Donnerstag, 8. Januar, 2026

Neueste Beiträge

Schöner wohnen: Wenn offene Räume auf Teenie-Hunger treffen

Bekommt man Kinder, ist die Teenie-Ära so fern wie unbekannte Planeten. Erzählen andere Eltern von nervigen Aktionen ihrer Pubertiere, hört man sich das zwar an, kann aber zu diesem Zeitpunkt kaum einschätzen, wie anstrengend dieses Kapitel wirklich sein wird. Folglich denken frisch gebackene Mütter und Väter auch bei der Auswahl oder Planung eines Zuhauses manchmal nicht an kommende Teenie-Jahre. Wie sehr sich dann zum Beispiel ein offenes Loft-Flair in Haus oder Wohnung rächen kann, zeigt eine aktuelle Diskussion in einem digitalen Familienforum, die gern mit einem Augenzwinkern verfolgt werden darf…

Abendlicher Teenie-Hunger: Ein millionenfaches Phänomen

In dem Austausch unter Müttern beleuchtet eine Teenager-Mama das Problem mit einem offenen Wohn-/Essbereich, wenn dieser mit abendlichem Hunger des Nachwuchses kollidiert.

Zitat (Rechtschreibung immer im Original):

„Unser Wohn- und Essbereich ist großzügig und klar getrennt, aber eben offen. Unsere Kinder nutzen jetzt die Küche immer öfter am späten Abend oder Nachts. Erst war es nur ein kurzer Besuch am Kühlschrank, jetzt werden schon Gerichte gekocht. Oder, jetzt in den Ferien, auch mit Übernachtungsbesuch zum quatschen, beim kochen….Ich fühle mich davon immer mehr gestört, wenn wir im Wohnzimmer sitzen, zum Teil mit Freunden oder auch einfach nur zum fernsehen.(…)“

Diese Situation kann bestimmt jeder nachvollziehen: Nach dem Abendbrot, wenn alles soweit fertig ist, will man die Beine hochlegen und sich mal der Lieblingsserie oder einem guten Buch widmen. Mit Ruhe und im kuscheligen Zuhause-Look.

Offene Raumgestaltung und Teenies: Nicht immer einfach

Ziehen dann zu später Stunde etliche Teenies gen Küche und fangen an zu kochen, dürfte das eher so „mittelprächtig“ bei ruhesuchenden Eltern ankommen. Spätestens in diesem Moment wird so mancher die offene Raumgestaltung schon verflucht haben. Doch was ist die Lösung?

Andere Mütter im Forum kennen die Situation und berichten der Thread-Erstellerin von ihren Erfahrungen im Zusammenhang mit hungrigen Pubertieren. Oft mit einer ganz klaren Haltung – so wie hier:

„Ich würde schauen, dass ihr euch absprecht.

– Wie oft ist Besuch da?
– ggf. ein Maximum pro Monat
– seit ihr bereit, euch zum Fernsehschauen ins Schlafzimmer oder Gästezimmer zu verziehen?

Und ganz ehrlich: in meiner Jugend gab es das nicht so exzessiv. Da hatten sich Kinder nach den Eltern zu richten.(…)“

Dass der letzte Satz dieser Antwort nicht nur auf Verständnis trifft, dürfte in einem zumeist weiblich besuchtem Forum klar sein. Und so sieht es denn auch die nächste Mutter ganz anders:

„(…)ich empfinde es eigentlich als ein Zeichen dafür, dass die Kinder sich in dem Haus wohlfühlen und sich gerne mit ihren Freunden auch in der Küche usw. aufhalten, in der Nähe der Eltern oder sogar mit denen zusammen. Das ist doch schön.(…)“

Aus diesen zwei aufeinanderprallenden Meinungen entspinnt sich ein weiterer Disput, der aber vom Thema abschweift. Interessanter ist eher, wie andere Teenie-Mamas mit offenem Grundriss abendlichen Teenie-Hunger mit dem eigenen Ruhebedürfnis in Einklang bringen.

Einige Eltern haben vorgebaut – im Wortsinn

So zum Beispiel, Zitat:

„Wir haben einen extra Wohnbereich mit TV oben, Küche und essbereich unten.
Das wird sich vermutlich nicht so einfach umsetzen lassen… habt ihr noch einen Hobbyraum oder ähnliches? Noch sind unsere Kinder viel zu klein, aber euer Problem war tatsächlich der Gedanke dahinter als wir gebaut haben.(…)“

Andere Beiträge sehen jugendlichen Besuch und die Nutzung offener Wohnbereich prinzipiell als bereichernd und nicht störend und kommunizieren das entsprechend.

Alle Wohnbereiche für Besucher offen halten

So wie hier:

„Wir betrachten unser Haus als Wohnraum für die gesamte Familie. Insbesondere den Wohn/Ess/Kochbereich. D.h. wenn jemand Gäste hat, dann sind die selbstverständlich in diesen Bereichen herzlich willkommen. Die Schlafzimmer sind „privat“, ebenso das Elternbad. Das Haus ist groß genug – wenn sich ein anderes Familienmitglied gestört fühlt, geht es eben in seinen „privaten“ Bereich. Ich freue mich, dass die Kids erwachsen genug sind, sich und ihre Freunde/Gäste eigenständig zu bekochen und zu unterhalten. Wenn sie Gäste hier haben und zusammen kochen, unterhalten wir uns auch gerne mit allen, essen und trinken zusammen oder spielen.(…)“

Auch andere Stimmen sehen solche Situationen entspannt und verweisen auf Nebenräume:

„(…)Wenn ich in Ruhe was im TV schauen möchte, gehe ich ins Schlafzimmer.(…)“

Ob allerdings jeder für den Fernseh- oder Leseabend ins Schlafzimmer wechseln möchte, sei einmal dahingestellt. So oder so gibt es für diese Thematik (Problematik), die sich übrigens nicht nur auf Teenies beziehen muss, kein Patentrezept. Das zeigen bereits die oben aufgeführten Zitate aus dem Forum-Strang.

Regeln bringen Ruhe rein – bei Teenies und Eltern gleichermaßen

Am besten dürften immer noch moderate Regeln sein. So beispielsweise eine Uhrzeit, ab der definitiv kein Kochgelage in der Küche mehr stattzufinden hat. Oder auch die Regel, dass bei vielen Besuchen von Freunden des Pubertiers nicht jedesmal zusätzlich abends nochmal was gekocht wird. Solche Aktivitäten sollten eher die Ausnahme sein, wenn es für andere Familienmitglieder störend ist.

Am Ende findet wahrscheinlich jeder mit Kindern eine eigene Lösung und seinen Umgang damit. Und offene Grundrisse – erst in späteren Jahren wieder gut…!

Quelle: urbia.de – Forum, Zitate von 2fach201015, subkultur, j.sanders, ella838, das-erste-huhn

Foto: pexels.com / Pavel Danilyuk

 

 

 

"

Latest Posts

Nicht verpassen!