Samstag, 6. Juni, 2020

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Ein Rasen wie ein Teppich: Rollrasen im Garten, vorher/nachher

Huckelig, abgeranzt und an manchen Stellen schon ziemlich kahl. So präsentierte sich unser Garten, als wir ihn von den Vorbesitzern übernahmen. Siehe Bild weiter unten. Drei lange Jahre lebten wir mit dem Rest des einst sicher schönen Rasens und stellten den Traum vom Rollrasen erst einmal zurück, weil andere Dinge wichtiger waren. Letzten Frühsommer aber war es soweit: Nachdem wir uns ausgiebig über Rollrasen, seine Verlegung und seine Pflege informiert haben, nahmen wir das Projekt „Schöner Garten“ in Angriff und ließen uns Rollrasen liefern. Wir bezogen das frische Grün aus dem Internet, nachdem Bekannte von uns gute Erfahrungen damit gemacht haben. Geholfen hat uns ein befreundeter Gärtner, was für uns eine Riesen-Ersparnis gegenüber einer Firma bedeutete. Denn Rollrasen verlegen will gekonnt sein! Viele Leute machen es selbst, das ist natürlich auch machbar, aber durch den Gärtner in unserem Freundeskreis überließen wir dies lieber dem Profi. Wobei natürlich die Männer des Hauses auch mit angepackt haben. Denn Anpacken: Das muss man, wenn es darum geht, dem Garten mit einem Rollrasen ein schönes Antlitz zu verpassen.

Rollrasen verlegen – wann ist der beste Zeitpunkt?

Rollrasen vorher
Die Gartenfläche vorher

Bevor ich zu den einzelnen Schritten in Sachen Verlegung des Rasenteppichs komme, etwas zum Zeitpunkt der Verlegung. Sprich: Wann ist die beste Jahreszeit, den Rollrasen zu verlegen?

Nun – da gebe ich gern einen Experten-Tipp weiter. Der da besagt, dass man Rollrasen am besten im Frühjahr/Frühsommer verlegt. Durch die Wärme der Sonne zu dieser Jahreszeit wird der Boden gut durchgewärmt und die regelmäßigen Niederschläge in unseren Breitengraden (ich beziehe mich explizit auf Deutschland) sorgen dafür, dass das schöne Grün regelmäßig durchfeuchtet wird. Zur Beregnung des Rasens später mehr. Was außerdem für das Frühjahr bzw. den Frühsommer spricht: In dieser Jahreszeit steht dem frischen Rollrasen genügend Zeit zur Verfügung, gut anzuwurzeln und gegen den unvermeidlichen Frost eine hohe Widerstandsfähigkeit zu entwickeln. Da es hierzulande bekanntlich auch im späten Frühjahr noch Frost geben kann, wird empfohlen, den Rasen ab Mitte Mai zu verlegen. Wir haben uns daran gehalten und uns als Zeitpunkt den Juni dieses Jahres herausgesucht.

Dafür war etwas Vorbereitung nötig, denn im Allgemeinen benötigt man für dieses Projekt einen Bagger, der die alte Fläche abträgt und mit dem die Voraussetzung geschaffen wird, den Rollrasen auf eine Fläche, die plan ist, zu verlegen. Gartenwerkzeuge, wie Rechen, Schippe & Co. sollten zudem nicht fehlen. Wir haben vorher zudem noch etwas Mutterboden anliefern lassen, um die Fläche in Vorbereitung auf den Rollrasen hier und da ausbessern zu können. Am besten im Vorab mit dem Grünflächenspezialisten bzw. der betreuenden Firma eine Checkliste aufstellen, damit am Tag der Verlegung nichts schief geht! Wir für unseren Teil haben das mit dem befreundeten Gärtner so gemacht und waren – denke ich mal – recht gut vorbereitet.

Rollrasen gleich nach der Lieferung wässern!

Der online bestellte Rasten kam einen Tag vor der Verlegung per Spedition an. Hier haben wir ihn bereits schon gewässert, was sehr wichtig ist, denn im Zusammenhang mit Rollrasen heißt es vor allem am Anfang: wässern, wässern und nochmals wässern.

Bagger Rollrasen verlegen
Vor dem satten Grün kommt der Bagger

Am Verlegungstag dann schien die Sonne freundlich vom Himmel und es war nicht allzu brütend heiß, was von den das Projekt ausführenden Männern erleichtert zur Kenntnis genommen wurde. Der Profi legte sogleich mit dem Bagger los und trug die alte Boden/Rasenschicht ab. Danach wurde der Boden schön glatt gemacht und ein Anfangsdünger kam auf die Fläche, so dass die Rollrasen-Segmente nun darauf verlegt werden konnten (siehe Bild unten). Das war nach dem Baggereinsatz der Hauptpart an diesem Tag und kostete unseren Gärtner-Freund keine großartige Anstrengung, da er sowas in seinem beruflichen Alltag ständig macht. Nach und nach wurde unser Garten von einem schönen Grün bedeckt, wie wir es uns im Vorfeld erträumt hatten. Die Qualität des bestellten Rollrasens entsprach absolut unseren Vorstellungen!

Der Vormittag und der Nachmittag gingen ins Land und am frühen Abend war es vollbracht, das Werk. Unser Garten erstrahlte in sattem Grün! Von jetzt an hieß es gießen, gießen, gießen und nochmals gießen. Das schärfte uns auch unser Gärtner-Freund mehrfach ein. Morgens und abends sollte die Fläche mit dem Schlauch bewässert werden, am Anfang – so hieß es – am besten per Hand. Wir taten, wie uns geheißen und wässerten die Fläche morgens (bevor die Sonne auf die Fläche herab sengte) und abends (nachdem die Sonne weg war) mit dem Schlauch gut durch.

Der Rasen entwickelte sich prächtig und wir hatten Freude daran. Später legten wir uns dann einen Rasensprenger zu, der uns etwas Arbeit abnahm. Nach circa zwei Monaten gingen wir dazu über, den Rasen dreimal die Woche intensiv mit dem Rasensprenger zu bewässern. Das macht übrigens mehr Sinn, als täglich nur oberflächlich mit dem Schlauch drüber zu gehen. Um eine adäquate Bewässerung zu gewährleisten, sollten es schon 15 bis 20 Liter pro Quadratmeter sein! Wichtig in diesem Zusammenhang: Achten Sie beim Besprengen durch einen Rasensprenger unbedingt darauf, dass das Gerät wirklich jeden Winkel des Rasens bewässert. Wenn dem nicht so ist, macht es sich gut, den Sprenger in verschiedenen Positionen aufzustellen oder/und mit Hand nachzuwässern.

Pflegehinweise für Rollrasen unbedingt umsetzen

Rasen verlegen
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Wer die Tipps für seinen Rasen beachtet, wird mit einem satten Grün belohnt, an dem man sich vor allem in den warmen Sommermonaten herrlich erfreuen kann! Wir jedenfalls tun das allemal und stellen immer wieder fest: Der mit dem Rollrasen versehene Garten ist kein Vergleich zur schäbigen Huckel-Gras-Piste vorher (siehe Bild rechts). Deshalb unser Fazit: Es hat sich mehr als gelohnt!

Bildnachweis: pixabay.com/privat

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