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100 Muffins & mehr: Mütter verraten ihre Familienrituale

Was wäre das Leben ohne Rituale? Gerade in der heutigen unsteten Zeit geben sie Orientierung und haben zudem etwas Tröstliches. Assoziiert werden sie zwar oft mit religiösen Zusammenhängen, aber die meisten Rituale dürften reinweg weltlich sein. Und höchst individuell.

Oftmals entsteht diese wiederkehrende Handlung durch einen Zufall und wird allein durch ihre stetige und bewusste Wiederholung zum Ritual.

Das kann der Besuch eines bestimmten Cafés sein, das man jedesmal, wenn man am Stamm-Urlaubsort angekommen ist, aufsucht, das Essen einer bestimmten Speise beim Mädelsabend oder das kurze Innehalten am Grab von Angehörigen. Keine Frage: Rituale gehören zum Alltag dazu und bereichern ihn definitiv.

Was für Familienrituale haben eigentlich andere?

Doch was gibt es so für Rituale? Während man die eigenen – klar! – bis zum Abwinken kennt, wäre es sicher spannend, mal zu erfahren, was andere so zelebrieren.

Diese Antwort gibt aktuell ein Posting im beliebten Forum von urbia, einem Portal rund um Familien-, Frauen- und Liebesthemen.

Um den vielen negativ besetzten Beiträgen (die freilich in diesen Zeiten verstärkt gepostet werden) etwas entgegenzusetzen, hat eine Mutter einen Thread im Forum erstellt, in dem sie die anderen Userinnen nach ihren Familienritualen fragt.

Sie selbst macht den Anfang und beschreibt ausführlich die Traditionen in ihrer Familie. Auszug (Rechtschreibung immer im Original):

„(…)Im Täglichen sitzen wir abends am Bett unserer Tochter und reflektieren den Tag. Erzählen die Sachen, die schlecht gelaufen sind und danach die, die gut waren oder einfach Freude bereitet haben. Sogar, wenn sie bei Oma übernachtet, ruft sie dafür Zuhause an. 😊

Im späten Herbst steht Großputz und Ausmisterei auf dem Plan. Letzteres wird dann gespendet, finde wichtig, daß grad zu der Zeit des größten Konsums das Bewusstsein entsteht, dass es nicht allen Menschen gut geht. Weil wir versuchen immer weniger zu kaufen, wird das Aussortierte jedes Jahr weniger, irgendwann werden wir uns was anderes einfallen lassen.

Wenn Papa mal über Nacht weg ist, machen wir einen „Mädelsabend“ mit Snackteller und Fußbad vorm TV. 😁 (…)“

Der Einblick ins Private findet Anklang und so berichten auch andere Mütter von jenen Aktivitäten, die sich mit der Zeit zu einem Ritual verfestigt haben.

Nudel-Hühner-Topf als Ritual bei Krankheit

So schreibt Userin „ochmenno“:

„(…)Wenn ich aus Kind krank war, gab es einen Nudel-Hühner-Topf aussem Aldi. Heute mit 33 muss es immernoch der sein. Ich weiß, total Banane, aber eine hausgemachte Hühnersuppe (hat mein Ex-Partner mal probiert), ist kein Ersatz. Es ist irgendwie eine tröstliche Kindheitserinnerung, auch wenn es nur ne Dosensuppe ist und heitert mich auf(…)“

Und „buechermama2018“ schreibt:

„(…)Mein Mann geht in der Regel samstags mit beiden Kindern auf den Wochenmarkt. Da gibt es traditionell eine Waffel als Frühstück. Abends wird im Bett gekuschelt und gelesen oder eine Geschichte gehört. Zu Weihnachten holen wir den Baum immer vom selben Bauern. Mittwochs ist mein Mann im Sommer meistens bei seinem Sport und da machen wir mädelstag. Die Mädchen suchen sich das Abendessen aus und wir überlegen uns schöne Spiele.(…)“

Ein recht ungewöhnliches Ritual beschreibt Userin „choloepus-hoffmanni“:

„(…)Bei meinen Großeltern gab es zwei Rituale die ich sonst nirgends erlebt habe und über die ich immer noch schmunzeln muss. Zum einen gab es jeden Werktag um 10.30 Uhr einen kleinen Kräuterschnaps für jeden. Opa war selbstständiger Handwerksmeister, Werkstatt auf dem gleichen Grundstück wie Wohnhaus. Er fand sich pünktlich in der Küche ein, Oma stellte alles parat. Und zum anderen gab es jeden Abend um 22 Uhr Kaffee und Kuchen oder Brötchen. Als ich alt genug war musste ich dann immer Kaffee kochen. Direkt danach gingen wir ins Bett.(…)“

Auch eine andere Nutzerin – „ba-ha“ – erinnert sich an ihre Großeltern, Zitat:

„(…)In der Woche vor Weihnachten machen wir Lebkuchenhäuser. Unser Abendritual besteht daraus das wir uns erzählen was an dem Tag schönes passiert ist. Meine Grosseltern hatten JEDEN Abend ihr „blaue Stunde“ immer zwischen 17.30 und 18.30 haben sie zusammen im Wohnzimmer gesessen und haben sich unterhalten. Mein Opa ist vor Jahren gestorben, meine Oma macht trotzdem ihre blaue Stunde.(..)“

Und „liemnel.“ schreibt:

„Eine schöne Tradition habe ich, auf die ich mich jedes Jahr freue. Meine Tochter hat einen Tag nach mir Geburtstag. Am Vortag meines Geburtstages backen wir 100 Muffins, nämlich für ihre Klasse und mein Kollegium. Wenn die Kinder dann schlafen, setze ich mich mit Schokoladenbad und etlichen Backdekorationen ins Wohnzimmer und verziere sie.(…)“

Tolle Rituale, die zeigen, dass die Gesellschaft mitnichten so oberflächlich ist, wie ihr oft nachgesagt wird.

Rituale sind mehr als Kartoffelsalat und Tatort

Schön auch, dass vor allem Familien die verschiedensten individuellen Traditionen pflegen und die Rituale weit über „Kartoffelsalat mit Würstchen zu Heiligabend“ oder „Tatort gucken am Sonntag“ hinausgehen.

Und: Wer erinnert sich als Erwachsener nicht auch selbst gern an Rituale der Familie in Kindertagen?! Waren sie auch noch so trivial – sie bleiben einfach eine wunderbare Erinnerung fürs Leben!

Quelle: urbia.de vom 31.08.22

Bild: pexels.com / Josh Hild
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