Junge Frauen mit Schirm

Langweiliges Leben auf dem Dorf? Von wegen! Längst zieht es wieder mehr junge Familien auf`s Land. Vor allem in ländlichen Gebieten, die stadtnah sind, wird eifrig gebaut, siedeln sich junge Leute an. Sowohl hinzugezogene Frauen, als auch die weibliche Generation derer, die schon immer auf dem Dorf zuhause ist, haben häufig ein Interesse daran, vor der Haustür etwas zu bewegen und ländliches Leben (mit) zu gestalten. Ebenso wie die „alteingesessenen“ Frauen, die oftmals schon im Landfrauenverband aktiv sind. Dass sich die jüngere und die ältere Frauengeneration in ländlichen Regionen wunderbar ergänzen kann, darüber haben wir mit Janine Klinge (rechts im Bild, mit Katharina Schneider) gesprochen. Die engagierte Frau ist die treibende Kraft hinter der noch jungen Initiative „Junge Landfrauen in Sachsen“ und verriet uns, wo die Prioritäten der jungen, weiblichen Generation auf dem Land liegen.

FB: Die Initiative „Junge Landfrauen Deutschland“ wurde 2017 ins Leben gerufen. Wer genau hat sie gegründet und was war die Intention?

Die Initiative wurde vom Deutschen Landfrauenverband ins Leben gerufen. Die Idee dahinter war die Landfrauenarbeit und auch Struktur zu hinterfragen und zu überlegen wie der Verband stark gemacht werden kann für die Zukunft. Denn auch in den mitgliederstarken Verbänden in den alten Bundesländern ist es nicht mehr selbstverständlich, dass man als Frau, die in der ländlichen Region wohnt, automatisch Mitglied im Landfrauenverband wird.

Auftakt der Jungen Landfrauen fand in Berlin statt

Zum Auftakt in Berlin haben sich ca. 40 Frauen aus ganz Deutschland getroffen. Auch ich war mit einer weiteren jungen Landfrau aus Sachsen dabei. Daraus hervorgegangene ist eine digitale Arbeitsgemeinschaft, die immer noch im engen Kontakt steht. Dabei ist vor allem der Austausch der einzelnen Frauen sehr wichtig, denn man kann immer voneinander lernen.

FB: Wie kam es, dass diese Initiative  nun auch in Sachsen startet?

Wir haben gedacht,  was auf Bundesebene funktioniert, muss sich doch auch sachsenweit realisieren lassen.

Man kann zwar die einzelnen Regionen in Deutschland und auch die Gegebenheiten nur sehr schlecht vergleichen. Was vielleicht in der einen Region gut funktioniert, funktioniert woanders gar nicht. So haben sich in manchen Regionen, die bereits viele Ortsvereine besitzen, auf Kreisebene junge Landfrauengruppen gegründet, die sich eigenen Themen widmen und auch andere Aktivtäten verfolgen. So wie die Ortsvereine.

In Sachsen sind die Distanzen zwischen den einzelnen Ortsvereinen oft sehr groß und oft gibt es nur wenig jüngere Landfrauen in einem Ortsverein. Dennoch ist der Wunsch groß, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen und auszutauschen. Und vielleicht auch gemeinsam Schwierigkeiten zu bewältigen. Mit der Initiative in Sachsen wollen wir dafür einfach eine erste Plattform schaffen.

FB: Haben Sie Zahlen, wie viele junge Landfrauen es bundesweit gibt? Und: wie schaut es in Sachsen aus?

Leider gibt es keine bundesweite Zahl der jungen Landfrauen, da die Statistik den einzelnen Landesverbänden unterliegt. In Sachsen kann ich sagen, dass nur knapp über 10 %, derjenigen, die im Verband organisiert sind, der Generation U-40 angehören. Junge Frauen im ländlichen Raum gibt es viele und wir möchten gern wissen, was sie bewegt und welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, dass sie sich auch in einem Verband, wie dem der Landfrauen, engagieren und wohlfühlen.

Junge Landfrauen treffen sich am 18. Mai 2019 in Kohren-Sahlis

FB: Was sind die Anliegen junger Landfrauen, was bewegt sie, wie oder für was wollen sie sich einbringen. Haben Sie hier schon Erfahrungswerte?

Ja das ist eine Frage, die wir gern selber einfach konkreter beantworten wollen, um auch gezielter Angebote für diese Altersgruppe anbieten zu können. Das ist ein Grund dafür, dass wir ein Treffen der Jungen Landfrauen in Kohren-Sahlis am 18. Mai 2019 ins Leben gerufen haben.

FB: Was machen die jungen Landfrauen anders als die älteren Landfrauen?

Sie ticken einfach ein wenig anderes und das darf auch gern so sein. Das fängt oft schon dabei an, wann Treffen und gemeinsame Aktivitäten angesetzt werden. Wer Familie und Beruf hat, kann sich meist nicht 14.00 Uhr zum kreativen Nachmittag treffen. Aber auch die Themen spielen eine wichtige Rolle. So ist es für die jungen Frauen, die oft mitten in der Familienphase stecken, wichtig, dass sie für ihre Kinder Schulen und Kindergarten in der Nähe haben. Das ist für die älteren Landfrauen eher nicht mehr so relevant. Aber es gibt auch Überschneidungen. Ich nenne da nur mal den öffentlichen Nahverkehr. Wenn dieser gut funktioniert und ausgebaut ist, profitieren junge Familien genauso wie ältere, die vielleicht nicht mehr mobil mit dem Auto unterwegs sind.

Miteinander von jungen und älteren Landfrauen

FB: Es wird aber weiterhin ein Miteinander zwischen der älteren und der jungen Landfrauen-Generation geben, oder?

Auf jeden Fall! Und das schätzen unsere jungen Landfrauen auch. Denn sie profitieren einfach auch von der Erfahrung der älteren Genration. Gerade im Hinblick auf handarbeitliche Fähigkeiten und im Bezug auf Brauchtum kann da ganz viel weitergeben werden. Das funktioniert am besten, wo die Ortsvereine eine gute Altersmischung aufweisen. Die Jüngeren kennen sich hingegen oft besser mit den Sozialen Medien und Smartphones aus und bieten da ihre Hilfe an. Die Landfrauen leben ja gerade von dieser Gemeinschaft und dem Miteinander.

FB: Medial ist oftmals von einer Landflucht die Rede, andererseits siedeln sich gerade in den ländlichen Regionen – nahe den Großstädten – viele junge Familien an. Meist pendeln sie zur Arbeit in die Städte und wohnen oftmals in neuen Einfamilienhaus-Siedlungen am Dorfrand. Haben die Frauen aus diesen Familien auch das Bedürfnis, sich für die ländliche Wahlheimat zu engagieren oder konzentrieren die sich eher auf ihren persönlichen Kosmos? Gibt es hier schon Erfahrungen Ihrerseits? Und: haben Sie Zahlen, wie viele Familien es in Sachsen in letzter Zeit auf`s Land zog?

Zahlen haben wir selber nicht. Aber unsere Erfahrung zeigt uns, dass es oft auch diese Frauen sind, die Anschluss über die Ortsvereine suchen. Was für die Männer vielleicht der Fußballverein ist, ist für die Frauen der Landfrauenverein vor Ort. Dort kann ich mich austauschen und an gemeinsamen Aktivitäten teilnehmen, aber auch etwas lernen und gemeinsam bewegen.

FB: Wie kann das Engagement junger Landfrauen in ländlichen Gebieten, die tatsächlich etwas abgehängt und mit Landflucht geplagt sind, ausschauen? Gibt es Beispiele?

Ja, da haben wir tatsächlich gute Beispiele. So hat der Ortsverein in Thiendorf die Trägerschaft eines Kindergartens übernommen, der kurz vor der Schließung stand und sich jetzt als Kneipp-Kindergarten vor Anmeldungen kaum noch retten kann. Oder in Glossen: da haben die Landfrauen einen Spielplatz in der Ortsmitte wieder zu neuen Leben erweckt. Die Landfrauen betreiben auch kleine Bibliotheken in den Orten oder engagieren sich in der Nachbarschafts-Hilfe.

Gemeinsam kann mehr erreicht werden

Ich denke, gemeinsam kann man immer mehr erreichen und das betrifft alle Generationen.

FB: Welche Aktivitäten oder Projekte stehen demnächst in Sachen „Junge Landfrauen“ an – können Sie schon etwas verraten?   

Ja natürlich. Eines der wichtigen Projekte ist wohl das Treffen der Jungen Landfrauen in Sachsen am 18. Mai 2019 in Kohren-Sahlis. Dazu sind alle Frauen U40 eingeladen, die sich mit dem ländlichen Raum verbunden fühlen und sich gern vernetzen wollen. Das ist vollkommen unabhängig, ob Sie Mitglied bei uns sind oder nicht. Ich bin schon ganz gespannt, was sich daraus ergeben wird. Ich habe erst jetzt wieder über unsere Arbeitsgruppe erfahren, dass sich in Friesland 80 junge Frauen zu einer neuen Jungen Landfrauentruppe zusammen getan haben.

Eine Woche später geht es dann nach Magdeburg, zum Treffen Junger Landfrauen der Region Ost. Dort hin nehme ich dann hoffentlich schon viele Anregungen aus dem Termin vom 18. Mai mit.

Mehr Informationen zu den jungen Landfrauen finden sich hier.

Bildnachweis: Reiner Freese

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Frau macht Selfie

Übernachten in einem schönen Hotel, Eintritt in einen Club mit VIP-Tisch oder ein schönes Mode-Accessoire – nach den Vorstellungen so mancher Influencer muss das selbstverständlich sein. Das ist es auch, aber nur für ganz, ganz wenige Leute, die auf Instagram Bilder und Storys veröffentlichen. Meist handelt es sich um Prominente, die mit ihrem Instagram-Account eine Menge Leute erreichen.

Dreiste Influencer keine Seltenheit!

Logisch, dass hier die Werbeanfragen nur so herein purzeln und solche Internet-Größen wohl auch mit schicken Handtaschen, Schuhen und Kleidern überhäuft werden. Allerdings denken viele Nachahmer, dass man ihnen kostenfreie Goodies ebenso gewährt. Und so hört man immer wieder von jungen Leuten, die – weil Blogger oder Instagrammer – dreist ihre Forderungen an Hotel- oder Club-Besitzer stellen. Zum Beispiel.

Vor einiger Zeit machte ein Hotel die Anfrage einer britischen Bloggerin öffentlich, die meinte, kostenfrei in einem Luxushotel einchecken zu können, wenn Sie dem Hotel im Gegenzug einen Beitrag auf ihrem Blog widmet. Nur: einen Gegenzug kann es nur geben, wenn der andere auch gewillt ist, Partner zu sein. Im Fall der Internet-Lady aus England war das nicht so. Im Gegenteil: das Hotel empfand die Anfrage als Frechheit. Es machte die Bettel-Zeilen der Bloggerin, die mal eben einige Tage Aufenthalt in einem Hotel in Dublin kostenlos forderte, öffentlich. Auf kurier.at wurde es wie folgt zitiert:

„Danke für deine E-Mail, in der du nach kostenloser Unterkunft im Austausch für Publicity fragst. Es braucht ganz schön viel Mut, so eine E-Mail zu schreiben, dafür nicht besonders viel Selbstachtung und Würde. Wenn ich dich hier für ein Video übernachten lasse, wer bezahlt die Mitarbeiter, die sich um dich kümmern? Wer bezahlt das Housekeeping, das dein Zimmer putzt? Die Kellner, die dein Frühstück servieren? Die Rezeptionistin, die dich eincheckt?“ Der Text endet mit der klaren Ansage: „P.S.: Die Antwort ist nein“.

Das ist kein Einzelfall! Bei weitem nicht.

Kostenfreie Logis im Luxushotel erhofft sich mancher Influencer

Denn gleich an dreiste Blogger und Influencer in der Mehrzahl richtet sich ein Luxus-Strandhotel auf den Philippinen, welches von Nachfragen nach einem kostenlosen Aufenthalt mehr und mehr genervt ist.

Auf derstandard.de wurden vor einigen Tagen folgende Zeilen des Hotel-Managments bekannt:

„Wir erhalten viele Nachrichten über eine Zusammenarbeit mit Influencern. Wir würden gerne höflich bekanntgeben, dass White Banana nicht daran interessiert ist, mit selbsternannten Influencern zusammenzuarbeiten. Und wir würden [Ihnen] vorschlagen, andere Möglichkeiten zu suchen, um kostenlos Essen, Getränke oder Übernachtungen zu bekommen. Oder Ihr geht einfach richtig arbeiten.“

Harte Worte von Betreiber Gianluca Casaccia, der das Strandhotel White Banana auf der philippinischen Insel Siargao betreibt. Und nach eigener Aussage schon an die 100 Anfragen nach kostenloser Logis von Influencern bekommen hat.

Und – ganz ehrlich – man kann ihn verstehen! Denn natürlich bezahlt sich das Team eines Hotels nicht von selbst und ob die jeweiligen Influencer die gewünschte Zielgruppe wirklich erreichen, bleibt fraglich.

Deutscher Influencer blamiert sich

Fraglich ist auch das Verhalten eines deutschen Influencers, der eine Absage sogar noch öffentlich machte und dafür im Netz viel Spott und Häme einstecken musste.

Auf stern.de war über den 23jährigen Luca Scharpenberg („Concrafter“ auf Youtube) am 15. April 2019 folgendes zu lesen:

„Der Kölner, dem auf Youtube 3,7 Millionen Abonnenten folgen, erzählte, wie er mit einigen Freunden in der Düsseldorfer Altstadt am Wochenende unterwegs war. Über sein Management sei dann der Kontakt zu einem Club auf der Partymeile hergestellt worden, in dem die Gruppe gerne feiern wollte – mit freiem Eintritt, Tisch im VIP-Bereich und kostenlosen Getränken. Im Gegenzug wollte er den Club in seinen Storys auf Instagram markieren. Nach einigem Hin und Her kam auf die Anfrage des Influencers aber eine ziemlich eindeutige Antwort: „Die Sache ist, der Laden läuft auch ohne deine Posts gut“, schrieb ihm der Manager. „Du verdienst doch nicht schlecht, meinst du nicht, dass du 150 Euro auf der Tasche hast?“(…)Im Video auf seinem Channel ereifert sich der Youtuber über die Reaktion des Clubs. Mit anderen Läden sei das kein Problem, behauptet er, dort gebe es „für alle Beteiligten eine ganz nice Koop“, wie es im Influencer-Jargon heißt. Die Antwort des Düsseldorfer Clubs hingegen nennt er „unprofessionell“ und „Arroganz auf so einem hohen Level“.“

Die meisten Web-User sahen das freilich anders und wuschen dem jungen Mann mit der dreisten Anspruchshaltung gehörig den Kopf. Ein User bekam für folgende Zeilen an den Bubi mit der Anspruchshaltung immensen Zuspruch:

„So etwas öffentlich zu machen, zeugt einfach davon, dass man nicht weiß, wie man mit seinem Ego damit klarkommen soll“, lautet der Kommentar mit den meisten Likes.“

Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, denn: die Kommentatoren haben recht. Und die Hotelbesitzer auch.

So mancher Instagram-„Star“ sollte sich hinterfragen!

Bleibt die Frage, ob sich „Youtuber“ mit Management und Bloggerinnen, die mal eben dreist einige Übernachtungen einfordern, nicht auch mal selbst hinterfragen sollten?! Denn noch immer gilt: diese Leute mögen einer gewissen Zielgruppe bekannt und mit einer beachtlichen Reichweite gesegnet sein. Aber dennoch agieren sie meist in Nischen und haben lange nicht den Bekanntheitsgrad wie wirkliche Prominente á la Peter Maffay & Co.

Den Unterschied macht auch, dass solche Größen sich nie im Leben so entblöden und nach kostenlosen Goodies hecheln würden!

Einfach mal drüber nachdenken, liebe Influencer!

Recherchenachweis: stern.de, kurier.at, derstandard.de

Bildnachweis (Symbolbild: pixabay.com)

 

 

 

 

 

 

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Asiation trinkt Wein

Online-Dating scheint in chinesischen Landen längst out. Stattdessen spielt der Flirt mit virtuellen Männern für moderne junge Frauen eine riesengroße Rolle. Darüber hat der SPIEGEL in seiner Ausgabe 10/2019 ausführlich berichtet.

Was in dem Artikel geschrieben steht, klingt für uns europäische Frauen ziemlich absurd. Denn: Millionen Chinesinnen widmen sich in ihrer Freizeit fiktiven Männern. Kein Witz! Das Magazin schreibt in diesem Zusammenhang von einem Online-Spiel, in dem vom Popstar bis zum tiefsinnigen Wissenschaftler verschiedene Männertypen digital agieren. Allesamt sind sie attraktiv, einfühlsam und selbstbewusst. Aber sie existieren eben nur virtuell – in einem Online-Spiel namens „Die Liebe und die Produzentin“.

Virtuelle Männer verzaubern Chinesinnen am Rechner

Die digitalen Liebesfiguren schreiben den jeweiligen Frauen romantische Textnachrichten, reagieren auf aktuelle Ereignisse und schicken sogar Sprachnachrichten. Mit Inhalten, von der – wie im SPIEGEL zu lesen ist – viele Frauen träumen.

Dem nicht genug rufen die virtuellen Männer, die lediglich durch eine Software zum digitalen Leben erweckt werden, sogar an. Die per Anruf gesprochenen Sätze werden von Schauspielern gesprochen – und sie sind stets romantisch.

Der SPIEGEL schreibt zu diesem verstörendem Trend:

„Mehr als sechs Millionen Chinesinnen luden sich das Spiel innerhalb weniger Wochen herunter,  nachdem es Ende 2017 herausgekommen war“

Nur: warum machen moderne Frauen so etwas? In dem Nachrichtenmagazin wird von einer 30jährigen Chinesin berichtet, die bereits 200 000 Yuan (circa 26.000 Euro) für dieses Spiel ausgegeben hat. Aber was haben denn Singleladies letztendlich davon, mit einer Sprachsoftware, die vorgibt, ein attraktiver Mann zu sein, zu kommunizieren? Zitat hierzu im SPIEGEL:

„Es ist, als würde ich mir meinen eigenen Roman schreiben“ sagt Xiao Bai. „Und auf gewisse Weise ist das Spiel sehr realistisch“

Der Software-Mann als Lebensberater?

Eine andere Frau gibt zu Protokoll, ihre Liebesfigur als eine Art Lebensberater zu sehen, der sie daran erinnert, Disziplin zu halten. Und Sport zu treiben oder früh aufzustehen. Für sie sei es ein „eskapistisches Vergnügen“, dieses Spiel zu spielen. In dem Artikel allerdings klingen die Vermutungen, warum viele chinesische Frauen diesem bizarren Reiz erliegen, etwas anders. Die Möglichkeit, sich leicht und risikofrei mit „Männern“ einzulassen wird ebenso in Betracht gezogen, wie die Option, sich spielerisch auf mehrere Männer einzulassen. Keine Selbstverständlichkeit im männerdominierten Regime.

Außerdem wird gemutmaßt, dass das Spiel deshalb so populär ist, weil in China viele selbstbewusste Chinesinnen im Bereich E-Commerce mitmischen. Eine erfolgreiche Unternehmerin, die im chinesischen Internet eine Online-Talkshow zu Beziehungen und Sex betreibt, fand das Spiel anfangs nur lächerlich, konnte aber – als sie es selbst ausprobierte – die Faszination der Frauen dafür verstehen.

Sexuelle Selbstbestimmung für Frauen in China ein Fremdwort

Sie gibt aber auch zu bedenken, dass die Reife und die sexuelle Selbstbestimmung der Frau in der chinesischen Kultur nichts zählen.

Erliegen deshalb so viele Chinesinnen dem braven und auch keimfreien Online-Spiel? Es könnte eine Erklärung sein. Obgleich es für europäische Frauen, die – vor allem in Deutschland – in der Liebe jedwede Freiheit genießen, absolut befremdlich anmutet.

Nicht so übrigens in Taiwan – dort wurde das Spiel ebenso herausgebracht. Und stand wenige Tage nach dem Start – so berichtet es der SPIEGEL – auf Platz eins der meistgeladenen Apps…

Bildnachweis (Symbolbild): pexels.com

 

 

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Pflegebedürftigkeit in Deutschland – ein Dauerbrenner-Thema, das immer wieder für Schlagzeilen und Aufreger sorgt. Der größte Kritikpunkt am hiesigen Pflegesystem ist vor allem die wenige Zeit, die Pfleger für pflegebedürftige Menschen haben. Waschen, Anziehen, Kämmen – alles läuft nach Stoppuhr. Läuft diese ab, ist auch der Aufenthalt der Pflegekraft beim Pflegebedürftigen zumeist beendet. Ein kleiner Plausch, emotionale Zuwendung, vielleicht noch eine Tasse Tee mit dem pflegebedürftigen Menschen trinken? Fehlanzeige.

Das deutsche Pflegesystem ist auf absurder „Minuten-Reiterei“ aufgebaut, die weder den Pflegekräften noch den zu pflegenden Frauen und Männern gut tut.

Pflege in Niederlanden gestaltet sich komplett anders

Ganz anders geht es dagegen in den Niederlanden zu. Denn dort bestimmen Pflegekräfte selbst, wieviel Zeit sie bei einem Pflegebedürftigen verbringen. Hierzu veröffentlichte das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL in seiner Ausgabe 52/18 einen umfangreichen Artikel.

Er handelte von einem Pilotprojekt im Münsterland, in dessen Rahmen das niederländische Modell aktuell getestet wird. Porträtiert wird gleich am Anfang des Artikels eine 32jährige Pflegekraft, die sich für den ihr anvertrauten Menschen – eine ältere Dame – Zeit nehmen kann. Zitat:

„Sie weckt die alte Frau, die sie pflegt, behutsam; sie hebt deren Bein an, stülpt den Strumpf über die Ferse und zieht ihn hoch bis zum Knie(…)“ Und sie geht danach nicht einfach, sondern sie bleibt. Wie fast jeden Morgen, denn die Patientin bittet die Pflegerin, noch etwas zu bleiben, weil sie großen Kummer hat(…)“.

Dieses Beispiel dürfte wohl exemplarisch für unzählige pflegebedürftige Menschen in Deutschland stehen. Wie oft sind sie einsam, nicht selten schon verwitwet und haben manchmal gar keine Bezugspersonen im Alltag mehr? Da ist der Wunsch oft groß, mit der Pflegekraft, die täglich kommt, einen Schwatz zu halten.

Was aber eben kaum machbar ist, wenn die Stoppuhr unerbittlich tickt.

Nicht die Rendite zählt – man arbeitet kostendeckend

Und genau das ist beim niederländischen Pflegedienst Buurtzorg nicht der Fall. Gegründet von einem Pfleger, der die Akkordarbeit am Menschen nicht mehr ertragen konnte, ist dieser Pflegedienst laut SPIEGEL in den Niederlanden schon viermal zum besten Arbeitgeber des Jahres gewählt worden. Der besagte Gründer, Jos de Blok, schielte bei seiner Unternehmenseröffnung nicht auf die Rendite, sondern gestaltete die Struktur so, dass kostendeckend gearbeitet wird.

Im SPIEGEL heißt es dazu weiter:

„De Blok schuf auch einen neuen Beruf: den des Pflegesozialarbeiters, der sich nicht nur um die körperlichen Gebrechen kümmert, sondern auch ein soziales Netz um den Patienten aufbaut“

Dieses Konzept imponierte Gunnar Sander, der laut dem Nachrichtenmagazin in Deutschland an verschiedenen Standorten sowohl Pflegedienste, Pflegeheime und Alten-WG`s betreibt. Er holte also den niederländischen Pflegedienst Buurtzorg für ein Pilotprojekt ins Münsterland. Drei Jahre lang hat er nun die Möglichkeit dieses empathische Pflegekonzept zu testen. Die beteiligten Kranken- und Pflegekassen haben sich probehalber auf das Projekt eingelassen – nun muss man die Testphase abwarten.

Nur – warum funktioniert das besagte Konzept eigentlich in den Niederlanden so gut? Dazu der SPIEGEL:

„In den Niederlanden funktioniert das, weil die Pflegekräfte anders als in Deutschland für das Kümmern und Beraten bezahlt werden. Die Kosten werden dort nicht durch strenge Zeitvorgaben gedrückt, sondern dadurch, dass die Pflegekräfte Arbeit abgeben – an Nachbarn, Freunde und Familie, die pflegerische Aufgaben ehrenamtlich übernehmen“

Bleibt die Frage, ob in Deutschland funktionieren könnte, was in den Niederlanden schon zum Alltag gehört? Dem SPIEGEL ist zu entnehmen, dass das lange noch nicht ausgemacht ist.

Könnte die Pflege auf diese Art in Großstädten funktionieren?

Zumal vor dem Hintergrund, dass man bislang nicht weiß, ob ein solches Konzept auch in Großstädten funktionieren könnte. Das Pilotprojekt ist im April 2018 gestartet und hat sich noch mit vielen offenen Fragen zu befassen.

Doch mit diesem Versuch ist definitiv ein Anfang gemacht. Möge das liebevolle Konzept so bald wie möglich auch hierzulande Schule machen! Pflegebedürftige und Angehörige würden es wohl gleichermaßen danken!

Bildnachweis (Symbolbild): picture alliance/imageBroker

Vierbeinige Freunde – sie waren von  jeher beliebt und sind es nach wie vor. Ob Hund, Katze, Schildkröte oder Meerschweinchen: Millionen Deutsche wollen auf ein tierisches Familienmitglied nicht mehr verzichten.

Hinzu kommt, dass in unserer Gesellschaft, in der es viele ältere alleinstehende Menschen und eine Menge junger Singles gibt, Haustiere für diese Leute manchmal fast wie ein Kinderersatz sind. Oder zumindest als eine Art zusätzliches Familienmitglied fungieren.

Das wiederum führt dazu, dass viele Haustier-Besitzer heutzutage bereit sind, viel Geld in ihre treuen Gesellen zu stecken. Manchmal sogar ein kleines Vermögen.

Tierbesitzer geben oft viel Geld für felligen Freund aus

Angefangen von drolligen Tierartikeln, deren Umfang in den letzten Jahren immens zugenommen hat, über die Pflege des Haustieres und hochwertigem Futter, bis hin zum Tierarzt lassen viele ihrem Tier nur das Beste angedeihen. Das gilt besonders für Letzteren: den Tierarzt.

Diesbezüglich erschien im Nachrichtenmagazin SPIEGEL, Ausgabe 51/18 ein sehr interessanter Bericht, der aufzeigt, was Tierhalter heutzutage bereit sind, in das Wohl ihrer lieben Freunde zu investieren. Vielen Besitzerin ist nämlich keine Therapie für ihr Tier zu teuer. Auch für sehr alte und kranke Tiere veranlassen nicht wenige Halter kostspielige Therapien und Anwendungen.

Der SPIEGEL schreibt dazu folgendes:

„(…)Tiere sind das, denen bei Krebserkrankungen heute mit Chemotherapie und Bestrahlung in Spezialkliniken geholfen werden kann, die Kunststofflinsen, Beinprothesen oder Rollstühle bekommen oder gar Spendernieren(…)“

Und weil das so ist, ist sogar der Schoko-Gigant Mars auf den Geschmack gekommen und ist heute bereits Besitzer mehrerer Tierarztpraxen in verschiedenen Ländern. Im SPIEGEL wird eine Frau porträtiert, die eine Praxis in Hamburg leitet. Der Name dieser Praxis lässt zunächst einmal nicht auf den Schokohersteller schließen, denn sie heißt „AniCura Tierärztliche Spezialisten“. Doch der Arbeitgeber der Tierärztin ist tatsächlich Mars. Besagte Praxis war – laut SPIEGEL – vor drei Jahren die erste deutschlandweit, die von der schwedischen Unternehmensgruppe AntiCura gekauft wurde. Im Herbst 2018 schluckte Mars diese Firma.

Umsatz Süßwaren lässt nach – Haustiere und deren Wohl boomen!

Dass das Unternehmen sich nunmehr auf Tiere konzentriert, hat nach Aussage des Nachrichtenmagazins damit zu tun, dass die Umsätze in der Süßwarenbranche zurück gehen, aber – wie eingangs erwähnt – in Sachen Tiere & Co. steigen.

Mars Petcare ist zudem schon der weltgrößte Hersteller von Tierfutter, der aber auch Gentests und GPS-Akitvitätstracker für Hunde entwickelt.

In welchem Stil der Süßwarenhersteller Mars tatsächlich schon im Tierbusiness mitmischt, zeigt der SPIEGEL auf interessante Weise auf, Zitat:

„(…)Und Mars kauft Tierarztpraxen: In den USA und Kanada hat der Schokokonzern Hunderte Standorte der Klinikketten Banfield, Bluepearl und VCA erworben, in Deutschland die inzwischen 32 AniCura-Praxen. Europaweit sind in AniCura-Häusern etwa 1500 Veterinäre tätig, an 225 Standorten in sieben Ländern. Neben Mars/AniCura ist auch die schwedische Gruppe Evidensia in den deutschen Markt eingestiegen(…)“

Im Magazin werden zwei Entwicklungen beschrieben, die den Siegeszug dieser großen Ketten ermöglichen. Zum Einen der bereits erwähnte Umtand, dass fellige Gesellen immer mehr zum Familienmitglied aufgestiegen sind und die Besitzer somit bereit sind, für den tierischen Angehörigen die Geldbörse zu öffnen.

Ältere Praxisinhaber verkaufen an Investoren

Und zum Anderen ist da noch die Tatsache, dass viele ältere Tierärzte ihre Praxen nicht loswerden, wenn sie in den Ruhestand gehen. Jüngere Ärtzinnen und Ärzte wollen sich nämlich mit so einem Praxis-Kauf meist nicht verschulden – und lassen es. Für die alt eingesessenen Tierärzte jedoch ist der Praxisverkauf zumeist in die Altersvorsorge eingepreist.

Was kommt da besser gelegen, als ein finanziell potenter Investor? Und die wiederum profitieren von der Tierliebe der deutschen und europäischen Halter.

Über mangelnde Kunden braucht sich also Mars in seiner neuen Funktion als Betreiber von Tierarztpraxen keine Gedanken zu machen! Aktuell nicht und in der Zukunft wohl auch nicht!

Bildnachweis: pexels.com

Weibliche Fachkräfte für technische Arbeitsplätze zu gewinnen, ist für viele Unternehmen hierzulande noch immer eine Herausforderung.

Das Unternehmen Nextkraftwerke, das als virtuelles Netzkraftwerk agiert und in Köln sitzt, kennt diese Problematik auch. Und hat sich jetzt für diese Thematik etwas eher Außergewöhnliches einfallen lassen: es sponsert die Frauenbundesligamannschaft des Hamburger Schachclubs! Die Zusammenarbeit kam auf den Vorschlag einer Frau zustande und wie genau sich das alles zugetragen hat, schreibt das Hamburger Abendblatt in seiner Online-Ausgabe abendblatt.de am 14. November 2018 wie folgt:

„Trikotsponsoring ist im Schach eine Seltenheit, weil es meist gar keine Trikots gibt. Die Frauen des Hamburger SK von 1830 (HSK), des ältesten deutschen Schachvereins und eines der Gründungsmitglieder der Damen-Bundesliga, haben jetzt weiße mit schwarz-weißem Aufdruck. Wie es dazu kam, ist eine besondere Geschichte.Großmeisterin Sarah Hoolt (30), Wirtschaftswissenschaftlerin mit den Schwerpunkten Energie und Finanzen, die seit sieben Jahren für den HSK zieht, überzeugte ihren Kölner Arbeitgeber Next Kraftwerke, ins Sponsoring einzusteigen. Das hatte das 2009 gegründete Unternehmen schon immer vor, wusste aber nicht, wo es sich engagieren sollte. Next Kraftwerke, Jahresumsatz 2017: 382,7 Millionen Euro, betreibt, so steht es auf deren Homepage, „eines der größten virtuellen Kraftwerke Europas, in dem Stromproduzenten, -verbraucher und -speicher intelligent vernetzt sind“. Eines der Ziele ist es dabei, erneuerbare Energien möglichst effektiv zu nutzen.(….) Die Firma, 141 Mitarbeiter an sieben Standorten, darunter in Hamburg, hat jedoch ein Problem: Sie sucht Fachkräfte, vor allem weibliche, die sind in den IT-Teams stark unterrepräsentiert. „Bei uns bewerben sich kaum Frauen für technische Arbeitsplätze. Mit den herkömmlichen Stellenausschreibungen hatten wir bisher wenig Erfolg“, klagt Unternehmenssprecher Jan Aengenvoort. Mit dem Trikotsponsoring beim HSK sollen nun bundesweit computer- und technikaffine Frauen angesprochen werden. Die werden, nicht ganz zu Unrecht, beim Schach vermutet. „Schachspielerinnen können komplexe Zusammenhänge schnell erfassen, das ist im Stromhandel von Vorteil“, sagt Aengenvoort. Der Vertrag läuft ein Jahr, dann werde wir die Zusammenarbeit ausgewertet. Verlängerung offen.“

Eine mehr als charmante Idee, wie wir finden! Zumal der Ansatz, dass Frauen, die sich dem Sport Schach widmen, wohl auch ein logisches und strukturiertes Denken haben und zudem hochintelligent sind und deshalb auch gut in technische Berufe passen, absolut sinnvoll ist.

Bleibt zu hoffen, dass der Sponsor im Rahmen seines Engagments mit den Damen fündig wird!

Den ganzen Artikel können Sie hier lesen.

Aus Solidarität und Mitgefühl für Krebspatienten und Frühchen erstrahlt das Residenschloss Ludwigsburg an zwei Tagen in einem faszinierenden Lila.

Konkret verzaubert die Licht-Illuminiation am 15. November 2018 – dem Welt-Pankreaskrebs-Tag – die Umgebung und zieht dann noch einmal am Sonnabend, den 17. November 2018 die Bewunderer der zauberhaften Szenerie in seinen Bann. Letzterer ist der Welt-Frühgeborenen-Tag und an diesem Termin soll an Frühchen erinnert werden, die oftmals keinen leichten Start ins Leben haben.

Die BILD-Zeitung schreibt dazu:

„Fast jedes zehnte Kind in Deutschland kommt als Frühchen zur Welt. Von einer Frühgeburt spricht man, wenn ein Baby vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche geboren wird. Eine normale Schwangerschaft dauert 40 Wochen. Wegen der noch nicht abgeschlossenen Entwicklung drohen vor allem extremen Frühchen gesundheitliche Probleme. Die häufigsten Spätfolgen sind Entwicklungsverzögerungen, Atemwegserkrankungen, Störungen der Motorik und der Aufmerksamkeit.“

Was die Krebserkrankung Pankreakrebs betrifft: hiermit ist der Bauchspeicheldrüsenkrebs gemeint, der als eine der besonders tückischsten Krankheit gilt, da viele Patienten mit dieser Diagnose leider versterben.

In der BILD ist dazu folgendes zu lesen:

„Bis zu 20 000 Menschen könnten in diesem Jahr bundesweit nach Prognose des Robert Koch-Instituts an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkranken. Das sogenannte Pankreaskarzinom weist seit Jahren eine der niedrigsten Überlebensraten unter allen Krebserkrankungen auf.“

Da ist es ein schönes Zeichen, wenn das Residenzschloss Ludwigsburg aus diesem Anlass in sanftes, lilafarbenes Licht getaucht wird – ein Anblick, der wahrlich fasziniert!

Wer sich über die ernsten Anliegen, die hinter der schönen Aktion stehen, informieren will, wird hier oder hier fündig.

Bildnachweis (Schloss Ludwigsburg): Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Fast können Sie einem leidtun – die ganzen Landwirte, die der Einladung eines Internetportals, das Landwirte mit interessierten Frauen zusammenbringen will, gefolgt sind.

Insgesamt 22 Landwirte sind wohl mit der Hoffnung angereist, mit verschiedenen Frauen in Kontakt zu kommen. Diese aber zerschlug sich jäh, als auch die Veranstalterin realisierte, dass die meisten angemeldeten Frauen gekniffen haben. Ganze elf Singleladies sind zu der Flirt-Veranstaltung nicht erschienen. Was für eine Enttäuschung!

Das Internetportal ze.tt.de berichtet über dieses Desaster wie folgt:

„Elf angemeldete Teilnehmerinnen sind wie vom Erdboden verschluckt. Der Plan, an diesem Oktoberwochenende die bessere Hälfte zu finden, erscheint nun hoffnungslos für die Landwirte. Der Stachel sitzt tief. Denn der Schock zu Beginn des Flirtfests ist sinnbildlich ist für die Situation der Bäuer*innen in Deutschland und Österreich. Sie kennen den Partner*innen-Mangel zu gut und erleben immer wieder, wie Landflucht, falsche Vorstellungen von der Landwirtschaft und eine mangelhafte Wertschätzung ihres Berufs die Suche nach Lebensgefährt*innen zur Qual machen.“

Tja, die Landflucht und die Suche der Landwirte nach der großen Liebe. Oder zumindest erstmal nach einer sympathischen Frau, die dem Landleben und damit einem Landwirt nicht abgeneigt ist. Nun – was die Landflucht betrifft, die ist oftmals gar nicht so immens gegeben, wie sie medial dargestellt wird.

Landflucht – ja und nein! Viele Landwirte in gefragten Regionen

Hier muss man differenzieren, zwischen dörflichen Regionen, die wirklich „weit hinter den sieben Bergen“ versteckt und oftmals sogar vom öffentlichen Nahverkehr abgeschnitten sind und den Gegenden, die sich ländlicher Natur um Großstädte schmiegen. Letztere sind nämlich kaum von Landflucht betroffen – im Gegenteil: hierher zieht es sehr viele Familien, die der Großstadt aus verschiedenen Gründen überdrüssig sind. Und in diesen Gegenden gibt es auch Landwirte.

Allerdings kommen die „Neuen“ aus der Großstadt schon als familiäres Gespann, also zumeist Mutter, Vater und Kind(er), auf`s Dorf. Singles indes verirren sich zum Wohnen allein eher nicht aufs Land – zumindest keine alleinstehenden Personen aus der Großstadt.

Insofern kann es schon zum Problem werden, wenn sich ein Landwirt binden will. Frauen sind tatsächlich in vielen Dörfern Mangelware. Die, die es im Umkreis gibt, sind schnell unter der Haube, viele Frauen ziehen auch weg und dann…..ja: dann bleibt Solo-Männern auf dem Land wirklich nicht mehr viel Auswahl.

Für viele Frauen sind Landwirte nicht attraktiv

Hinzu kommt – und auch das wird auf ze.tt.de beschrieben – dass nicht wenige Frauen die Zukunft auf einem Bauernhof, zusammen mit einem Landwirt, nicht unbedingt attraktiv finden. Tiere versorgen, Ställe ausmisten, sich um Haus und Hof kümmern – das ist schon ein Stück weit eine Herausforderung.

In dem besagten Artikel auf ze.tt.de bekommt man in diesem Zusammenhang einen Einblick, Zitat:

„Franz, 31 Jahre, geht gerne schwimmen und liebt die Natur. Ein gemütlicher Kerl samt Dreitagebart. Er spricht schüchtern, aber freundlich. Franz betreibt eine Schweineaufzucht in Österreich. Auf das Flirtfest hat der junge Landwirt sich gefreut, weil man da gleich „mehrere potenzielle Partnerinnen zur Auswahl und einen persönlichen Kontakt und Austausch hat“. Natürlich habe Franz mehr Frauen erwartet, aber „leider haben die irgendeine Scheu“. Er seufzt. Es liege an der fehlenden Wertschätzung für seinen Beruf, dass die Partnerinnensuche so schwer sei: „Früher genoss ein Landwirt viel höheres Ansehen.“

Auch folgende Zeilen lesen sich interessant:

„Robert Herzog, ebenfalls Typ gemütlicher Bauer von nebenan, richtet seine Sonnenbrille und streicht sich über seine ausgewaschene Bluejeans. Der 35-Jährige überragt mit knapp zwei Metern die anderen Teilnehmer*innen und pflichtet Franz bei: „Ich denke, dass die Landwirtschaft in gewissen Bereichen an Wertigkeit verloren hat.“ Teilweise kämen zu ihm aber heute wieder junge Kund*innen aus den Städten, die ein Bewusstsein für Qualitätsprodukte hätten, gerne regional einkauften und bereit sein, etwas höhere Preise zu bezahlen. Die Partner*innen-Suche erleichtere das indes nicht. Robert, der Umwelt- und Bioressourcenmanagement studiert hat und dann zurückkehrte auf den elterlichen Rinderhof, sucht seit drei Jahren auf verschiedenen Partnerbörsen eine Lebensgefährtin. Erfolglos. Davor hatte er zwar ein paar Beziehungen, aber sie waren nur von kurzer Dauer. Trennungsgrund war oft die Landwirtschaft. „Das Interesse der Frauen ist immer schnell verflogen.“

Das ist schon bezeichnend – oder? Vor allem angesichts der Tatsache, dass es vor allem Frauen sind, die sich oft bewusst ernähren und meist auch zielgerichtet nach regionalen, landwirtschaftlichen Produkten in ihrer Region suchen. Die Landwirte jedoch, die nicht selten mit „im Angebot“ sind, sind dann eher nicht von Interesse.

Landwirte haben als Partner auch ihre Vorteile

Schade eigentlich! Immerhin hat der Landwirt eine Umgebung um sich, in der andere Urlaub machen und ganz so anstrengend wie früher ist ja Landwirtschaft heute auch nicht mehr. Wenn auch nicht vergleichbar mit einem Job im Büro.

Wie aber erging es der einzigen Frau, die auf dem Flirt-Fest erschienen ist? Hat sie den Landwirt ihrer Träume gefunden?

ze.tt.de schreibt hierzu:

„Mittendrin immer noch: die Henne im Korb, die einzige Flirtfesteilnehmerin. Sarah*, 34 Jahre – mittelgroß, schwarze Haare, Jeansshorts – ist auf einem Hof in Ostdeutschland aufgewachsen, lebt in Bayern und will ihren richtigen Namen lieber nirgends lesen. „Als ich erst mal nur Kerle gesehen habe, wäre ich fast auf Toilette verschwunden und nie mehr wiedergekommen“, lacht sie über den Anfangsschock. „Dann wurde aber mein Name schon aufgerufen und es war zu spät.“ Zwar sein die anderen alle „ganz lieb“, aber für sie sei nicht „der Richtige“ dabei.„

Tja…Da kann man(n) nichts machen. Zumindest nicht für den Moment. Aber auch für den Landwirt gilt: niemals aufgeben! Der richtige Topf zum Deckel findet sich bestimmt. Und: Solo-Frauen ist der Blick aufs Land überaus zu raten – siehe auch hier.

Den gesamten Beitrag von ze.tt.de können Sie hier lesen.

Bildnachweis: pexels.com

Lästerzunge, Satirikerin und Skandalnudel – Désirée Nick ist von allem etwas. Die mittlerweile 62jährige hat sich noch nie was daraus gemacht, was andere über sie denken und sagt ihre Meinung rundheraus.

Vielen Frauen dürfte sie ziemlich sympathisch sein – trotz ihrer manchmal etwas überkandidelten Erscheinung. Wer die Nick aber je auf der Bühne erlebte und perfekte Spitzen über das Verhältnis zwischen Männer und Frauen – ein Lieblingsthma der Unterhaltungskünstlerin – zu hören bekam, der wird vieles aus seinem Leben in den überspitzten Aussagen von Désirée Nick wiedererkennen.

Insofern verwundert es nicht, dass auch in Nicks aktuellem Buch „NEIN ist das neue Ja“ ziemlich viele Tipps stehen, die sich im Großen und Ganzen an die ganz normale Frau von nebenan richten.

Von Dating über Männer bis hin zum digitalen Alltag ist alles dabei und es klingt ziemlich nah dran am echten Leben. Kein Wunder: immerhin bringt die Autorin viele Jahrzehnte satte Lebenserfahrung mit! Auch ein Punkt, in dem sich viele Frauen der Generation 40plus wiederfinden dürften – Single-Ladies ebenso wie verheiratete Frauen.

Einem Bericht auf stern.de zufolge sind es diese Tipps, die wie ein authentischer Appell seitens der Nick an die Frauen wirken.

Damit dürfte sie ihre Leserinnen nicht nur breit erreichen, sondern auch begeistern – selbst die inflationären Instagram-Selbstdarstellerinnen bekommen ihr Fett weg.

Die besagten Tipps lauten:

  1. „Nein zum Verstecken!“,
  2. „Nein zu einem Mann, bloß um (irgend-)einen Mann zu haben!“,
  3. „Nein zu Sex ohne Liebe“,
  4. „Nein zu Schönheits-OPs!“,
  5. „Nein zum Sex mit dem Ex!“,
  6. „Nein zu verheiraten Männern!“,
  7. „Nein zu Tinder-Dates!“,
  8. „Nein zu Likes!“,
  9. „Nein zu Altlasten!“,
  10. „Nein zu Instabitches!“.

Sicher: nicht jeder weibliche Nick-Fan wird sich mit jedem dieser Ratschläge identifizieren können, aber: wer hat nicht schon (s)eine Affäre mit dem verheirateten Mann oder den One-Night-Stand ohne Liebe verflucht beziehungsweise sich darüber geärgert, wertvolle Lebenszeit und Energie in sinnlose Internet-Dates gesteckt zu haben?!

Eben… Insofern dürfte die eine oder andere Nicksche Lebens- und Alltagsweisheit wohl auch auf viele „Otto-Normalo“-Frauen zutreffen und es lohnt sich, mal in den  erwähnten Bericht auf stern.de reinzuklicken oder auch einen Blick in das neue Werk der Kabarettistin zu werfen – hier erfährt man jeweils mehr zu den aufgezählten Ratschlägen.

So oder so: amüsant zu lesen ist ein Buch von Désirée Nick allemal, zumal jetzt im Herbst, wo es nichts Schöneres gibt, als sich mit Büchern für die dunkle Jahreszeit einzudecken und dem gedruckten Wort gemütlich auf der Couch oder im Ohrensessel zu frönen!

Und – wer weiß! – vielleicht erweist sich ja der eine oder andere Tipp der Künstlerin im kommenden Frühjahr, wenn Flirt- oder Ex-Partner wieder ein Thema sind, als ganz brauchbar?!

Bildnachweis: picture alliance/rtn – radio tele nord

Da bricht mir schon der kalte Schweiß aus, wenn ich nur daran denke“ – diesen Satz hört oder liest man oft, wenn es darum geht, dass Frauen auf Partys oder Veranstaltungen eingeladen sind, auf denen es definitiv zu Smalltalk kommt.

Viele schreckt diese leichte Art der Kommunikation ab, so manche weiß nicht, welches Thema er mit – zumeist – fremden Leuten auf einer Veranstaltung anschneiden soll.

Dabei ist Smalltalk freilich kein Hexenwerk und wenn das Eis erst mal gebrochen ist, plaudert es sich locker und leicht auch mit Menschen, die man eine Stunde zuvor noch gar nicht kannte. Das kann eine sehr bereichernde Erfahrung sein und vor allem auch eine lukrative – denn gerade Leute, die beruflich von Kontakten leben, können mit Smalltalk viel erreichen.

Ich selbst wage zu behaupten, Smalltalk ganz gut zu beherrschen – allerdings hatte auch ich anfangs so meine Ängste und war vor allem dann nervös, wenn ich alleine auf einen Event ging.

Allerdings ließ sich das seinerzeit nicht verhindern, da ich einst in eine Stadt zog, in die es mich beruflich verschlagen hatte und in der ich niemanden kannte. Zudem war ich damals Single.

Um überhaupt Leute kennenzulernen, musste ich mir was einfallen lassen (hierfür das Internet zu nutzen, war zu dieser Zeit noch keine wirkliche Option, es war das Zeitalter der knirschenden Modems und das Surfen war alles andere als komfortabel).

Zum Trainieren: Vernissagen besuchen!

Da auch ich wahnsinnigen Respekt vor gekonntem Smalltalk hatte und nicht wirklich wusste, wie ich auf einer Veranstaltung mit wildfremden Leuten in Kontakt kommen soll, suchte ich mir eine Art der Freizeitgestaltung heraus, die einen „Alles-kann-nichts-muss“-Aspekt hatte: ich besuchte Vernissagen.

Diese sind in vielen Städten öffentlich zugänglich, so dass man zur angegebenen Zeit einfach nur in der jeweiligen Galerie erscheinen muss.

„Sollte ich mit keinem ins Gespräch kommen, so kann ich mir immer noch die Bilder angucken“ – redete ich mir selbst Mut zu. Und tatsächlich: es klappte! Ich musste so gut wie keinen Augenblick meinen Blick an Bildern festeisen, nein – ich kam wie von selbst mit anderen Besuchern ins Gespräch.

Ein freundliches Grüßen, ein kleines Lächeln – mehr brauchte es meinerseits nicht, um relativ rasch mit den anderen Gästen zu kommunizieren.

Deshalb kann ich allen Leuten, für die Smalltalk (noch) Horror ist, raten, auf diese Art und Weise die Kunst der leichten Unterhaltung einmal auszuprobieren. Wie gesagt: wenn gar nichts geht, schnappen Sie sich ein Glas Sekt und schauen sich die Bilder an. Und gehen wieder!

Allerdings dürfte es fraglich sein, dass der Abend für Sie so endet. Ich für meinen Teil hatte damals – an meinem Smalltalk-Auftakt-Abend – am Ende der Veranstaltung eine ganze Menge neuer Visitenkarten in meiner Handtasche und zusätzlich sogar noch ein, zwei weitere Einladungen zu anderen Veranstaltungen.

Aber weiter in den Empfehlungen, die ich Ihnen fürs Gespräch ohne Tiefgang an die Hand geben möchte.

Keine Angst vor Smalltalk bei Stehempfängen!

Wenn Sie in die Situation kommen, geschäftlich eine Veranstaltung besuchen zu müssen, bei der es – wie es zumeist üblich ist – im Vorhinein einen Stehempfang gibt, dann seien Sie unbesorgt!

Sie können hier sowohl einen Stehtisch ansteuern, an dem noch niemand steht oder aber direkt einen Tisch ins Visier nehmen, an dem schon andere Gäste stehen und an den sie sich dazu gesellen wollen.

Bleiben wir erstmal bei der erstgenannten Variante: an einem Stehtisch, an dem sie als Erste alleine stehen, bleiben Sie nicht lange allein – versprochen! Und das Beste: der- oder diejenige, der oder die sich zu Ihnen gesellt, wird als Einstieg mit Smalltalk beginnen! Sie sind also fein raus und müssen nur noch eines tun: in die Unterhaltung mit einsteigen (ich stand einmal bei einer Veranstaltung alleine am Stehtisch und der Sänger der Gruppe Die Prinzen gesellte sich dazu mit den Worten „Sie stehen hier noch allein, da komme ich doch mal zu Ihnen“).

Also: die Leute, die dazu kommen, werden aktiv. Ebenso wird es mit anderen Leuten, die sich weiterhin dazu gesellen, laufen.

Sind Sie gezwungen, sich an einen Stehtisch zu begeben, an dem schon andere stehen – zum Beispiel, weil kein einzelner, freier Stehtisch mehr verfügbar ist – dann braucht es eine andere Strategie.

Aber – keine Sorge! Alles keine Kunst…

Nehmen wir an, es handelt sich um einen Stehtisch, an dem zwei Personen stehen. Diese können sich kennen, das muss aber nicht sein. Ihnen kann`s egal sein, denn für Sie macht es in Sachen Smalltalk keinen Unterschied, in welchem Bezug diese Leute zueinander stehen und ob überhaupt. Begeben Sie sich einfach auch an diesen Stehtisch und grüßen Sie nett.

Man wird zurückgrüßen – logisch.

Danach warten Sie einfach ab, denn ein Gespräch wird sich ganz sicher ergeben. Man wird sie in das Gespräch mit einbeziehen. Entpuppen sich die anderen zwei Personen als Gäste, die nicht miteinander bekannt und vielleicht alle beide Small-Talk-Muffel sind, nun: dann beginnen Sie doch ganz einfach ein Gespräch.

Es darf belanglos sein

Keine Angst – tiefgründiges Reden ist hier nicht angesagt! Irgendwas Belangloses reicht vollkommen! Zum Beispiel können Sie sich zu der Location, in der die Veranstaltung stattfindet, äußern.

Zum Beispiel so: „Das ist ja eine tolle Architektur hier“

Oder sie lassen eine Bemerkung über die Häppchen und das Catering vor Ort fallen, beispielsweise diese hier: „Sehr ansprechend gemacht und wirklich lecker“.

Auch eine leichte Bemerkung zum Inhalt der Veranstaltung kommt meist gut an. Diese könnte lauten: „Auf das Programm kann man ja gespannt sein, es klingt ziemlich vielversprechend“.

Ganz gleich, wie Sie das Gespräch beginnen – meist werden die anderen Personen am Stehtisch hierzu ebenso ein Feedback geben und schon ist man mittendrin in – zumeist – interessanten Gesprächen.

Wenn gar nichts geht: Wetter geht immer!

Probieren Sie es ruhig einmal aus und, wie schon erwähnt, alle vorgenannten Tipps sind von mir selbst erprobt und somit wirklich alltagstauglich.

Führen Sie sich bitte immer wieder vor Augen, das Smalltalk alles ist – aber bestimmt kein Hexenwerk!

Und noch was: falls Sie Sorge haben, dass all` diese Tipps Sie im Fall des Falles noch immer überfordern, dann ziehen Sie den Klassiker-Joker: plaudern Sie über`s Wetter!

Funktioniert auch und das ziemlich gut!

Und: all diese Tipps gelten natürlich auch, wenn Sie auf Veranstaltungen gehen, bei der von Anfang an alle sitzen (beispielsweise beim Ladies Lunch, Ladies Dinner usw.).

Und jetzt drücke ich Ihnen alle Daumen und sage: toi, toi, toi!

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