Haus Dorf

Pulsierendes Leben, Lärm, Restaurants an jeder Ecke und permanent irgendwelche Veranstaltungen, die zum Feiern einladen – das ist das Leben in der Großstadt. Wie anders dagegen lebt es sich auf dem Dorf, wo sich das Leben zwischen Feldern, Pferdekoppeln und dem Dorfplatz abspielt. Wenn sich überhaupt was abspielt. Wer immer mal durch Dörfer fährt, hat manches Mal den Eindruck, dass der Ort ausgestorben ist, weil man keine Menschenseele auf der Straße sieht. Aber das täuscht. Denn: auch im Ländlichen gibt es reges Leben. Nur eben anders.

Um daran so gut wie möglich teilhaben zu können, sollte man einige ungeschriebene Regeln beachten, wenn man als Ex-Großstädter aufs Dorf zieht. Mancherorts ist es freilich eine Herausforderung, als neuer Mitbewohner anerkannt zu werden, aber die allermeisten Dorfbewohner haben nichts gegen Neulinge und beziehen diese gern mit ins Dorfleben ein. Vorausgesetzt natürlich, man passt sich etwas an. Deshalb nachfolgend drei Regeln, die sich lohnen beachtet zu werden, wenn man ein „Neu-Dörfler“ ist.

Kaltes Bier im Kühlschrank haben macht sich gut auf dem Dorf

Joghurt, gesundes Gemüse, Wurst und leckeren Weißwein – das hat man meist so im Kühlschrank. Bier ist nicht jedermanns Sache, vor allem viele Frauen trinken es nicht. Aber – liebe Damen, ganz gleich, ob Sie den Gerstensaft mögen oder eher nicht: haben Sie was von dem Gebräu da. Es lohnt sich! Warum? Ganz einfach! Es wird der Tag kommen, an dem Sie aus der Nachbarschaft Hilfe benötigen. Sei es, weil ein Wasserrohr genau dann platzt, wenn Sie kein anderes männliches Familienmitglied in Reichweite haben oder aber die Außenjalousie genau dann klemmt, wenn Sie abends alles dichtmachen wollen und der Partner zwei Tage auf Dienstreise ist.

Schnelle Hilfe eilt in solchen Fällen meist durch einen hilfsbereiten Nachbarn mit goldenen Händen herbei, man kennt das. Oftmals wollen die als Dankeschön kein Geld und brummeln nur: „Nee, lass mal….“. Um sich hier trotzdem erkenntlich zu zeigen, ist das kaltgestellte Bier jetzt der Joker! Bieten Sie es mit den Wort: „`n kaltes Bier?“ an und Sie werden sehen, dass man diese Offerte nicht ausschlägt. Entspinnt sich während der Zeit, in dem der hilfsbereite Zeitgenosse das kühle Blonde genießt, noch ein nettes Gespräch, können Sie Gift darauf nehmen, auch beim nächsten Missgeschick wieder auf nachbarschaftliche Hilfe zählen zu können!

Deshalb: Kleine Ursache, große Wirkung!

Gepflogenheiten der Gemeinde kennenlernen

Ihr Vorgarten-Rasen ist perfekt in Form gebracht und exakt gemäht, nur zwei Meter weiter, kurz vor dem Bürgersteig, wuchern Unkraut und undefinierbare Sträucher? Doch der kommunale Reinigungsservice lässt sich nicht blicken? Nun – es könnte sein, dass niemand anderes als Sie selbst für das wuchernde Gestrüpp zuständig ist. In manchen Gemeinden gilt: alles was noch sieben Meter nach dem Grundstück kommt, müssen Sie selbst in Ordnung halten. Sprich: Keiner wird im orangenen Arbeitsdress auftauchen und das Zeug entfernen. Insofern macht es sich gut, nach einem Umzug auf`s Land bei der Gemeinde zu erfragen, wie solche Dinge gehandhabt werden. Ist man erstmal im Bilde, kann man sich auf die zusätzliche Arbeit einstellen und läuft nicht Gefahr, als jemand beäugt zu werden, der sein Grundstück womöglich nicht in Ordnung hält.

Sich bei Dorffesten einbringen

„Wir wünschen uns viele fleißige Kuchenbäcker. Bitte bringt den Kuchen am Morgen der Veranstaltung ins Festzelt“. Wenn Sie so eine Botschaft im Briefkasten haben, dann steht garantiert ein Heimat- oder Dorffest bevor.  In Deutschland ist es bei derlei Anlässen Traditionen, dass die Frauen des Dorfes dann Kuchen vor Ort verkaufen. Oder zumindest einen backen. Letzteres wird zumeist IMMER erwartet. Bringen Sie sich hier unbedingt ein! Wer dann noch Zeit und Muße hat, am Tag der Veranstaltung den Kuchentisch zu bespielen und kleine Aufgaben, wie zum Beispiel das Führen der Kasse, übernimmt, punktet noch mehr bei den Alteingesessenen. Aber: erwarten Sie nicht gleich zu viel, wenn Sie noch neu sind und sich bei so einem Anlass einbringen und vielleicht mit den anderen Frauen vom Kuchenverkauf ein Schwätzchen halten wollen. Meist geht es hier zu wie in einem Taubenschlag. Alle wollen was haben von den selbst gebackenen Köstlichkeiten. Zeit für einen Plausch mit den Alteingesessenen vom Dorf ist zumeist nicht drin.

Da spreche ich aus eigener Erfahrung.

Aber: beherzigen Sie einen der oben genannten Punkte oder – am allerbesten!!!! – alle, dann sind Sie schon recht bald ein vollwertiges Mitglied in der Dorfgemeinschaft und die Möglichkeit zu einem netten Plausch ergibt sich von ganz alleine. Sei es beim Warten auf den rollenden Eismann auf dem Dorfplatz oder – ja, auch das ist auf dem Land mega angesagt! – auf der Tupperparty.

Im Zweifel gilt: einfach zusagen und mitmachen, denn lockerer kommen Sie als Neu-Dörfler garantiert nicht an die einheimischen Kontakte heran!

Viel Glück und Spaß! Und: Genießen Sie die Natur vor der Haustür in vollen Zügen. Vorsätze, öfter an die frische Luft zu gehen, können hier optimal umgesetzt werden.

Bildnachweis: pexels.com

 

 

 

 

 

Kuchen backen

 

 

Rasen mähen

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Anwälte

Anwälte kennen die meisten Menschen nur als Helden aus dem Fernsehen. In der Wirklichkeit werden sie oftmals als nichtsnutzige Parasiten wahrgenommen, von denen es gar nicht so viele geben bräuchte.

Im Buch „Anwälte – Roman eines seltsamen Berufes“ (DIVA Verlag) will eine Studentin unbedingt wissen, welches Bild von Anwälten denn nun das richtige ist. Denn: Sie will selbst Anwältin werden. Während ihres Praktikums fragt sie einen Anwalt, der es wissen muss. Immerhin hat er schon namhafte Leute vertreten – vom Bankvorstand bis hin zum Spekulanten. Und nicht zuletzt natürlich auch Anwälte. 

Anwälte – eine seltsame Spezies!

Wer auf sensationelle Verbrechen mit Todesfolge gespannt ist, dem sei gesagt: Da hier kein Strafverteidiger erzählt, hält sich die Zahl Ermordeter in Grenzen. Aber nichtsdestotrotz geht es von Kapitel zu Kapitel turbulenter zu. Nicht ohne Opfer, denn von dem für jedermanns Wohlbefinden nötige Vertrauen in die Grundlagen unserer Gesellschaft bleibt so gut wie nichts mehr übrig….! 

Prädikat: „äußerst lesenswert“

Lesen Sie selbst – das Buch verdient das Prädikat „äußerst lesenswert“ 

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Bildnachweis: DIVA Verlag

Frau im Auto

„Der Fahrer des Wagens L-….. möchte sich bitte an der Information melden“. Laut hallte die Aufforderung durch den riesigen Einkaufsmarkt, in dem ich gerade im Begriff war, nach tiefgekühltem Kohlrabigemüse zu greifen. Das ließ ich allerdings schnell wieder zurück gleiten, denn das ausgerufene Kennzeichen war meines. „Ob man mir das Auto aufgebrochen hat?“ schoss es mir durch den Kopf. Denn just an diesem Tag hatte ich teure Computertechnik im Wagen, da ich einen Vor-Ort-Termin bei einem Kunden absolviert hatte. Mit diesen Gedanken schob ich meinen vollen Einkaufswagen schnurstracks an die Information des Marktes, wo mich die Damen an der Rezeption schon erwarteten. Vor dem Info-Tresen stand eine weitere junge Frau, die mir berichtete, dass sie einen jungen Mann gesehen hat, der mein Auto gerammt hat, einen Blechschaden hinterließ und danach seelenruhig in den Supermarkt gegangen ist.

Blechschaden statt Auto aufgebrochen

Im ersten Moment war ich erleichtert, dass meine Technik scheinbar ja nicht gestohlen wurde. Die Zeugin, die das beobachtet hatte, sagte mir, dass der Verursacher auch in den Einkaufsmarkt gegangen ist. „Wir sollten ihn ausrufen, wenn Sie sich das Kennzeichen von dem Mann gemerkt haben“ schlug eine Dame vom Info-Tresen vor. Gesagt, getan. Die Zeugin hatte sich aufmerksam das Kennzeichen notiert und nun wurde der Mann ausgerufen. Wenig später fand auch er sich an der Rezeption ein. Ich konfrontierte ihm mit dem, was die Zeugin gesehen hat. Der Mann stritt es nicht ab, man merkte, dass ihm das sichtlich unangenehm war.

„Man sollten die Polizei rufen“ schlug eine der Damen vom Info-Tresen vor. Ich war durcheinander und mir nicht sicher, was ich tun sollte, aber das mit der Polizei schien mir schlüssig. Also rief ich die 110 an. Dort schilderte ich das Geschehene. Auch die Zeugin musste kurz ans Handy und dann hieß es seitens der Beamten, dass ein Streifenwagen vorbeikommen würde. Die Zeugin hinterließ mir ihre Daten und konnte dann, nachdem sie das mit dem Polizisten am Telefon schon geklärt hatte, gehen. Der junge Mann telefonierte mit seiner Versicherung. Vorher hatte er vorgeschlagen, dass wir uns ohne Polizei einigen, aber das war mir zu heikel.

Als er mit dem Telefonieren fertig war, ging ich mit ihm zusammen zu meinem Auto und wir schauten uns den Schaden an. Es war nicht viel. Der Unfallverursacher strich mit dem Finger über die Stelle, die er gerammt hatte (meine hintere Stoßstange) und da war dann noch weniger zu sehen.

War der Polizeiruf wirklich nötig?

„Man hätte vielleicht die Polizei gar nicht rufen müssen“ dachte ich mir. Der junge Mann schien das ähnlich zu sehen, denn er meinte, dass man sich doch auch so einigen könnte. Ich hatte kein Interesse daran, ihm bei der Polizei Schwierigkeiten zu machen, aber hieß es nicht immer, dass es auch bei geringen Schäden besser sei, die Beamten zu rufen? Während ich noch überlegte, fuhr der Streifenwagen schon vor. Die Beamten stiegen aus und begutachteten die Stelle, an die der junge Mann gefahren war. Auch sie schätzten es offenbar eher als Lappalie ein, was sie aber freilich nicht kundtaten. Es wurde gemessen und vermessen, sowohl an meinem Wagen als auch am Auto von dem Verursacher. Ich gab gegenüber den Beamten an, dass ich dem jungen Mann keine Schwierigkeiten machen möchte und nicht unbedingt eine Anzeige wegen Fahrerflucht stellen mag. Es verging dann fast eine Stunde, bis alle Daten seitens der Polizei aufgenommen wurden. Zwischendurch wurde ich gefragt, ob ich das, was am Auto zu sehen war, als Schaden deklarieren will oder nicht. Ich entschied mich, das nicht zu tun. Wie gesagt: Ich wollte dem jungen Mann, dem Verursacher, keine Schwierigkeiten machen, denn es war zugegebenermaßen wirklich nur eine Lappalie. Mehr noch: an meiner Stoßstange war nicht viel zu sehen. Ein kleiner Schaden jedoch war zu sehen, weshalb ich kurz mit meiner Familie in dieser Angelegenheit telefoniert.

Von dort aus kam der Ratschlag, sich nicht privat mit dem Verursacher auf etwas einzulassen, es macht Sinn, ein Gutachten über den Schaden erstellen zu lassen.

Dass ich dies gedenke ich Auftrag zu geben, teilte ich dem Schadenverursacher mit, als einer der Beamten noch fleißig an unserem Fall schrieb. Er hörte das und meinte: „Wenn das so ist, müssen Sie aber einen Schaden proklamieren und in diesem Zusammenhang den Unfallverursacher anzeigen“. Das hatte ich nicht gewusst. Doc die Beamten klärten mich auf, dass ich nur, wenn sie den Vorgang als Unfall aufnehmen, ein Anrecht darauf hätte, von der gegnerischen Versicherung den Schaden ausgeglichen zu bekommen.

Auch ein kleiner Blechschaden ist ein Unfall

Sage ich, dass ich keinen Schaden am Auto habe, gilt das nicht. Denn das ist dann im Beamtendeutsch kein Unfall. Mir war nicht klar, dass man so kleine Schäden mit einem Verkehrsunfall gleichsetzt. Aber so ist es. Die netten Beamten klärten mich darüber auf.

Ich überlegte also und es war mir dem jungen Mann gegenüber, der den Schaden verursacht hat, doch sehr unangenehm. Hieße das doch, dass ich, wenn ich den Schaden geltend machen will, ihn als Unfallverursacher anzeige. Nicht zuletzt spielte auch die „Fahrerflucht“ rein. Es half aber alles nichts…! Ich teilte den Polizisten final mit, dass ich den Vorgang definitiv als Verkehrsunfall zur Anzeige bringen möchte. Anders würde ich – wie gesagt – nicht an die Schadenübernahme der gegnerischen Versicherung kommen.

Klar, man hätte sich auch privat untereinander einigen können. Der Verursacher bot das auch immer wieder im Vorfeld an. Doch ich hatte – wahrscheinlich doch etwas zu voreilig – die Polizei gerufen. Nun ist der Schaden ein offiziell registrierter Vorgang. Sprich: der Mann kommt um eine Anzeige wegen Fahrerflucht nicht herum.

Und ich habe dadurch nun die Möglichkeit, ein Gutachten zu dem Schaden in Auftrag zu geben.

Gutachten muss klären, wie hoch der Schaden ist

Dieses Gutachten wird dann klären, ob es ein hoher Schaden ist oder sich das Ganze doch eher im Peanuts-Bereich bewegt.

Dieses Erlebnis hat mich wieder einmal was Neues gelehrt. Nämlich, dass ein simpler Blechschaden tatsächlich mit einem Verkehrsunfall (bei dem man ja eher Tote oder Verletzte vor seinem geistigen Auge hat) gleichgesetzt wird.

Nun muss ich abwarten, was passiert. Es wird noch eine Ladung von der Polizei und einige Telefonate mit der gegnerischen Versicherung geben.

Und für den Verursacher ein Strafverfahren und womöglich noch Punkte in Flensburg. Er ist von Beruf Lastkraftwagenfahrer.

Verursacher wird sich wegen Fahrerflucht verantworten müssen

Hätte er sich an der Rezeption gemeldet und mich aufrufen lassen, um mir zu sagen, dass er an meine rückwärtige Stoßstande gefahren ist, hätte wohl einer privaten Einigung nichts im Wege gestanden.

Nun droht dem Verursacher die Justiz-Keule und ein Verfahren wegen Fahrerflucht.

Das Leben kann manchmal tatsächlich bitter und gemein sein! Insofern: lieber gleich Farbe bekennen, wenn man ein anderes Auto angefahren hat. Oder die Polizei erstmal aus dem Spiel lassen und sich untereinander einigen. Letzteres geht an meine Adresse…Insofern weiß ich nur eines: Beim nächsten Mal bin ich schlauer und mache nicht gleich so eine Riesenwelle!

Mehr zum Thema Autofahren bei uns auch hier.

 

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Haus und Garten

Bezahlbare Häuser bald aus dem 3D-Drucker? Häuser aus dem 3D-Drucker – was noch immer wie eine irre Sciene-Fiction-Idee klingt, ist längst Wirklichkeit. Allerdings sind die Firmen, die diese Häuser fertigen noch rar gesät. Das dürfte sich jedoch schnell ändern, wenn man sieht, was für Quartiere mit dieser neuen Methode schon gebaut werden können. Oder besser gesagt: gedruckt, denn mit dem klassischen Bauen hat das, was vielleicht die Zukunft des Wohnens ist, nur noch wenig zu tun.

Aktuell fertigt ein Start-up aus Texas (USA) Domizile für finanziell bedürftige Familien und zwar in Lateinamerika (Video am Ende des Artikels). Die Häuser sehen aus wie kleine Wohnträumchen und sollte sich das Druck-Konzept bewähren, dann kann man nur hoffen, dass es auch bald hierzulande umgesetzt wird.

Häuser aus 3D-Drucker wären hierzulande Revolution

Es wäre wohl in Sachen Wohnen eine Revolution! Denn: aktuell wird das Wohnen in Deutschland ja bekanntlich immer teurer, sowohl das Mieten als auch das Kaufen. Zumindest in gefragten Lagen. Selbst wer eine gebrauchte Immobilie erwirbt, sieht sich schnell mit Beträgen konfrontiert, die in die Hunderttausende gehen (können). Wie würde es sein, wenn man sich ein Haus aus dem 3D-Drucker fertigen ließe und dafür nicht mal 15.000,00 € bezahlen müsste? Das wäre genial!

Wahrscheinlich würde es dann von Hausbesitzern nur so wimmeln, denn das eigene Heim steht seit Jahren auf der Wunschliste von (jungen) Familien. Zudem ist in letzter Zeit auch der Trend entstanden, dass sich Singles eine Immobilie zulegen oder gar bauen lassen.

Mit dem 3D-Verfahren könnte man allen Wohnwünschen gerecht werden. Und das zu einem Preis, der einem den Atem stocken lässt. Doch wie realistisch ist es, dass man diese Häuser auch hierzulande bald bauen kann?

In Deutschland wiehert noch der Amtsschimmel

Nun – da sieht es noch etwas mau aus, selbst eine Recherche im Netz fördert nicht wirklich viel zutage. Woran das liegt, kann man sich denken: am Amtsschimmel. Zumindest scheint der seine Hufe derzeit noch tüchtig im Spiel zu haben, wie das Online-Magazin manonamission.de berichtet.

Das sieht bei den europäischen Nachbarn in Frankreich schon anders aus. Dort wurde in Nantes innerhalb von 54 Stunden ein Einfamilienhaus mit dem 3D-Druck-Verfahren gebaut.

Das Portal musterhaus.net schreibt hierzu folgendes:

„Mit einem Budget von 195.000 Euro hat man das Einfamilienhaus Names „Yhnova“ in Nantes innerhalb von 54 Stunden erbaut. Ziel des Pilotprojekts der örtlichen Stadtverwaltung und der Universität Nantes ist es, neue Möglichkeiten für kostengünstigen Wohnraum aufzuzeigen. Die Forscher nehmen an, dass sich die Baukosten mit dem 3D-Druck-Verfahren im Vergleich zum traditionellen Hausbau um bis zu 70% reduzieren ließen. Das 3D-Drucker Haus in Nantes ist einstöckig und verfügt über fünf Zimmer auf einer Grundfläche von 95 Quadratmetern.(…)“

Klingt ziemlich cool! Und noch cooler wird es freilich, wenn man das eigene Haus für einen noch günstigeren Preis bekommt. Wie eingangs erwähnt, möchte das Start-up aus Texas (ICON) nun für Bedürftige in Lateinamerika Häuser aus dem 3D-Drucker errichten. Und nicht nur das: ganze Siedlungen sollen entstehen! Das im Video (siehe unten) gezeigte Haus, das den Tüftlern dabei vorschwebt, entstand in 24 Stunden und sieht aus, wie aus einem SCHÖNER WOHNEN-Heft. Die Kosten lagen dabei unter 5.000,00 Euro. Dieser Haustyp soll nun für eine ganze Häusersiedlung gefertigt werden.

3D-Häuser würden vielen Leuten den Traum vom Eigenheim erfüllen

Ein tolles Konzept!

Von dem man sich wünscht, dass es sich bitte auch bald in Deutschland durchsetzen möge. Dann wäre es vorbei mit der Verschuldung auf viele Jahre, die eine Menge Leute für den Traum vom eigenen Haus auf sich nehmen.

Nur einer darf nicht zu präsent auf der Bildfläche erscheinen: der Amtsschimmel!

Schauen Sie sich hier im Video den besagten Haustyp an und hören Sie von den Plänen des Start-ups. Das superinteressantes Projekt wird Leute, die Wert auf individuelles Wohnen legen, sicher begeistern!

Bildnachweis (Symbolbild): pexels.com

 

 

 

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Frau am Rennsteig

Das Hotel „Waldeshöh“ ist ein mondänes Hotel, das betuchten Wanderern oder gut situierten Touristen am Rennsteig behaglichen Komfort inmitten herrlicher Natur bietet. Die Hoteliersfamilie Dressel, die darin wohnt, liebt den Wald, der ihr Zuhause umschließt. „Dressels Forst“ – so der Name ihres Grundstücks hat seinen eigenen Zauber. Dem können sich die drei Dressel-Generationen, um die es im Buch geht, ein Leben lang nicht entziehen. Und dass das Leben ihnen übel mitspielt, darum geht es in dem Buch von Kati Naumann, einer Leipzigerin, die einen großen Teil ihrer Kindheit im Sperrgebiet des Thüringer Waldes verbrachte. Denn plötzlich geraten die Dressels in die Situation, Bewohner im Sperrgebiet zu sein. Direkt im deutsch-deutschen Grenzgebiet, in Zeiten des kalten Krieges. Mehr und mehr rüstet der sozialistische Staat an der Grenze auf, so dass es Wanderern oder Touristen der idyllischen Rennsteig-Region um „Waldeshöh“ nicht mehr möglich ist, in die außergewöhnliche Unterkunft einzukehren.

Mit Passierschein im Sperrgebiet leben

Die Dressels selbst dürfen ihr Zuhause im Sperrgebiet nur mit einem Passagierschein betreten und müssen am Schlagbaum warten, wenn sie aus dem Sperrgebiet raus oder zurück wieder in selbiges hinein wollen.

Der Roman rund um das Hotel und die Dressels, die sich an der Hoffnung festhalten, dass ihre Situation nur vorübergehend und ihr Haus bald wieder voll mit Gästen ist, ist in zwei Zeitschienen unterteilt. Zum einen spielt der Roman in der Jetzt-Zeit und zum anderen blenden die jeweiligen Kapitel zurück, in die Zeit ab 1945. In jener Zeit dient das „Waldeshöh“ als Unterkunft für Schüler, die aus den bombardierten Gebieten hinaus, ins Ländliche, geschickt wurden.

Dass im Buch in die Geschichte des gut geführten Hauses, in dem einst elegante Herren und Damen im Pelz abstiegen, eingetaucht werden kann, ist der alleinerziehenden Mutter Milla zu verdanken, die im Thüringer Wald eines Tages auf eine geheimnisvolle Hinterlassenschaft des ehemaligen Hotels mitten im deutsch-deutschen Sperrgebiet stößt. Sie tut das im Rahmen ihrer Entdeckungstouren an „Lost Places“ – verlorenen Plätzen. Was sie hier im Zusammenhang mit dem nunmehr verschwundenem Hotel „Waldeshöh“ findet, verschlägt ihr den Atem. Ein noch immer komplett eingerichteter Keller, der voll mit Vorräten und Utensilien ist, die einstmals für die Familie Dressel und deren Hotelgäste bestimmt waren.

Milla ist von ihrem Fund derartig fasziniert, dass sie sich auf Spurensuche zu den ehemaligen Bewohnern begibt.

Buch blendet immer wieder in das Leben der Hoteliersfamilie

Dazwischen wird im Buch immer wieder in die früheren Jahre geblendet – angefangen bei den Nachkriegsjahren bis weit in die Siebziger hinein. Der Leser lernt im Verlauf der Erzählung drei Generationen der Dressels kennen. Marie Dressel, deren Sohn und Kriegsheimkehrer Arno und seine Frau Johanna, deren Kinder Werner und Elvira, sowie die späteren Kinder Christine, Andreas und Viola, die aus der Ehe von Gerda und Werner Dressel hervorgehen.

Zu Christine findet Milla, als sie das Schicksal von „Waldeshöh“ und deren Bewohnern zu recherchieren beginnt, den besten Draht. Beide werden Freundinnen. Und beide treibt, nachdem Milla den verwunschen anmutenden Keller im Wald entdeckt hat, der Wunsch nach Gerechtigkeit um. Gerechtigkeit für das bittere Schicksal der Dressels, das sich dem Leser irgendwann offenbart. Bis es soweit ist, taucht man ein in die Jahre, als es das Hotel noch gab und lernt nach und nach das Leben der Bewohner im Sperrgebiet kennen. Die Schikanen, die kleinen Freuden des Alltags, den routinierten Ablauf im Hause „Waldeshöh“ und den starken Zusammenhalt der Familie Dressel. Diese lebt heimatverbunden und versucht, den Alltag unauffällig zu gestalten, um nicht aufzufallen und Schwierigkeiten mit der Obrigkeit zu bekommen. Am liebsten sind alle Familienmitglieder im Wald – ihrem zweiten Zuhause. Das einzigartige Naturgebiet kennen sie alle wie ihre Westentasche, zumal es ihnen von Feuerholz bis hin zu schmackhaften Beeren so einiges bietet.

Stacheldraht und Sperrgebiet werden von den Bewohnern ausgeblendet

Sie lieben ihre Idylle und versuchen den Stacheldrahtzaun und die Minen, die man bedrohlich nah an ihr Grundstück gelegt hat, auszublenden. Das gelingt mal mehr und mal weniger gut.

Und wie das so ist mit Familien, gibt es auch ein Familiengeheimnis. Dieses steht im Zusammenhang mit dem furchtbaren Schicksal, dem die Dressels eines Tages ausgeliefert sind und erschließt sich dem Leser am Anfang noch gar nicht. Im Gegenteil: vertieft in das Buch und die Geschichte der Familie, richtet man den Fokus auf eine andere Person im Umfeld derer von „Waldeshöh“. Geschichtlich Interessierte kommen im Buch auch auf ihre Kosten – verschiedene absurde Alltags-Schikane-Situationen, wie sie im Mauerstaat üblich waren, werden thematisiert. Einstige DDR-Bürger werden an so mancher Stelle in „Was uns erinnern lässt“ mit dem Kopf nicken („So war das!“), während Menschen, die den Mauerstaat nur von der anderen Seite kennen, wohl dann und wann ein leicht beklemmendes Gefühl bekommen.

Autorin verknüpft Familiengeschichte mit historischen Ereignissen

So oder so ist das Buch eines von jener Sorte, das man – hat man es einmal angefangen – gar nicht mehr aus der Hand legen will. Was definitiv daran liegt, dass die Autorin eine interessante Familiengeschichte mit historischen Ereignissen im Zusammenhang mit der deutsch-deutschen Teilung und dem Leben im Sperrgebiet gekonnt zu verknüpfen vermag. Und die Schauplätze zudem so detailgetreu beschrieben werden, dass man als Leser fast den Eindruck hat, man befindet sich vor Ort.

Auch wenn das Werk beklemmende Szenen beschreibt – die gehören zu dieser Geschichte ja nun einmal definitiv dazu. Zumal sich vieles genau so oder ähnlich mit Bewohnern des Sperrgebietes der DDR abgespielt hat.

Der Roman „Was uns erinnern lässt“ ist eine Fiktion, aber das Wissen darum, dass das im Buch beschriebene Schicksal der Dressels einst viele DDR-Bürger ereilte, lässt den Leser nachdenklich zurück. So manch einer, der wenig über die DDR weiß und sie auch nicht erlebt hat, wird hierdurch animiert, sich näher mit der deutsch-deutschen Geschichte zu beschäftigen.

So oder so: das Buch wird – einmal im Buchregal – ganz bestimmt noch von vielen nachfolgenden Familienmitgliedern gelesen. Ein wirklich grandioses Werk!

Infos:

Kati Nauman

„Was uns erinnern lässt“

Erschienen bei Harper Collins

Bildnachweis: HarperCollins Germany GmbH

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Seniorin im Park

Meist sind es Frauen, die im Alter alleine sind. Stirbt der einstige Partner, schlägt die Einsamkeit bei älteren Damen oftmals sehr brutal zu. Wer kennt sie nicht – die Bilder aus Städten, in denen Seniorinnen am Fenster sitzen, die Arme auf ein weiches Kissen gelegt? Klar, dieses Bild ist ein Stück weit auch ein Klischee, das sich aufdrängt, wenn man etwas über die Einsamkeit von verwitweten oder jetzt allein lebenden Frauen hört.

Bedingt durch die höhere Lebenserwartung weiblicher Zeitgenossinnen und die hohe Anzahl älterer Menschen, ist Einsamkeit im Alter jedoch tatsächlich ein hochaktuelles Thema. Gesellschaftlich, medial und für viele, deren ältere Angehörige weit weg wohnen, auch persönlich.

Obgleich namhafte Verbände wie die Volkssolidarität, das Rote Kreuz und ähnliche Initiativen eine Menge Angebote für Seniorinnen und Senioren bereithalten, gibt es immer noch genügend alte Menschen, die von diesen Offerten nichts wissen oder solche Angebote nicht in der Nähe haben. Stirbt dann noch die gleichaltrige Freundin, die gut bekannte Nachbarin oder wohnen die Kinder weit weg, schnappt die Einsamkeitsfalle schnell zu.

Senioren-Einsamkeit kann Krankheiten fördern

Dabei geht es hier nicht nur um ausbleibende Karten oder Anrufe zu Feier- und Geburtstagen, nein: wer im Alter einsam und isoliert lebt, ist einem höheren Risiko für Erkrankungen ausgesetzt. Selbst Demenz soll hierdurch begünstigt werden. Das hat voriges Jahr die Politik auf den Plan gerufen und sehr lange schon engagiert sich auch die Schauspielerin Mariella Ahrens gegen Senioreneinsamkeit. 

Solche privaten Initiativen, wie die von Mariella Ahrens, sind wahrscheinlich die, die am ehesten etwas bewirken, da man von den politischen Ansätzen bislang wenig gehört hat.

Umso mehr verdient ein aktuelles Projekt, das sich gegen die Einsamkeit im Alter richtet, Aufmerksamkeit.

Initiiert vom Seniorenbüro Laatzen wird es erstmals am Donnerstag, den 23. Mai 2019, ein kostenloses „Kontakt-Speed-Dating“ für Menschen ab 65 Jahren geben. Bei der Veranstaltung im Stadthaus können andere Senioren kennengelernt werden (Infos am Ende des Artikels). Die Initiatorinnen zielen ganz konkret auf ältere Herrschaften ab, deren Partner oder Freunde schon verstorben sind. Zur Zielgruppe der Teilnehmer gehören aber auch Damen und Herren im gehobenen Alter, die vielleicht aufgrund eines Umzugs neu in der Region sind.

Dass für ein ungezwungenes Kennenlernen die Speed-Dating-Variante zum Einsatz kommt, ist sehr genial, denn: in den meisten Alltagssituationen haben Senioren, deren Partner oder Freunde schon verstorben und die einsam sind, nicht mal im Ansatz solche Möglichkeiten, Gleichgesinnte kennenzulernen. Viele Leute stellen ja schon ab Ende Dreißig fest, wie schwierig es ist – zum Beispiel nach dem Umzug in eine andere Stadt – neue Leute kennenzulernen.

Speed-Dating für Freundschaften auch für zurückhaltende Naturen geeignet

Den Senioren, die an dem Speed-Dating teilnehmen, dürfte es zudem gefallen, dass dieses Konzept so aufgebaut ist, dass man mit seinem Gegenüber nur ein paar Worte wechselt und dann danach schon wieder einem anderen Gesprächspartner gegenübersitzt. Ein Vorteil auch für eher zurückhaltende, ältere Herrschaften!

Wer also eine Oma oder einen Opa oder andere Verwandte, sowie vielleicht auch Nachbarn hat, die oder der seine Zeit zumeist alleine verbringen muss, der sollte die Senioren auf diese Möglichkeit aufmerksam machen. Und da die erwähnte Offerte aktuell nur für Laatzen gilt, macht es sich zudem ganz gut, einfach mal zu recherchieren, in welchen Regionen es welche Angebote für ältere und einsame Verwandte oder Nachbarn gibt.

Das lohnt sich, denn: knüpfen die einsamen Alten neue Kontakte, leben Sie zumeist auf ganzer Linie auf. Seelisch, körperlich und gesundheitlich. Für den Spaziergang im Park oder die Tasse Kaffee auf dem Freisitz wieder nette Gesellschaft zu haben, verschafft bis dato einsamen Seniorinnen und Senioren eine Lebensqualität, die mit Geld nicht zu bezahlen ist!

Infos Speed-Dating Laatzen

Premiere am Donnerstag, 23. Mai 2019, 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr, Stadthaus.

Wer mitmachen möchte, sollte sich bis spätestens 10. Mai im Seniorenbüro anmelden.

Ansprechpartnerin: Ludmilla Stadler

Telefon: (0511) 82055402

Email: seniorenbuero@laatzen.de.

Bildnachweis (Symbolbild): pexels.com

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Hausboot auf Fahrt

Als prominenter Haudegen hat er das Leben auf einem Hausboot bis zu seinem Tod gelebt: Gunter Gabriel. Der leutselige Barde war damit lange seiner Zeit voraus und hat Jahrzehnte vor seinem Tod 2017 schon einem Lebensstil gefrönt, den heute viele gerne hätten. Denn: das Wohnen auf einem Hausboot wird immer beliebter. Immer mehr Menschen zieht es ans Wasser, in eine Umgebung, die für ein dauerhaftes Wohnen ihresgleichen sucht.

Doch ein aktuelles Beispiel, das der NDR in seiner Online-Ausgabe aus Niedersachsen veröffentlicht hat, zeigt, dass dieser Traum wohl für die meisten, die ihn träumen, genau das bleiben wird: ein Traum.

Den Traum vom eigenen Hausboot steht Platzknappheit entgegen

Auf der Homepage des Senders kommt ein Unternehmer zu Wort, der Hausboot vertreibt. Er macht wenig Hoffnung, denn die Nachfrage nach den individuellen Wohnsitzen ist sehr viel höher als das Angebot der Plätze, an denen diese schwimmenden Domizile liegen können. Auch neue Liegeplätze sind kaum in Sicht.

In dem Artikel wird auf Hausboote in Oldenburg eingegangen. Gerade mal zwei davon gibt es. Und um die Natur zu schützen, soll es laut der Aussage eines Verantwortlichen dabei auch bleiben. Außerdem hat Oldenburg nur wenig befahrbare Wasserfläche, was die Gestaltung von Hausboot-Projekten zusätzlich erschwert.  Problematisch ist bei dieser Art Häusern auch das behördliche Drum und Dran, das ja schon bei „normalen“ Häusern oftmals eine Odysee ist. So benötigen die schwimmenden Häusern auch eine Baugenehmigung, die man oft erst nach langer Zeit erhält.

Die andere Seite ist die Infrastruktur, die ja auch ein solch schwimmender Wohntraum benötigt. Wer möchte als individuell Wohnender schon auf Strom und frisches Wasser verzichten? Eben!

Hausboote zum Mieten bieten Alternative für den Urlaub

Wen es trotzdem nach dieser Art des Logierens gelüstet, der sollte als Alternative die Anmietung eines Hausbootes in Erwägung ziehen. Das ist in Deutschland durch viele Anbieter möglich und dank der wunderschönen Seen, die es hierzulande gibt, hat man eine vielfältige Auswahl, was die Routen betrifft. Unter anderem ist hier die mecklenburgische Seenplatte ein geeignetes Revier.

Die schwimmenden Ferienparadiese, die man anmieten kann, unterscheiden sich zudem kaum noch von einem feststehenden Ferienhaus und bieten jeglichen Komfort, den man (oder FRAU) sich auch ohne Bootsführerschein gönnen kann.

Bildnachweis: pixabay.com

Recherche-Nachweis: ndr.de

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Junge Frauen mit Schirm

Langweiliges Leben auf dem Dorf? Von wegen! Längst zieht es wieder mehr junge Familien auf`s Land. Vor allem in ländlichen Gebieten, die stadtnah sind, wird eifrig gebaut, siedeln sich junge Leute an. Sowohl hinzugezogene Frauen, als auch die weibliche Generation derer, die schon immer auf dem Dorf zuhause ist, haben häufig ein Interesse daran, vor der Haustür etwas zu bewegen und ländliches Leben (mit) zu gestalten. Ebenso wie die „alteingesessenen“ Frauen, die oftmals schon im Landfrauenverband aktiv sind. Dass sich die jüngere und die ältere Frauengeneration in ländlichen Regionen wunderbar ergänzen kann, darüber haben wir mit Janine Klinge (rechts im Bild, mit Katharina Schneider) gesprochen. Die engagierte Frau ist die treibende Kraft hinter der noch jungen Initiative „Junge Landfrauen in Sachsen“ und verriet uns, wo die Prioritäten der jungen, weiblichen Generation auf dem Land liegen.

FB: Die Initiative „Junge Landfrauen Deutschland“ wurde 2017 ins Leben gerufen. Wer genau hat sie gegründet und was war die Intention?

Die Initiative wurde vom Deutschen Landfrauenverband ins Leben gerufen. Die Idee dahinter war die Landfrauenarbeit und auch Struktur zu hinterfragen und zu überlegen wie der Verband stark gemacht werden kann für die Zukunft. Denn auch in den mitgliederstarken Verbänden in den alten Bundesländern ist es nicht mehr selbstverständlich, dass man als Frau, die in der ländlichen Region wohnt, automatisch Mitglied im Landfrauenverband wird.

Auftakt der Jungen Landfrauen fand in Berlin statt

Zum Auftakt in Berlin haben sich ca. 40 Frauen aus ganz Deutschland getroffen. Auch ich war mit einer weiteren jungen Landfrau aus Sachsen dabei. Daraus hervorgegangene ist eine digitale Arbeitsgemeinschaft, die immer noch im engen Kontakt steht. Dabei ist vor allem der Austausch der einzelnen Frauen sehr wichtig, denn man kann immer voneinander lernen.

FB: Wie kam es, dass diese Initiative  nun auch in Sachsen startet?

Wir haben gedacht,  was auf Bundesebene funktioniert, muss sich doch auch sachsenweit realisieren lassen.

Man kann zwar die einzelnen Regionen in Deutschland und auch die Gegebenheiten nur sehr schlecht vergleichen. Was vielleicht in der einen Region gut funktioniert, funktioniert woanders gar nicht. So haben sich in manchen Regionen, die bereits viele Ortsvereine besitzen, auf Kreisebene junge Landfrauengruppen gegründet, die sich eigenen Themen widmen und auch andere Aktivtäten verfolgen. So wie die Ortsvereine.

In Sachsen sind die Distanzen zwischen den einzelnen Ortsvereinen oft sehr groß und oft gibt es nur wenig jüngere Landfrauen in einem Ortsverein. Dennoch ist der Wunsch groß, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen und auszutauschen. Und vielleicht auch gemeinsam Schwierigkeiten zu bewältigen. Mit der Initiative in Sachsen wollen wir dafür einfach eine erste Plattform schaffen.

FB: Haben Sie Zahlen, wie viele junge Landfrauen es bundesweit gibt? Und: wie schaut es in Sachsen aus?

Leider gibt es keine bundesweite Zahl der jungen Landfrauen, da die Statistik den einzelnen Landesverbänden unterliegt. In Sachsen kann ich sagen, dass nur knapp über 10 %, derjenigen, die im Verband organisiert sind, der Generation U-40 angehören. Junge Frauen im ländlichen Raum gibt es viele und wir möchten gern wissen, was sie bewegt und welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, dass sie sich auch in einem Verband, wie dem der Landfrauen, engagieren und wohlfühlen.

Junge Landfrauen treffen sich am 18. Mai 2019 in Kohren-Sahlis

FB: Was sind die Anliegen junger Landfrauen, was bewegt sie, wie oder für was wollen sie sich einbringen. Haben Sie hier schon Erfahrungswerte?

Ja das ist eine Frage, die wir gern selber einfach konkreter beantworten wollen, um auch gezielter Angebote für diese Altersgruppe anbieten zu können. Das ist ein Grund dafür, dass wir ein Treffen der Jungen Landfrauen in Kohren-Sahlis am 18. Mai 2019 ins Leben gerufen haben.

FB: Was machen die jungen Landfrauen anders als die älteren Landfrauen?

Sie ticken einfach ein wenig anderes und das darf auch gern so sein. Das fängt oft schon dabei an, wann Treffen und gemeinsame Aktivitäten angesetzt werden. Wer Familie und Beruf hat, kann sich meist nicht 14.00 Uhr zum kreativen Nachmittag treffen. Aber auch die Themen spielen eine wichtige Rolle. So ist es für die jungen Frauen, die oft mitten in der Familienphase stecken, wichtig, dass sie für ihre Kinder Schulen und Kindergarten in der Nähe haben. Das ist für die älteren Landfrauen eher nicht mehr so relevant. Aber es gibt auch Überschneidungen. Ich nenne da nur mal den öffentlichen Nahverkehr. Wenn dieser gut funktioniert und ausgebaut ist, profitieren junge Familien genauso wie ältere, die vielleicht nicht mehr mobil mit dem Auto unterwegs sind.

Miteinander von jungen und älteren Landfrauen

FB: Es wird aber weiterhin ein Miteinander zwischen der älteren und der jungen Landfrauen-Generation geben, oder?

Auf jeden Fall! Und das schätzen unsere jungen Landfrauen auch. Denn sie profitieren einfach auch von der Erfahrung der älteren Genration. Gerade im Hinblick auf handarbeitliche Fähigkeiten und im Bezug auf Brauchtum kann da ganz viel weitergeben werden. Das funktioniert am besten, wo die Ortsvereine eine gute Altersmischung aufweisen. Die Jüngeren kennen sich hingegen oft besser mit den Sozialen Medien und Smartphones aus und bieten da ihre Hilfe an. Die Landfrauen leben ja gerade von dieser Gemeinschaft und dem Miteinander.

FB: Medial ist oftmals von einer Landflucht die Rede, andererseits siedeln sich gerade in den ländlichen Regionen – nahe den Großstädten – viele junge Familien an. Meist pendeln sie zur Arbeit in die Städte und wohnen oftmals in neuen Einfamilienhaus-Siedlungen am Dorfrand. Haben die Frauen aus diesen Familien auch das Bedürfnis, sich für die ländliche Wahlheimat zu engagieren oder konzentrieren die sich eher auf ihren persönlichen Kosmos? Gibt es hier schon Erfahrungen Ihrerseits? Und: haben Sie Zahlen, wie viele Familien es in Sachsen in letzter Zeit auf`s Land zog?

Zahlen haben wir selber nicht. Aber unsere Erfahrung zeigt uns, dass es oft auch diese Frauen sind, die Anschluss über die Ortsvereine suchen. Was für die Männer vielleicht der Fußballverein ist, ist für die Frauen der Landfrauenverein vor Ort. Dort kann ich mich austauschen und an gemeinsamen Aktivitäten teilnehmen, aber auch etwas lernen und gemeinsam bewegen.

FB: Wie kann das Engagement junger Landfrauen in ländlichen Gebieten, die tatsächlich etwas abgehängt und mit Landflucht geplagt sind, ausschauen? Gibt es Beispiele?

Ja, da haben wir tatsächlich gute Beispiele. So hat der Ortsverein in Thiendorf die Trägerschaft eines Kindergartens übernommen, der kurz vor der Schließung stand und sich jetzt als Kneipp-Kindergarten vor Anmeldungen kaum noch retten kann. Oder in Glossen: da haben die Landfrauen einen Spielplatz in der Ortsmitte wieder zu neuen Leben erweckt. Die Landfrauen betreiben auch kleine Bibliotheken in den Orten oder engagieren sich in der Nachbarschafts-Hilfe.

Gemeinsam kann mehr erreicht werden

Ich denke, gemeinsam kann man immer mehr erreichen und das betrifft alle Generationen.

FB: Welche Aktivitäten oder Projekte stehen demnächst in Sachen „Junge Landfrauen“ an – können Sie schon etwas verraten?   

Ja natürlich. Eines der wichtigen Projekte ist wohl das Treffen der Jungen Landfrauen in Sachsen am 18. Mai 2019 in Kohren-Sahlis. Dazu sind alle Frauen U40 eingeladen, die sich mit dem ländlichen Raum verbunden fühlen und sich gern vernetzen wollen. Das ist vollkommen unabhängig, ob Sie Mitglied bei uns sind oder nicht. Ich bin schon ganz gespannt, was sich daraus ergeben wird. Ich habe erst jetzt wieder über unsere Arbeitsgruppe erfahren, dass sich in Friesland 80 junge Frauen zu einer neuen Jungen Landfrauentruppe zusammen getan haben.

Eine Woche später geht es dann nach Magdeburg, zum Treffen Junger Landfrauen der Region Ost. Dort hin nehme ich dann hoffentlich schon viele Anregungen aus dem Termin vom 18. Mai mit.

Mehr Informationen zu den jungen Landfrauen finden sich hier.

Bildnachweis: Reiner Freese

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Frau macht Selfie

Übernachten in einem schönen Hotel, Eintritt in einen Club mit VIP-Tisch oder ein schönes Mode-Accessoire – nach den Vorstellungen so mancher Influencer muss das selbstverständlich sein. Das ist es auch, aber nur für ganz, ganz wenige Leute, die auf Instagram Bilder und Storys veröffentlichen. Meist handelt es sich um Prominente, die mit ihrem Instagram-Account eine Menge Leute erreichen.

Dreiste Influencer keine Seltenheit!

Logisch, dass hier die Werbeanfragen nur so herein purzeln und solche Internet-Größen wohl auch mit schicken Handtaschen, Schuhen und Kleidern überhäuft werden. Allerdings denken viele Nachahmer, dass man ihnen kostenfreie Goodies ebenso gewährt. Und so hört man immer wieder von jungen Leuten, die – weil Blogger oder Instagrammer – dreist ihre Forderungen an Hotel- oder Club-Besitzer stellen. Zum Beispiel.

Vor einiger Zeit machte ein Hotel die Anfrage einer britischen Bloggerin öffentlich, die meinte, kostenfrei in einem Luxushotel einchecken zu können, wenn Sie dem Hotel im Gegenzug einen Beitrag auf ihrem Blog widmet. Nur: einen Gegenzug kann es nur geben, wenn der andere auch gewillt ist, Partner zu sein. Im Fall der Internet-Lady aus England war das nicht so. Im Gegenteil: das Hotel empfand die Anfrage als Frechheit. Es machte die Bettel-Zeilen der Bloggerin, die mal eben einige Tage Aufenthalt in einem Hotel in Dublin kostenlos forderte, öffentlich. Auf kurier.at wurde es wie folgt zitiert:

„Danke für deine E-Mail, in der du nach kostenloser Unterkunft im Austausch für Publicity fragst. Es braucht ganz schön viel Mut, so eine E-Mail zu schreiben, dafür nicht besonders viel Selbstachtung und Würde. Wenn ich dich hier für ein Video übernachten lasse, wer bezahlt die Mitarbeiter, die sich um dich kümmern? Wer bezahlt das Housekeeping, das dein Zimmer putzt? Die Kellner, die dein Frühstück servieren? Die Rezeptionistin, die dich eincheckt?“ Der Text endet mit der klaren Ansage: „P.S.: Die Antwort ist nein“.

Das ist kein Einzelfall! Bei weitem nicht.

Kostenfreie Logis im Luxushotel erhofft sich mancher Influencer

Denn gleich an dreiste Blogger und Influencer in der Mehrzahl richtet sich ein Luxus-Strandhotel auf den Philippinen, welches von Nachfragen nach einem kostenlosen Aufenthalt mehr und mehr genervt ist.

Auf derstandard.de wurden vor einigen Tagen folgende Zeilen des Hotel-Managments bekannt:

„Wir erhalten viele Nachrichten über eine Zusammenarbeit mit Influencern. Wir würden gerne höflich bekanntgeben, dass White Banana nicht daran interessiert ist, mit selbsternannten Influencern zusammenzuarbeiten. Und wir würden [Ihnen] vorschlagen, andere Möglichkeiten zu suchen, um kostenlos Essen, Getränke oder Übernachtungen zu bekommen. Oder Ihr geht einfach richtig arbeiten.“

Harte Worte von Betreiber Gianluca Casaccia, der das Strandhotel White Banana auf der philippinischen Insel Siargao betreibt. Und nach eigener Aussage schon an die 100 Anfragen nach kostenloser Logis von Influencern bekommen hat.

Und – ganz ehrlich – man kann ihn verstehen! Denn natürlich bezahlt sich das Team eines Hotels nicht von selbst und ob die jeweiligen Influencer die gewünschte Zielgruppe wirklich erreichen, bleibt fraglich.

Deutscher Influencer blamiert sich

Fraglich ist auch das Verhalten eines deutschen Influencers, der eine Absage sogar noch öffentlich machte und dafür im Netz viel Spott und Häme einstecken musste.

Auf stern.de war über den 23jährigen Luca Scharpenberg („Concrafter“ auf Youtube) am 15. April 2019 folgendes zu lesen:

„Der Kölner, dem auf Youtube 3,7 Millionen Abonnenten folgen, erzählte, wie er mit einigen Freunden in der Düsseldorfer Altstadt am Wochenende unterwegs war. Über sein Management sei dann der Kontakt zu einem Club auf der Partymeile hergestellt worden, in dem die Gruppe gerne feiern wollte – mit freiem Eintritt, Tisch im VIP-Bereich und kostenlosen Getränken. Im Gegenzug wollte er den Club in seinen Storys auf Instagram markieren. Nach einigem Hin und Her kam auf die Anfrage des Influencers aber eine ziemlich eindeutige Antwort: „Die Sache ist, der Laden läuft auch ohne deine Posts gut“, schrieb ihm der Manager. „Du verdienst doch nicht schlecht, meinst du nicht, dass du 150 Euro auf der Tasche hast?“(…)Im Video auf seinem Channel ereifert sich der Youtuber über die Reaktion des Clubs. Mit anderen Läden sei das kein Problem, behauptet er, dort gebe es „für alle Beteiligten eine ganz nice Koop“, wie es im Influencer-Jargon heißt. Die Antwort des Düsseldorfer Clubs hingegen nennt er „unprofessionell“ und „Arroganz auf so einem hohen Level“.“

Die meisten Web-User sahen das freilich anders und wuschen dem jungen Mann mit der dreisten Anspruchshaltung gehörig den Kopf. Ein User bekam für folgende Zeilen an den Bubi mit der Anspruchshaltung immensen Zuspruch:

„So etwas öffentlich zu machen, zeugt einfach davon, dass man nicht weiß, wie man mit seinem Ego damit klarkommen soll“, lautet der Kommentar mit den meisten Likes.“

Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, denn: die Kommentatoren haben recht. Und die Hotelbesitzer auch.

So mancher Instagram-„Star“ sollte sich hinterfragen!

Bleibt die Frage, ob sich „Youtuber“ mit Management und Bloggerinnen, die mal eben dreist einige Übernachtungen einfordern, nicht auch mal selbst hinterfragen sollten?! Denn noch immer gilt: diese Leute mögen einer gewissen Zielgruppe bekannt und mit einer beachtlichen Reichweite gesegnet sein. Aber dennoch agieren sie meist in Nischen und haben lange nicht den Bekanntheitsgrad wie wirkliche Prominente á la Peter Maffay & Co.

Den Unterschied macht auch, dass solche Größen sich nie im Leben so entblöden und nach kostenlosen Goodies hecheln würden!

Einfach mal drüber nachdenken, liebe Influencer!

Recherchenachweis: stern.de, kurier.at, derstandard.de

Bildnachweis (Symbolbild: pixabay.com)

 

 

 

 

 

 

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Asiation trinkt Wein

Online-Dating scheint in chinesischen Landen längst out. Stattdessen spielt der Flirt mit virtuellen Männern für moderne junge Frauen eine riesengroße Rolle. Darüber hat der SPIEGEL in seiner Ausgabe 10/2019 ausführlich berichtet.

Was in dem Artikel geschrieben steht, klingt für uns europäische Frauen ziemlich absurd. Denn: Millionen Chinesinnen widmen sich in ihrer Freizeit fiktiven Männern. Kein Witz! Das Magazin schreibt in diesem Zusammenhang von einem Online-Spiel, in dem vom Popstar bis zum tiefsinnigen Wissenschaftler verschiedene Männertypen digital agieren. Allesamt sind sie attraktiv, einfühlsam und selbstbewusst. Aber sie existieren eben nur virtuell – in einem Online-Spiel namens „Die Liebe und die Produzentin“.

Virtuelle Männer verzaubern Chinesinnen am Rechner

Die digitalen Liebesfiguren schreiben den jeweiligen Frauen romantische Textnachrichten, reagieren auf aktuelle Ereignisse und schicken sogar Sprachnachrichten. Mit Inhalten, von der – wie im SPIEGEL zu lesen ist – viele Frauen träumen.

Dem nicht genug rufen die virtuellen Männer, die lediglich durch eine Software zum digitalen Leben erweckt werden, sogar an. Die per Anruf gesprochenen Sätze werden von Schauspielern gesprochen – und sie sind stets romantisch.

Der SPIEGEL schreibt zu diesem verstörendem Trend:

„Mehr als sechs Millionen Chinesinnen luden sich das Spiel innerhalb weniger Wochen herunter,  nachdem es Ende 2017 herausgekommen war“

Nur: warum machen moderne Frauen so etwas? In dem Nachrichtenmagazin wird von einer 30jährigen Chinesin berichtet, die bereits 200 000 Yuan (circa 26.000 Euro) für dieses Spiel ausgegeben hat. Aber was haben denn Singleladies letztendlich davon, mit einer Sprachsoftware, die vorgibt, ein attraktiver Mann zu sein, zu kommunizieren? Zitat hierzu im SPIEGEL:

„Es ist, als würde ich mir meinen eigenen Roman schreiben“ sagt Xiao Bai. „Und auf gewisse Weise ist das Spiel sehr realistisch“

Der Software-Mann als Lebensberater?

Eine andere Frau gibt zu Protokoll, ihre Liebesfigur als eine Art Lebensberater zu sehen, der sie daran erinnert, Disziplin zu halten. Und Sport zu treiben oder früh aufzustehen. Für sie sei es ein „eskapistisches Vergnügen“, dieses Spiel zu spielen. In dem Artikel allerdings klingen die Vermutungen, warum viele chinesische Frauen diesem bizarren Reiz erliegen, etwas anders. Die Möglichkeit, sich leicht und risikofrei mit „Männern“ einzulassen wird ebenso in Betracht gezogen, wie die Option, sich spielerisch auf mehrere Männer einzulassen. Keine Selbstverständlichkeit im männerdominierten Regime.

Außerdem wird gemutmaßt, dass das Spiel deshalb so populär ist, weil in China viele selbstbewusste Chinesinnen im Bereich E-Commerce mitmischen. Eine erfolgreiche Unternehmerin, die im chinesischen Internet eine Online-Talkshow zu Beziehungen und Sex betreibt, fand das Spiel anfangs nur lächerlich, konnte aber – als sie es selbst ausprobierte – die Faszination der Frauen dafür verstehen.

Sexuelle Selbstbestimmung für Frauen in China ein Fremdwort

Sie gibt aber auch zu bedenken, dass die Reife und die sexuelle Selbstbestimmung der Frau in der chinesischen Kultur nichts zählen.

Erliegen deshalb so viele Chinesinnen dem braven und auch keimfreien Online-Spiel? Es könnte eine Erklärung sein. Obgleich es für europäische Frauen, die – vor allem in Deutschland – in der Liebe jedwede Freiheit genießen, absolut befremdlich anmutet.

Nicht so übrigens in Taiwan – dort wurde das Spiel ebenso herausgebracht. Und stand wenige Tage nach dem Start – so berichtet es der SPIEGEL – auf Platz eins der meistgeladenen Apps…

Bildnachweis (Symbolbild): pexels.com

 

 

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