Montag, 26. Februar, 2024

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3 Bitterstoffe, die eine gesunde Ernährung bereichern

Bittere Lebensmittel gehören seit jeher zur menschlichen Ernährung, denn sie enthalten natürliche Bitterstoffe. Im Laufe der Zeit jedoch haben Geschmacksverstärker, Süßstoffe und Zucker in Lebensmitteln die Geschmackswahrnehmung der Menschen in Industrieländern verändert.

So sind salzige und süße Speisen überaus beliebt, während bittere Lebensmittel oft vernachlässigt werden. Selbst heilende Pflanzen mit hohem Bitterstoffgehalt wie Löwenzahn, Wegerich und Schafgarbe finden kaum Einzug in die alltägliche Ernährung.

Bitterstoffe: Nicht im Vorab verurteilen!

Pflanzenzüchter reagierten auf diesen Wandel und reduzierten gezielt den Bitterstoffgehalt vieler Gemüsesorten, um den veränderten Vorlieben der Menschen entgegenzukommen. Endiviensalat, Radicchio oder Chicorée sind daher heute deutlich weniger bitter als ihre Vorfahren.

Doch sollte man Bitterstoffe nicht vorschnell verurteilen, denn sie bieten zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Tatsächlich haben sie sogar einen entscheidenden Zweck in ihrer natürlichen Lebensform – im Pflanzenreich. Sie dienen als naturgegebener Schutzmechanismus gegen Fressfeinde.

Denn nicht nur viele Menschen, sondern auch die meisten Tiere meiden den bitteren Geschmack. Zumal vor dem Hintergrund, dass es sowieso für viele Leute nicht einfach ist, im Alltag eine konsequent gesunde Ernährung durchzuziehen. Entsprechende Jahreszeiten, in denen speziell geschlemmt wird, tun ihr Übriges…

Positive Wirkung von Bitterem

Dennoch: Bitterstoffe sollten in keiner Küche fehlen! Einige der bekanntesten Bitterstoffe und ihre positiven Wirkungen auf den Körper sollen nachfolgend detaillierter beleuchtet werden:

  1. Cynarin aus Artischocken: Artischocken enthalten den Bitterstoff Cynarin, der nicht nur für ihren charakteristischen Geschmack verantwortlich ist, sondern auch zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzt. Er regt die Produktion von Gallensäure an, die wiederum die Fettverdauung unterstützt. Durch die Förderung der Gallenflüssigkeit wird die Leber entlastet und die Verdauung insgesamt verbessert. Zudem kann Cynarin den Cholesterinspiegel regulieren und somit das Herz-Kreislauf-System schützen.
  2. Glucosinolate aus Rüböl: Rüböl, das aus Rapskernen gewonnen wird, enthält Glucosinolate. Diese Bitterstoffe haben antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften. Sie können dazu beitragen, freie Radikale im Körper zu neutralisieren und somit Zellschäden vorzubeugen. Darüber hinaus sind Glucosinolate für ihre potenziell krebsvorbeugende Wirkung bekannt. Sie aktivieren bestimmte Enzyme im Körper, die krebserregende Stoffe entgiften können.
  3. Lactucin aus Eisbergsalat: Obwohl Eisbergsalat als mild und neutral gilt, enthält er den Bitterstoff Lactucin. Dieser hat eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem und kann bei Schlafproblemen oder Stress helfen. Lactucin wirkt ähnlich wie milde Beruhigungsmittel, ohne dabei abhängig zu machen oder Nebenwirkungen zu verursachen. Darüber hinaus kann der Bitterstoff den Appetit zügeln, was bei einer ausgewogenen Ernährung und Gewichtskontrolle von Vorteil sein kann.

Die Wiederentdeckung und Verwendung der Bitterstoffe ist also ein wichtiger Schritt zurück zu einer gesunden Ernährung.

Bitterstoffe können als vergessene Schätze die gesunde Ernährung bereichern

Indem bittere Lebensmittel wieder vermehrt in die tägliche Nahrung integriert werden, kann von den vielfältigen gesundheitlichen Vorteilen dieser oft vergessenen Schätze profitiert werden.

Artischocken, Rüböl und Eisbergsalat sind allerdings nur einige Beispiele – es gibt noch viele weitere bittere Lebensmittel, die es zu entdecken gilt. Eine ausgewogene Ernährung, die alle Geschmacksrichtungen einschließt, ist der Schlüssel zu einem gesunden und vitalen Leben.

Also ruhig öfter auf Bitterstoffe einlassen und dem Körper etwas Gutes tun!

Bild: pexels.com / pixabay

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