Samstag, 6. Juni, 2020

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Gebrauchte Kinderkleidung – nicht zu toppen!

Wer Kinder hat, kennt das Dilemma: alle paar Monate braucht man neue Kleidung für den Nachwuchs – von der Strumpfhose bis zum Schuh. Eine teure Angelegenheit – wenn man die Sachen neu kauft!

Dabei ist hier der Kauf aus zweiter Hand die bessere Alternative. Und: das Ganze hat auch nichts mit der Brieftasche zu tun. Soll heißen: gebrauchte Kinderbekleidung zu kaufen, ist keine Sache des finanziellen Status.

Längst kauft auch die finanziell gutsituierte Mama die Kleidung für den Nachwuchs oft gebraucht.

Und das hat gute Gründe. Zunächst tatsächlich monetäre. Denn auch die gutsituierteste Familie mag es kaum einsehen, alle paar Monate für teuer Geld neue Kindersachen zu erwerben, die Wochen später schon wieder fast verwachsen sind.

Ein weiterer Grund: bei gebrauchter Kinderkleidung dürften die giftigen Chemikalien, die heutzutage wohl in sehr vielen Kleidungsstücken vorhanden sind, schon rausgewaschen bzw. nur noch geringfügig vorhanden sein.

Natürlich wäscht man neue Sachen nach dem Erwerb auch, aber das dumpfe Gefühl, dass wohl nicht alle Stoffe, die in der Kleidung enthalten sind, hundertprozentig frei von schädlichen Materialien und zudem da noch drin sind – das bleibt.

Und leider ist es ja auch so, dass selbst Markenkleidung im großen Stil in Billiglohnländern hergestellt wird, die vermuten lassen, dass schlechte Arbeitsbedingungen und Schadstoffe eine Rolle spielen. Das heißt: selbst wer neue, sehr hochwertige Kleidung kauf, ist nicht davor gefeit, Kleidung zu erwerben, die vielleicht ja Schadstoffe in sich birgt.

Natürlich bleibt dahingehend auch in Sachen Second-Hand ein Restrisiko. Es dürfte aber sehr gering sein.

Außerdem – ein weiterer Grund für gute gebrauchte Kinderkleidung – hilft die Vermarktung über die zweite oder dritte Hand dabei, den Konsum-Irrsinn einzudämmen. Nur noch neu, neu, neu – und das womöglich vier- bis sechsmal im Jahr – das ist einfach nur ein Wahnsinn!

Und dass sich viele Eltern genau diesem verschließen, beweisen die kontinuierlich stattfindenden Kleiderbörsen für Babys und Kinder. Diese gibt es mittlerweile überall. In Städten und auch im kleineren Umfang in ländlichen Regionen. Auch online gibt es dafür spezielle Portale.

Ein sehr positiver Trend, der sich mit hoher Wahrscheinlichkeit fortsetzen wird.

Denn immer mehr Mamas und Papas setzen auf Nachhaltigkeit. Und selbst wenn nicht: sparen und auf das Geld achten muss wohl mittlerweile der Großteil der Ein- und Zwei-Eltern-Familien.

So oder so…!

Bildnachweis: pexels.com

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