Samstag, 28. Mai, 2022

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Wie sag ich`s meinem Friseur? – Gastartikel von Melina

Blond, blond und nochmals blond: Das ist haartechnisch mein Ding. Seit Jahrzehnten schon. Von der Natur mit einem „Straßenköterblond“ ausgestattet, ließ ich irgendwann blonde Strähnchen in mein Haar zaubern und lies nie wieder davon ab.

Allerdings gab es in Sachen Farbe so manche Odyssee. Denn das „richtige“ Blond ist gar nicht so einfach zu finden. Zumindest dann nicht, wenn man – wie so viele Menschen heutzutage – jobbedingt immer mal umzieht. Deshalb bin ich in Sachen Friseur ein unglaublich treuer Mensch.

Dem Friseur noch lange Jahre treu geblieben

Jenem Friseur, der mir DAS Blond, das mir richtig gefiel und stand, verpasste, blieb ich beispielsweise noch jahrelang treu. Zu ihm fuhr ich noch, als ich durch den Job schon lange in einer anderen Stadt lebte.

Als sich das irgendwann zu aufwändig gestaltete, begab ich mich vor Ort auf die Suche nach einem Salon, der es beherrschte – das Färben des richtigen Blondtons. Das war gar nicht so einfach, aber irgendwann zeigt sich die Nadel im Heuhaufen doch und ich fand einen Coiffeur, der mir die Haare so färbte, wie es mir gefiel. Diese geschäftliche Liason sollte über ein langes Jahrzehnt halten.

Es ging auch lange gut. Irgendwann aber war das schöne Blond auf meinem Kopf gar nicht mehr schön und auf meinem Schopf wurde es immer dunkler. Selbst nach dem frischen Auftragen der Farbe.

Ich wunderte mich und sprach das Problem an. Doch der Meister seines Faches verwies mich auf mein Alter (ich bin Anfang 40….). Angeblich – so drückte er es aus – kommt irgendwann das strahlend-helle Blond nicht mehr so durch und man (FRAU) müsse sich damit abfinden.

„Zumal“ – so versicherte man mir – „es doch trotzdem noch ein schönes Blond ist“.

Ich zahlte und ärgerte mich

Ich war verunsichert und ging doch trotzdem immer wieder zu ihm. Zahlte und ärgerte mich. Bis zum nächsten Mal: Zahlen und ärgern. Und jedesmal schienen mir die frischen Strähnen dunkler zu werden. Mein Umfeld war hier ehrlich mit mir und meinte, die Strähnchen sehen aschgrau aus.

Auch ich empfand es so. Kurzum: Vom einstigen Blond war nichts mehr zu sehen, auch frisch vom Friseur nicht. Obwohl mir dort etwas anderes eingeredet wurde.

Nachdem ich beim Friseurbesuch immer wieder – wenn auch eher zaghaft – darauf hinwies, dass die Haare auch nach dem frischen Strähnen eher dunkel sind und ich für das Ergebnis jedes Mal gutes Geld hinblätterte und sich trotzdem nichts änderte, wurde ich mutig.

Und holte mir woanders einen Termin. Insgeheim nagte nämlich auch die Aussage an mir, dass meine Haare mit zunehmendem Alter angeblich nicht mehr sonnig-hell daherkommen könnten.

Auf einmal war es wieder da – das strahlende Blond

Als der Tag des Termins im „neuen“ Salon heranrückte, war ich aufgeregt. Es fühlte sich an wie Fremdgehen. Doch die nette Friseuse machte es mir leicht. Sie hörte sich meine Problematik an und begann die Farbe aufzutragen. Und was soll ich sagen: Es ward wieder blond auf meinem Kopf – so wie ich es mir auch vorstelle.

Von wegen – mit fortschreitendem Lebensalter klappt das nicht mehr!

Von da an hatte der neuen Salon mit mir eine neue Stammkundin.

Zurück in den alten Salon ging ich nicht mehr. Ich plagte mich zwar noch eine ganze Weile mit dem Gedanken, wie ich es denn sagen sollte, dass ich nicht mehr komme, aber in der ganzen Zeit meiner Grübelei sind so viele Wochen vergangen, dass ich mich nun entschlossen habe, mich gar nicht mehr zu melden, auch wenn ich mir damit ein ganz klein wenig feige vorkomme.

So oft wurde es angesprochen…

Im alten Salon kann man sich sicher denken, dass ich „untreu“ geworden bin. Da ich allerdings in der letzten Zeit im alten Salon immer wieder darauf hinwies, dass mir die Haarfarbe nicht gefällt, denke ich, dass man dort nun das Fazit zieht, dass ich nicht mehr zufrieden war.

Mein Wegbleiben ist somit ein unmissverständliches Statement.

Zur Person:

Gastautorin Melina lebt in Berlin, ist 41 Jahre jung und frauenboulevard.de-Leserin

Bildnachweis: stock.adobe.com / ansyvan

 

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