Freitag, 9. Dezember, 2022

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Schreiben, aber nicht telefonieren? Dating-App setzt Nerv-Faktor für Singles ein Ende!

Ellenlanges Hin- und Hergeschreibe und nichts passiert. Oder doch: Nach einer kurzen Zeit der Funkstille kommt dann wieder eine Mail oder WhatsApp und das ganze geht von vorne los. So in etwa erleben viele Singles tagtäglich das Miteinander auf Dating-Plattformen oder in Dating-Apps. Vor allem Frauen beklagen, dass Männer in Sachen Dating Telefonier-Muffel sind.

Die Unsitte, dass man(n) sich nicht mehr meldet, sobald man eine Nummer übermittelt bekommt und nun eigentlich mal zum Telefon greifen könnte, macht bekanntlich viele weibliche Single-Frauen wahnsinnig – und sie ist längst kein Dating-Phänomen mehr.

Schreiben, aber nicht telefonieren: Das nervt Singles beim Online-Dating!

Auch in anderen Lebensbereichen, die mit Online-Kontakten zu tun haben, macht sie sich mittlerweile breit.

Für den Bereich der digitalen Partnersuche wird diesbezüglich nun Abhilfe geschaffen, denn nun wurde eine Dating-App konzipiert, bei der gar keine Textnachrichten mehr möglich sind. Der Knüller an der neuen Kuppel-Plattform ist nämlich die Fokussierung auf reine Sprachnachrichten. Heißt: Statt getexteter Nachrichten tauschen die Nutzer gesprochene Messages aus.

Und bekommen so von Beginn an einen persönlicheren Eindruck vom jeweils anderen, wie das bis dato mit Textnachrichten überhaupt nicht möglich ist. Immerhin ist die Stimme einer Person mit das markanteste an einer Persönlichkeit. Bekanntlich lässt diese Tatsache bis heute die Kassen von Anbietern erotischer Hotlines klingeln.

Stimme und Aussprache entscheiden über Sympathie

Nun ist eine Dating-App selbstverständlich weit von einer erotischen Hotline entfernt, aber ganz ehrlich: Die Entscheidung beim Dating den Kandidaten näher kennenlernen zu wollen, hängt ein Stück weit auch von der Stimme ab. Nicht umsonst hat sich beim klassischen Online-Dating in den letzten Jahren die Reihenfolge schreiben – telefonieren – treffen eingespielt.

Das Telefonat als Puffer zwischen Schreiben und realem Date ist bei den meisten Menschen, die Online-Dating betreiben, üblich. Die wenigsten haben Lust auf ein Treffen ganz ohne vorhergehendes Telefonat – nach nur ein paar geschriebenen Nachrichten.

Verständlich: Sich am Telefon schon einmal gehört zu haben, trägt ganz entscheidend mit dazu bei, ob ein reales Kennenlernen stattfindet oder nicht. Wer die Stimme des anderen nicht mag oder gar abstoßend findet, wird kaum noch ein reales Treffen vereinbaren wollen.

Neues Startup setzt auf Sprachnachrichten – gegründet von einer Frau

Hier setzt das neue Startup Wayvs, das von einer Frau – Franziska Focken – gegründet wurde, an. Das Onlineportal der WELT schreibt dazu am 5. August 2021 folgendes:

“(…)Getextet werden, kann im Gegensatz zu anderen Apps, in der App von Wayvs nicht. Der Austausch findet ausschließlich via Sprachnachrichten statt. Denn besonders Männer neigen dazu, wenn es die Option gibt, mit einer Textnachricht zu antworten. Das soll dadurch unterbunden werden, so die Macherin der App.

„Wenn man Audio benutzt, hat man sofort eine Idee, wer ist der Mensch dahinter. Weil, auch, wenn man eine Stunde miteinander textet oder noch länger fehlt ja trotzdem der persönliche Kontakt“, sagt die Gründerin. Anfang Juli wurde die App gelauncht und hat nach Angaben der Gründerin Nutzer und Nutzerinnen im mittleren vierstelligen Bereich. Hauptsächlich in Berlin.

Nach und nach soll die App jetzt aber auch in anderen Städten ausgerollt werden.(…)”

Klingt nach einem guten Konzept! Und dass die App von einer Frau gegründet wurde, verwundert nicht. Dem Vernehmen nach sollen noch immer mehr Frauen sich über männliche Telefoniermuffel in der Datingwelt aufregen, als umgekehrt.

Wem das als Single bekannt vorkommt, für den könnte diese neuartige Datingmethode ja vielleicht etwas sein. Auch auf diesem Terrain gilt: “Probieren geht über Studieren”.

Quelle: welt.de vom 5. August 2021

Bild: stock.adobe.com / Antonioguillem

 

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