Zwischen Familie, Job und all den kleinen und großen To-dos kann es manchmal schwerfallen, täglich motiviert und voller Energie zu bleiben. Gerade an Tagen, an denen sich Müdigkeit und Erschöpfung Bahn brechen. Nachfolgend zeigen Fachfrauen auf, wie Sie Ihre Vitalität aufladen können. Mit Tipps, die auch in einen termingepflasterten Tagesrhythmus passen. Ob die kleine Routine zwischendurch, mentale Boosts oder einfache Tricks für mehr Leichtigkeit: Jede Expertin verrät ihre Strategien, um tägliche Herausforderungen zu meistern. Lassen Sie sich inspirieren und schauen Sie, welche Ratschläge für Sie am besten umzusetzen sind, um motiviert, vital, kraftvoll und ausgeglichen durch den (All)Tag kommen.
Müde statt vital: Den Magen nicht ignorieren!
Den Anfang macht Carolin Fritsche (Bild unten), die in ihrer „Praxis Spiegelblick“ Körperwahrnehmung, Nervensystem-Regulation und Bewusstseins-Arbeit für einen tragfähigen Alltag verbindet. „Warum der Magen oft der ehrlichste Kompass ist“, ist dabei ihr maßgebender Leitspruch. Wie sich hier der Zusammenhang mit Vitalität und Energie gestaltet, erklärt die Expertin nachfolgend:
Mein Name ist Carolin Fritsche und ich begleite Frauen, die unter stressbedingten körperlichen Symptomen wie Magendruck oder einem Reizmagen leiden. Was ich immer wieder feststelle: Energieprobleme entstehen selten durch zu wenig Willenskraft, sondern durch zu langes Übergehen der eigenen Signale. Gerade der Magen ist sensibel und reagiert schnell auf innere Konflikte, Dauerstress und zu viel Verantwortung. Mein persönlicher Energie-Tipp ist überraschend einfach: Ich höre früher auf meinen Körper – besonders dann, wenn ich mich „nur“ müde oder energielos fühle und frage mich dann: „Was hat sich in den letzten Wochen verändert und was habe ich ignoriert?“
Der Körper als ehrlicher Kompass
Für mich ist mein Körper ein sehr ehrlicher Kompass. Wenn ich Druck, Enge oder Appetitlosigkeit wahrnehme, frage ich mich nicht mehr, wie ich „funktionieren“ kann, sondern was gerade wirklich für mich stimmig ist – beruflich wie privat. Neue Energie entsteht für mich nicht durch zusätzliche Routinen, Pläne oder Vorsätze, sondern durch Selbstverantwortung. Seit ich mir bewusst regelmäßige Räume für Rückzug, Klarheit und Regeneration erlaube, fühle ich mich stabiler, fitter und deutlich kraftvoller im Alltag. Energie ist für mich kein Ziel – sie ist die Folge davon, ehrlich hinzusehen und mir selbst nicht mehr auszuweichen. Dann stellt sich Energie leise wieder ein.
Mit Yoga und Atmung aus dem Energietief
Die Symbiose von Atmung, Entspannung und Yoga steht bei Sarah Glück (im Bild) im Vordergrund, wenn Sie mit Frauen arbeitet, die im Alltag stark gefordert sind. Einen Einblick in ihr Know-How gibt sie hier:
Ich bin Yogalehrerin und ganzheitliche Ernährungsberaterin und arbeite mit Frauen und Mamas, die im Alltag viel leisten, funktionieren und dabei oft ihre eigene Energie aus dem Blick verlieren. In meiner Arbeit verbinde ich Yoga, Atmung, Entspannung und gezielte Nervensystem-Regulation sowie alltagstaugliche Achtsamkeit, um Frauen dabei zu unterstützen, wieder mehr Ruhe, Stabilität und Kraft in ihr Leben zu bringen, ohne zusätzlichen Druck oder komplizierte Routinen. Mein wichtigster Energie-Tipp im Alltag ist überraschend simpel:
Bewusste Pausen, die wirklich regulieren. Viele Frauen machen zwar „Pause“, scrollen aber weiter oder bleiben innerlich angespannt. Energie entsteht jedoch dann, wenn unser Nervensystem zur Ruhe kommt. Schon ein paar bewusste Atemzüge mit verlängertem Ausatmen oder fünf Minuten sanfte Bewegung können helfen, den Körper aus dem Dauerstress zu holen und neue Kraft zu schöpfen.
Gut für sich sorgen, um dem Tagesrhythmus vital zu begegnen
Ich erlebe täglich, wie viel sich verändert, wenn Frauen lernen, kleine Inseln der Regulation in ihren Alltag einzubauen, beim Spülmaschine ausräumen, im Auto oder abends vor dem Schlafengehen. Energie bedeutet für mich nicht, immer leistungsfähig zu sein, sondern gut für sich zu sorgen. Diese kleinen, achtsamen Momente machen langfristig den größten Unterschied. Wenn Sie mehr über mich erfahren möchten, besuchen Sie gern meine Website sarahglueck.de.
Nachhaltige Veränderungen in den eigenen Alltag integrieren – das vermittelt Madeleine Hauschild (im Bild) ihren Klienten. Die Gesundheits- und Businessmentorin begleitet vorwiegend Führungskräfte und Selbständige und skizziert ihre Strategien für einen energiegeladenen Alltag:
Als ganzheitliche Gesundheits- und Businessmentorin begleite ich Führungskräfte, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Selbstständige, die sich erschöpft fühlen oder kurz vor einem Burnout stehen. Ich habe viele Jahre mit Führungskräften gearbeitet und war selbst in einer Führungsposition. 2019 habe ich am eigenen Leib erlebt, wie es ist, wenn der Körper streikt: Diagnose Burnout. Heute, mit 44 Jahren, fühle ich mich fitter als je zuvor und führe mein eigenes Business. Das ist das Ergebnis einer gesunden Selbstführung, die ich Menschen mit hoher beruflicher Verantwortung so vermittle, dass sie nachhaltige Veränderungen im Alltag erreichen.
Ernährung als wichtiger Baustein für einen energiegeladenen Alltag
Der absolute Gamechanger nach meinem Burnout waren Detoxkuren und eine cortisolfreundliche Ernährung. Detox hat mir geholfen, körperlich und mental zu entgiften. Anschließend habe ich meine Ernährung so umgestellt, dass sie mein Nervensystem entspannt und mich mental stärkt. Mit der richtigen Ernährung können wir unser Stresshormon Cortisol in Balance bringen. Was viele nicht wissen: Je höher der Dauerstress, desto stärker speichert der Körper Fett – besonders an Bauch und Hüfte.
Mein Energie-Tipp: Essen Sie zu jeder Mahlzeit mindestens 30 Gramm Protein und lassen Sie keine der drei Hauptmahlzeiten aus – auch dann nicht, wenn Intervallfasten im Trend ist. Mahlzeiten auszulassen stresst den Körper zusätzlich. Ergänzen Sie Ihre Ernährung mit gesunden Omega-3-Fettsäuren wie Olivenöl, Walnüssen oder Lachs. Sie fördern mentale Klarheit, Konzentration und Fokus. Eine intelligente Ernährung ist Energiemanagement und stärkt die psychische Stabilität. Je besser wir essen, desto seltener klopfen Stress, Erschöpfung oder Burnout an. Wir können uns tatsächlich glücklicher essen – die Lösung liegt wie so oft im Kühlschrank.
Bilder: Steffen Fritsche, Sarah Glück, Madeleine Hauschild, pexels.com / Artem Podrez