Nicht umsonst heißt es: „Die Polizei – Dein Freund und Helfer“. Wie hilfsbereit die Beamten sein können, stellten sie dieser Tage – am vergangenen Montag – in Kiel unter Beweis. Dort meldete sich nach Medienberichten eine 99jährige Dame, die mit ihrem Rollater auf der Wache erschien. Ihr Anliegen war für eine Polizeistation durchaus ungewöhnlich, denn: sie bat die Beamten um die Reparatur ihres Trimmrads.

Laut eigenen Aussagen hätte die betagte Dame sonst nicht gewusst, an wen sie sich hätte wenden können und hat deshalb die Beamten ausgewählt.

Diese erwiesen sich hilfsbereit und begleiteten die Seniorin nach Hause. Dort zeigte sich, dass bei ihrem Trimmrad lediglich die Trainings-Intensität zu hoch war, was die Beamten umgehend behoben.

Die rüstige Seniorin kann nun ihrer Körperertüchtigung wieder nachgehen, den „Freund- und Helfer“-Beamten sei Dank! Möge es doch mehr solcher schönen Meldungen, die das Herz berühren, geben! Ein herzliches „Sport frei“ geht deshalb nach Kiel.

Bildnachweis (Symbolfoto): pixabay.com

 

 

Eine spektakuläre Aufnahme vor einem Abgrund hier, der Schnappschuss an der Klippe da: seit im Internet Privatpersonen in außergewöhnlichen Situationen bewundert werden können, ist der Trend zur Selbstinszenierung nicht nur ausgebrochen, sondern auch ungebrochen!

Plattformen wie Instagram befeuern die Selbst-PR noch und bei vielen Blogs und Accounts spielen wohl auch zahlende Vertragspartner eine Rolle. Für die man meint, sich immer spektakulärer in Szene setzen zu müssen. Doch wie groß das wahre Ausmaß wirklich ist, konnte man kürzlich im Nachrichtenmagazin SPIEGEL nachlesen, in dem diesem Thema ein ganzer Artikel gewidmet war. Beschrieben wird am Anfang des Beitrages ein Paar, das sich für das perfekte Selfie im Yosemite-Nationalpark (USA) an einem Aussichtspunkt in Szene setzen wollte. Zum Verhängnis wurde den beiden ein Felsvorsprung, der ihr Schicksal schlussendlich besiegelte. Beide wurden zudem nur durch einen Zufall gefunden. Tot.

Das perfekte Selfie und ein gefährlicher Trend

Inzwischen – darauf verweist das Magazin – haben sich bereits indische Wissenschaftler diesem gefährlichen Trend gewidmet.

Im SPIEGEL ist dazu zu lesen:

„Eine Studie indischer Wissenschaftler zählte zwischen Oktober 2011 und November 2017 weltweit insgesamt 259 Todesfälle bei dem Versuch, sich selbst zu fotografieren.“     

Nun, von einigen dieser Fälle hat man in den Medien gelesen, sie sorgen immer wieder für Unverständnis und Kopfschütteln.

Doch was ist der Reiz, sich für ein außergewöhnliches Selfie in eine tödliche Gefahr zu begeben? Als Außenstehender kann man das nicht ganz so nachvollziehen, Instagram-Jünger haben da sicher eher den Durchblick. Denn diese Plattform ist es nunmal, die dafür bekannt ist, die absurdesten, spektakulärsten und außergewöhnlichsten Schnappschüsse auf einer einzigen Website zu präsentieren.

Viele Insta-Fluencer präsentieren superspektakuläre Selfies

Längst hat mancher Insta-Influencer den gutgezahlten Blogger überholt. Statt Worte und Absätze geht es auf der Bilder-Seite fast nur um visuelle Inhalte – je schriller und abgehobener, desto besser.  Da diese Art der Präsentation inzwischen gut bezahlt wird, legt sich mancher Selbstdarsteller auf Instagram so manches Mal immer riskanter ins Zeug. Sei es, weil er das staunende, virtuelle Publikum beeindrucken oder eine gute bezahlte Kooperation an Land ziehen will.

Doch was sind schon tausende Likes im Gegensatz zu einem Menschenleben? Diese Frage scheint so mancher, der für das ultimative Foto Gefahren eingeht, wohl auszublenden. Es zählt der schnelle Online-Ruhm, gar kein Frage!

SPIEGEL-Artikel zeigt unfassbaren Fall auf

Wie furchtbar schief das gehen kann, ist ebenso in dem besagten SPIEGEl-Artikel aufgeführt, Zitat:

„(…)Allerdings dürfte kaum ein Fall von so krasser Achtlosigkeit dokumentiert sein wie jener, der sich März vergangenen Jahres bei einem Hubschrauberrundflug über Manhattan zutrug. Einer der Passagiere fotografierte während des Fluges seine aus dem Helikopter baumelnden Füße; dabei kam es zu einer folgenschweren Panne mit einer Sicherheitsleine, mit deren Hilfe sich der Fluggast in der Kabine bewegen konnte: Die Schnur verfing sich offenbar an jenem Nothebel, der die Treibstoffzufuhr des Flugzeuges unterbricht – daraufhin geriet das Triebwerk ins Stottern. Der Hubschrauber musste auf dem East River notwassern. Nur der Pilot überlebte das Manöver, die übrigen fünf Insassen starben“.

Nun – anhand solche Beispiele sollte jeder, der nur ansatzweise schon mal darüber nachgedacht hat, mit einem krassen Foto digitalen Beifall im Netz zu erhalten, die Konsequenzen seines Tuns mit einkalkulieren.

Es ist ja nicht so, dass diese Gefahr nicht bekannt ist. Deshalb: lieber einmal zuwenig digital aufgetrumpft, als ohne Not offline auf dem Friedhof liegen!

Bildnachweis: pexels.com

Susanne Rittscher (im Bild) hörte durch Zufall von einem Pferdeschicksal, das es in sich hatte. Sie setzte sich für das Tier – Miranda – ein und holte es schließlich zu sich auf ihren Hof. Seitdem hat sich ihr Leben total verändert und ihr Alltag wird durch die Pflege und Fütterung von Tieren bestimmt. Bei dem einem Pferd blieb es längst nicht, denn mittlerweile haben noch mehrere vierbeinige Gesellen ein Zuhause bei Susanne gefunden.

Auf Miranda durch Zufall gestoßen

Über ihr ungewöhnliches Projekt, das zwischenzeitlich in einen Tierhilfe-Verein übergegangen ist, berichtet Susanne im Interview:

FB: Susanne, wie kam es dazu, dass Du an die Stute Miranda gelangt bist?

Das war eigentlich ein Zufall. Auf meiner frühen Morgenrunde mit den Hunden, traf ich hin und wieder einen Mann von dem ich wusste, dass er Hannoveraner Pferde züchtete. Er fuhr mit dem Fahrrad zu einer Weide, auf der seine Stuten standen. Ich ging einige hundert Meter neben seinem Rad her, bis ich abbiegen musste. Dabei sprachen wir immer ein paar Worte. So auch an einem Morgen Anfang Mai 2011. Ich fragte, ob er schon Fohlen hätte. Er bejahte, ein Hengstfohlen war gerade auf die Welt gekommen und eine der anderen Stuten hatte eine Totgeburt. Schon das zweite Jahre hintereinander, beklagte er sich.

Gnadenbrot? Von wegen!

Ich wollte wissen wie alt die Stute sei. 20 Jahre, erfuhr ich, er wollte sie jetzt nicht mehr belegen lassen. „Dann bekommt sie jetzt das Gnadenbrot bei dir?“ fragte ich naiv, denn ich wusste nichts über die Gepflogenheiten in der Pferdezucht. „Nein die geht zum Schlachter“, sagte er. Da waren wir an der Wegbiegung angekommen und ich ging mit den Hunden nach Hause. Den ganzen Tag wollte mir diese Geschichte nicht aus dem Kopf gehen. Ich fand es so ungerecht, was mit der armen Stute geschehen sollte. Für mich stand fest, ich musste dieses Tiere retten. Als ich anfing Miranda zu retten, kannte ich sie noch gar nicht. Mein näheres Umfeld fand diese Idee völlig verrückt.

FB: Wie ging es dann weiter?

Mir war es egal was Freunde und Verwandte dazu sagten, ich setzte Himmel und Hölle in Bewegung um Miranda zu retten. Merkte aber auch schnell, dass es schwierig war, ein altes und unreitbares Pferd unterzubringen. Niemand wollte Miranda haben, die ja nur Kosten und Arbeit verursachte und kein Geld mehr brachte.

Der Fall ging nun auch durchs Internet und lief durch mehrere Tierschutzverteiler. Viele Menschen hatten Mitleid, aber niemand war bereit Miranda aufzunehmen. Die Zeit wurde knapp, Mirandas Schlachttermin stand schon fest und ich hatte immer noch keinen Platz für sie gefunden. Obwohl ich noch kein Stückchen weiter gekommen war, sagte ich einfach zu dem Züchter ich hätte einen Interessenten für das Pferd gefunden.

Miranda – ein wunderschöner Schatz!

Susanne mit Stute MirandaEr wollte 500.- Euro haben, das war der Schlachtpreis. Ich bat ihn, von der Stute ein paar Fotos für die Interessenten (die es ja gar nicht gab) machen zu dürfen. Dabei sah ich die schöne Fuchs-Stute das erste Mal. Miranda war wirklich ein Schatz und wunderschön! Ganz ruhig stand sie da, mit viel zu langen Hufen. Die hatte er natürlich nicht mehr machen lassen. Das lohnte nicht, bei einem Pferd das eh zum Schlachter geht. Ich stellte die Fotos ins Internet doch mein Problem blieb. Es fand sich kein geeigneter Platz für Miranda.

Die Zeit drängte und so entschloss ich mich das Pferd selbst zu nehmen. Ich hatte zwar überhaupt keine Ahnung von Pferden, aber ich konnte die Stute nicht im Stich lassen. Ich hatte den Platz, da ich auf einem ehemaligen Bauernhof wohne. Zu dem Hof gehörten ein alter, baufälliger Pferdestall und eine Weide. Die stand allerdings schon seit vielen Jahren leer und war nicht eingezäunt.

FB: Wo hast Du dann Unterstützung erfahren?

Nachdem ich mich entschlossen hatte Miranda aufzunehmen, kam plötzlich eine Welle der Hilfsbereitschaft auf mich zu. Es kamen erste Spenden und eine Patenschaft. Dann meldeten sich freiwillige Helfer, die ihre Arbeitszeit und Kraft einsetzen um den alten Stall zu reparieren und die Weide einzuzäunen. Eine großzügige Dame spendete den Schlachtpreis für das Pferd. Es fanden sich noch mehr Menschen die das Projekt „Wie helfen Miranda“ finanziell unterstützen wollten.

Zweiter Gnadenbrotplatz wurde geschaffen

So viel Gutes geschah, damit Miranda weiterleben durfte! Das war so toll. Natürlich konnte und sollte die Stute nicht allein stehen und so schafften wir gleich noch einen zweiten Gnadenbrotplatz. Den bekam der alte Wallach Bachus, denn er wäre nach einem langen Leben im Dienste für die Menschen, auch fast geschlachtet worden.

FB: Dein Leben hat sich ja durch Miranda schon etwas geändert – denn heute ist sie nicht die einzige auf Deinem Hof. Erzähl doch mal!

Mein Leben hat sich mit der Rettung von Miranda vollkommen verändert. Die Tiere sind zu meinem Lebensmittelpunkt geworden und der Hof zu einem kleinen Gnadenhof. Hier finden alte und unvermittelbare Tiere, die niemand mehr haben möchte, einen artgerechten Platz und werden liebevoll umsorgt.

Katzen, die schlummernZurzeit leben hier auf dem Hof zwei Pferde – Miranda (die am 23. Februar, 28 Jahre alt wird), Nielsson (ein 24-jähriger Haflinger), drei unvermittelbare Hunde – Chica, Campa, Giada, eine kleine Herde Ouessantschafe und 11 mehr oder weniger wilde Streunerkatzen. Aus meinem kleinen privaten Tierschutzprojekt „Wir helfen Miranda“ wurde im Jahr 2015, der Tierschutzverein „Tierhilfe Miranda e.V.“.

FB: Welche Herausforderungen bringt der Alltag mit den Tieren mit sich?

Das Projekt erfordert jede Menge Arbeitseinsatz, Kraft und Energie. Wer sich im Tierschutz engagiert, muss voll und ganz dahinter stehen. Tiere wollen jeden Tag versorgt werden, auch an Sonn- und Feiertagen. Egal wie das Wetter ist oder meine Befindlichkeit. Urlaub oder mal einen freien Tag gibt es für mich seit 2011 nicht mehr. So etwas kann man nur mit einem gewissen Herzblut durchhalten, das ich Gott sei Dank habe.

FB: Welche Rolle spielt der Verein „Tierhilfe für Miranda e. V.“?

Der Verein ist eine ganz wichtige Sache, mit dem das Projekt finanziell unterstütz wird. Wir sind als gemeinnützig anerkannt und dürfen Spendenbescheinigungen ausstellen. Gerade alte Tiere brauchen hochwertiges Futter, eine gute Pflege und öfter mal den Tierarzt. Unsere Pferde haben eine chronische Atemwegserkrankung, was einige Anforderungen an eine gesunde Haltung stellt. Sie bekommen Kräuter, Schüßler-Salze und Reiki, als Unterstützung für die Atemwege.

Die Pflege und Verpflegung der Tiere ist kostenintensiv

Die Hufe sind nicht mehr so gut wie bei jungen Pferden, da muss der Hufschmied noch öfter kommen. Wir benötigen große Mengen an qualitativ hochwertiges Heu und staubarmer Einstreu. Das kostet alles enorm viel Geld und wir sind auf Spenden angewiesen. Das ganze Projekt finanziert sich nur über Spenden. Wir erhalten keinerlei Gelder von der Gemeinde oder vom Staat. Dabei kümmern wir uns auch um die Streunerkatzen in unserem Ort.

FB: Wie stemmst Du das alles? Vor allem in den Wintermonaten? Hast Du auf dem Hof praktische Hilfe?

Aktive Hilfe habe ich zurzeit leider nicht mehr. Die ehrenamtlichen Helfer sind aus alters- oder gesundheitlichen Gründen ausgeschieden. Nachdem die letzten beiden Helfer in ein anderes Bundesland gezogen sind, kümmere ich mich ganz allein um den Hof und die Tiere. Im Winter ist das ganz schön anstrengend. Pferdehaltung bedeutet sowieso körperlich schwere Arbeit. Im Winter ist es aber noch anstrengender.

FB: Wie verbindest Du all das mit Deinem Beruf?

Ich denke, so wie alle Menschen, die ehrenamtlich tätig sind. Mein Tag ist vollkommen durchgeplant und strukturiert. Sonst würde ich meine täglichen Aufgaben gar nicht schaffen. Viel Zeit für mich bleibt da nicht. Doch das ist nicht schlimm, denn ich weiß, warum ich das hier mache. Die Tiere geben mir so viel zurück. Ich kann das wirklich als meine Erfüllung bezeichnen.

FB: Wie sieht ein normaler Tag auf dem Hof bei Dir aus?

HofDas ist je nach Jahreszeit und Wetterlage anders aus. Ich beschreibe einfach mal meinen Tag, wie er zurzeit aussieht. Wir haben Anfang Februar und Dauerfrost. Morgens um 6.00 Uhr bekommen die Pferde und Schafe Heu. Danach gehe ich mit den Hunden die Morgenrunde. Wenn wir zurück sind, geht es in den Stall und die Pferde bekommen ihr Müsli und frisches Wasser. Bei Frost kann ich die Außenwasserleitung nicht nutzen.

Ich muss das Wasser in Eimern aus dem Haus schleppen, um die Tränken der Pferde und Schafe zu füllen. Wenn ich das erledigt habe, miste ich den Stall.

Zwischen Füttern und Pflegen: Kaffee und Büroarbeit

Danach kratze die Hufe der Pferde aus. Je nach Bedarf werden sie auch gestriegelt. Dann bekommen die Pferde noch einmal Heu und es geht ins Haus. Nun füttere ich die Hunde und Katzen und säubere die Katzenklos. Meistens bin ich so gegen 10.00 Uhr mit all dem fertig. Während die Hunde ihren Verdauungsschlaf halten, koche ich mir einen Kaffee und fahre den PC hoch. Bis ca. 12.00 Uhr erledige ich nun Büroarbeiten. Dann bekommen die Pferde noch einmal Heu und ich esse etwas. Anschließend gehe ich mit den Hunden, kümmere mich um den Haushalt und die Büroarbeit. Dann bekommen die Pferde wieder Heu und ich säubere wieder die Katzenklos. Um 16.30 Uhr bekommen die Pferde noch eine Portion Müsli.

Dann schleppe ich wieder Wassereimer und fülle die Tränke auf. Anschließend miste ich wieder den Pferdestall und verteile Heu in den Raufen, ebenso bei den Schafen. Ich lasse die Hunde raus und gehe ein bisschen mit ihnen auf dem Gelände. Sie können sowieso immer raus, wenn sie das wollen. Giada, unsere Herdenschutzhündin, begleitet mich normalerweise immer, wenn ich auf dem Hof unterwegs bin oder die Pferde versorge. Bis 19.00 Uhr habe ich Zeit für meine Büroarbeit und was sonst noch so anliegt. Dann bekommen die Hunde und Katzen ihr Abendbrot und ich koche mir etwas. Um 20.00 und um 23.00 Uhr bekommen die Pferde wieder Heu, damit sie die Nacht gut überstehen. Nach der letzten Fütterung lasse ich die Hunde zum Pinkeln in den Garten und dann geht es ab ins Bett.

FB: Welches war Dein schönstes Erlebnis bisher auf dem Hof, mit Deinen Tieren?

Es gibt eigentlich so viele schöne Erlebnisse, da fällt es mir schwer eins als das schönste zu nennen. Mir fällt jetzt spontan ein Erlebnis mit unserer Herdenschutzhündin „Giada“ ein. Dafür muss ich erst mal erklären wie sie zu uns kam und wie sie vorher untergebracht war. Giada ist eine Maremmano Hündin. Ein Maremmano ist ein italienischer Herdenschutzhund. Diese Hunde stellen aufgrund ihrer Veranlagung, besondere Bedingungen an ihr Zuhause und sind deshalb sehr schwer zu vermitteln. Giada war nur wenige Wochen alt, als sie in Italien auf der Straße gefunden wurde. Man ging davon aus, dass der Welpe ausgesetzt wurde. Sie kam in ein riesiges Tierheim, mit über 700 Hunden, davon sehr viele Vertreter ihrer Rasse. Die kleine Maus wurde aufgepäppelt und überlebte. In Italien werden Straßenhunde nicht getötet, sie bleiben den Rest ihres Lebens hinter Gittern.

Giada – eine Bereicherung für den Hof

Dieses Schicksal hatte auch Giada vor sich. Sie sollte bis an ihr Lebensende, in einem kleinen Zwinger eingesperrt bleiben. Auf hartem Betonboden, ohne Decke, ohne Körbchen, ohne Spielzeug, ohne menschliche Zuwendung. Keine Abwechslung, kein Gras unter ihren Füßen, keine Freiheit, niemals rennen können, ein Hund von 700 anderen. Nur Gitterstäbe und Beton vor der Nase. Als Giada ein Jahr alt geworden war, machte uns jemand auf ihr Schicksal aufmerksam. Sie war jetzt zu einem großen Hund herangewachsen, hatte aber nie die Welt gesehen. Wir entschlossen uns ihr zu helfen und holten sie dort raus.

Hund und PferdIhr gesamtes erstes Lebensjahr hatte Giada (im Bild mit Miranda) hinter Gittern verbracht. Als sie hier auf dem Hof ankam, sah sie das erste Mal, dass die Welt hinter den Gitterstäben weitergeht. Was es heißt laufen zu können, wie sich Gras unter den Pfoten anfühlt, oder was für ein Spaß es ist im Teich zu planschen. Sie lernte an der Leine zu gehen und wie es ist einen Menschen zu haben, der sich um sie kümmert. Vor den anderen Tieren hier auf dem Hof hatte sie zuerst Angst. Sie hatte ja auch noch nie ein Schaf, Pferd oder eine Katze gesehen. Ich half ihr, gab ihr Sicherheit und die Zeit die sie brauchte, um sich einzuleben.

Großer Hund kümmert sich um kleine Katzen

Giada machte ganz tolle Fortschritte, obwohl alle wichtigen Prägungsphasen eines Welpen, bei ihr in der reizarmen Umgebung des italienischen Tierheims abgelaufen waren. Ich merkte wie sie sich Mühe gab und immer entspannter und freier wurde. Im Sommer 2018 hatten sich dann mehrere halbwilde Katzen in den Nebengebäuden unsers Hofes einquartiert. Darunter 4 Mutterkatzen mit Babys. Mir gelang es ein paar der Babys einzufangen. Ich nahm sie mit ins Haus und da geschah etwas, womit wir überhaupt nicht gerechnet hatten. Giada, die Hündin die selbst im Hundeknast großgeworden war, kümmerte sich um die Katzenbabys.

Sie nahm alle Babys unter ihre Fittiche, passte auf sie auf, knuddelte sie bei jeder Gelegenheit durch und zähmte sie so. Bald waren 16 Babys, unterschiedlichen Alters, die in Giada eine Nanny gefunden hatten. Giada half mir erst die Babys und dann die Mutterkazten zu zähmen. Ohne die Herdenschutzhündin wäre ich nicht so schnell an die verwilderten Katzen herangekommen.

FB: Wo können sich Interessierte über Dein Projekt informieren?

Wir berichten regelmäßig auf unserem Blog über unsere Arbeit und die Tiere. Außerdem sind wir auch auf Facebook vertreten.

FB: Was steht als nächstes an, gibt es schon Pläne für das Frühjahr oder den Sommer?

Für das Frühjahr haben wir die nächste Katzen-Kastrationsaktion geplant. Es sind noch einige wilde Katzen an der Futterstelle, die noch nicht kastriert wurden. Dafür brauchen wir unbedingt Spenden. Unser kleiner Verein schafft das nicht allein. Pferdehaltung ist im Winter extrem teuer. Dieser Winter ist noch heftiger für uns. Wegen der ungewöhnlichen Dürre 2018, sind die Preise für Heu geradezu explodiert. Wir versuchen momentan alles, damit wir unsere Tiere gut über den Winter bekommen. Da bleibt kein Cent für die Kastration der verwilderten Katzen übrig.

Hilfe wird benötigt!

Eine Kastration ist aber so wichtig, weil wir nur so die unkontrollierte Vermehrung der Streuner verhindern können. Wir wollen in diesem Sommer nicht wieder mit 16 Babys da sitzen, die wir dann versorgen müssen. Die wilden Katzen sind meistens krank und kaum zu vermitteln. Deshalb brauchen wir unbedingt Hilfe.

FB: Sicherlich ist Deine Freizeit – bedingt durch die Tätigkeiten auf dem Hof – knapp. Wenn Du aber doch einmal freie Stunden zur Verfügung, hast, was machst Du dann? Gibt es Hobbys? Wenn ja, welche?

Das stimmt, meine Freizeit ist knapp, da bleibt wenig Zeit für Hobbys. Ich nutze kleine Pausen gern zum Meditieren oder für Reiki. Damit tanke ich neue Kraft und lade meine Batterien auf. Außerdem halte ich mich gern in der Natur auf, bewege mich gern und mag Fotografieren. Außerdem interessiere ich mich für Naturheilkunde und Homöopathie, lese gern, schaue gern einen guten Film und mag gute Gespräche und mit netten Leuten zusammen sein.

Bildnachweis: Susanne Rittscher

Es ist die ewige Gretchenfrage in Sachen Date: wer zahlt? Vor allem bei einem ersten Date ist die Unsicherheit zumeist groß. Bei Mann UND Frau. In den allermeisten Fällen dürfte es so sein, dass ER zahlt.

Doch nicht immer. Und welche Folgen das haben kann, zeigt aktuell ein Fall, der im Internet für Furore sorgt. Ausgelöst hat die Diskussion ein Mann, der sich mit einer Frau zu einem ersten Date getroffen hat und sie schlichtweg ihr Essen selbst zahlen ließ. Als er sodann nach einem zweiten Date fragte, bekam er die Antwort, dass ein Gentleman beim ersten Treffen eine Frau einzuladen hat. Und natürlich gab sie auf seine Frage nach einem weiteren Date eine abschlägige Antwort.

Wie läuft es denn nun mit der Bezahlerei beim 1. Date?

Hat sie richtig gehandelt? Oder er? Und überhaupt: wie sollte man(n) es denn nun machen mit der Bezahlerei bei einem ersten Treffen?

Wie bereits erwähnt, ist dieses Thema Gegenstand unendlich vieler Diskussionen, vor allem im Netz. Die einen sehen das feministisch und würden sich als Frau niemals einladen lassen, wieder andere sehen es als guten Stil an, wenn er die Rechnung beim ersten Mal übernimmt.

Und ganz ehrlich: die meisten Männer machen das auch! Wenn ich mich an meine eigene Dating-Zeit erinnere, fällt mir kein Fall ein, bei dem ein Mann ganz selbstverständlich auf getrennte Rechnungen bestanden hätte.

Ich für meinen Teil habe es als Frau immer so gehalten, dass ich angeboten habe, die Rechnung zu teilen. Das wurde dann auch mal gemacht, obgleich sehr, sehr selten.

Für die meisten Männer ist es wohl auch eine Frage von Tradition und Männlichkeit, dass sie die Rechnung beim ersten Date übernehmen.

„Halbe/Halbe“ schadet als Vorschlag nie!

Frauen, die unsicher sind, wie man das denn nun mit der Bezahlerei nach dem Rendezvous machen sollte, sei angeraten, den Vorschlag zur gemeinsamen Bezahlung zu unterbreiten. Erfahrungsgemäß wird das vom Großteil der Männer abgelehnt.

Inwiefern dann eine Frau mit der Einladung leben kann, muss sie mit sich selbst ausmachen. Aber – ganz ehrlich: ein Verhalten á la Gentleman war noch nie verkehrt! Oder?

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Altersvorsorge – gerade für Frauen ein Riesenthema! Allerdings eines, dass gar nicht einfach zu händeln ist, denn die entsprechenden Angebote präsentieren sich als ein undurchdringlicher Dschungel. Da ist es nicht verwunderlich, wenn viele schwarze Schafe mitmischen.

Über einen speziellen Fall in diesem Zusammenhang berichtete vor wenigen Wochen der SPIEGEL, in seiner 52. Ausgabe. Interessant dabei: in der Reportage wurde eine Frau vorgestellt, die übel durch Anlagebetrüger um ihr Geld gebracht wurde.

Nach Anlagebetrug bangen mehr als 50 000 Sparer um ihr Geld

Worum gings? Nun –  in erster Linie stand das Unternehmen P & R im Focus, nach deren Pleite mehr als 50 000 Sparer um ihr Geld bangen müssen. Das Modell der Finanzfirma war über Jahrzehnte der Verkauf von Frachtcontainern an Kleinanleger, seit 2007 sollen die besagten Container nur noch auf dem Papier bestanden haben.

Mit dramatischen Folgen!

Porträtiert wird unter anderem Deike Wilhelm, eine 40jährige Künstlerin aus München, die bei besagter Firma investiert hat und glaubte, ihr Geld in guten Händen zu wissen. Dem war nicht so, das Geld der Anlegerin ist futsch! Doppelt bitter: die Frau hatte sich im Vorfeld an eine Finanzberatung gewandt, die auf Frauen spezialisiert ist und damit warb, unabhängig von Banken und Versicherungen zu arbeiten. Schon als die Geschäfte des Containeranbieters nicht mehr liefen – so ist dem SPIEGEL zu entnehmen –  wurde Fau Wilhelm seitens einer Finanzberaterin erklärt, dass diese Firma absolut verlässlich sei.

Heute weiß sie es anders, musste sie doch der Tatsache ins Auge sehen, dass sie bei dieser Anlage einen totalen Verlust erlitten hat.

Laut dem SPIEGEL war die Firma P & R offenbar schon 2010 insolvent, machte aber bis 2018 weiter. Ein gigantisches Schneeballsystem soll dahinter stehen, in denen Altanleger mit dem Geld von Neukunden bezahlt wurden.

Altersvorsorge dürfte weg sein

Die ersten P & R-Gesellschaften gingen im Frühjahr 2018 pleite – circa 54.000 Anleger sollen betroffen und ihr Geld wohl weg sein. Menschen, die mit diesem Anlagemodell ihre Altersvorsorge sichern wollten. So wie auch Deike Wilhelm.

Laut dem Nachrichtenmagazin glaubt sie in dieser Sache überhaupt niemandem mehr. Trotz dem sich nun Insolvenzverwalter mit der Pleite beschäftigen und mancher Anleger hofft, zumindest einen Teil seines Gelds wiederzukommen.

Es dürfte nicht sehr aussichtsreich sein!

Gegenüber dem SPIEGEL sagt Frau Wilhelm:

„Die beste Investition ist die in einen selbst, in die eigene Gesundheit, in Bildung, Reisen und gutes Essen“

Nun – da ist was dran, nur: was für Möglichkeiten hat FRAU denn nun noch, um seriös für das Alter vorsorgen zu können?

Diese Frage ist eigentlich überhaupt nicht zu beantworten. Weil man heutzutage keinesfalls eine bestimmte Anlageform empfehlen kann. Und schon gar nicht bestimmte Banken oder Versicherungen.

Spezialisiert auf Altersvorsorge für Frauen – kein Garant für Seriosität!

Ebenso scheint Misstrauen durchaus angebracht zu sein, bei den vielen weiblichen Finanzberaterinnen, die sich auf die Beratung zur Altersvorsorge von Frauen spezialisiert haben. Wie der Fall aus dem SPIEGEL zeigt, schützt auch das nicht davor, sein Geld bei irgendeiner dubiosen Anlage zu verlieren. Man ist ja fast wieder geneigt, den guten alten Sparstrumpf unters Kopfkissen zu legen….!

Vor diesem Hintergrund sollte man vielleicht zwei althergebrachte Möglichkeiten in Sachen Altersvorsorge nicht außer Acht lassen.

Zum Einen:

die Investition in eine Immobilie (gerade im ländlichen Bereich gibt es noch Regionen, wo Häuser bezahlbar sind). Am besten mit der Möglichkeit, einen Teil davon – oder eine separate Wohneinheit – (später) zu vermieten. Stichwort: airbnb & Co.

Und zum Anderen:

Man tut gut daran, sich eine stabile Partnerschaft zu erhalten (oder aufzubauen) und nicht gleich bei Kleinigkeiten zum Scheidungsanwalt zu laufen.

Als Paar gemeinsam um Altersvorsorge kümmern und im Alter den Alltag stemmen

Wer mit seinem Partner dem Lebensabschnitt des Alters entgegen geht, muss schon mal nicht alleine – nur von seinem Geld – die ganzen Lebenshaltungskosten stemmen. Zu zweit geht vieles besser, so auch die Wahrung eines adäquaten Lebensstandards im Alter. Idealerweise haben beide gemeinsam eine solide Altersvorsorge betrieben und können den Lebensabend sorgenfrei genießen.

Natürlich ist ein Ehemann keine Lebensversicherung, aber ganz so links liegen lassen sollte man diese Variante eben auch nicht. Es dürfte sich im Nachgang schon so mancher geärgert haben, eine Scheidung wegen (im Rückblick gesehen) Lappalien eingereicht zu haben. Zumal mit einem neuen Partner – männlich wie weiblich – auch rasch der Alltagstrott eintritt und die Welt nicht rosarot ist.

Aber das nur am Rande.

Es gibt nicht DEN ultimativen Tipp für die Altersvorsorge

Zurück zum Thema Altersvorsorge für Frauen: es gibt (leider) nicht DEN ultimativen Tipp. Wer in Anlagemodelle investieren will, sollte schauen, welche seriösen Experten hierzu Beratungen anbieten und vor allem auch gute Freunde oder Familienmitglieder ins Vertrauen ziehen. Nicht selten erhält man hier noch den einen oder anderen guten Ratschlag oder heißen Tipp.

Wichtig ist auch, sich vor dem Anlegen des eigenen Gelds im Internet über die jeweilige Anlageform bzw. den Anbieter schlau zu machen. Sind Firmen unseriös, gibt es dazu meist schon Einträge im Web, insofern diese Möglichkeit unbedingt nutzen!

Und ansonsten: die beiden „B`s“ in Betracht ziehen – Bauchgefühl und Betongold.

Letzteres sollte allerdings nicht gerade in einer No Go Area stehen – ist klar! Für mich persönlich steht fest: die Zukunft (von Familien) liegt auf dem Land.

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Stellen Sie sich vor, Sie verlieren einen Familienangehörigen, Freund oder engen Verwandten, wohnen seiner Beerdigung bei und entdecken auf dieser plötzlich eine mysteriöse Frau – abseits stehend und dunkel gekleidet. Was klingt, wie aus einem Thriller-, Mystery- oder Horror-Roman wird tatsächlich seit einiger Zeit real angeboten.

Mystische Frau auf Beerdigung als Geschäftsmodell

Von einer Frau, der dieses Geschäftsmodell eingefallen ist und die dafür, Medienangaben zufolge, auf Twitter bejubelt wird. Mehr noch: die Autoren eines STERN-Artikels, der dieses Business zum Inhalt hat, bedauern gar, dass ihnen diese Idee nicht selbst eingefallen ist. Und so läuft die makabre Angelegenheit:

Die Erfinderin dieses Geschäftsmodells bietet Interessierten an, nach deren Tod, für 50,00 Dollar, die vorab überwiesen werden sollen, auf dem Friedhof, am Tag der Beerdigung, zu erscheinen und sich abseits zu positionieren. Ganz in Schwarz und mit einem Schirm.

Laut STERN sind die User verzückt von dem Angebot und unterbreiten der Frau sogar noch Vorschläge, diese Geschäftsidee „aufzupeppen“. Indem sie nämlich gern noch mit einem Kind erscheinen oder am Ende der Beerdigung eine mysteriöse Schachtel auf den Sarg legen sollte.

Nach solchem Erlebnis auf Beerdigung könnten Hinterbliebene geschockt sein

Ganz ehrlich? Beim Lesen dieses Beitrages fragt man sich tatsächlich, ob der Großteil der Menschheit noch alle Tassen im Schrank hat? Es scheint keiner der Leute, die diese makabre Geschäftsidee bejubeln, auf den Gedanken zu kommen, was das mit den Angehörigen macht.

Man stelle sich vor, auf der Beerdigung des – sagen wir – Bruders zu sein und während der Zeremonie abseits eine mysteriöse Frau mit Regenschirm und dunkel gekleidet zu sehen, die ihre Blicke auf die Beerdigungsgesellschaft richtet.

Denkt wirklich niemand daran, dass dieser makabre Scherz etwas in den Hinterbliebenen auslöst? Dass diese vielleicht für den Rest des Lebens grübeln, was denn der oder die Verstorbene für ein dunkles Geheimnis hatte? Denjenigen dann vielleicht gar noch in einem anderen Licht sehen? Oder einen richtigen Schock bekommen?

Viele Leute oft gedankenlos!

Ideen wie diese zeigen, wie gedankenlos doch viele Leute sind! Ohne nachzudenken würden offenbar tatsächlich nicht wenige Personen eine solche geschmacklose Offerte annehmen und die eigene Beerdigung mit diesem schlechten Scherz „krönen“.

Insofern wünscht man der Erfinderin nur eines: dass sich abseits der eingeschworenen Twitter-Gemeinde im realen Leben möglichst wenige Kunden finden, die ihr Angebot annehmen!

Nicht umsonst geht es, im Zusammenhang mit Tod und Beerdigung, immer auch um den „Frieden“. Vordergründig natürlich für den Verstorbenen, aber auch die hinterbliebenen Angehörigen sollen ihn finden.

Mit der Präsenz einer fremden Frau auf dem letzten Weg wird das Gegenteil erreicht! Definitiv!

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Die Zeiten, in denen sich der große Schnäppchen-Run lediglich auf den Sommer- und Winterschlußverkauf konzentrierte und die Verbraucher sich auf Rabatte stürzen konnten, sind längst vorbei.

Heutzutage ist immer Schnäppchen-Saison! Das konnte ich sogar vor Weihnachten beobachten, als bei einem großen Möbel-Discounter, bei dem ich eigentlich nur ein paar Dinge für den Haushalt kaufen wollte, schon unzählige Weihnachtsartikel gesenkt waren.

„Das machen wir seit Jahren so, kurz vor Weihnachten, das lohnt sich“ erwiderte die Verkäuferin, als ich mein Erstaunen über die vielen Schnäppchen ausdrückte. Und – nun ja -….zuschlug!

Doch wie kommt es eigentlich, dass man so oft in diese Rabatt-Falle läuft, obwohl man gar nicht vorhatte, sich was eher Überflüssiges zu kaufen?

Im SPIEGEL 47 / 2018 war dazu ein kleiner, interessanter Bericht zu finden. Oder besser gesagt, ein Interview. Mite einem Verhaltensforscher. Dieser heißt Hans-Georg Häusel, ist 67 Jahre alt und antwortete auf die SPIEGEL-Frage, „warum denn Menschen den Verstand verlieren, wenn sie reduzierte Waren sehen?“.

Unter anderem gab der Verhaltensforscher folgende Antwort:

„Schnäppchen kommen ja von schnappen. Früher schnappten wir Kaninchen, heute Flachbildfernseher. (…) Rabatte schalten das Großhirn aus, da wird der Mensch zur Bestie.“

Der Experte sagt dann auch etwas, was ich an mir persönlich bereits auch entdeckte habe – so  manches Schnäppchen hin oder her. Nämlich:

„Je älter man wird, desto niedriger ist auch das Interesse am Konsum. Da haben Sie schon das meiste.“

Ich finde, das stimmt total. Wie erwähnt, kann ich Studien auch an mir selbst treiben und ich habe wirklich in jungen Jahren (heute bin ich Mitte 40) sehr viel mehr Klamotten geshoppt, als heutzutage. Nunmehr werde ich zumeist bei Kleinigkeiten schwach, Dekoartikel zum Beispiel.

Aber ganz gleich, ob die neue Bluse oder was für die Fensterbank: das von Herrn Häusel erwähnte Großhirn scheint in jedem Alter auf Schnäppchen programmiert.

Wohl dem also, der jetzt – zu Jahresbeginn – einen entspannten Shoppingbummel plant. Die Rabattgötter sind ihm auf jeden Fall gesonnen. Wie gesagt: Sommerschlußverkauf und Winterverschlußverkauf sind ein alter Hut, wer aktuell auf Schnäppchenjagd gehen will, den erwarten unzählige Angebote.

Der Handel ist zudem äußerst kreativ, seine ganzjährigen Schnäppchen jeden Monat aufs Neue kreativ anzupreisen. Derzeit wartet man – in Anlehnung an das gerade erst vergangene Silvester – mit „Preisfeuerwerken zum Jahresanfang“ auf.

Na dann – frohes Jagen!

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Wer je mit einem demenzkranken Menschen zu tun hatte, der weiß: diese Menschen blühen oft auf, wenn sie von der Vergangenheit erzählen, erzählt bekommen oder mittels Fotoalbum & Co. eine gedankliche Reise dorthin unternehmen. Zumindest ist das der Fall, wenn Demenzkranke noch nicht im Endstadium der Krankheit angekommen sind.

Am Anfang und zumeist bis hin zum Stadium der mittelschweren Demenz sind Angehörige, Ärzte und Betreuer deshalb auch bemüht, das Wohlbefinden der Erkrankten durch Erlebnisse und Situationen, auf die diese Menschen positiv reagieren, zu erhöhen.

Neben klassischen Maßnahmen, wie Spaziergänge, Musik aus alten Zeiten vorspielen und den Demenzkranken an familiären Situationen teilhaben zu lassen, machen auch immer wieder etwas aufseherregendere Aktionen im Zusammenhang mit Demenzkranken von sich reden.

Falsche Bushaltestellen erinnern Demenzkranke an früheren Alltag

So gab es vor einiger Zeit Berichte über falsche Bushaltestellen, die in manchen Pflegeeinrichtungen für Senioren installiert worden sind.

Dem Vernehmen nach sollen zwar manche schon wieder abgebaut sein, aber viele der Haltestellen-Attrappen tun sicher noch heute ihren Dienst, der da heißt: Demenzkranke an normale Alltagssituationen erinnern und zu einem ruhigen und entspannten Tun motivieren. Im Falle der unechten Bushaltestellen animieren diese die Patienten dazu, einfach entspannt an Ort und Stelle zu verweilen, zu warten.

Mittlerweile aber gibt es neue Konzepte. Eines davon ist die Idee, demenzkranke Menschen einige Stunden auf Bauernhöfen verbringen zu lassen.

Schleswig-Holstein führend in Sachen Bauernhöfe für Demenzkranke

Dazu macht derzeit das Bundesland Schleswig-Holstein positiv von sich reden. Laut einem SPIEGEL-Bericht vom Dezember 2018 gehören in dem Bundesland schon 12 Höfe zu einem Projekt für Demenzkranke. Laut dem Magazin wurde das Modellprojekt 2015 von der Schleswig-Holsteinischen Landwirtschaftskammer und dem Kompetenzzentrum für Demenz gestartet.

Deutschlandweit ist das Projekt einmalig und hat deshalb, so der SPIEGEL, schon mehrere Pflegepreise gewonnen. Andere Bundesländer überlegen, ein solches Modell einzuführen.

Das Gute an dieser außergewöhnlichen Maßnahme: alle Beteiligten haben etwas davon. Zunächst natürlich die Kranken, die mit Ausflügen dieser Art an ihr früheres Leben und somit höchstwahrscheinlich auch an viele glückliche Momente erinnert werden. Gleichzeitig stellt diese Form der Demenzbetreuung eine Entlastung für Angehörige und Pflegeeinrichtungen / Seniorenheime dar. Und nicht zuletzt haben die jeweiligen Bauern, die ihre Höfe für das Modellprojekt zur Verfügung stellen, eine kleine, zusätzliche Einnahmequelle. Doch wie gestaltet sich so ein Bauernhofbesuch demenzkranker Personen konkret?

Reportage zeigt auf, was Patienten auf Bauernhof geboten wird

Hierzu gibt es eine Reportage des NDR, in der ein auf Demenzkranke spezialisierter Hof porträtiert wird – „Bauernhöfe gegen Demenz“. Obgleich die Überschrift etwas irreführend ist, denn bekanntlich gibt es noch kein wirkliches Heilmittel gegen Demenz, ist der Beitrag sehr aufschlußreich.

„Die bäuerliche Umgebung kann bei Menschen mit Demenz Erinnerungen an früher wecken. Der Einsatz von Tieren in der Altenhilfe ist verbreitet: Das Streicheln und Füttern von Tieren kann das Wohlbefinden von Menschen mit Demenz steigern. Ihre Gefühle und Sinne werden angesprochen, Gespräche angeregt.
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Die Landwirtin Urte Meves lädt seit Anfang 2018 Menschen mit Demenz auf ihren Bauernhof in Eddelak ein. Auf dem Hof von Urte Meves und ihrem Mann im Kreis Dithmarschen leben eine Herde Angus-Rinder, Ziegen, Schafe, Kaninchen, Hühner und Katzen. Der Vater von Urte Meves erkrankte vor einigen Jahren an Parkinson-Demenz, seitdem beschäftigt sie sich intensiv mit der Erkrankung. Die Landwirtin hat außerdem eine spezielle Fortbildung durchlaufen, um Demenzkranke bei sich empfangen zu können. „Die Tiere fragen nicht, ob ein Mensch gesund ist oder ob er Demenz hat, mit den Tieren kann jeder Mensch kommunizieren – auch wenn die Kommunikation vielleicht nicht mehr so gut läuft“, sagt Meves.“
Eine tolle Idee, die Schule machen und sich auch in den restlichen Bundesländern etablieren sollte! Die Chancen darauf dürften gut stehen, denn wie schon erwähnt, strahlt das Beispiel aus Schleswig-Holstein positiv auf andere Regionen aus.

Kassen beteiligen sich an Kosten – wichtig für Angehörige von Demenzkranken

Wer als Angehöriger in Schleswig-Holstein Interesse an dem Projekt hat und sich fragt, welche Kosten da womöglich anfallen, sollte sich bei der zuständigen Krankenkasse erkundigen. Laut der besagten NDR-Reportage wird ein großer Teil der Kosten für den Bauernhofbesuch von den Kassen übernommen.

(Erste) Anlaufstellen für Angehörige mit Demenzkranken sind weiterhin professionelle Zentren, deren Mitarbeiter konsultiert werden sollten. In Schleswig-Holstein beispielsweise das für Demenz zuständige Kompetenzzentrum.

Dieses schöne Beispiel zeigt einmal mehr, dass es unglaublich gute, kreative Ideen gibt, erkrankten Menschen im Verlauf ihrer Krankheit schöne Momente zu schenken. Mögen viele Patienten in den Genuss vorhandener Möglichkeiten kommen.

Und: auch die Hoffnung auf baldige medizinische Durchbrüche in Sachen Heilung von Demenz stirbt natürlich zuletzt!

Bildnachweis (Symbolbild): pixabay.com

 

 

Wenn Sie zu den Frauen (oder Männern) gehören, die es sich in dieser Jahreszeit, an unwirtlichen Tagen, gern auf dem Sofa oder im Ohrensessel mit einem spannenden Schmöker gemütlich machen, der möglichst auch immer mal ein Gänsehaut-Gefühl hervorrufen soll, dann lege ich Ihnen „Eisige Schwestern“ ans Herz.

Der von dem britischen Autor S. K. Tremayne verfasste Psychothriller hat es in sich und dürfte vor allem Müttern unter die Haut gehen.

Im Mittelpunkt des Buches steht ein Londoner Ehepaar, das Eltern von Zwillingen war. Zwei Mädchen, Kirstie und Lydia.

„War“ deshalb, weil ein Zwilling tot ist – ums Leben gekommen bei einem tragischen Unfall. Um diesen Unfall dreht sich denn auch alles. Vor allem die Tatsache, dass das lebende Zwillingsmädchen, Kirstie, steif und fest behauptet, Lydia zu sein, die tote Schwester.

Sarah und Angus, die Eltern des Mädchens, sehen sich nach dem Unfalltot ihrer zweiten Tochter den Belastungen im heimischen London nicht mehr gewachsen und beschließen, samt Kind auszusteigen. Und zwar auf eine einsame Insel, die Angus von seiner Familie geerbt hat.

Der Umzug dorthin ist verbunden mit dem Wunsch, die Tragödie zu verarbeiten, zu vergessen und neu anzufangen. In einem eindrucksvollen Erzählstil – abwechselnd kommen im „Ich“-Tenor Sarah und Angus zu Wort – gelingt es dem Autor, das neue Zuhause der kleinen Familie auch bildhaft exzellent darzustellen, so dass der Leser einen Eindruck von der eher unwirtlichen Landschaft rund um die Insel bekommt.

Schon diese Bilder, die sich im Kopf aufbauen, verbunden mit der Spannung, die das Buch vom ersten Moment an zu bieten hat, machen „Eisige Schwestern“ zu einem wahren Hochgenuss für Thriller-Freunde. Nicht zuletzt deshalb, weil sich beunruhigende und auch mystisch anmutende Begebenheiten zutragen.

Parallel zu den mysteriösen Vorkommnissen wird im Buch auch die Eingewöhnungsphase der drei Protagonisten in ihrer Wahlheimat geschildert.

Vor allem die Schilderung von Kirsties Zeit an der neuen Schule, in der sie schnell zur Außenseiterin wird, dürfte vordergründig Mütter mitten ins Herz treffen. Man sieht das kleine Mädchen im Grundschulalter förmlich vor sich, wie es auf seine Weise versucht, den Tod ihrer geliebten Schwester zu verarbeiten und dabei in ihrem Umfeld immer wieder auf Probleme und Ablehnung stößt.

Aber auch die bis zum Schluss aufrecht erhaltenen Geheimnisse, die die Eltern Sarah und Angus, im Zusammenhang mit dem Tod ihres Kindes, mit sich herumtragen und die nur schrittweise enthüllt werden, machen das Buch zu einem Thriller-Genuss!

Der Leser taucht regelrecht in die regnerische und neblige Landschaft rund um das kleine Eiland, auf dem die Familie zur Ruhe kommen versucht und sich doch immer wieder aufs Neue mit einer Katastrophe konfrontiert sieht, ein. Die spannende Erzählweise von S. K. Tremayne, der es versteht,  mystisch-dunkle Situationen im Buch herausragend und ohne in Kitsch oder Klamauk zu beschreiben, sorgen ein ums andere Mal für Spannung, die einem den Atem anhalten lässt.

Das gilt auch für die dramatischen Wendungen, die sich innerhalb der Handlung rund um das verstorbene Mädchen und seine trauernde Schwester Kristie, die steif und fest behauptet, die ums Leben gekommene Lydia zu sein, immer wieder aufbaut.

Das Ende ist deshalb auch mehr als überraschend und zeigt einmal mehr, dass der Autor die Kunst des Thriller-Schreibens phantastisch beherrscht.

Nach der Lektüre bleibt man, vor allem als Mutter, betroffen und nachdenklich zurück – das Buch wirkt nach, keine Frage!

Und ist deshalb allen, die gute Thriller lieben, wärmstens zu empfehlen. Am besten kuscheln Sie sich an einem verregneten Wochenende mit dem Werk in Ihren bequemsten Sessel und genießen „Eisige Schwestern“!

Es muss ja sicher nicht betont werden, dass es sich bei dem Buch um DIE Art Thriller handelt, den man an einem Wochenende – oder gar in einer Nacht – weg liest!

Das Buch ist erschienen bei DROEMER KNAUR, mehr dazu hier.

Bildnachweis: DROEMER KNAUR

Ein groteske Meldung in Sachen High-Heels macht derzeit im Internet die Runde. Dabei geht es um eine Strafe für Liebhaberinnen von hohen Schuhen, die offenbar auch in den eigenen vier Wänden nicht darauf verzichten wollten, auf hohen Absätzen herumzulaufen. Warum auch immer….!

Das Internetportal deutsch.rt.com berichtet wie folgt:

„Die Behörden des norditalienischen Vicenza haben drei Einwohnerinnen wegen Ruhestörung eine Geldbuße in Höhe von 500 Euro auferlegt. Bei den Verklagten handelte es sich um eine Mutter und ihre beiden Töchter, die auch zu Hause abends gerne Stöckelschuhe trugen. Das ständige Geklapper fiel ihren Nachbarn von unten auf die Nerven.

Der Streit brach vor rund vier Jahren aus, als neue Mieter in die untere Wohnung  einzogen, die lange unbewohnt gewesen war. Die Frauen wollten auf ihre alte Gewohnheit nicht verzichten und liefen weiterhin auch spätabends auf Highheels herum. Die Nachbarn beschwerten sich darüber bei dem Hausverwalter, hatten aber keinen Erfolg. Nur die Staatsanwaltschaft fand genug triftige Argumente, damit sich die Mode-Liebhaberinnen ihren Brauch abgewöhnen konnten: Nach 500 Euro Strafe hörte das Geklapper von Absätzen auf. (Life.ru)“

Na da….! Was es nicht alles gibt, kann man da nur sagen. Verwunderlich ist diese Alltagsgewohnheit allemal, denn für die meisten Frauen, die hohe Absatzschuhe zu einem bestimmten Anlass tragen, heißt es, sobald sie daheim angekommen sind: Schuhe aus, bequeme Hausschuhe an oder gleich ganz barfuß gehen.

Es dürfte deshalb das Geheimnis der italienischen Frauen bleiben, warum sie auch zuhause so leidenschaftlich gern den hohen Hacken frönen. Oder – besser gesagt -: gefrönt haben….!

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