Montag, 6. Juli, 2020

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Aktivkohle im Herbst: nicht im Kamin – auf der Haut!

In Sachen Kosmetik werden ja ständig neueste Errungenschaften in Sachen hautpflegender Stoffe publiziert, der Wissenschaft sei Dank!

Selbst Inhaltsstoffe, die Frau sonst als eher negativ wahrnimmt – zum Beispiel Algen – sind längst ein akzeptierter und beliebter Bestandteil diverser Beauty-Produkte. Und bekanntlich haben ja schon unsere Altvorderen ausgiebig während einer Kur im Schlamm gebadet und Kurgäste sowie Wellness-Jünger tun das natürlich auch heute noch …!

Insofern verwundert es nicht, dass es aktuell immer mehr Pflegeprodukte gibt, die sogar Aktivkohle beinhalten. Das schwarze Pulver ist freilich nicht zu verwechseln mit dem Rohstoff, der an kalten Wintertagen in Öfen und Kamine befördert wird, nein:

Aktivkohle ist ein Produkt, das sich aus verschiedenen Rückständen zusammensetzt. Auf dem Internetportal so-gesund.com wird das folgendermaßen erklärt:

„Kohle ist schmutzig und wird überwiegend zum Heizen und zum Grillen verwendet. Oder zum Reinigen der Haut und zum Zähneputzen. Ja, richtig gelesen: Immer mehr kosmetische Produkte enthalten Kohle. Aber nicht die, die zur Erzeugung von Wärme verbrannt wird, sondern eine andere Art: die sogenannte Aktivkohle. Bei der handelt es sich um die Rückstände von verbrannten Nussschalen und Torf, aber auch von Holz und Steinkohle. Sie zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie sehr porös ist und somit eine riesige Oberfläche hat.“

So mancher kennt diesen Inhaltsstoff sicherlich auch bei den Kohletabletten, zu denen man bei Durchfall greift.

Im Zusammenhang mit Kosmetikprodukten indes dürfte dieser Zusatzstoff noch nicht so bekannt sein, obgleich er bereits in diversen Pflegeprodukten eingesetzt wird. Lesen Sie mal, auch hier erfährt man auf so-gesund.com wissenswerte Dinge:

Gesichtsmasken aus Aktivkohle
Betrachtet man die Wirkungsweise von Aktivkohle, dann ist eine Anwendungsform geradezu konsequent: die Entfernung von Verunreinigungen auf der Haut. Deshalb ist die Kohle inzwischen ein sehr beliebter Inhaltsstoff von Gesichtsmasken. Deren schwarze Farbe mag zunächst gewöhnungsbedürftig sein, gibt der Gesichtspflege aber einen aufregenden Touch. Auf die Haut aufgetragen, soll die Kohle Schmutz und Öl aufnehmen und damit für ein sauberes Hautbild sorgen. Es gibt jedoch Einschränkungen: Weil die Aktivkohle nur eine von vielen Zutaten der Gesichtsmaske ist, sind ihre Poren teilweise schon voll mit Partikeln, bevor sie überhaupt mit der Haut in Berührung kommt. Für den Schmutz auf der Haut ist dann möglicherweise weniger Platz.
Seife, Duschbad und Shampoo
Auch in Produkten für die tägliche Körperpflege findet sich immer häufiger Aktivkohle. So gibt es etwa Seifen und Duschbäder mit der schwarzen Zutat zu kaufen. Die eignen sich vor allem für Menschen, die schnell fettende oder Mischhaut haben. Denn die Aktivkohle bewirkt, dass die Verunreinigungen, die die Poren verstopfen, entfernt werden. Auch im Shampoo ist sie in der Lage, fettige Kopfhaut zu reinigen – und zwar nicht nur kurz-, sondern auch langfristig.
Zahncreme
Schwarze Kohle für weiße Zähne?
Was zunächst absurd klingen mag, ist tatsächlich eine weitere Anwendungsart für Aktivkohle. Dabei ist die Idee gar nicht neu: Bereits vor vielen Jahrhunderten benutzten Menschen die Asche von verbranntem Holz dazu, sich die Zähne zu putzen. Noch heute gibt es Regionen in Asien und Afrika, in denen die Menschen Kohle zur Zahnreinigung verwenden. Die Zahncreme, die wir in der Drogerie kaufen können, setzt auf zwei Effekte: Zum einen soll die Aktivkohle ihre Aufnahmefähigkeit ausspielen und Essensreste aufnehmen. Zum anderen wirken die Partikel wie Schleifpapier und entfernen Verfärbungen auf den Zähnen. Das sorgt zwar für eine sichtbare Aufhellung der Zähne, geht aber – genau wie bei anderen aufhellenden Zahncremes auch – zulasten des Zahnschmelzes. Der wird von den Kohlestückchen immer weiter abgerieben und ist irgendwann nicht mehr in der Lage, die Zähne zu schützen. Daher sollte man Zahncreme mit Aktivkohle nicht täglich verwenden.“

Klingt also gar nicht mal so schlecht und – wie eingangs schon erwähnt – hat sich so mancher Stoff, dem man im normalen Leben eher abgeneigt ist (Algen & Co.) in Sachen Kosmetik als wahre Wunderwaffe gezeigt.

Warum also soll das nicht auch mit Aktivkohle der Fall sein? Zumindest bleibt es spannend, welche Produkte vielleicht ja zukünftig noch mit diesem Inhaltsstoff auf den Mart kommen. Und bis dahin können Neugierige ja schon mal das ein oder andere Produkt, das jetzt schon mit Aktivkohle auf dem Markt ist, ausprobieren.

Viel Erfolg damit und – vor allem – eine gute Verträglichkeit!

Bildnachweis: pexels.com

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