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Plötzlicher Kindstod: Forscherin entdeckt Grund dafür!

Der Grund für den plötzlichen Kindstod ist gefunden. Die Nachricht, die weltweit wohl Millionen Eltern elektrisieren dürfte, bringt aktuell die BILD-Zeitung auf ihrem Online-Portal. Und porträtiert eine australische Forscherin, die selbst ihr Kind durch diesen Horror – der hierzulande im Jahr 2020 beispielsweise 84 Kinder traf – verlor.

Ist der Durchbruch in Sachen Plötzlicher Kindstod geschafft?

Unter anderem schreibt das Blatt folgendes:

„(…)JETZT GELANG AUSTRALISCHEN FORSCHERN DER DURCHBRUCH: EIN TEAM UM DIE FORSCHERIN DR. CARMEL THERES HARRINGTON IDENTIFIZIERTE EIN ENZYM ALS MÖGLICHE URSACHE FÜR DEN PLÖTZLICHEN KINDSTOD. DIE ERGEBNISSE IHRER FORSCHUNG VERÖFFENTLICHTEN DIE MEDIZINER IN DER FACHZEITSCHRIFT „THE LANCET“.

ANGETRIEBEN WURDE DIE FORSCHUNGSLEITERIN DR. THERES HARRINGTON DURCH EINEN SCHICKSALSSCHLAG: 1991 VERLOR SIE IHREN SOHN DAMIEN DURCH DAS SOGENANNTE SUDDEN INFANT DEATH SYNDROME (SIDS, DT.: PLÖTZLICHES SÄUGLINGSTOD-SYNDROM). DAMALS WAR HARRINGTON ANWÄLTIN, HATTE ZUVOR ALS BIOCHEMIKERIN GEARBEITET „MAN SAGTE MIR, ES SEI TRAGISCH UND ICH SOLLE NACH HAUSE GEHEN UND MEINE LEBENDEN BABYS GENIESSEN UND NOCH MEHR BEKOMMEN. ICH HABE ES VERSUCHT“, SO DIE DREIFACHE MUTTER.

DOCH DREI JAHRE SPÄTER VERSTARB AUCH DAS KIND EINER FREUNDIN. „AN DIESEM NACHMITTAG KÜNDIGTE ICH MEINEN JOB ALS ANWÄLTIN UND KEHRTE IN DIE WELT DER MEDIZINISCHEN FORSCHUNG ZURÜCK. AN DIESEM TAG FASSTE ICH DEN ENTSCHLUSS, NICHTS UNVERSUCHT ZU LASSEN, UM DAS RÄTSEL DES PLÖTZLICHEN KINDSTODS ZU LÖSEN“, SCHREIBT HARRINGTON AUF EINER CROWDFUNDING-SEITE DER SYDNEY CHILDREN’S HOSPITAL FOUNDATION, DIE IHR HILFT, IHRE FORSCHUNG ZU FINANZIEREN.(…)“

Doch was führt überhaupt zu diesem urplötzlichen Tod, den Mütter und Väter weltweit so fürchten?

Hierzu gibt der Artikel im Zusammenhang mit der Forscherin wie folgt Auskunft:

„(…)MIT IHREM TEAM KONNTE SIE DAS ENZYM BUTYRYLCHOLINESTERASE (BCHE) ALS MÖGLICHEN GRUND FÜR DEN PLÖTZLICHEN KINDSTOD IDENTIFIZIEREN. DAS ENZYM IST EIN BOTENSTOFF IM GEHIRN UND SORGT DAFÜR, DASS KINDER AUFWACHEN, SOLLTE DIE ATMUNG AUSSETZEN.

DIE FORSCHER UNTERSUCHTEN FÜR IHRE ARBEIT BLUTPROBEN VON 67 VERSTORBENEN SÄUGLINGEN, DEREN PROBEN EINIGE TAGE VOR DER GEBURT BEI EINER PRÄNATALEN UNTERSUCHUNG ENTNOMMEN WURDEN. SIE STELLTEN FEST: DIE AKTIVITÄT DIESES AUFWACH-ENZYMS WAR BEI DEN VERSTORBENEN BABYS SIGNIFIKANT NIEDRIGER ALS BEI GESUNDEN KINDERN.(…)“

Allerdings stehen die Forschungen der engagierten Wissenschaftlerin in Sachen plötzlicher Kindstod noch ganz am Anfang.

Die Forschungen stehen noch am Anfang

Zitat:

„(…)HARRINGTON WILL NUN AN EINEM BLUTTEST FÜR BABYS ARBEITEN, DAMIT DAS ENZYM ALS BIOMARKER DIENEN KANN, UM DAS RISIKO FÜR PLÖTZLICHEN KINDSTOD BEI SÄUGLINGEN ZU ERMITTELN.

„ES IST DIE HOFFNUNG, DASS DIE ERGEBNISSE IN EINIGEN JAHREN ZUR ENTWICKLUNG EINES SCREENING-TESTS FÜHREN KÖNNTEN“, SO DIE FORSCHERIN IN EINEM INTERVIEW.

ZU BILD SAGT SIE: „ES GIBT NOCH VIEL ZU TUN! DAS IST NUR DAS ENDE DES ANFANGS. WIR MÜSSEN NOCH VIEL MEHR VERSTEHEN, SCHNELLE TESTS ENTWICKELN UND EINE BEHANDLUNGSMETHODE. ES IST GROSSARTIG, DASS WIR JETZT MIT LEBENDEN BABYS ARBEITEN – UND DAFÜR SORGEN KÖNNEN, DASS SIE AM LEBEN BLEIBEN.“ HARRINGTON ERWARTET, DASS DIESE SCHRITTE ZWISCHEN DREI UND FÜNF JAHREN IN ANSPRUCH NEHMEN WERDEN.“

Das klingt vielversprechend! Gelingt die Entwicklung von entsprechenden Tests und Behandlungsmethoden ist sie vielleicht in wenigen Jahren komplett ausgeräumt – die Angst vor dem Tod, der aus dem Nichts kommt.

Es wäre zu schön, wenn Eltern kommender Generationen sich mit dem Thema plötzlicher Kindstod gar nicht mehr beschäftigen müssten!

Bild: stock.adobe.com / Tomsickova

Quellen: bild.de vom 16. Mai 2022 / kindernotfall-bonn.de

Bild: stock.adobe.com / Tomsickova
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