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Gut vorbereitet für das Leben und den Abschied – Bärbel Amels über ihr Herzensbusiness

Gut vorbereitet für das Leben und den Abschied: Warum Vorsorge weit mehr ist als Formulare – und warum diese Themen das Herzensbusiness von Bärbel Amels geworden sind, erzählt die engagierte Generationenberaterin (im Bild), die unter anderem ehrenamtliche Sterbebegleiterin und unabhängige Finanzberaterin ist, in unserer Rubrik „Frauen & ihr Herzensbusiness“:

Sterbevorsorge

Mein Vater hatte alles geregelt. Testament, Vollmachten und Verfügungen – als er plötzlich starb, war rechtlich alles geklärt. Und doch blieben nach seiner Beerdigung Fragen. Was wäre möglich gewesen, wenn wir manches früher gewusst hätten? Wie hätte sein Abschied aussehen können?

Gut vorbereitet für das Leben und den Abschied – Generationenberaterin Bärbel Amels weiß, worauf es ankommt

Genau in diesem Moment wurde mir etwas bewusst, das meine Arbeit bis heute prägt: Gut vorbereitet zu sein für das Leben und den Abschied – das endet nicht bei Dokumenten. Sie beginnt viel früher. Diese Erfahrung wurde zum Grundstein meines heutigen Beratungskonzeptes.

Die Themen Sterben, Tod und Abschied haben mich schon immer fasziniert. 2015 ließ ich mich zur ehrenamtlichen Sterbebegleiterin in einem ambulanten Hospizverein ausbilden. Dort durfte ich Menschen auf ihrem letzten Lebensweg begleiten. Ich habe gelernt zuzuhören, auszuhalten und einfach da zu sein. Vor allem aber habe ich erfahren, wie viel Würde, Lebensqualität und Menschlichkeit selbst in den letzten Tagen und Stunden eines Lebens möglich sind. Meine Angst vor dem Tod wurde kleiner – mein Respekt vor dem Leben und seiner Endlichkeit immer größer.

Gut vorbereitet für das Leben und den Abschied

Zur gleichen Zeit war ich bereits seit vielen Jahren als unabhängige Finanzberaterin tätig. Auch dort begegnete ich immer wieder Menschen in sensiblen Ausnahmesituationen ihres Lebens. Immer öfter ging es nicht mehr nur um Vermögen, Verträge oder finanzielle Sicherheit. Es ging um Krankheit, Pflege und Tod. Um Familien, die nicht wussten, wie es weitergeht. Um Angehörige, denen in einer ohnehin belastenden Situation die notwendige Handlungsfähigkeit fehlte, weil wichtige Regelungen nicht getroffen oder nicht bekannt waren.

Wenn das Leben andere Wege vorsieht, steht Vermögen oft nicht an erster Stelle

Und immer wieder wurde mir bewusst: Der beste Vermögensaufbau hilft wenig, wenn niemand darauf vorbereitet ist, was geschieht, wenn das Leben plötzlich eine andere Richtung einschlägt. Aus dieser Erkenntnis heraus absolvierte ich zusätzlich die Ausbildung zur GenerationenBeraterin, um Menschen und Familien dabei zu unterstützen, für Notfälle, Krankheit, Pflege, Sterben, Tod und Nachlass rechtlich, finanziell und organisatorisch gut vorbereitet zu sein.

Doch mit der Zeit wurde mir klar, dass selbst dieser Ansatz für mich noch nicht weit genug ging. Die Erfahrungen aus der Sterbebegleitung und zuletzt der Abschied von meinem Vater haben mich dazu geführt, ein eigenes Beratungskonzept zu entwickeln.

Vorsorge nach dem TodDenn das Leben hält sich nicht an Fachgebiete. Wenn ein Mensch schwer erkrankt, pflegebedürftig wird oder stirbt, greifen alle Bereiche gleichzeitig ineinander. Genau dieses Verwobensein macht meine Arbeit aus. Ich betrachte nicht einzelne Bausteine, sondern das gesamte Bild – immer mit dem Blick auf den Menschen, seine Familie und die Bedürfnisse aller Beteiligten.

Mit fundierter Expertise zum eigenen Beratungskonzept

Meine unterschiedlichen Ausbildungen als Bankkauffrau, Diplom-Kauffrau, Generationenberaterin, Testamentsvollstreckerin, Heilpraktikerin und Sterbebegleiterin bilden dabei kein Nebeneinander, sondern ein Miteinander. Wie die Fäden eines Netzes verbinden sie sich zu einem tragfähigen Ganzen. Erst dieses Zusammenspiel schafft das, was Menschen in Krisensituationen wirklich brauchen: Orientierung, Sicherheit und das gute Gefühl, alle vorbereitet zu haben.

Jede Familie bringt ihre eigene Geschichte mit. Unterschiedliche Lebensentwürfe, Vermögensverhältnisse, Beziehungen, Erfahrungen, Wünsche und manchmal auch Konflikte. Genau deshalb kann Vorsorge niemals von der Stange kommen. Ich begleite Familien und Menschen von der ersten Bestandsaufnahme bis zur Umsetzung aller vereinbarten Bausteine und sorge vor allem dafür, dass auch die rechtlichen Dokumente professionell erstellt werden.

Am Ende stehen deshalb nicht nur Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen und Testamente, sondern ein individuelles Sicherheits- und Orientierungskonzept, das den Familie im Ernstfall wirklich hilft und sie trägt.

Was soll bleiben?

Dabei beschäftigen wir uns auch mit Fragen, die gerade beim Thema Patientenverfügung, Lebensende und gutes Sterben eine wichtige Rolle spielen: Was bedeutet Würde? Was bedeutet Lebensqualität? Wie möchte ich leben, wenn ich einmal auf Hilfe angewiesen bin? Wie gelingt eine gute Gesprächskultur innerhalb der Familie?

Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es in der letzten Lebensphase? Was soll – weit über Geld und Sachwerte hinaus – einmal von mir bleiben?

Ich beschreibe meine Arbeit gern mit dem Bild eines Hauses. Niemand beginnt mit dem Dach. Zuerst braucht es ein stabiles Fundament. Dieses Fundament bilden unsere Werte, unsere Haltung und die Gespräche innerhalb der Familie. Erst darauf entstehen die einzelnen Bausteine – Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Testament, Nachlassplanung oder Bestattungsvorsorge.

Ein gutes Lebensende beginnt mitten im Leben

Und es geht immer darum, wie wir unseren Angehörigen das Leben leichter machen können, wenn wir selbst einmal nicht mehr an ihrer Seite sind. Ich bin überzeugt: Ein gutes Lebensende – und damit auch ein gutes Sterben – beginnt nicht erst kurz vor dem Tod. Es beginnt mitten im Leben. Dann, wenn wir bereit sind, miteinander zu sprechen, Verantwortung zu übernehmen und uns immer wieder bewusst mit den Fragen auseinanderzusetzen, die wir so gerne verdrängen.

Wir können Klarheit schaffen, wo sonst Unsicherheit herrscht. Orientierung geben, wo sonst Überforderung entsteht. Und wir können unseren Familien etwas hinterlassen, das weit wertvoller ist als jedes Vermögen: Das gute Gefühl, im entscheidenden Moment zu wissen, was richtig ist. Vorbereitet zu sein ist für mich deshalb keine Checkliste mit To-Do-Punkten zum Abhaken.

Vorbereitet zu sein – für das Leben, für den Abschied – ist eine Haltung

Diese Haltung lebe ich im Salon der leisen Töne, meinen Beratungsräumen in einem schönen Düsseldorfer Stadtteil. Dort berate und begleite ich Menschen und Familien bei ihrer ganzheitlichen Notfall- und Abschiedsplanung. Regelmäßig lade ich zu Workshops, Lesungen und Salongesprächen ein. Wer nicht persönlich kommen kann, den berate ich ebenso gerne online. Darüber hinaus halte ich Vorträge und Workshops für Unternehmen, Verbände und Institutionen – denn ich wünsche mir, dass wir über diese Themen sprechen, bevor das Leben uns dazu zwingt.

Informieren Sie sich über mich und meine Arbeit gern unter diesen Links:

www.baerbelamels.de

https://www.instagram.com/vorbereitet.sein/

https://www.facebook.com/baerbelamelsgenerationenberatung

https://www.linkedin.com/in/b%C3%A4rbel-amels-vorbereitetsein/

Gut vorbereitet für das Leben und den Abschied

Mehr spannende Frauen finden Sie in unserer Rubrik „Frauen & ihr Herzensbusiness“.

Copyrights:

Bärbel Amels

Startbild (Symbolbild): picture alliance / W2Art / Thorsten Wagner | Thorsten Wagner

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