häufig solche Gründe sein, die junge Häuslebauer in einen Strudel aus Streit und Frust ziehen.

Verschiedene Stile bergen beim Hausbau Zündstoff

Wo man sich in der früheren Behausung zumeist keinen Kopf machen brauchte, weil die Badezimmerfliesen in der Mietwohnung schon dran waren, entscheidet man als Hausbesitzer in Sachen Stil und Einrichtung alleine, was ausgewählt wird. Wobei „alleine“ nicht das richtige Wort ist, höchstens „alleine zu zweit“.

Und das kann so derartigen Zündstoff bergen, dass man schneller in eine Beziehungskrise gerutscht als in das neue Haus umgezogen ist. Kommen dann vielleicht noch Probleme mit dem Bauträger hinzu oder erbringt man selbst Eigenleistungen, bei denen nicht immer alles rund läuft, wird die Beziehung tatsächlich auf eine harte Belastungsprobe gestellt.

Nicht alle Paare meistern sie. Über dieses Phänomen ist bereits vor Jahren ein interessanter Artikel auf faz.net erschienen, der die treffende Überschrift:

„Haus fertig, Ehe auch“

trägt.

Beschrieben werden Uwe und Silvia, ein Paar, das das Abenteuer Hausbau wagen will. Über Silvia heißt es in dem Artikel wie folgt:

„(…)Schon als sie mit Uwe zusammenzog, war für sie klar: Die 90-Quadratmeter-Wohnung aus den achtziger Jahren würde nur eine Übergangsstation in ihrem Leben sein. Heute, acht Jahre, zwei Kinder, eine ewige Wohnungssuche und einen Umzug ins Reihenhaus später, steht ihr Entschluss fest:

Sie will endgültig nicht mehr in Wohnungen leben, die andere nach eigenen Bedürfnissen geplant und an Silvias Geschmack vorbeigebaut haben. Sie will ein eigenes Haus. Im Herbst fangen Uwe und sie an zu bauen. Das macht Silvia jetzt Angst.

Denn zwei befreundete Pärchen haben bereits das Abenteuer Hausbau hinter sich – und die Ehe inzwischen auch. Kurz nach dem Einzug haben sie sich getrennt. Eine andere Bekannte baut zurzeit und erzählt wöchentlich, worüber sie mit ihrem Mann wieder streitet:

die Lage der Eingangstür, die Fliesen und Armaturen im Bad, selbst über die Dicke und Verlegerichtung des Parkettbodens debattieren beide in Permanenz.(…)“

Eben die Streit-Klassiker beim Hausbau…!

In dem Beitrag heißt es weiter:

„(…)Es gibt kaum eine andere Lebenssituation, die es in puncto einschneidende Erlebnisse mit dem Hausbau aufnehmen kann. Der Auszug der Kinder aus dem gemeinsamen Heim ist so eine, der Einstieg in die Rente oder der Jobverlust. Sie alle können schwere Krisen in der Partnerschaft auslösen.

Sie sind dabei aber wohlgemerkt nicht die Ursachen für ein Zerwürfnis zweier Partner. Sondern sie sind „nur“ die Situation, in der es letztlich zum Bruch kommt, weil viele erkennen, dass sie völlig unterschiedliche Vorstellungen vom Leben und vom Partner haben.

Weil beim Hausbau nun die Belastung gleich auf mehreren Ebenen groß ist (emotional, nervlich, gesundheitlich, finanziell und geschmackstechnisch) und die Entscheidungen, die getroffen werden, auf Jahrzehnte bindend sind – und unglaublich teuer, sagen Psychologen und Bauberater wie Herbert Reichl: „Die Gefahr der Zerrüttung einer Beziehung durch Konflikte im Hausbauprozess ist relativ groß.“ Scheitert das Projekt Hausbau, bedeute das oft das Ehe-Aus.(…)“

Der im Zitat erwähnte Psychologe Herbert Reichl ist gleichzeitig auch Bauberater und berät – wie auf seiner Website zu lesen ist – Paare in Sachen eines achtsamen Hausbaus.

Nun – nicht jedes Paar will, kann oder wird im Vorfeld einen adäquaten Berater in sein Hausbauprojekt mit einbeziehen, aber sich vor dem großen Lebensprojekt klar machen, dass es stressig werden kann, ist sicher nicht verkehrt.

Sich vorher über die Einrichtung auszutauschen, macht Sinn

Am besten tauscht man sich als Paar schon im Vorab darüber aus, welche Vorstellungen jeder vom Stil der neuen Einrichtung hat. Über Portale wie Pinterest & Co. eigene Ideen zusammenstellen und sie dem Partner zu zeigen, kann eine gute Möglichkeit sein, zu illustrieren, wie man sich das zukünftige Familiennest vorstellt. Gehen die Geschmäcker gar zu weit auseinander, sind Kompromisse unabdingbar – ohne sie geht es dann nicht.

Hilfreich sind sicher auch gemeinsame Ausflüge in Fliesen-, Parkett- und Baumärkte. Bei all der riesigen Auswahl dürfte es erwachsenen Menschen nicht schwer fallen, sich auch trotz gegensätzlicher Einrichtungsgeschmäcker auf einen Stil zu einigen. Zudem: Was sind schon Fliesen in einer vom persönlichen Stil abweichenden Farbe, wenn das neue Haus dann ein behagliches Familiennest wird?

In dem sich sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen pudelwohl fühlen! Vielleicht sollte man sich diese Situation in der Hausbau(Vor)Phase immer wieder visualisieren, um Beziehungsstreits während des Projekts zu vermeiden.

Kommunikation ist beim Projekt Hausbau das A und O

Auch die Kommunikation ist hier wichtig. Weiß das Paar schon vorher, dass der eine oder andere Punkt heikel werden könnte, macht es Sinn, ihn in aller Ruhe auszudiskutieren. Und sich währenddessen immer wieder vor Augen zu halten, warum man das alles macht.

Natürlich sind das alles keine Garantien, dass es nicht doch schief geht und das Projekt Haus für die ganze Familie emotional zum Desaster wird.

Aber gewappnet zu sein und sich immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, dass die eigenen vier Wände für die nächsten Jahrzehnte DAS ultimative Familiendomizil sein werden – das kann helfen! Finde ich zumindest. Und ich denke, damit stehe ich nicht alleine da.

In diesem Sinne: „Stein und Mörtel bauen ein Haus, Geist und Liebe schmücken es aus.“ (Verfasser unbekannt).

Und zum Schluss: Dass das Thema „Haus“ auch umgedreht bei Frauen und Männern Probleme machen kann, zeigt dieses Beispiel hier.

Quellen: faz.net vom 01.07.2014, spruch-wunsch-hochzeit.de

Bild: stock.adobe.com / Markus Bormann

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