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Weniger Stress ist nicht die Lösung – Ein Gastbeitrag von Nina Sonnhalter

Wir verbringen viel Zeit damit, Stress vermeiden zu wollen. Wenn wir morgens zu spät aufgestanden sind, das Kind plötzlich erkrankt und der Alltag umgeplant werden muss, wenn eine wichtige Präsentation vor dem Vorstand ansteht oder der Kalender wieder einmal aus allen Nähten platzt. Die Sehnsucht nach einem Alltag mit weniger Belastung, weniger Verpflichtungen und weniger Mental Load kennen viele Frauen. Gleichzeitig erlebe ich in meiner Arbeit etwas anderes: Es geht nicht darum, weniger Stress zu haben. Warum? Weil wir in einer Welt leben, die geprägt ist von Schnelllebigkeit, Ängsten und Sorgen. Von Inflation, Kriegen und vielem mehr. Die sogenannten „Stressoren“ im Außen sind da, und oft kommen eigene innere Themen noch hinzu.

Weniger Stress – was ist mit der Balance?

Viel entscheidender daher ist meiner Meinung die Frage: Wie gut gelingt es dem eigenen Körper, vor und nach einer stressigen Situation wieder in die Balance zu finden? Denn genau darin liegt der Unterschied zwischen kurzfristigem Funktionieren und langfristiger Gesundheit. Nicht der Stress selbst macht uns krank, sondern wenn unser Körper keinen Weg mehr zurück aus dem Alarmmodus findet. Genau hier begegnet mir die Atmung jeden Tag aufs Neue als beeindruckender Schlüssel. Sie begleitet uns vom ersten bis zum letzten Atemzug unseres Lebens und steht in unmittelbarer Verbindung mit unserem Nervensystem. Sie reagiert auf alles, was wir erleben, und gleichzeitig kann sie unserem Körper den Weg zurück in Sicherheit und Regulation zeigen.

Viele Frauen, die zu mir kommen, wünschen sich mehr Ruhe, innere Verlässlichkeit oder endlich wieder einen stabilen Energiehaushalt. Sie funktionieren im Alltag, kümmern sich um andere und meistern unzählige Aufgaben. Was sie häufig nicht bemerken: Ihr Körper befindet sich längst in einer dauerhaften Alarmbereitschaft, weil sie nie wirklich gelernt haben, wie nachhaltige Selbstregulation funktioniert.

In meiner Arbeit geht es deshalb nicht darum, möglichst tief oder besonders spektakulär zu atmen. Gemeinsam kehren wir zu einer natürlichen Atmung zurück: einer Atmung, die ruhig, leise und gesund fließt. Wir erkennen dysfunktionale Atemmuster, verändern sie Schritt für Schritt und schaffen damit die Grundlage dafür, dass sich auch das Nervensystem neu ausrichten kann. Ergänzt wird dieser Prozess durch Elemente aus Yoga und Yoga- Philosophie, Neuroathletik, TCM sowie einer achtsamen Begleitung.

Mehr innere Ruhe und eine längere Zündschnur

Immer wieder darf ich erleben, wie kraftvoll dieser Weg sein kann. Frauen berichten von erholsamem Schlaf, mehr innerer Ruhe, einer längeren Zündschnur im Alltag oder davon, dass sie sich selbst wieder besser wahrnehmen können. Nicht, weil der Stress verschwunden ist, sondern weil sie ihm anders begegnen. Mein Wunsch ist es nicht, Frauen ein stressfreies Leben zu versprechen. Ich wünsche mir vielmehr, dass sie sich selbst zum sicheren Ort machen können auch dann, wenn das Leben laut bleibt. Für mich beginnt genau dort echte Gesundheit: in der Fähigkeit, immer wieder in die eigene Balance zurückzufinden.

Weitere Informationen zu mir und meiner Arbeit gibt es unter meinem Namen auf Instagram und meiner Website. Mehr auch hier.

weniger StressZur Person: Nina Sonnhalter verbindet in ihrer Arbeit die Wirkung bewusster Atmung, der Nervensystemregulation und der Selbstwahrnehmung zu einem professionellen Begleitansatz.

Ihr Motto: „Ein reguliertes Nervensystem ist keine Schwäche. Es ist die Grundlage für Klarheit, Präsenz und echte Kraft.“

 

 

 

 

 

Copyrights: Nina Sonnhalter, Fritz Lemke

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