Ein Gastbeitrag von Katja Herlemann (im Bild). Psychische Belastungen und chronischer Stress zählen heute zu den häufigsten Ursachen für Krankmeldungen. Hoher Leistungsdruck und permanente Anspannung führen dazu, dass die eigene Gesundheit oft zu kurz kommt. Dabei übersehen wir häufig, wie sehr unsere Atmung unter Stress leidet. Unbewusst entwickeln wir dysfunktionale Atemmuster – flach, unregelmäßig, hektisch. Die Folge: Unsere Biochemie gerät aus dem Gleichgewicht. Dies kann nicht nur zu Energieverlust führen, sondern auch körperliche und psychische Beschwerden begünstigen.
Die gute Nachricht: Atmung ist trainierbar
Mit gezielten Atemtechniken lässt sich das autonome Nervensystem regulieren – wir können innere Ruhe fördern, Resilienz aufbauen, unsere Gesundheit stärken und die Leistungsfähigkeit erhalten.
Geschlechtsspezifische Aspekte der Atmung – Frauen atmen anders
Hormonelle Faktoren führen zu Unterschieden zwischen den Geschlechtern. So tritt Asthma bronchiale bei Frauen häufiger auf als bei Männern, ein Effekt, der mit hormonellen Veränderungen im Menstruationszyklus zusammenhängt. Auch Schwangerschaft und Menopause beeinflussen die Atemregulation; in den Wechseljahren nimmt etwa die Häufigkeit von Schlafapnoe-Episoden zu. Sexualhormone könnten darüber hinaus mit Angststörungen assoziiert sein.
Funktionelle Atemstörungen können zudem bei chronischen Schmerzerkrankungen, wie Fibromyalgie, zur Verstärkung der Beschwerden beitragen.
Dysfunktionale Atmung und gesundheitliche Folgen
Nicht nur bei Frauen: Auch Männer können unter gestörter Atmung leiden, was sich in Schlafproblemen, Schnarchen, obstruktiver Schlafapnoe oder nächtlichen Panikattacken äußern kann. Eine dauerhaft beeinträchtigte Atmung beeinflusst weit mehr als das respiratorische System – sie wirkt sich auf das Nervensystem, das Herz-Kreislauf-System, das Immunsystem und den Stoffwechsel aus.
Fazit
Die Atmung ist ein zentraler und steuerbarer Faktor für Gesundheit und Wohlbefinden. Bewusstes Atmen bietet ein bedeutendes Potenzial für Prävention und Therapie.
Tipps für Ihre Atmung
Bewusstes Atmen im Alltag, z.B. kurze Pausen für langsame Bauchatmung. Nasenatmung statt Mundatmung. Neben dem Effekt, dass die eingeatmete Luft gefiltert, erwärmt und befeuchtet wird, neigen wir auch weniger zur Überatmung.
In meinem individuellen 1:1 Online Atemcoaching mit der Buteyko Methode und anderen Atem- und Entspannungstechniken lernen Menschen, wieder in eine gesunde Atmung zu kommen, die Atemmuskeln richtig einzusetzen und durch sanfte Atemreduktionsübungen ihre Gesundheit zu verbessern bzw. die Leistungsfähigkeit zu steigern. Neben meiner Tätigkeit als Atemcoach und Yogalehrerin arbeite ich auch als zertifizierter Epigenetik Coach und unterstütze Menschen in ihre Selbstwirksamkeit zu kommen. Die Epigenetik zeigt, dass wir unseren Genen nicht ausgeliefert sind und durch Lebensstilanpassung zu mehr Wohlbefinden und Gesundheit gelangen können.
Wer jetzt neugierig geworden ist, der findet weitere Informationen auf meiner Website atemcoaching-herlemann.de oder auf meinem Instagram-Account.
Copyright: Katja Herlemann