Wer Online-Dating betreibt, der kann ganz schön was erleben. War die frühe Phase der Singlebörsen im Web noch eine Zeit, in der man(n) wirklich offen und bereit für eine ernsthafte Beziehung war, scheint heute die Oberflächlichkeit gewonnen zu haben. Niveaulose Kontaktaufnahmen, auf Nachrichten nicht antworten, zum Treffen nicht erscheinen, Verabredungen absagen und schlichtweg nicht anrufen…Die Liste der Unverfrorenheiten auf dem Dating-Parkett ist lang. Es scheint bei der Partnersuche auch immer seltener in eine Kennenlernphase überzugehen. Und selbst wenn: Diese Zeit, die im besten Fall einen Beziehungsauftakt darstellt, ist nicht minder fragil.
Kennenlernphase: Alle Antennen auf Empfang halten!
Deshalb ist es auch und gerade in der Kennenlernphase wichtig, die Sinne geschärft zu halten, um einordnen zu können, ob es jemand ernst meint oder nicht. Das geht schon mit Verabredungen nach einem erfolgreichen ersten Date los. Etliche männliche Kandidaten haben es sich nämlich zur Gewohnheit gemacht, weitere Treffen nach ersten Verabredungen bei sich zu arrangieren. Oft – nicht immer – hat das den Grund, dass der Mann es nicht ernst meinte und es für sich bequem und komfortabel halten will. Eine interessierte Frau reist (immer wieder) an, das ist, besser geht es doch nicht. Vor allem dann, wenn der besagte Kandidat gar kein wirkliches Interesse hat, sondern nur auf eine Affäre oder ein Abenteuer aus ist. Die Ausreden, die männliche Singles hier an den Tag legen, sind meist die gleichen. Deshalb heißt es: Gut hinhören, achtsam sein, das Bauchgefühl sprechen lassen. Ist es wirklich der Hund, der ihn daheim bindet, so dass er nicht wegfahren kann? Oder seine Heimat wirklich so viel toller als die seiner Dating-Partnerin?
Abenteuerliche Begründungen beim Kennenlernen hinterfragen!
Es ist nunmal so, dass etliche Singles mit dem „Du, ich kann hier wegen dem Hund nicht weg“ oder „Lass uns doch hier dieses oder jenes anschauen, das liegt alles gleich bei mir in der Nähe“ um die Ecke kommen, weil sie möchten, dass die Frau zu ihnen kommt. Häufig erweist sich dieser Typ Mann als jemand, der an etwas Festem nicht interessiert ist und deshalb so wenig Energie, Zeit und wahrscheinlich auch Sprit investieren möchte. Nicht verzichten, möchte man(n) allerdings auf prickelnde weibliche Kontakte. Und da kommt es gerade recht, wenn weibliche Dating-Kandidaten ihn in seinen „heiligen Hallen“ besuchen kommen. Oftmals bekommen Singlefrauen hier die wildesten Begründungen aufgetischt, warum umgedreht ein Besuch bei ihr von ihm nicht möglich ist.
Keine Gegeneinladung in der Kennenlernphase? Das könnte Gründe haben…
Vieles davon dürften Ausreden sein, deshalb gut hinhören und auch mal etwas hinterfragen!
Hinterfragen ist auch eine gute Idee, wenn der umgekehrte Fall an der Tagesordnung ist. Sprich: In der Kennenlernphase besucht sie eine neue männliche Bekanntschaft auffallend oft. Doch eine Gegeneinladung erfolgt nie. Was eigentlich total durchschaubar klingt und auch ist, kommt beim Online-Dating und in darauf folgenden Kennenlernphasen mehr als genug vor. Hat man Feuer gefangen und schwebt auf Wolke 7, hinterfragt man sowas nur nicht gleich. Doch wenn man es dann irgendwann doch tut, kommen nicht selten die schrägsten Antworten.
Die Ausreden gebundener Männer beim Kennenlernen
Er ist doch beruflich sowieso häufiger in ihrer Stadt, es ist doch schön hier, die Junggesellebude ist nicht aufgeräumt, und so weiter und so fort…Dass in den meisten Fällen schlichtweg eine bereits „vorhandene“ Partnerin der Grund ist, warum er nicht zu sich einlädt, mag einleuchtend sein. Doch eine ganze Menge Frauen, die frisch verliebt und mit so einem Kandidaten in der Kennenlernphase sind, hinterfragen sowas tatsächlich nicht gleich und oft sehr spät. Zu spät meistens. Ausgang bekannt…Wieder ein Dating-Frosch mehr in der „Sammlung“.
Doch man(n) muss nicht verheiratet sein, um beim Dating und in der Kennenlernphase falsch zu spielen. Viele Kandidaten aus der Singlebörse betreiben exzessives Parallel-Dating. Heute die, morgen die, übermorgen die andere. Deshalb wird man mit einem solchen Exemplar auch nach einer traumschönen Verabredung nicht gleich ein nächsten Treffen vereinbaren können.
Viele Singlemänner halten sich Hintertürchen offen
Da sich dieser Typ Mann immer mehrer Hintertüren offen und etliche Singlefrauen in der „Kontakt-Schleife“ hält, ist er natürlich auch um gute Ausreden nicht verlegen. Hier kann es bei einer interessierte Frau in der Tat etwas dauern, bis es ihr dämmert, dass nicht seine verantwortungsvolle Arbeit und auch nicht seine pflegebedürftige Mutter der Grund sind, warum weitere Treffen kaum oder nur zäh zustande kommen. Zu gut haben solche Singlemänner ihr Repertoire an Aussagen, warum sie dann und dann leider keine Verabredung wahrnehmen können, perfektioniert.
Natürlich sagen sie deshalb, dass sie auf Geschäftsreise sind, in einem Meeting oder eben bei Muttern im Pflegeheim. Dass sie stattdessen schon wieder mit der nächsten Frau aus der Online-Dating-App verabredet sind, sagen sie natürlich nicht. Es braucht schon wirklich gute Antennen und ein gewisses Bauchgefühl, bis man (FRAU) erkennt, dass seine Aussagen häufig nur Ausreden und zudem gelogen waren.
In der Kennenlernphase besonders aufmerksam in Sachen Aussagen sein!
Sicher: Nicht alle männlichen Singles agieren so, auf keinen Fall. Aber doch etliche. Auffallend oft sind es Männer, die online nach einer Partnerin suchen. Oder zumindest vorgeben, dies zu tun. Hier ist deshalb allergrößte Aufmerksamkeit nötig. Kommen weitere Dates nicht zustande, dafür aber krud-fragwürdige Aussagen, warum man(n) verhindert ist, heißt es: Genau hinhören. Und überlegen, ob das nicht auch eine Ausrede sein könnte. Häufig sind es welche, gerade in der Kennenlernphase.
Dies rasch und nicht zu spät zu erkennen, ist und bleibt die große Herausforderung bei Online-Dating, Kennenlernphase & Co. Behalten Sie es einfach im Hinterkopf!